Auslass Ventilführungen

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Alexander
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Auslass Ventilführungen

Beitrag von Alexander »

Hallo Leute
Ich bin grade mal wieder mächtig am Basteln . Wie immer .
Hab mir grad mal paar Köpfe auf die Werkbank gestellt . Zwei Commando und zwei Atlas .
Alle benötigen sämtlich neue Ventilführungen .
Ich hab hier in einer Sammelkiste noch einige neue Atlas oder Domi Auslassführungen gefunden . Die könnte ich theoretisch hierfür auch benutzen bzw. die hierzu verbrauchen . Sie sind identisch im Durchmesser und die länge nach unten passt auch . Jedoch nach oben sind sie 2,6mm länger . Das kann ich natürlich kürzen , sofern nötig . Wenn ich es nicht kürzen muss , dann hätten die Ventile bessere , längere Führung , dachte ich .
Weis jemand , ob das mit der Überlänge zu den Commandoköpfen verbaubar ist , oder würde der obere Ventilteller dort gegenstoßen .
Zb. wegen ev. mehr Ventilhub einer 2S Nocke .
Ich habe nämlich geplant , einen der Atlasköpfe mit dem zugehörigem Zylinder für ein Commando TopEnd umzurüsten und deswegen wäre es hilfreich das vordem zu wissen .
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Tim
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Tim »

Alexander hat geschrieben:Jedoch nach oben sind sie 2,6mm länger .
Das liegt nur daran, dass die Einlass-Führungen der Commando für Abstreifer angepasst sind. Wenn Du die nicht fahren willst, kannst Du auch alle vier Führungen in der alten, langen Ausführung nehmen.


Tim
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bosn
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von bosn »

Hallo Alex,
wenn ich du wäre aber ich nicht bin...(ok Phils Spruch)

Ich würde mir beim Joe neue Führungen aus Siliconebronce bestellen und diese dann einbauen.

Die ollen Gussführungen kannst dir anne Wand hängen oder bei Kleinanzeigen verticken.

Ich denke schon das das sinnig ist und die GG Führungen schneller verschleißen.
Drüber hinaus solltest du unbedingt die Pressmaße beachten...aber das wirst du wissen.

Und gute Nordhorn-Kopfe sind bestimmt rares Gut...
Bos´n

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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Alexander »

Danke euch für die Hinweise . Ich werde dann die Einlassführungen mit Abstreifer verwenden .
Zwei neue Auslass Bronceführungen für Commando habe ich in der Sammelbox auch noch gefunden .
Aber Bosn , ehrlich gesagt hab ich keine wirklichen Ambitionen alle hier nun vorhandenen neuen Führungen durch Bronceteile nochmal zu ersetzten . Auch wenn das wirklich besser sein kann . Ich Kauf derzeit eh andauernd so allen möglichen Klein und Nebenkram , den nachher keiner sieht , das es in meiner Geldbörse nur so Knistert .
Weil : Alle diese Köpfe werde ich für meinen Persönlichen Gebrauch wohl gar nicht mehr konsumieren können oder müssen .
Lediglich einen oder max. zwei Commando Köpfe werde ich mir als Ersatz ins Regal legen . Der Kopf auf meinem Bike geht schon seit über 10J. nicht kaputt . Man Fährt kaum 2Tsd.Km Jährlich .
Die Atlas Köpfe sind es am Ende in Mark und Euro auch nicht grade Wert , um High Tech damit zu Zelebrieren . Das ausgegebene Geld gibt mir dafür nachher auch keiner wirklich gerne wieder zurück . Insbesondere nicht im KleinAz. Markt , wo man die tollsten Storys mit den Sparschweinchen zu ertragen hat , die dort ihr Unwesen treiben .
Wenn bei den Köpfen jedoch Übermaßführungen nötig werden , die ich dann noch Kaufen müsste , dann können das natürlich gleich solche besseren sein . Ich werde eine oder zwei alte Standard Führungen um ca.2-3-4Hundertstel Runterschleifen und die dann als Indikator für den Maß Zustand der Bohrung benutzen , so dachte ich mir das .
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Alexander »

Achso , ich hatte auch noch ganz vergessen zu fragen , ob mir jemand einen Ratschlag geben kann , mit wieviel Hunderstel Überdeckung die Führungen in dem Kopf sitzen sollten ?
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Tim
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Tim »

Alexander hat geschrieben:Achso , ich hatte auch noch ganz vergessen zu fragen , ob mir jemand einen Ratschlag geben kann , mit wieviel Hunderstel Überdeckung die Führungen in dem Kopf sitzen sollten ?
In Alu bei GG-Führungen drei bis vier Hunderstel, bei Bronze eher vier bis fünf und lieber nach dem Einziehen auf Endmaß reiben als bei der Passung zocken.


Tim
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Norton »

Für einen Ventilsitz rechnet man mit 1/250 vom Durchmesser, bei einer Ventilführung etwas weniger.
Kopf richtig heiss (250°), Führungen kalt (Vereisungsspray).
Alles gut vorbereiten, muss schnell gehen.
Viel Erfolg.

Gruß. Martin.
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Alexander »

Danke für die Info Tim . Dann passt es es bei dem Atlaskopf , den ich jetzt zuerst Anfange wohl schon ganz passabel .
Bei dem hatte der Vorbesitzende die Führungen bereits herausgenommen . Die Grundbohrungen sehen sauber und Glatt aus .
Eine alte Führung habe ich solange herunter geschliffen , bis sie bei 12,70mm Anfing in den kalten Kopf hineinzupassen .
Die neuen haben 12,74mm .
Die insgesamt 16 Ventile und 18Führungen , die hier herumlagen und teil von NM , teils Hepolite oder zT. auch Top erhaltene Altteile , haben unterschiedlich dicke V-Schäfte . Das reicht von 7,88 - 7,91 . Das gleich bei den Führungen . Am Engsten sind die Bronceteile , am weitesten die NM Commando Teile . Dazwischen die alten Domi Neuteile . Das konnte ich mit einem Messdorn schön feststellen und dann die Ventile und Führungen sinnvoll zueinander Paaren .
Den Atlaskopf , bei dem die Einlasskanäle schon mal sehr sauber auf 30mm gebracht wurden , habe ich jetzt erstmal für ca. 48Std in das beheizte R33 Bad gelegt . Den hatten die mal mit Glasperlen gestrahlt , jedoch zwischen den Rippen nicht . Der alte schwarze Spraydosen
Thermlack und Eingebrannter Dreck muss so noch Abgekocht werden . Derweil ich auf bestellte Werkzeuge , wie zb. Bohrer und Verstellbare Reibahle , die ich eventuell für die Führungen brauche , noch warte , kann der Kopf noch wieder schön sauber werden .
Dann geht es mit dem Aufbohren der Kopfschrauben Bohrungen auf 3/4 und dem Recoilen der drei defekten Stehbolzengewide unterwärts weiter .
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Alexander »

Hallo Nortonmartin . Was meinst du , wäre es Ok , wenn ich die für paar Std. oder über Nacht in den Gefrierschrank lege ?
Ich hab die zur Probe schon mal eine Stunde reingelegt und nachgemessen . Hatte etwa 0,5Hdst. gebracht .
Ich weis nicht , ob ein Eis-spray wirksamer sein würde .
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Tim
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Tim »

Alexander hat geschrieben:Den Atlaskopf , bei dem die Einlasskanäle schon mal sehr sauber auf 30mm gebracht wurden ,....
Check mal den Öl-Rücklauf rechts neben dem rechten Einlass auf Dichtigkeit. Mein Atlas-Kopf ist auch auf 30m geportet und hat da eine fiese kleine Querverbindung, die den rechten Zylinder immer schön mit Öl versottet hat. Zwischen der Ölbohrung und dem Kanal sind nur wenige mm, rein rechnerisch müsste bei 30mm nicht mal 2mm stehen bleiben. Und da sowohl der Port als auch die Bohrung ja nun nicht grade mit höchster Positionsgenauigkeit glänzen, und zusätzlich die Stelle wohl im Guss zu Porosität neigt, hat man da wohl schnell mal einen minimalen Bypass. Ich weiß nicht mehr, wer mir den Hinweis damals gegeben hat, ich meine, es wär Doc Cordes gewesen. Jedenfalls war das bei meinem Kopf tatsächlich der Fall, die Bohrung hat minimal in den Port abgeblasen beim Check. Abhilfe war, im Kanal ein büschen "Unterdruck" zu erzeugen und ein öltolerantes Loctite wie 603 auf die Stelle im Port zu geben und reinsaugen zu lassen, danach dann die beiden Bohrungen wieder etwas freizuprokeln.


Tim
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben:Kopf richtig heiss (250°),
Keine Gute Idee, das ist deutlich über den ursprünglichen Auslagerungs-Temperaturen von RR53B, und allein von der Handhabung her kommt man dann auch mit der Zeit in den entsprechenden Bereich. Über die 170degC für langsames Auslagern würde ich nicht gehen, was rechnerisch mit der Tiefkühltruhe aber auch schon so um die 5/100 Delta gibt.



Tim
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von bosn »

:-k
3-4/100 bei GG und erst recht 4-5/100 bei Bronce ?

Doibel Schlag.

Das halte ich für arg zuviel.

Viel Spaß wenn die Führung beim Einschlagen stecken bleibt,oder man den ganzen Kragen abschlägt oder
die Führung aufstaucht...Presse /Pinole ist da evtl. besser als schlagen,wenn das Gefühl dabei nicht verloren geht.Da musste dir aber schon praktisch den Arbeitsplatz dafür herrichten.

Boah...2-3/100 sollten besser sein,das reicht um ein Reibemaß zu erzeugen.Natürlich sollte auch der Zustand
der Kopfbohrung betrachet werden....

Eine Arbeit die viel aufmerksamkeit und korrekte Vorarbeit vorraussetzt.

:halloatall:
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von AHO »

Im originalen WHB (ich habe im MK 3 Manual nachgesehen) steht was von einer "valve guide to cylinder head interference" von 0,0015" (0,0381 mm) bis 0,0025" (0,0635mm), und einer Kopftemperatur von 150 - 200°C. Das betrifft die originalen GG Führungen!
Bei GG verringert sich die Presspassung unter Betriebstemperatur schon deutlich, weil Alu mehr als die doppelte Wärmedehnung gegenüber Grauguss hat. (über 20 x 10^-6 gegenüber 10,5 x 10^-6)

Bronze oder Sondermessing Führungen liegen aber bei 16 bis über 18 x 10^-6, da würde ich deutlich weniger Übermaß geben, weil die sich halt stärker ausdehnen.

Von Einschlagen steht im WHB auch nichts, man soll halt das Werkzeug zum Ausziehen und Einziehen nutzen (mit Hülse und Spindel).
Wenn die Führung auf halbem Weg stecken bleibt, weil man zu langsam war, oder die Passung zu stramm, hat man immer die A....karte 8)

Andreas
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von bosn »

Eine nicht zu kleine Säulenbohrmaschine als Einziehhilfe zu benutzen ist keine schlechte Idee.

Beim Ausbau der alten Führungen sollte man unbedingt die Brennraumseite säubern oder besser

ausbohren bzw fräsen...die Öhlkohle kratzt gern mal die Bohrung kaputt.
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Re: Auslass Ventilführungen

Beitrag von Norton »

Zu 250°C.
Wäre das ein Problem, wären alle meine Köpfe und all diejenigen, die alle schon über meine Werkbank gegangen sind, Schrott.
Sie laufen aber alle problemlos.
Überdeckung. Die sollen ja auch fest sitzen. Eine Führung, die wirklich sitzt, muss danach auch gerieben werden.
Unter 3/100mm würde ich jedenfalls keine Führung einbauen. Und schon gar nicht auf der Auslass-Seite.
Führungen ins Eisfach und dazu noch Kältespray. Jedes Grad, was man an Differenz gewinnt, macht einem den Job einfacher.
Führungen einschlagen muss vor allem schnell gehen.
Ein Trick ist die Führung vorne frei drehen. Die schräg stehenden Führungen tragen ja nicht auf der ganzen Länge, sondern nur bis auf der Kanalseite die Bohrung ist Freie kommt. Nur so lange braucht an den Führungen der masshaltige Pressitz sein. Alles was weiter vorne ist einfach um 3/10mm kleiner drehen. Damit minimiert sich der Weg mit dem man durch die Bohrung muss auf das Notwendige und man hat die Führung mit einem Schlag drin.
Wenn man Führungen ausbaut, ist es immer am besten, hinten abzufräsen, bis man mit dem Sitz bündig ist und dann nach vorne austreiben. So zieht man keine Ölkohle durch die Sitzbohrung und staucht auch die Führung nicht auf.

Einen Rocoil-Satz für 3/8" 20 TPI für die Kopf-Stehbolzen hätte ich.

Gruß. Martin.
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