Eine kleine Wasserstandsmeldung bzw. Fortschrittsbericht.
Mein Kumpel Siggi hatte mir geholfen, die ganzen Bohrungen für die Helicoils im Gehäuse auf der Primärdeckelseite und für die Steuerdeckel so zu bohren, dass die Schrauben am Ende senkrecht zu den Dichtflächen stehen.
Wobei, er hatte die Idee, das so zu machen, und er hat eine schöne Flott, mit der das ging. Honoris honorem dignis, ich hab' da wenig getan.
Am Ende ging es auf der Flott ganz gut oder besser ganz flott, und eine Hülse für den Bohrer hatte Siggi auch gekurbelt, damit die Helicoils dann am Ende auch unter den Bohrungen in den Deckel ankommen.
Nur ist es leider so schweinekalt hier, ein richtiges Wohlgefühl stellt sich in meiner Werkstatt kaum ein. Angefangen hatte ich bei 0°, nachdem die Heizung dann 4 h lief, kam ich auf 9°, angenehm oder gar kuschelig geht anders...
Gestern hatte ich dann an die 30 Gewinde in die Bohrungen geschnitten und auch die 1/4" UNC-Coils gesetzt. Ich kann keine Coils mehr sehen auf absehbare Zeit.
Und Aluspäne hatte ich auch genug die letzten Tage.
Gut, Dinge gehen manchmal schief, das ist eben so, aber ich hatte bei der Geschichte einen ziemlichen Zorn, weil das so unnötig war.
Wenn ich den Murkser erwischen würde, der das verbrochen hat, der verdient es, anständig in die Eier getreten zu werden. Was’n Honk.
Aber die Deckel ließen sich heute montieren, die gecoilten Gewinde scheinen an den richtigen Stellen zu sitzen.
Dann heute noch das eine Gewinde für die Stehbolzen der barrel-Verschraubung gecoilt. Wie gesagt, es hatte für 7 korrekte UNC-Stehbolzen gereicht beim Vorschrauber, aber einer fiel wohl unter die Werkbank, oder die Katze hatte ihn gefressen, und es wurde einer mit BSF-Gewinde reingewürgt.
An der Stelle ist das eigentlich unkompliziert, es ist genügend Fleisch im Alu, und mit einer Bohrhülse bekommt man die Bohrung auch gerade rein.
Dann hatte ich mir das Gewinde angesehen, das bei einer A65 wirklich am kritischsten ist bzw. das sich am schlechtesten reparieren lässt. Jepp, das Gewinde meine ich, womit das oil manifold verschraubt wird.
Das war einmal ein 5/16" UNC-Gewinde, aber wieder hatte wohl die passende Schraube gefehlt, also wurde wohl eine mit BSF-Gewinde genommen. Was für eine feine Idee, die da mit Gewalt reinzuschrauben. Der Unterschied ist ja nur 18 tpi zu 22 tpi.
Eine BSF-Schraube ließ sich leidlich festziehen, aber so richtig happy bin ich nicht gewesen damit.
Wenn das Gewinde dann doch irgendwann mal aufgibt, muss für eine Instandsetzung der sackschwere Moder raus, eingebaut kann man das Gewinde nicht reparieren.
Also habe ich dann schweren Herzens da auch noch einen Coil eingedreht.
Nachdem bei Henriks Moder genau dieser Coil schief sitzt, was mir beim Ersetzen der Drahtspirale seinerzeit aufgefallen war, habe ich mir heute viel Mühe gegeben, die Bohrung gerade reinzubekommen.
Aber, es hatte mit einer Bohrhülse geklappt, die Schraube sitzt plan auf dem manifold auf, wie die Probemontage gezeigt hat.
Das war mein Erfolgserlebnis heute.
Noch ein Lowlight von den Stehbolzen der Sumpfplatte.
Die Platte war ja mit drei verschiedenen Muttern angeschraubt. 2 Stück UNC, eine BSW und eine M6.
](./images/smilies/eusa_wall.gif)
Und der Stehbolzen mit der M6 drauf sah schief aus. Nicht schön, ich hatte schon Albträume von einem schief gesetzten M6-Coil.
Heute habe ich die 4 Racker dann ausgeschraubt. Auf den verdächtigen Stehbolzen hatten die einfach irgendwie ein M6-Gewinde schief draufgeschnitten. Das ist übrigens Kleber im groben Gewinde, kein Alu.
Aber wenigstens scheinen die Gewinde in den Sacklöchern des Gehäuses intakt zu sein. Puuuuhhhh....
Wobei auf die 4 Coils käme es dann auch nicht mehr an.
Das barrel ist schon retour vom Bohren und Honen, nur die Wellen dauern wohl noch. Bis dahin geht nichts weiter an dem Moder, was in Anbetracht der derzeit in frozen Nieselsachsen herrschenden Temperaturen aber auch nicht so schlimm ist.
Schöne Grüße
Ph.