Seite 1 von 3

langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Samstag 29. Mai 2021, 16:21
von Stephan
Nach drei Jahren schrauben geht es nun mit der Commando auf die Straße :ebiggrin:

Fahre seit zwanzig Jahren Alteisen mit Begeisterung - nun die ersten Eindrücke der Commando:

- der Motor möchte schon etwas Drehzahl, unter 3.000U/min ist der Motor etwas unwillig- dann dreht er freudig und kraftvoll. Hab das Gefühl ich muss noch mal an die Vergaser.

- die original Vorderradscheibe bremst über der Umfang sehr ungleichmäßig! Werd die Scheibe nochmals abwaschen. Ist das ein übliches Problem?


Wenn die beiden Problemchen gelöst sind ist die Commando ein wirklich tolles Motorrad mit Charakter!


Gruß Stephan

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Samstag 29. Mai 2021, 17:57
von Monsieur
Viel Erfolg! Welches Baujahr u Modell hast Du zum Leben erweckt?

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Samstag 29. Mai 2021, 21:43
von Udo Z1R
Hallo Stefan,

hast du neue Beläge in der Bremse? Dann muss sich das Erst einlaufen, dauert bei meiner (ja ich weiß, ist nur ne Triumph) Tiger auch so. Das wird aber mit jedem Bremsen besser!

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Samstag 29. Mai 2021, 23:01
von Phil
Stephan hat geschrieben:...- der Motor möchte schon etwas Drehzahl, unter 3.000U/min ist der Motor etwas unwillig- dann dreht er freudig und kraftvoll. Hab das Gefühl ich muss noch mal an die Vergaser.
Hmmmm... Da würde ich sagen, passt was nicht richtig. Obwohl der Moder sicher weniger Drehmoment hat bei unter 3k rpm als darüber und sich sicher auch nicht freuen würde, wenn Du untertourig viel Leistung abforderst, muss er sauber laufen.

Das kann an den Vergasern liegen, aber normal ist ja da nicht viel einzustellen. Es müssen also nicht zwangsläufig die Vergaser sein.

Hast Du Deine Gurkenzündung mal abgeblitzt, ob die richtig steht?

Den alten Trick zum Herausfinden ob Vergaser oder Zündung kennst Du? Wenn der Fehler/das Stottern/die Unwilligkeit sich bei über die Gasgriffstellung/den Drehwinkel reproduzieren lässt, isses vergaserseitig.

Wenn das Problem sich immer im selben Drehzahlbereich unabhängig von der Gasgriffstellung reproduzieren lässt, isses zündungsseitig.
Stephan hat geschrieben:- die original Vorderradscheibe bremst über der Umfang sehr ungleichmäßig! Werd die Scheibe nochmals abwaschen. Ist das ein übliches Problem?...
Hmmmm.... Reibwertschwankungen liegen in der Regel an verdreckten/noch verwachsten/öligen Scheiben, oder die Dinger sind in der Oberfläche schlecht bearbeitet.

Falls der Hebel dabei pulst, oder das Phänomen nicht auftritt, wenn Du härter bremst, dann hat die Scheibe einen leichten Schlag bzw. sie schwankt in der Dicke ein wenig.

Was Du beschreibst, wird sich IME nicht einlaufen. Das Einlaufen neuer Beläge auf eine gebrauchte Scheibe erhöht die Leistung ein wenig, weil die Klötze irgendwann der Scheibenkontur ganz folgen, Schwankungen des Reibwerts gehen davon nicht weg.

Grüße

Ph.

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2021, 10:15
von Rüdi
Wenns ne 850er ist würde ich auch sagen, dass sie auch vor 3000 schon ordentlich drücken sollte. 750er kenne ich noch nicht.

Bremse tippe ich auch auf leichten Schlag oder ungleiche Oberfläche.
Gerade Bremsscheiben sind heutzutage eher Glücksache. Auch bei Neuware.
Ev die Scheibe noch mal ganz sauber auf die gut gesäuberte Nabe schrauben.

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2021, 12:30
von bonnevillehund
Das Bremsrubbeln kann auch von nicht mehr freigängigen Bremskolben herrühren. Sollte man mal nachschauen bzw. gängig machen und bei der Gelegenheit gleich die Manschetten mit wechseln. Ist keine große Sache, die Wirkung war allerdings bei meiner Lockheed-Anlage an der Bonnie frappierend! (nachdem ich vorher xmal die Scheibe gereinigt, getauscht und neu montiert hatte.... :cry: ) Habe ich letztes Jahr zum zweiten mal machen müssen. Das erste mal war nach ca. 120K, und eben jetzt nach insgesamt 300K. Die Kolben gammeln aber auch durch Nichtgebrauch fest bzw. wegen eindringender Feuchtigkeit. Kann also auch durchaus öfter mal fällig werden.

Gruß Gerhard

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2021, 19:37
von Stephan
Hallo,

erstmal Danke für eure Anregungen!

Es ist eine Commando 850 von 1973.

Die Bremsanlage hab ich vollkommen überholt, neu Kolben, Dichtungen usw. - werd mal regelmäßig die Bremsscheibe „entfetten“!

Mein Verdacht ist das ich die Vergaser nochmal synchronisieren muss - gefühlt läuft der Motor bei weitergeöffneten Schiebern deutlich besser.

Am Wochenende werde ich mal versuchen die Isolastic einzustellen - glaube die Hatz wenig Spiel.


Gruß aus dem sonnigen Düsseldorf
Stephan

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2021, 19:50
von Norton Motors
Stotterbremse kam bei Originalscheiben mit Abnutzung der Hartverchromung, die eh ne Blödsinnsidee war. Könnte daher rühren. Ist allerdings bei heutzutage gelieferten Bremsscheiben schon lange Geschichte. :schlaumeier:

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Montag 31. Mai 2021, 12:13
von guzzimk
Norton Motors hat geschrieben:Stotterbremse kam bei Originalscheiben mit Abnutzung der Hartverchromung, die eh ne Blödsinnsidee war. Könnte daher rühren. Ist allerdings bei heutzutage gelieferten Bremsscheiben schon lange Geschichte. :schlaumeier:
Also ich habe vor einiger Zeit eine neue Bremsscheibe eingebaut - nach kurzer Fahrt und einer Standzeit von 4 Wochen war sie TOTAL verrostet, ich habe mich nicht mehr getraut damit zu fahren - dann wieder ausgebaut und entrostet, aber nach 3 Wochen wieder das gleiche Spiel, TOTAL verrostet. Gibt es Nachbauten die nicht so extrem rosten? Habe aus Frust die alte BS (hartverchromt) wieder eingebaut, die hat leider einen kleinen Schaden, habe aber trotzdem TÜV bekommen....
Die alten Gußbremsscheiben meiner Guzzi rosten nur gering - gibt es nur noch Gelump auf dem Markt? :facepalm2:

LG
Markus

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Montag 31. Mai 2021, 12:18
von Rüdi
einmal bremsen und sie ist wieder blank.
Ist doch bei jedem PKW auch so.

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Montag 31. Mai 2021, 13:39
von Monsieur
Jo, Du fährst zu wenig :-D

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Montag 31. Mai 2021, 18:12
von guzzimk
Monsieur hat geschrieben:Jo, Du fährst zu wenig :-D
Zumindest mit Triumph und BSA, aber mit dieser Disc wärt ihr auch nicht gefahren... :Bild

Gesendet von meinem MAR-LX1B mit Tapatalk

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Montag 31. Mai 2021, 21:31
von Uli
Nach 4 Wochen??? :shock:
Wo parkst du deine Motorräder?
Im Dorfbach? :-k

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Montag 31. Mai 2021, 21:39
von Monsieur
Aber echt! Kann doch nicht sein. Obwohl, wahrscheinlich schaut‘s im Schuppen so aus :-D
https://www.youtube.com/watch?v=V4vVLJm-8lk

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander

Verfasst: Montag 31. Mai 2021, 21:55
von Öko
Die sehen teilweise bei Pkw die letzten zwei bis zwanzig Jahren unwesentlich schlimmer aus...
Bei den Bremsscheiben gibt es schon gutes Material, auch im Motorradbereich, was preislich absolut im Rahmen zu anderen Herstellern ist.
Wichtig ist auch die Materialpaarung Bremsklotzsatz zum Bremsscheibrnmaterial...genau so wie bei ner Trommrlbremse, dazu noch einen nicht nur auf ttockenen Straßen griffigen Reifen...