Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
- stephan.hartmann
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Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Werte Fachleute,
ich wollte gerade meine Commanodo in Betrieb nehmen und musste feststellen, dass sich der Anlasser zwar prima dreht, aber nur sehr selten einrückt.
Der Anlasser wurde auf 4 Wicklungen umgebaut und hat ne frische Batterie.
In der letzten Saison hat er bei ca. 90% der Versuche eingerückt.
Bevor ich nun den den Primärdeckel abnehme, wollte ich nach Euren Erfahrungen fragen.
Vielen Dank und beste Grüße
Stephan
ich wollte gerade meine Commanodo in Betrieb nehmen und musste feststellen, dass sich der Anlasser zwar prima dreht, aber nur sehr selten einrückt.
Der Anlasser wurde auf 4 Wicklungen umgebaut und hat ne frische Batterie.
In der letzten Saison hat er bei ca. 90% der Versuche eingerückt.
Bevor ich nun den den Primärdeckel abnehme, wollte ich nach Euren Erfahrungen fragen.
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Hi Stephan.
Um gleich vorzugreifen, ich habe keine MK III und auch noch nie an einer geschraubt. Ich habe aber eine 750er Ducati Monster. Beide Motorräder haben keinen "einrückenden" Anlasser, sondern einen Freilauf mit Klemmkörpern. Bei meiner Ducati hatte ich Probleme mit ins Leere laufendem Anlasser bei niedrigen Temperaturen. Problemlöser war dann der Wechsel auf dünneres Öl, von 20W50 auf 10W40.
Hurra, das Thema bewegt sich zu einem Öl-Fred. Immer lustig
Da liegt u. U. der Hund an Deinem Motorrad begraben. Ist ja grade noch nicht mal richtig Frühjahr, ehr noch Ausgangs Winter, Öl kalt und zäh, die Klemmkörper können den stabilen Ölfilm nicht wegdrücken, keine Reibung, Anlasser dreht ins Leere.
Welches Öl ist denn in Deinem Primärkasten?
Unser Joe empfiehlt ja ATF und prinzipiell geht das dann in die richtige Richtung.
Andrerseits kann natürlich auch der Freilauf verschlissen sein.
Gruß. Martin.
Um gleich vorzugreifen, ich habe keine MK III und auch noch nie an einer geschraubt. Ich habe aber eine 750er Ducati Monster. Beide Motorräder haben keinen "einrückenden" Anlasser, sondern einen Freilauf mit Klemmkörpern. Bei meiner Ducati hatte ich Probleme mit ins Leere laufendem Anlasser bei niedrigen Temperaturen. Problemlöser war dann der Wechsel auf dünneres Öl, von 20W50 auf 10W40.
Hurra, das Thema bewegt sich zu einem Öl-Fred. Immer lustig
Da liegt u. U. der Hund an Deinem Motorrad begraben. Ist ja grade noch nicht mal richtig Frühjahr, ehr noch Ausgangs Winter, Öl kalt und zäh, die Klemmkörper können den stabilen Ölfilm nicht wegdrücken, keine Reibung, Anlasser dreht ins Leere.
Welches Öl ist denn in Deinem Primärkasten?
Unser Joe empfiehlt ja ATF und prinzipiell geht das dann in die richtige Richtung.
Andrerseits kann natürlich auch der Freilauf verschlissen sein.
Gruß. Martin.
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Ich ahbe nichf mal ne Norton.
Kenne den inneren Aufbau dieses Starters nicht.
Messe nach welche Spannung am Anlassed beim Starten anliegt und auch Potenzialmessungen zum P,us und Massepol bitte gründlich machen.
Wenn unterwegs ein Kabelbruch oder hohe Übergangswiderstände vorhanden sind...ist der anlasser auch nicht mottiviert.
Ggf. Anlasser ausbauen, im Schraubstock einspannen, Festes P,uskabel anschließen u d erneut bestromen...muss frei schnel, hochdrehen ohne abnorme Gerausche.
Ansonsten zerlegen und instandsetzen.
Wenn dem Anlasser ein Freilauf vorgeschaltet ist muss dieser funktionieren hnd gegen die Drehrichtung sich per Hand durchdrehen lassen.. Freilauf eben.
Da auch die Noton keinen starterkanz auf dem Kuppungskorb haben wie die HD wird es auf die oben beschriebene Variante hinauslaufen.
Kenne den inneren Aufbau dieses Starters nicht.
Messe nach welche Spannung am Anlassed beim Starten anliegt und auch Potenzialmessungen zum P,us und Massepol bitte gründlich machen.
Wenn unterwegs ein Kabelbruch oder hohe Übergangswiderstände vorhanden sind...ist der anlasser auch nicht mottiviert.
Ggf. Anlasser ausbauen, im Schraubstock einspannen, Festes P,uskabel anschließen u d erneut bestromen...muss frei schnel, hochdrehen ohne abnorme Gerausche.
Ansonsten zerlegen und instandsetzen.
Wenn dem Anlasser ein Freilauf vorgeschaltet ist muss dieser funktionieren hnd gegen die Drehrichtung sich per Hand durchdrehen lassen.. Freilauf eben.
Da auch die Noton keinen starterkanz auf dem Kuppungskorb haben wie die HD wird es auf die oben beschriebene Variante hinauslaufen.
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- Tim
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Dieser besagte Klemmkörperfreilauf ist ein Verschleißteil und sporadische Startverweigerung das passende Symptom dazu. Das Ding bekommt einbaubedingt nicht soviel Öl, wie eigentlich gesund wäre und die Klemmkörper gleiten prinzipbedingt auf dem Innenring ab, genau da tritt dann Verschleiß auf und irgendwann packen die Klemmkörper nicht mehr zuverlässig. Ich würde die Sprag clutch und den Innenring bei der Beschreibung tauschen, das Starter gear verschleißt normal eher nicht so stark.
Tim
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1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
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- Uli
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Hallo Stephan,
bei meiner MK3 hab ich schon 2 Original-Freiläufe verschlissen.
Der erste, original eingebaute, explodierte regelrecht, kein schöner Anblick beim Öffnen des Primärtriebs...
Der zweite (NOS) funktionierte zuerst eine ganze Weile, rutschte dann aber auch durch.
Der von AN, aka Joe Motors, hält nun schon ein paar Jahre.
Er nennt sich "verstärkt", hat auch tatsächlich einen etwas stabileren Käfig, vielleicht auch besseres Material , was weiß ich.
Wenn alles in Ordnung ist, sollte er gar nicht durchrutschen, auch nicht bei 10% der Anlassversuche. Das deutet auf einen kranken Freilauf hin.
Könnte natürlich auch sein, dass etwas bei der Überlast-Kupplung nicht stimmt, aber eher unwahrscheinlich.
Überhaupt nutze ich, obwohl funktionabel, diese ganze etwas prekäre Konstruktion nur im "Notfall",
also z.B. wenn die Ampel auf Grün springt und genau in dieser Sekunde der Motor ausgeht...
Die übliche Startmethode sollte im Interesse der Haltbarkeit nach wie vor der Bio-Anlasser sein.
Beste Grüße aus Schwaben
Uli
bei meiner MK3 hab ich schon 2 Original-Freiläufe verschlissen.
Der erste, original eingebaute, explodierte regelrecht, kein schöner Anblick beim Öffnen des Primärtriebs...
Der zweite (NOS) funktionierte zuerst eine ganze Weile, rutschte dann aber auch durch.
Der von AN, aka Joe Motors, hält nun schon ein paar Jahre.
Er nennt sich "verstärkt", hat auch tatsächlich einen etwas stabileren Käfig, vielleicht auch besseres Material , was weiß ich.
Wenn alles in Ordnung ist, sollte er gar nicht durchrutschen, auch nicht bei 10% der Anlassversuche. Das deutet auf einen kranken Freilauf hin.
Könnte natürlich auch sein, dass etwas bei der Überlast-Kupplung nicht stimmt, aber eher unwahrscheinlich.
Überhaupt nutze ich, obwohl funktionabel, diese ganze etwas prekäre Konstruktion nur im "Notfall",
also z.B. wenn die Ampel auf Grün springt und genau in dieser Sekunde der Motor ausgeht...
Die übliche Startmethode sollte im Interesse der Haltbarkeit nach wie vor der Bio-Anlasser sein.
Beste Grüße aus Schwaben
Uli
Zuletzt geändert von Uli am Donnerstag 7. April 2022, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Aha, also ein Schubschraubanlasser...bekommt man die Mechanik automatisch auseinander das man zähes Hochtemperaturfett auf Lithiumbasis da dünn auftragen kann.
Das Zeug ist auch in Tachometern und Stellantrieben nach Jahren im Einsatz noch voll einsatzfähig.
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Keineswegs, mein lieber Mario.Öko hat geschrieben:Aha, also ein Schubschraubanlasser...
Das Schubschrauben überlassen wir MK3-Fahrer gerne den Automobilen...
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Na ja, die Guzzen haben die Schubtrieb-Starter genauso wie die T160 einen hat, also gibbet schon einen Mopedbezug.Uli hat geschrieben: ...Das Schubschrauben überlassen wir MK3-Fahrer gerne den Automobilen...
Aber wie Du richtig ausführst, nicht bei den Mk3-Commandos.
Grüße
Ph.
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
.... sowas gibts in vierrädrigen englischen Fahrzeugen.
Selbst in ganz kleinen ....Miniminiminimini.....
Gruß. Martin.
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Immerhin sind Guzzen und Dreizacks weit näher am Automobil als eine Commando...Phil hat geschrieben:Na ja, die Guzzen haben die Schubtrieb-Starter genauso wie die T160 einen hat, also gibbet schon einen Mopedbezug.Uli hat geschrieben: ...Das Schubschrauben überlassen wir MK3-Fahrer gerne den Automobilen...
Aber wie Du richtig ausführst, nicht bei den Mk3-Commandos.
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
HD hat das seid der Shovel auch auf dem Kupplungskorb.
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Du schießt gerne aus der Hüfte, oder? Die erste E-Glide war die letzte Panhead, und der erste E-Starter in einer Harley kam ein Jahr davor im ServiCar.Öko hat geschrieben:HD hat das seid der Shovel auch auf dem Kupplungskorb.
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Ich sxhaube äußerst selten an HD...das ich diesbezüglich nicht sattelfest bin in über 120 Jahre Company juckt mich nicht wirklich...
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Wow,
vielen Dank für die reichelichen und kompetenten Antworten.
Heute habe ich ne Runde mit der Norton gedreht, und siehe da, wenn alles ein bisschen wärmer wird, will auch der Anlasser. Das spricht absolut für die "Öl-Theorie".
War wohl gestern wirklich zu kalt in der Garage...
Das Frühjahr darf kommen!
vielen Dank für die reichelichen und kompetenten Antworten.
Heute habe ich ne Runde mit der Norton gedreht, und siehe da, wenn alles ein bisschen wärmer wird, will auch der Anlasser. Das spricht absolut für die "Öl-Theorie".
War wohl gestern wirklich zu kalt in der Garage...
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Re: Anlasser bei meiner MK III rückt nicht ein
Na ja.
Es wird wohl ehr eine Kombination aus Verschleiß und (für den Verschleißzustand) zu dickes Öl sein. Das "Ölproblem" ist dann wohl ehr ein Symptom, als eine Ursache. Die Klemmkörper sind ja durch den Käfig vorgespannt und das wird halt durchs Alter auch nicht besser. Bei den älteren Ducatis ist das eine umlaufende Feder, die kann man etwas kürzen.
Der Freilauf ist ja nicht so teuer. Bei Ducati kostet der etwa das Doppelte, interessanterweise ist das der gleiche, wie bei den KTMs und dort deutlich günstiger.
Kannst ja mit dem Öl noch mal etwas experimentieren, wenn sich das Problem aber nicht wirklich löst, dann brauchts halt mal ein Neuteil.
Gruß. Martin.
Es wird wohl ehr eine Kombination aus Verschleiß und (für den Verschleißzustand) zu dickes Öl sein. Das "Ölproblem" ist dann wohl ehr ein Symptom, als eine Ursache. Die Klemmkörper sind ja durch den Käfig vorgespannt und das wird halt durchs Alter auch nicht besser. Bei den älteren Ducatis ist das eine umlaufende Feder, die kann man etwas kürzen.
Der Freilauf ist ja nicht so teuer. Bei Ducati kostet der etwa das Doppelte, interessanterweise ist das der gleiche, wie bei den KTMs und dort deutlich günstiger.
Kannst ja mit dem Öl noch mal etwas experimentieren, wenn sich das Problem aber nicht wirklich löst, dann brauchts halt mal ein Neuteil.
Gruß. Martin.
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