Die Frage, die Ralph aka Leftie gestellt hatte, hatte ich ja schon beantwortet.
Aber so richtig Ruhe gelassen hatte mir das nicht, deshalb hab' ich mir das nochmal en détail angesehen.
Und mein Geschreibsel vom 22. Januar ist leider falsch, sorry.
Hier nochmal ein Bild von einer Nocke, wo man das Laufbild eines Stößels auf der Nocke sieht:
Es gibt einen vom heißen Öl dunkel verfärbten Ring, auf dem der Stößel eben nicht gelaufen ist, was wiederum bedeutet, dass hier eigentlich kein mechanischer Verschleiß im Sinne von Abrieb stattgefunden haben kann.
Der verfärbte Ring weicht maßlich nicht vom Rest der Nocke mit den Laufspuren ab, man bleibt nicht mit dem Fingernagel hängen, mit dem (digitalen Preisser-) Messschieber kann ich keinen Unterschied feststellen.
Also ist meine Aussage zur Ursache der maßlichen Abweichung falsch. Ich muss mich dahingehend korrigieren, dass die Chose mit den unterschiedlichen Nockenhöhen dann am ehesten der Fertigung der Nockenwelle geschuldet ist.
Ich hab' dann an den beiden Nockenwellen nochmal gemessen zur Höhe und auch zum Grundkreis, wobei zu sagen ist, dass diese neuerliche Messerei genauso wie die zuvor gemachte mit einer gewissen Unsicherheit behaftet ist.
Richtig gemessen, im Sinne von 100% korrekt, ist das nicht, obgleich die Ergebnisse reproduzierbar waren bzw. sind. Der Aufschrieb von heute deckt sich mit dem Aufschrieb von letzter Woche von den Zahlen her.
Dann hatte ich nochmal ins workshop manual geschaut und auch das Internetz geflöht, was es an Daten zu der Nockenwelle mit der parts-# 68-0473 gibt, und dann eben alles mal zusammen in eine Excel-Datei geklappert, siehe nachfolgende Zusammenstellung:
Am Ende sieht man darin, dass auch die SRM-Nockenwelle eigentlich nicht ganz der ursprünglich von BSA spezifizierten Form entspricht, der Hub ist etwas geringer, gleichzeitig schreibt aber ein Norweger, dass er auf Anfrage bei SRM die Information erhalten habe, die Nocken seien auf ca. 5° später geschliffen. Die Steuerzeiten hatte ich jetzt aber nicht betrachtet.
Bei der Nutzung der Mopeds, wie sie heute meist stattfindet, nämlich dem mehr oder minder gemütlichen Herumschaukeln, spielen diese Abweichungen aber meines Erachtens nach keine große Rolle. Bei der zuvor beschriebenen Nutzung kommt es kaum auf das letzte Quäntchen Leistung oder Drehmoment an.
Wichtiger erscheint mir, dass die Nockenprofile von rechts nach links eine kleinstmögliche Abweichung haben, damit die Füllung der beiden Zylinder möglichst gleich sein kann.
Und genau das scheint bei der Nockenwelle von SRM besser zu sein.
Schöne Grüße
Ph.