Probleme beim Limawechsel

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Der Henning
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Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Der Henning »

Moin,

mir ist leider die Lima abgeraucht. Gibt es irgendein Spezialwerkzeug oder einen Trick, um die Schrauben zu lösen? Habe da nur 1mm Luft zwischen Schraube und Lima.
Muss die Kupplung auch raus?

Danke

Henning
20260821_185946.jpg
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Phil
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Phil »

Hoi Henning,

da war eben Dein Vorschrauber eher stümperhaft unterwegs. :surpris:

Normalerweise sitzen an den Stehbolzen für den Stator Muttern mit einem reduzierten Sechskant, jepp genau deshalb, damit man eine Nuss da draufbekommt.

Bei den späteren Mopeds sind das ja Unified-Gewinde, IIRC mit 5/16" Durchmesser. Eine normale Mutter für diesen Stehbolzen hat AF 1/2", und die angesprochenen Muttern haben dann einen Sechskant AF von 7/16".

Damit geht das schon ganz gut zu montieren und demontieren.

Schau' Dir das Gewinde am Stehbolzen aber nochmal an, nachdem Du die Muttern heruntergewürgt hast. Von der Optik her könnte das eine britische Schlüsselweite sein.

Ggf. sind bei den älteren Eimern Stehbolzen mit BSCyc. verbaut. Also nutzt Dir eine neue Mutter mit reduziertem Sechskant vom BI-Händler nicht zwangsläufig was, wenn er Dir eine UNF-Mutter schickt.

Zur Not meldest Du Dich, dann mach' ich Dir nächste Woche drei Muttern mit einem 11 oder 12 mm-Sechskant, dazu bräuchte ich aber eine verbindliche Angabe zum Gewinde.

Die Kupplung muss für den Rotor- und Statortausch nicht ab, die bleibt samt Primärkette am Platze.

Grüße

Ph.
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Öko
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Öko »

Der Rotorkern sieht auch so aus , als wenn dieser schon lose ist...im geringsten Zweifel dringend erneuern, ggf. Dessen Keil ebenfalls.
an der Stelle wo der Rotor an der Lima permanent geschöiffen hat ist diese auch zu heiß geworden und aufgeplatzt.
Warum der Vorschrauber da solch riesige Mutter da verwendet hat und die Lima nicht ausgemittelt hat zum Rotor...muss man wohl nicht mehr verstehen...
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Der Henning
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Der Henning »

Danke für die Tipps.
Das Bild ist etwas von oben fotografiert. Hat der Rotor spürbares Spiel, wenn der Kern lose ist? Da ist alles noch fest. Da die Lima ja eh platt war, habe ich mir etwas Platz verschafft, die ist jetzt runter. Ich habe mal aus meinem Reserve-Daytonamotor die Muttern ausgebaut, die passen auch vom Gewinde und haben deutlich weniger Durchmesser.
Zum Zentrieren der neuen Lima würde ich mir einen Streifen aus einer PET-Flasche herausschneiden und um den Rotor legen.

Die Lima war dreiphasig mit 180 Watt (14,5A), die sollen ja sowieso thermisch anfällig sein, jetzt kommt eine 130 Watt (10,5A)-Lima rein. Kabelhülle war gebrochen und ein Kabel war durchgescheuert. Könnte das auch der Grund sein, warum es das Teil zerlegt hat?
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Phil
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Phil »

Hoi Henning,

ob Du einen Streifen aus einer PET-Flasche geschnippelt nimmst oder das so per Auge montierst und dann mit einer Fühlerlehre auf Freigang prüfst, das ist egal. Dann an den Stehbolzen richten, bis der Freigang passt.

Du willst keine Distanz unter 0,20 mm zwischen Rotor und Stator haben, sonst verdirbst Du den neuen Stator auch. Die Kurbelwelle hat links im Lager kein Radialspiel?

So einen alten Rotor würde ich, wenn ich Du wäre, der ich nicht bin, ohne Muh und Mäh ausbauen und in die Schrottkiste schmeißen. Erstens hat ein neuer Rotor mehr Magnetismus und daraus folgend auch die Lima am Ende mehr Leistung, zweitens sind an den neuen Rotoren die Magnete richtig an die Stahlbuchse im Kern gefügt und nicht nur zusammengegossen im Alu.

Die alten Rotoren lösen sich gerne mal auf, das bedeutet dann grande malheur im Primärkasten und kann gravierende Schäden bis hin zum Verlust des Kurbelhauses generieren.

Good luck und Grüße

Ph.
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Der Henning
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Der Henning »

Moin, Rotor ist von 2019.
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Phil
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Phil »

Der Henning hat geschrieben: Samstag 22. August 2026, 22:37 Moin, Rotor ist von 2019.
Prima, Henning. Wenn der Rotor um 2019 rum gefertigt ist, sollte er unverdächtig sein.

Grüße

Ph.
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T140-Oli
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von T140-Oli »

Der Henning hat geschrieben: Freitag 21. August 2026, 21:47 Die Lima war dreiphasig mit 180 Watt (14,5A), die sollen ja sowieso thermisch anfällig sein, jetzt kommt eine 130 Watt (10,5A)-Lima rein.
Vermutlich reichen dir die 130W, aber dennoch würde ich bei einem Tausch immer die 180W Lima bevorzugen. Die ist für die heutigen Anforderungen (Fahrlicht, H4, Blinker, Ampeln/Stau...) geeigneter. Woher hast du denn die Info bzgl. der thermischen Anfälligkeit?

Grüße
Oli
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Öko »

Die Überhitzung der Limas kommt über die Motortemperatur plus Stromlast, bei der 12üW Lima auf zwei Kabel verteilt, bei 180W auf drei Kabel ( Phasen ) verteilt.
In unteren Limateil noch etwqs mit Öl gekühlt wird es für mindestens 2/3 drarüber wärmer.
Erkennt der Laderegler die Ladeschlußspannung vom Akku werden die Phasen kurzgeschlossen, was noch mal mehr Wärmebelastung bringt...die Lima läuft dann auf Volllast.
Moderne Längsregler unterbrechen die drei Phasen in dem Fall, die Lima kann dann etwas abkühlen und bremst den Motor nicht mehr , was auch noch etwqs Kraftstoff einsparen kann.
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Der Henning »

T140-Oli hat geschrieben: Sonntag 23. August 2026, 09:02
Der Henning hat geschrieben: Freitag 21. August 2026, 21:47 Die Lima war dreiphasig mit 180 Watt (14,5A), die sollen ja sowieso thermisch anfällig sein, jetzt kommt eine 130 Watt (10,5A)-Lima rein.
Vermutlich reichen dir die 130W, aber dennoch würde ich bei einem Tausch immer die 180W Lima bevorzugen. Die ist für die heutigen Anforderungen (Fahrlicht, H4, Blinker, Ampeln/Stau...) geeigneter. Woher hast du denn die Info bzgl. der thermischen Anfälligkeit?

Grüße
Oli
Karsten Johne/Southern Division, Artikelbeschreibung der 3-phasigen 130W-Lima:
Screenshot_20260823_114524_Chrome.jpg
Meine 180W-Version hat 6tkm gehalten.
LG

Henning
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von T140-Oli »

Uiuiui, danke für die Info. :egeek: Bis jetzt hab ich ca. 30.000 km mit zwei 180W Limas (und meinen beiden Triumphs) gesammelt, bisher unauffällig. Dann halt ich mal die Luft an...

Grüße
Oli
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Der Henning »

"Seit einiger Zeit" ist ja auch eine recht schwammige Umschreibung, eventuell wurde ja irgendwann einfach die Produktion etwas "kostenoptimiert". Drücke dir die Daumen, dass es dich nicht erwischt. Meine Lima ist von 2018/19 gewesen. In meinem Southern Division Katalog von 2005 steht noch keine Warnung, da ist 3-phasig nur die 180W-Variante im Angebot.

LG

Henning
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Re: Probleme beim Limawechsel

Beitrag von Der Henning »

Kleine Rückmeldung: Ich habe einfach einen Satz Muttern etwas heruntergefeilt, mit einem kleineren Steckschlüssel, den ich außen auch passend geschliffen habe, passt es dann. Heute wird die neue Lima damit montiert.
Für meine anderen Motoren habe ich mir sogenannte K-Nuts aus dem Motorsport bestellt, die Kosten halten sich mit 2,89€ pro Stück in Grenzen und sie haben eine deutlich verringerte Schlüsselweite:
https://www.gema-motorsport.de/shop/de/ ... 16-24.html

Ich berichte dann noch einmal, wenn die Muttern da sind.
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