Betriebsblind ?!

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Tim
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

Alexander hat geschrieben:Übrigens , das von Tim vorgeschlagene Werkzeug ( gibt es auch bei J.S. ) , taugt höchstens bis max . 5 kpm.
Das Tool ist für die Variante "4.Gang und Bremse" gedacht...... :wink:



Tim
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jan
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von jan »

Ich oute mich mal wieder als Murkser und Grobschlosser. Egal.

Also, die olle Kupplungsscheibe mit angeschweißtem Flacheisen nehme ich bei der Matchless (mit AMC-Getriebe, analog Norton) nur, um die Kupplung bzw. die Mutter vom "clutch centre" selbst zu lösen bzw. festzuziehen.

Für das Primärritzel nehme ich die ganz große Wasserpumpenzange aus dem Hause KNIPEX; die legendäre "Cobra" gibt´s in einer - na ja, ich würde sagen: XXXXL-Version, damit kann man - sofern man die Zange sauber ansetzt - das Ritzel problemlos festhalten, ohne die Zähne zu vermurksen, und mit der anderen Hand den DreMo betätigen (auch mit 120 nm und mehr). Gut, das Bier muss man für einen Moment auf der Werkbank abstellen.

Ihr dürft jetzt gerne wieder mit mir schimpfen, aber trotz mehrfacher De- und Remontage meines Primärtriebs (mit genau dieser Methode) fahre ich immer noch seit mind. 8.000 mls mit der selben Kette und dem selben Ritzel.
Gut, meine Matchy hat auch keine 70 PS wie Eure Commandos, sondern höchstens die Hälfte; und da zerren auch keine 80, 100 nm und mehr an der Primärkette. Aber ich empfehle meine Methode trotzdem weiter...

Ach so, ja - beim Single natürlich genau die selbe Methode!

Cheers, Jan
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Wiener Wilhelm

Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Wiener Wilhelm »

Murkser aller Länder, vereinigt Euch. Ihr kommt schneller zum Fahren.
Da mein erster Vorschlag zum Ritzelhalten nur Häme gebracht hat, hier ein anderer Vorschlag, der AUCH ausprobiert, seit Jahren von mir verwendet wird, aber aufwendiger ist als die einfache Lösung.
(Hoffentlich ist des Buidl hintdran)

Da brauchts keine Angst haben, daß es Euch Zähne abreisst, ist für zwei unterschiedliche Kettendimensionen gedacht.
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Martin
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Martin »

Alexander hat geschrieben:Übrigens , das von Tim vorgeschlagene Werkzeug ( gibt es auch bei J.S. ) , taugt höchstens bis max . 5 kpm. Ab dann fängt es an sich zu verwinden und der abgewinkelte , ca. 3mm starke Haltearm wird weich wie Butter .
Also wirklich eher aus drei alten Scheiben und 5mm Flacheisen was tauglicheres zusammenbringen.
Gruß : Alexander
Wenn man sich die Werkzeuge von MCA anschaut (und ich glaube , dass der Gegenhalter auch von denen kommen wird), kann einem schlecht werden. Ich hab schon die Kupplungsabzieher von denen in die Schrottkiste übergeben und einen aus hochwertigem Werkzeugstahl von einem Freund drehen lassen.
Ebenso verhält es sich mit dem Gabel-Einziehwerkzeug. Hab ich mal geschenkt bekommen und sofort das Gewinde gestrippt.
Besser selberbauen...

Übrigens kann man so was auch für die Triumph und BSA Kupplung bauen. Eben mit alten Scheiben.
Hab ich auch ;-)
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Norton
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Norton »

Hi.
Ich hab für meine Atlas das was richtig feines. Ein Gegenhaltewerkzeug aus 6mm Stahlblech, außen die Verzahnung vom Korb und innen die Verzahnung vom Center und einen äußeren Steg so lange gelassen, daß man gegen den Dom im Primärkasten abstemmen kann. Hat mir ein Kollege damals gelasert.
Hat hier keiner die Möglichkeit sowas mit Wasserstrahl, Laser, Plasmaschneider und was es sonst so gibt, anzufertigen? Ich müßte noch ein zweites haben. Könnte ich als Muster zur Verfügung stellen.

Gruß. Martin.
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Norton »

Natürlich gibts die Methode über die Bremse, Hinterrad, Kette und letztendlich durchs Getriebe.
Nur, was tut man dabei den Getriebrädern, Lagern, Gehäuse an???

Gruß. Martin.
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Goldstar
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Goldstar »

Norton hat geschrieben:Natürlich gibts die Methode über die Bremse, Hinterrad, Kette und letztendlich durchs Getriebe.
Nur, was tut man dabei den Getriebrädern, Lagern, Gehäuse an???

Gruß. Martin.
Ich denke mal das bei flotten anfahren oder bei einem weely die Kräftespitzen viel größer sind.
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Tim
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

Goldstar hat geschrieben:Ich denke mal das bei flotten anfahren oder bei einem weely die Kräftespitzen viel größer sind.
Zeig mir eine Commando mit 120 Nm an der Wurbelkelle und ich geb Dir recht..... :mrgreen:


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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben:.... außen die Verzahnung vom Korb und innen die Verzahnung vom Center....
Ist die Frage, ob man das braucht. Wenn man eh mit einem Hebel gegenhalten will, ist es doch sinnvoller, zwei Tools zu machen: Einmal aus aussen verzahnten Scheiben, um über die Primärkette die KW-Mutter anzuballen, einmal innenverzahnt für die Getriebe-Hauptwelle. Das kann man sich dann auch aus ein, zwei ausgelutschten Scheibensätzen zusammenstückeln.


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Goldstar
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Goldstar »

Atlas750 hat geschrieben:
Goldstar hat geschrieben:Ich denke mal das bei flotten anfahren oder bei einem weely die Kräftespitzen viel größer sind.
Zeig mir eine Commando mit 120 Nm an der Wurbelkelle und ich geb Dir recht..... :mrgreen:


Tim
:gruebel:

ähh an der Kurbelwelle wohl nicht, wir sprachen ja auch vom Getriebe.
Ich bin kein Mechaniker und ich kann sowas auch in keiner Weise berechnen, aber nach meinem billigen Verstand müßte wenn von Kurbelwelle zum Getriebe also primär eine Übersetzung von 2:1 ist theoretisch 60 nm ausreichen um im Getriebe bei halber Kurbelwellendrehzahl 120 nm aufzurufen.....oder seh ich das komplett falsch :?:

Lasse mich gerne belehren ( Physik was noch nie meine Stärke)
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Norton »

Goldstar hat geschrieben:
Atlas750 hat geschrieben:
Goldstar hat geschrieben:Ich denke mal das bei flotten anfahren oder bei einem weely die Kräftespitzen viel größer sind.
Zeig mir eine Commando mit 120 Nm an der Wurbelkelle und ich geb Dir recht..... :mrgreen:


Tim
:gruebel:

ähh an der Kurbelwelle wohl nicht, wir sprachen ja auch vom Getriebe.
Ich bin kein Mechaniker und ich kann sowas auch in keiner Weise berechnen, aber nach meinem billigen Verstand müßte wenn von Kurbelwelle zum Getriebe also primär eine Übersetzung von 2:1 ist theoretisch 60 nm ausreichen um im Getriebe bei halber Kurbelwellendrehzahl 120 nm aufzurufen.....oder seh ich das komplett falsch :?:



Lasse mich gerne belehren ( Physik was noch nie meine Stärke)

Bei dieser Anzugsmethode hat man aber null Drehzahl und damit enorme Lastpunkte. Den Ölfilm kann man dabei auch noch wegpuetschen.
Ich frag mich halt, warum ausgerechnet an den Nebenwellenrädern von den alten AMC Getrieben oft ganze Zähne weggebrochen sind. Hab schon zwei solche kaputte daheim.
Außerdem ist zwischen Kurbelwelle und Getriebe noch eine Kette oder Zahnriemen oder sogar noch ein Ruckdämpfer in der Kupplung, das fängt auch noch was ab. Und selbst die beste Kupplung hat doch ein wenig Schlupf.

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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

Goldstar hat geschrieben:ähh an der Kurbelwelle wohl nicht, wir sprachen ja auch vom Getriebe.
Mattes sprach vom Primärritzel und 120 Nm, das ist Kurbelwelle. Und dass selbst mit allen denkbaren dynamischen Effekten beim Anfahren oder Schalten Drehmomentspitzen von locker 200% auftreten - denn wesentlich mehr als 60Nm kommen aus einer serienmäßigen Commando nunmal nicht raus - halte ich für eine sehr gewagte Theorie.
Ich bin kein Mechaniker und ich kann sowas auch in keiner Weise berechnen, aber nach meinem billigen Verstand müßte wenn von Kurbelwelle zum Getriebe also primär eine Übersetzung von 2:1 ist theoretisch 60 nm ausreichen um im Getriebe bei halber Kurbelwellendrehzahl 120 nm aufzurufen.....oder seh ich das komplett falsch :?:
Nö, das siehst Du richtig latürnich, aber darum ging es nicht.



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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Goldstar »

Atlas750 hat geschrieben:
Goldstar hat geschrieben:ähh an der Kurbelwelle wohl nicht, wir sprachen ja auch vom Getriebe.
Mattes sprach vom Primärritzel und 120 Nm, das ist Kurbelwelle. Und dass selbst mit allen denkbaren dynamischen Effekten beim Anfahren oder Schalten Drehmomentspitzen von locker 200% auftreten - denn wesentlich mehr als 60Nm kommen aus einer serienmäßigen Commando nunmal nicht raus - halte ich für eine sehr gewagte Theorie.
Ich bin kein Mechaniker und ich kann sowas auch in keiner Weise berechnen, aber nach meinem billigen Verstand müßte wenn von Kurbelwelle zum Getriebe also primär eine Übersetzung von 2:1 ist theoretisch 60 nm ausreichen um im Getriebe bei halber Kurbelwellendrehzahl 120 nm aufzurufen.....oder seh ich das komplett falsch :?:
Nö, das siehst Du richtig latürnich, aber darum ging es nicht.



Tim
Wenn ihr dann so eine Wissenschaft daraus macht,
warum sichert ihr denn die blöde Schraube nicht mit Locktide mittelfest und zieht sie von mir aus nur mit einem viertel der Kraft an :nixweiss:
Es geht doch einzig und allein darum das sich die Mutter nicht losdreht oder :?:
Ich hab meine bei der BSA mit Draht gesichert und hatte nie Probleme damit.
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

Goldstar hat geschrieben:Es geht doch einzig und allein darum das sich die Mutter nicht losdreht oder :?:
Nein, es geht um die Aufpresskraft bei einem Kegelpressverband.


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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von jan »

Ich auch nochmal.

Bei allen Methoden, die Ihr beschreibt, wird aber jeweils die Kupplung arretiert. D.h., vorne zieht man mit 120 nm das Primärritzel fest, und hinten - verbunden durch die Kette - blockiert man die ganze Chose über Kupplungskorb oder "clutch centre".

Mal ehrlich: ist das nicht Gift für die Primärkette? Und den ganzen Kupplungs-Klapperatismus? Ich finde, man sollte wirklich darauf achten, das Primärritzel direkt/unmittelbar zu arretieren. Da favorisiere ich dann doch meine WaPuZa-Methode oder Wilhelms "Kettenhebel" (bei dem man, wenn ich die Skizze richtig interpretiere, das Kettenende ums Ritzel spannt, mit einem Kettenschloss sichert, und dann das Ganze mittels Hebel festhalten kann).

Oder?!
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