850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

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bonneville
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850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von bonneville »

Hi,
habe mir gerade eine 850er Roadster mit folgenden Setup zugelegt.

Toga peashooters, originale Nocke, 36mm single Mikuni, Boyer und die originalen 850erKrümmer mit dem Verbindungsrohr.
Fazit: Absolut tolles Drehmoment im unteren Drehzahlbereich, geht unten fast wie mein Renner mit S4 Nocke ab 6000 wird es allerdings etwas lahm.

Habe nun die 750er Krümmer ohne Verbindungsrohr montiert.
Fazit: Drehmoment ist unten weg, deutlich spürbar! Dafür dreht sie jetzt oben etwas besser raus!

Spassfaktor waren die 850er Rohre um einiges mehr! da wirklich um einiges Mehrleistung in den unteren drehzahlen.

Hat schon mal wer ähnliche Erfahrung gemacht??

Grüsse
Christian
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Towner
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Towner »

Die meisten haben die 750er-Krümmer, weil der Sound besser ist und fast nirgendwo noch die ersten Krümmer drauf sind. Die mit den Verbindungsstücken sollen auch reissen. Was ich gehört habe ist, dass das Verbindungsstück nur mit dem Bohnendosentopf was bringt. Wahrscheinlich kommt der unterschiedliche Drehmomentverlauf durch den Mikuni.

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Tim
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Tim »

Towner hat geschrieben:Wahrscheinlich kommt der unterschiedliche Drehmomentverlauf durch den Mikuni.
Den hat er doch gar nicht verändert.... :wink:

Ich hab nie eine Norton mit (und ergo dann auch nicht mit ohne) Indifferenzrohr gefahren, insofern kann ich keine eigenen Erfahrungen dazu mitteilen - aber der Effekt kann exakt so hinkommen, wie Du's beschrieben hast, das ist eigentlich auch Sinn der Sache. Je nachdem, wo es sitzt in Hinblick auf die akustisch wirksamen Längen in den Rohren erzeugt es in bestimmten Frequenz- und damit Drehzahlbereichen Resonanz-Erscheinungen. Dann kommt es drauf an, wo diese Resonanzen stattfinden, in einigen Bereichen sind sie leistungsfördern, etwas ober- oder unterhalb dann wieder leistungsmindernd. Reine Abstimmungssache.

Dunstall empfiehlt übrigens durchaus auch für den 750er in Rennerles mit Peashootern eine Verbindung.



Tim
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Towner
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Towner »

Atlas750 hat geschrieben:
Towner hat geschrieben:Wahrscheinlich kommt der unterschiedliche Drehmomentverlauf durch den Mikuni.
Den hat er doch gar nicht verändert.... :wink:
Ich meine damit, dass dieser Unterschied wahrscheinlich nur so stark mit dem Mikuni auftritt. Von anderen habe ich gehört, dass kein Unterschied spürbar wäre.
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bonneville
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von bonneville »

Also gestern habe ich wieder auf die 850er krümmer ummontiert um ganz sicher zu gehen,
meine Norton hat jetzt wieder Drehmoment!
Der Effekt ist ja in einigen Foren zu lesen und auch bei Dunstall, das es sich aber um so eine ziemlich massive Leistungssteigerung
handelt war mir nicht bekannt.

Kenn einige Nortonfahrer in meiner Umgebung und weiss auch wie deren Nortons zu fahren sind, gehen halbwegs alle ziemlich gleich und auch meine Norton mit dem Mikuni und 750er Krümmern reihte sich da ein.
Hab jetzt auch schon zwei andere Nortonbesitzer fahren lassen und die sind der selben Meinung!

Werde jetzt mal auf Wassel Peashooter und dann auf zwei 32 Mk2 umrüsten und sehen ob der Effekt gleich bleibt.

Grüsse
Christian
Higgins
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Higgins »

Versuche es mal mit 32iger Keihin Flachschieber-Versager von Jim Schmidt.
Ich bin ganz begeistert von diesen Vergasern.
Noch einer Frage: Was für eine Nadel bzw. Nadeldüse hast im 36iger Mikuni verbaut ?

Herzliche Grüsse aus der sonnigen Uckermark
Matthias
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Uli
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Uli »

Hallo Christian,
Ich fahre (fuhr? werde fahren?) an meiner MK3 auch die 750er-Krümmer mit Erbsenschiessern.
Die alten Krümmer liegen aber noch im Magazin; nach deinem Post hier werde ich das nächstes Frühjahr definitiv mal ausprobieren.
Übrigens mit Original-Versagern.
Mal sehen, vielleicht kann ich bei einem Kunden von uns nach der Einfahrphase mit beiden Anlagen auf den Prüfstand, dann hätte man sogar mal was schriftliches.
Aber eben erst im Frühjahr... :esad:

Grüße,
Uli

Da fällt mir ein: Ich habe die ungebalancten Krümmer damals vor 18 Jahren gar nicht eintragen lassen, die Peashooter ebensowenig... :surpris: :surpris: ;-D
Muss ich als Katholik jetzt zur Beichte? Werde ich gar exkommuniziert? :naja:
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Tim
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Tim »

Uli hat geschrieben:Da fällt mir ein: Ich habe die ungebalancten Krümmer damals vor 18 Jahren gar nicht eintragen lassen, die Peashooter ebensowenig... :surpris: :surpris: ;-D
Vor 18 Jahren hatte jemand, der Dir ans Knie urinieren wollte, auch einen gewissen Nachteil bei der Informationsbeschaffung, da war's halt aufwendiger. Heute findest Du im Netz z.B. 60-seitige Kompendien vom TÜV, in denen u.a. haarklein drin steht, wie man okinaale HD-Starrahmen von den Nachbauten unterscheiden kann - und das ist IMHO z.B. nicht grade einfacher als den Phantasiebaujahren einiger Umph-Dschobbr auf die Schliche zu kommen. Und auch der Hintergrund, warum es zu den Bean cans kam, ist nicht grade Geheimwissen.

Schau Dir nur mal das seltsame "age related plate"-Programm auf der Insel an: Da begutachten "Experten" oder die, die sich dafür halten aus Markenclubs die Kisten bzw. Fotos davon und heben oder senken dann den Daumen. Na klasse.


Tim
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von calamari fritti »

Dass der Karren obenrum den Kopf zu macht, liegt an der Kastration durch Einvergaserumbau. Da würd ich gar nicht lange mit den Krümmern rumdaddeln. Gas geht halt nur mit begrenzter Geschwindigkeit zweimal im rechten Winkel um die Ecke.
Laut Mick Hemmings, der mal vor Jahren viel Zeit auf dem Prüfstand des Northampton Technical College verbracht hat, sind Einzelkrümmer mit originalen (nicht chinesischen Wassell-) Peashootern leistungsmäßig das Beste. So waren auch die Production Racer bestückt, und die waren ja nicht gerade leistungsschwach.
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Uli
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Uli »

calamari fritti hat geschrieben:sind Einzelkrümmer mit originalen (nicht chinesischen Wassell-) Peashootern leistungsmäßig das Beste. So waren auch die Production Racer bestückt,
Mag stimmen.
Aber für die "Roadability" ist ja nicht nur die Höchstleistung interessant, sondern der Drehmomentverlauf mindestens genauso.
Ich werde das auf jeden Fall testen, der Schraub-Aufwand hält sich ja in Grenzen.

Hat jemand eigentlich definitiv originale Roadster-Peashooter rumliegen oder verbaut?
Ich hege trotz gegenteiliger Aussagen von Joe S. so meine Zweifel, dass die Togas wirklich 100%ige Nachbauten sind.
Und wenn ich mir die Arbeit schon mache, dann könnte ich ja gleich auch verschiedene Dämpfer messen ob etwaiger Unterschiede.
Sonst ist das, was bisher so geschrieben wurde, alles eher Bauchgefühl.
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Tim »

Uli hat geschrieben:Hat jemand eigentlich definitiv originale Roadster-Peashooter rumliegen oder verbaut?
Ich hab ein Paar Vikings im Keller, die sind angeblich laut Hersteller nach aufgeschnittenen und vermessenen Okinaalen gebaut worden. Ob's stimmt?
Ich hege trotz gegenteiliger Aussagen von Joe S. so meine Zweifel, dass die Togas wirklich 100%ige Nachbauten sind.
Die Togas, die ich an der Atlas habe, klingen im Vergleich mit den angeblich okinaalen an der Commando eines Bekannten in Aachen ziemlich shyce und sind mit Sicherheit nicht 100%, die Baffles sind viel zu klein bei den Dingern, da reicht ein Blick, um das festzustellen.


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calamari fritti

Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von calamari fritti »

Togas waren vor vielen Jahren mal Lieferant der Roadster-Töpfe für Norton. Das ist aber schon mindestens zehn Jahre her. Die letzten Toga-Peashooter, die ich gesehen habe, waren aber nicht mehr wie die originalen im Aufbau (Innenrohr mit Flöten), sondern innen billig gemacht mit einem gelochten Rohr. Das funktioniert leistungsmäßig überhaupt nicht, die machen nur Lärm, kosten aber Leistung. Daher die bekannte Triumph-Tuningmaßnahme, die T120-Blasentröten (innen Lochrohr) mit Roadstertöpfen zu ersetzen= sofortige Mehrleistung.
Die von Andover Norton vertriebenen und laut Auskunft auch für Andover Norton speziell hergestellten Roadster-Töpfe stimmen mit den originalen überein. Kein Wunder, die haben die Originalzeichnungen.
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Martin »

Auch wenn es hier nicht richtig passt, aber die Peashooter mit der für Triumph passenden Anschlussweite.. sind die auch innen den originalen nachgebaut oder gibt es auch hier diverse Qualitäten zu kaufen?
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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Tim »

calamari fritti hat geschrieben:Die von Andover Norton vertriebenen und laut Auskunft auch für Andover Norton speziell hergestellten Roadster-Töpfe stimmen mit den originalen überein. Kein Wunder, die haben die Originalzeichnungen.
Die Togas, die ich habe, sind ca. zwanzig Jahre alt. Die haben keine Löcher, sondern Baffles - und die sind wesentlich kleiner als die von den Vikings. Es gibt irgendwo im Netz einen Foto-Vergleich Okinaal-Toga, da sieht man denselben Größenunterschied.

Bevor ich nicht nachweislich Okinaale gegen Vkinigs, Togas, was-auch-immer gegengehört habe, glaube ich da gar nix mehr.


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Re: 850 balanced pipes vs. 750 unbalanced pipes

Beitrag von Martin »

Atlas750 hat geschrieben:
Bevor ich nicht nachweislich Okinaale gegen Vkinigs, Togas, was-auch-immer gegengehört habe, glaube ich da gar nix mehr.


Tim
Da wäre ich gerne bei... Glaubst Du es gibt noch irgendwo wirklich originale INTAKTE Peashooter..? Der Einsatz bedingt ja leider direkt den Verschleiß...
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