Zündungseinstellung an Boyer MK4

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biaggi1976
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Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von biaggi1976 »

Hallo ihr Wissenden,

ich bin ja immer noch am kennenlernen meiner T100R (1970). Ist ja mit dem Neuzeitgeraffel (2004er Speed, 2011er M796), was ich sonst so bewege & pflege, nicht wirklich vergleichbar. Aber ich geniese es.
Diese Lady hatte beim Kauf schon eine Boyer MK4, von der ich dachte, das die mir weniger Aufwand als die Unterbrecherzündung macht und habe die auch beim Neubau des Kabelbaumes im letzten jahr nur neu angeschlossen, aber die Justierung nie angerührt. Sie springt ja ganz gut an, der Leerlauf paßt nach wenigen Gaststößen auch soweit, das sie nicht ausgeht.
Jetzt ist mir bisher nicht so sehr aufgefallen, das der Motor recht zäh durchs Band dreht, man hat ja auch keinen Vergleich, wie es sein müßte. Aber die zeitgenössische Literatur lobt ja immer die Drehfreude dieses Motors, und ich hätte mir das schon etwas spritziger vorgestellt. Daher wollte ich mir diesbezüglich die Vergaser mal anschauen. Da ich ja hier gelernt habe, das vorher tunlichst Ventilspiel und Zündung stimmen sollten, habe ich das genauso gemacht. Einlassspiel war etwas größer, wurde korrigiert, Auslass hat gepasst.

Jetzt zur Zündung, wo ich unsicher bin und gerne Unterstützung von euch hätte:
Ich habe ja glücklicherweise so einen Motor, der bei OT und 38° vOT diese beiden Löcher in der Schwungmasse hat, die man hinter den Zylindern mittels Triumph-Tool D571/2 finden kann. Also habe ich mir das Tool mal nachgebaut und die beiden Stellen gesucht.
Alternative_D571.jpg
Siehe da, die Markierung an der LiMa (Gravur) ist genau bei 38° vor OT, den OT habe ich auch gefunden und mittel Edding markiert. Mit einer selbstgebastelter Gradscheibe habe ich das verifiziert, paßt genau in den Kompressionstakt des rechten Zylinders.
KW_OT.jpg
KW_38grad_vOT.jpg
Jetzt steht in der Anleitung zur Boyer MK4 ja drin, das der Magnet durch das Sichtloch (Magnete rotieren im Uhrzeigersinn) bei voller Frühzündung (38° vOT) sichtbar sein muss. Bei mir ist er das leider erst auf der OT-Stellung, das würde für tierische Spätzündung sprechen, oder?
Boyer_OT.jpg
Boyer_38grad_vOT.jpg
Muss ja auch so sein, wenn man darüber nachdenkt: der Impuls kommt möglichts zeitig, und die Elektronik entscheidet dann, ob der direkt durchgereicht wird (Frühzündung) oder eine Verzögerung für einen späteren Zündzeitpunkt sorgt. Kommt der Impuls erst bei OT, kann man ja keine Frühzündung mehr erreichen. Habe ich das richtig verstanden? Abblitzen will ich auch noch, muß mir aber ertmal die Strobo besorgen.

Wie ist eure Erfahrung mit dieser statischen Einstellung bei der Boyer-Zündung, passen die Bohrungen normalerweise? Ich hatte mir im Vorfeld noch zwei Videos dazu angeschaut, und zwar diese hier, wo das eigentlich wie in der Boyer-Anleitung beschrieben gemacht wird und so in etwa auch passt.

Anbau statisch: https://www.youtube.com/watch?v=zPKoZpWAuqQ
Justage mit strobo: https://www.youtube.com/watch?v=P-f5GgIRHWE&t=426s

Die ganzen Symptome, wenn man mal im Netz sucht, sprechen ja für typische Spätzündung:
-geringe Motorleistung (mangels Vergleich merkt man das nicht so)
-Schlechte Gasnahme (geht eigentlich)
-steigende Abgastemperaturen (Krümmer sind sehr heiß, aber wenn mans nicht anders kennt....)
-Motor quält sich die Drehzahlen hoch (bis 4000 gehts, dann wirds zäh).

Soll ich die Boyer statisch nach Anleitung jetzt mal auf volle Frühzündung einstellen? Oder ist das ohne Strobo zu riskant? Andere Tipps?


Grüße Stefan
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Phil
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von Phil »

Hoi Stefan,

irgendwie werde ich aus Deinen pics nicht so richtig schlau.

Die Gradscheiben-Show scheint soweit zu passen, nur unterscheiden die die pics mit dem Magneten in der p/u-plate nicht wirklich. Du schreibst zwar, einmal sei der Magnet bei OT und dann bei max. Frühverstellung, aber das sieht nicht so signifikant anders aus, auch wenn es auf der Nocke nur 19° Unterschied sind.

Wenn Du um 38° daneben liegen würdest, würde der Hocker kaum laufen und heiß werden wie Hulle. Bei so spät könnten die Krümmer sogar leuchten.

Wenn ich Du wäre, der ich nicht bin, dann würde ich mir eine Blitze leihen oder kaufen und das mal für Erwachsene verifizieren, wie die Zündung steht.

Die Grundeinstellung der Zündung über die Punktmarkierung auf den Magneten ist nur zum Anstarten tauglich, Du musst die Zündung abblitzen, sonst wird das IME nichts. Bei den A65 liegst Du in der Regel um die 8° bis 10° daneben mit der Grundeinstellung.

Jetzt hast Du die Bohrungen in der Kurbelwelle verifiziert, was ist denn unter Deiner Gradscheibe? Deckt sich da die Markierung auf dem Rotor mit dem Stift im primary cover bei den 38°? Falls ja, ganz einfach, Blitze ran, draufhalten und das Moped melken. Irgendwann so um die 5k rpm bleibt der Rotor optisch stehen, und dann muss sich die Markierung auf dem Rotor mit dem Stift decken.

Good luck und Grüße

Ph.
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biaggi1976
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von biaggi1976 »

Hi Phil,

danke für deine Rückmeldung. Hinter meiner Gradscheibe ist eine Gravur, die ziemlich gut bei 38° VOT mit dem Zeiger fluchtet. Und ein Edding-Strich in etwa bei OT.
Markierungen_LiMa.jpg
Ja, ich gebe zu die Paralaxe macht beide Bilder der Boyer-Platine sehr ähnlich, aber tatsächlich ist es so, das der weiße Punkt bei OT ziemlich genau unter dem Loch steht. Bei 38° bzw hier 19° steht er doch deutlich daneben. Wenn man die Langlöcher der Grundplatte sieht, ist genau in die richtige Richtung viel Platz zum vertstellen.
19° sind auch an der Stelle nur ca. 5mm, und 3mm liegen beide Positionen mindestens auseinander.
Strobo hole ich mir heute nachmittag, dann sehe ich weiter. Werde schauen wo mein ZZP liegt und dann gemäß Boyer-Anleitung anfangen. Aber wenn du sagts, mit den Löchern liegt man 8-10° daneben, dann hilft mir das auch schon.

Grüße Stefan
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Öko
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von Öko »

Ich würde an deiner Stelle den.über ein halbes Jahrhundert alten Rotor als Bireifbeschwerer verwenden...bevor dieser sich vom Kern ablöst und die Hauftwelle krumm zieht.
Zündplatte auf OT mittig stellen...dann muss die Mühle anspringen.
Stroboskoplampe an eine externe Batterie anschließen beim anblitzen.
30 Jahresparty der Fast Dog´s MF Meyenburg vom 7.-9. August 2026 30 jähriges Bestehen :laola:
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biaggi1976
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von biaggi1976 »

Hallo Öko,

ich werde heute erstmal den IST-Zustand abblitzen, angesprungen ist sie bisher eigentlich imer problemlos. Danach bin ich schlauer und kann entsprechende Maßnahmen tätigen.
Der Rotor liefert aktuell in Verbindung mit meinem modernen Regler (Podtronics) ab Leerlauf postive Ladeleistung, den lasse ich erstmal unberührt.
Aber danke für den Hinweis, an der Kiste sind einige Sachen schon 50 jahre alt.

Grüße Stefan
AHO
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von AHO »

Hallo Stefan,
das ist natürlich Dein Motor, aber ich würde die Warnung vor dem alten Rotor ernst nehmen, Du hast definitiv noch den alten Rotor, der nicht geschweißt ist, diese Rotoren lösen sich des Öfteren mit unschönen Kollateralschäden auf. Die besseren (geschweißten) Rotoren haben die Teilenummer 54202298.
Vom verringerten Magnetismus nach über 50 Jahren mal abgesehen....

"The old type (numbered .......2006) with pressed-in centre tends to explode due to the loosening centre. The later type (numbered …….2298) has a welded-in centre and will not explode. Check this out before you refit the existing Lucas rotor to prevent severe damage!"

Quelle:
https://www.accessnorton.com/NortonComm ... ors.18376/

Gruß
Andreas
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Phil
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von Phil »

biaggi1976 hat geschrieben:...Der Rotor liefert aktuell in Verbindung mit meinem modernen Regler (Podtronics) ab Leerlauf positive Ladeleistung, den lasse ich erstmal unberührt...
Der Tipp von Mario ist Gold wert.

Ich würde den Rotor auch rausschmeißen, selbst wenn er noch guten Magnetismus hat und deshalb die Lichtmaschine anständig lädt. Es geht nicht um das Alter, sondern um die Machart/technische Beschaffenheit des Rotors

Der Witz ist, dass die alten Rotoren den Stahlkern nur eingegossen habe, ohne dass es eine andere Fügung mit dem Magnetenträger gibt. Der Kern kann sich lösen mit den Jahren, und dann wird das locker. Wenn sich der Rotor dadurch bei Drehzahl zerlegt, ist Dein Stator Toast, der Primärtrieb wahrscheinlich auch, wenn Du Pech hast auch das Kurbelhaus. Und das alles wegen eines Teils für 120,- Mäuse. :pfeiffen:

Dein Moped, Dein Film, aber jetzt weißt Du ja, warum das ggf. in Betracht gezogen werden sollte.

Gruß

Ph.
Zuletzt geändert von Phil am Donnerstag 16. September 2021, 18:41, insgesamt 1-mal geändert.
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biaggi1976
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von biaggi1976 »

@Mario, @ Phil

danke für die Aufklärung. Unter diesen Umständen schaue ich natürlich mal danach.
Wo liegt der Unterschied zwischen Lucas-#54202298 und Lucas-#54202299?
Letztere hatte ich mir mal mit rausgeschrieben, als ich im Rahmen der Kabelbaumerneuerung auch mal die Nummern für die 180W-LiMa (RM23, #LU47239) + passender Rotor rausgesucht hatte. Das war genau dieser 54202299 (74mm), der müßte doch auch überall passen, oder? Den findet man beim Suchen auch öfters als den 98er.
Hat jemand eine gute Quelle in DE dafür (Joe will 153€, hat gerade Urlaub). Oder wenn in UK, wo gehts am einfachsten mit der Einfuhr nach DE?

Zum Abblitzen bin ich heute noch nicht gekommen. Und gleich gehts erstmal zum Sport.

Grüße Stefan
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Leftie
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von Leftie »

Hi,
bei Southern Division in München wärst Du mit 139 Euros dabei - bei vermutlich geringeren Versandkosten als aus UK.

Gruß, Ralph
1973er Commando, 1991er BMW R80 :naja:
"Denk dran, der Tommy hat Linksgewinde!!" (Herbert Knebel)
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Phil
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von Phil »

biaggi1976 hat geschrieben:...danke für die Aufklärung. Unter diesen Umständen schaue ich natürlich mal danach...
Du hast den wunderbaren Andreas vergessen, der legte Dir den Rotortausch auch ans Herz einschließlich dem Wieso und Warum.

Ruf' halt einen Teilehändler an, die wisseen, welcher Rotor an Deinem Hocker passt.

AFAIK sind die Rotoren für ein- und dreiphasige Statoren gleich, aber wie gesagt: der Handel weiß das.

Im UK bestellen kannze knicken. Paketlaufzeit, Fracht und EUSt. machen das uninteressant.

Ich hatte meinen letzten Rotor auch bei Karsten gekauft, zur Not kannste den noch bei de Groot kaufen, der ist dann mit Porto auch noch billiger, zumindest wenn die niederländische VAT in dem Preis mit drin ist.
Frag' halt nach, wenn Du sehr klamm sein solltest.

Grüße

Ph.
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biaggi1976
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von biaggi1976 »

@ all
natürlich sei auch dem Andreas für die Hinweis gedankt, ich wollte keinen vergessen. :bindafür:
Der Rotor ist fast bestellt und ich werde den auch bezahlen können. :ebiggrin: Für das schönste Hobby der Welt sollte das kein Problem sein.

Wenn ich die Produktbilder dazu richtig deute, hat das Teil eine Verdrehsicherung und wird damit definiert zur KW-Position befestigt. Die Seite mit den Markierungen für die 2-Zylinder nach außen (andere Seite für Triples).
Hat jemand auf die Schnelle das richtige Drehmoment zur Hand?
Wie hält man beim Wechsel am günstigsten die KW fest, 1. Gang und HR-Bremse?

Grüße Stefan
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Phil
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von Phil »

biaggi1976 hat geschrieben:... Wenn ich die Produktbilder dazu richtig deute, hat das Teil eine Verdrehsicherung und wird damit definiert zur KW-Position befestigt. Die Seite mit den Markierungen für die 2-Zylinder nach außen (andere Seite für Triples).
Korrekt, Du willst ja die Rotormarkierung zum Blitzen da haben, wo sie hingehört. Zu diesem Behufe befindet sich ein Keil auf der Kurbelwelle aka woodruff key, in den Du den Rotor einspuren musst.
biaggi1976 hat geschrieben:Hat jemand auf die Schnelle das richtige Drehmoment zur Hand?
RTFM
biaggi1976 hat geschrieben:Wie hält man beim Wechsel am günstigsten die KW fest, 1. Gang und HR-Bremse?...
Genau so machen das die meisten Leute, eine neuer tab washer und ein Tropfen mittelfestes Loctite für die Montage der Rotormutter auffer Kurbelwelle ist ebenfalls anzuraten.
Ich nehme zum Lösen der Verschraubung auch gerne einen Druckluftschlagschrauber, aber halt nur zum Lösen.

Grüße

Ph.
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von biaggi1976 »

Danke für die Tips.
Phil hat geschrieben: RTFM
Ph.
Done: 40-41Nm sagt das workshop manual (30lb/ft)

Greets Stefan
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biaggi1976
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von biaggi1976 »

Guten Abend,

So, ich habe die Zündung abgeblitzt und eingestellt. Sie war tatsächlich nur leicht spät gestellt, nicht so schlimm wie von mir erwartet.
Jetzt steht sie fein auf 38° früh, und dreht auch etwas besser.
Den neuen Rotor Lucas-#54202299 ist diese Woche auch gekommen, also habe ich mich an den Wechsel gemacht. Nachdem alles offen war, lies sich der alte Rotor gut entfernen. Leider ging der neue nicht so schön drauf, war eher so klemmig, das ich vom Gummihammer abgesehen habe. Ich habe den Innendurchmesser vergleichend bei altem und neuen Rotor gemessen:
alt: 19,15mm
neu 19,10mm
Rotoren.jpg
Aber so wie der Alte runter ging, hätte ich erwartet, das der Neue auch drauf geht. Den Woodruf-Key habe ich mal entfernt und rundum entgratet, der läuft sauber durch die Führungsnut am neuen Rotor. Alle Grate am Kurbelwellenstumpf sind auch geglättet, aber er will selbst ohne Key und mit etwas Öl nicht gewaltfrei draufrutschen.
Jetzt steht die Frage im Raum, ob ich den Innenring vom Rotor nun erwärme (sollte er hoffentlich aushalten) und so den nächsten Versuch starte.
Damit dürfte er aber, insofern er dann willig drauf geht, nach dem Abkühlen (nie) mehr runter gehen, oder? Andere Ideen, Erfahrungen?
Ausdrehen halte ich für schwierig, wegen der Nut, wo der Drehmeißel dann ständig einhakt. KW ausbauen und abdrehen ist gerade auch keine Option. Also mühsahm mit Stahlwollepad die Welle und den KW-Stumpf bearbeiten bis es passt?

Ich wäre dankbar für Ideen.

Grüße Stefan
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Hanni
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Re: Zündungseinstellung an Boyer MK4

Beitrag von Hanni »

Na fünf Hunderstel Differenz is natürlich schon ziemlich viel, die kriegst du normalerweise so nicht drauf.
Ein Schiebesitz mit ca. 0,005 bis 0,01 mm Luft ist da optimal. Notfalls auch Null auf Null..
Überhaupt mal messen welchen Durchmesser der Kurbelwellen stumpf hat. ist der absolt rund?
Ich würde evtl mal versuchen mit tuschieren um zu sehen wo der neue Rotor trägt.
Vielleicht fehlt es ja nur an ein paar Stellen, die du am Kurbelwellenstumpf mit Schmirgelleinen bearbeiten kannst.
Falls der KW Stumpf natürlich absolut rund ist, wirst du um das ausschleifen der Bohrung im Rotor nicht herumkommen.
Kann Dir eigentlich jeder Maschinenbauer oder Werkzeugmacherei machen der über eine entsprechende Innen Rundschleifmaschine verfügt.
Ist eigentlich keine große Sache..
Und denk dran irgendwann willst du das Teil auch wieder runterkriegen.

Die Methode mit dem Hammer ist auf alle Fälle abzulehnen.

Viel Spaß Hanni..
Hanni

BSA what else .... ??
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