Alexander hat geschrieben: Dienstag 17. Februar 2026, 11:40
Ich möchte deiner schön hergestellten Arbeit , die dir dank deiner Handwerklichen Begabung und deinen weiteren dazu notwendigen Möglichkeiten gegeben sind , auch mal applaudieren Klaus .
Sieht schon nach was besonderem aus und wird im Fahrerlager und auf dem Kurs , gewiss mit langen Hälsen und viel Neugier gewürdigt .
Ich pers. hätte sowas gar nicht gemacht . Ich wäre bei solchen Klassik-Rennen auch mit einem zb. fünftem Platz zufrieden und hätte trotzdem meinen Fun . Dann aber mit weitgehend orig. Material .
Nun sind die nächsten deiner Mitstreiter im Zugzwang , etwas passables dagegen zu setzen . Führt das am Ende zu einem Wettrüsten und zu Fantasiekonstrukten , die sich immer weiter vom ehemaligem Ursprung entfernen ?
Gruß Alexander
Vielen Dank an alle für die
Ich weiß grade nicht wo ich anfangen soll, weil dieses Thema sehr komplex ist.
Diese Aufrüstung an der Rennstrecke gibt es schon seit fast 40 Jahren. Angefangen hat es mit den Gespannen, dort
ist man von rollengelagert auf die Gleitlager gegangen. Das hat damals heftige Diskusionen gegeben bis hin zum Startverbot.
Heute ist man in dieser Beziehung deutlich lieberaler und man hat auch Repliken zugelassen, njicht zuletzt auch wegen der Sicherheit auf der Rennstrecke. Eine orginale Manx oder G50 oder was auch immer aus den 50/60 gern wird keine Veranstaltung mehr überleben bzw eine ganze Saison.
Es ist schon ein berauschendes Gefühl auf der Rennstrecke zu fahren und etwas ganz anderes als im öffentlichen Verkehr.
Wer noch nie auf einer Rennstrecke gefahren ist kann das nur schwer nachvollziehen, den auch wenn es sich Gleichmäßigkeitslauf nennt, man holt immer alles aus der Maschine raus, auch die "Langsamen"
Durch neue Techniken und auch natürlich auch der Nachfrage geschuldet wird heutzutage fast alles als Replika nachgebaut, selbstverständlich dann auch neuestem Stand der Technik mit allen Verbesserungen bzw Optimierungen zur Haltbarkeit und Leistungsteigerung. Das ist ein eigener Wirtschaftszweig. Ersatzteile jederzeit verfügbar, vom Preis reden wir hier nicht. Aber das ist hier wie überall im Rennsport, wer das größte Budet hat fährt vorne.
Der eigendliche Hintergrund zu diesem Motor war, das ich gerne einen Ersatzmotor wollte, zuerst ging es mir nur um die Kurbelwelle.
Eine geschraubte und genietete Kurbelwelle wie bei den BSA ist für den dauerhaften Rennbetrieb wenig geeignet. Deshalb hatte ich mir für meinen ersten Motor von ABSAF eine Welle machen lassen, die de Jong in seinem 600ter Motor verbaut mit 92,5 mm Hub. Orginal hat die M24 94mm. Einzig das Pleuel ist ein anderes, das mußte in meinem Fall länger sein, weil der Zylinder fast 2cm länger ist. Alles was auf dem Gehäuse sitzt ist von 1939.
Von der 1939er M24 sind nur 298 Stück gebaut worden, Ersatzteile gibt es wirklich ganz selten und dann sind auch die Preise entsprechend. Das einzige was nachgebaut wird ist der Zylinder vom 1938 Model, der hat vor dem Brexit schon 1500 Pfund gekostet und ist auch nur in einer kleinen Stückzahl gegossen worden.
Eine zweite Kurbelwelle wollte Jan de Jong nicht bauen, weil er das Pleuel nicht in seiner geforderten Qualität besorgen konnte.
Peter Huber hatte mir irgendwann dieses Pearson Kit angeboten (Gehäuse, Kurbelwelle, Zylinder und Kolben) das ich dann gekauft habe.
Zuerst habe ich den Zylinder optisch dem der M24 angeglichen und einen orginal M24 Kopf darauf gemacht, das geht ohne weiteres ohne viel am original Kopf zu ändern. Dazu muß ich sagen, das ich 2 orginale M24 Motoren habe und 2 nachgebaute, dort ist nur das Kurbelgehäuse von späteren Modellen, Zylinder, Kopf und Rockerbox sind orginal M24.
Mir hat für dieses Pearsonprojekt quasi nur der Kopf gefehlt. Ich habe diesen Motor ja letztes Jahr schon gefahren mit einem M24 Kopf.
Daher jetzt dieser Umbau des DBD Kopfes, das ist jetzt der komplette 5. Motor.
Aber jetzt reicht es auch.
Nochwas zu dem Aufrüsten an der Rennstrecke.
Wir Vorkriegsklasse E starten zusammen mit den Klassen L, H und U, die ja deutlich neueren Datums sind. Grade die Klasse L und U dort sind viele 2 Takter unterwegs Benelli 250 und Yamaha TZ 250, Maico RS, Kreidler etc. , es macht keinen Spaß am Start hinter denen zu stehen, aus diesem Grund versuche ich immer möglichst aus der ersten Reihe zu starten, es gelingt mir nicht immer, aber ich denke mit diesem Motor sind die Chancen deutlich größer

If you think, everything is under control, you are not fast enought.