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Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Mittwoch 28. Januar 2015, 11:00
von Domi-650SS
Norton-N15 hat geschrieben:…So manche metrische Schrauben wurden in die zölligen Gewinde reingewürgt.
Bild
Ich geh mal davon aus, dass es das AMC-Getriebe ist. Welcher Jahrgang? Nr 04-0102, BSF 3/8"x1-1/2", müsste mit 8.2mm gebohrt sein. Nr 06-0599, UNF 3/8x1-1/2", müsste mit 8.5mm gebohrt sein
Dazu gleich mal eine Frage, gibt es Reperaturgewindebuchsen für zöllige Gewinde ala Würth/Ensat oder ähnliches ?
Ich beziehe Recoil hier: http://www.uni-thread.com/, Versandkosten für meine letzte Lieferung £6.50, für mich nicht wesentlich teurer als eine Lieferung aus Deutschland.
Gerd hat geschrieben:durchbohren und Schraube mit Mutter? :mrgreen:
:facepalm2:
Norton-N15 hat geschrieben:Auf das wird es hinausgehen, da die Gewindebohrung eh schon gemessene 8,1mm hat.
Da würd ich sagen ggf. Innengewinde nachschneiden.
Fritz

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Samstag 11. April 2015, 20:59
von Norton-N15
Lange hat es gedauert, aber heute war es soweit.
Die erste Probefahrt , wenn auch nur 15km ist gemacht.
Zu meiner Freude hatte es während der Fahrt keine ersichtlichen Ölverluste gegeben. :mrgreen:
Auch 5 Minuten nach dem Abstellen immer noch kein Öltropfen in Sicht. :laola:

Natürlich machte ich vor der Fahrt den "Reminder" ab, "Ölhahn" auf und erst dann wurde der Motor gestartet. :pfeiffen: O:) :wink:

Aufgefallen ist mir eine etwas teigige Gabel und eine unbefriedigende Vorderradbremse.
Ich glaube da muß ich auch noch mal etwas Arbeit investieren.

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Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Sonntag 12. April 2015, 13:29
von Norton
Servus Emmeran.
Schön mal wieder was von Dir zu hören.
Teigige Gabel ist zu dünnes Öl. Muß man etwas probieren, weil die alten Viskositäten nicht so recht auf moderne Gabelöle übertragbar sind. Ich bin da einen ganz andren Weg gegangen und ich fahre in meinen Roadholders Motorenöl 10W40. Geht einwandfrei und hat eine anständige Dämpfung.
Bremse ist halt die Domibremse. Bremst, könnte aber besser sein. Alternative wäre halt die Duplexbremse der Commando, ist nur eine andre Bremsankerplatte. Sollte aber schon mit der Versteifungsplatte sein. Oder alternativ die John Tickle Bremsankerplatte.

Gruß. Martin.

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Sonntag 12. April 2015, 21:15
von Norton-N15
Servus Martin,

Nachdem das Bandscheibenproblem überwunden ist geht's jetzt wieder weiter. :D

Ich habe übrigends deinen Rat mit dem Mehrbereichsöl (20W50) befolgt und zu meiner Freude, ist die Norton auch mit diesen Öl dicht! :zustimm:

Da ich ja noch eine XT 500 habe, die vorne besser bremst als die Norton denke ich das sollte die Norton auch können.

Mehr verlange ich gar nicht, da werde ich mal die Beläge/Bremse überprüfen.

Das mit dem Öl für die Gabel ist ein guter Tipp, werde das auch mal ausprobieren.

Heute habe ich nochmal eine kleine Runde ca.30km gedreht.

Dabei ist mir aufgefallen das bei gleichbleibender Geschwindigkeit ein konstantes Ruckeln auftritt.

Beim Beschleunigen und Gaswegnehmen ist alles einwandfrei.

Zu Hause habe ich die Zündkerzen überprüft, die linke zu fett und die rechte zu mager.

Da werde ich mal die Vergaser überprüfen und säubern, es sind die Amal 930 Concentric.

Weiß jemand zufällig die Düsenbestückung bei originalen Luftfilterkasten wie auf den Bildern zu sehen??

Wo kauft man die Ersatzeile für diese Vergaser???

Ach ja immer noch trocken nach der Fahrt, so macht es Spaß! :mrgreen:

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Sonntag 12. April 2015, 21:54
von Volker Koch
Ketzerische Fragen eines Unwissenden ... sach ma ... müssen die beiden Vergaser so schief stehen? Fehlen da nicht die gebogenen Ansaugschlorks? ... Wie sollen denn die Schwimmer so klar kommen?
Und dann ... als Deine Kiste auf´n Markt kam, da gab´s doch noch gar keine Concentrics??? Ich würde Dir empfehlen, die Vergaserbestückung von den frühen 750er Fastback-Commandos als Abstimmungsbasis zu nehmen, die Concentrics für die Nortons waren etwas anders bestückt als die Standard-Vergaser -> andere Zerstäuber! ... nichtsdestotrotz irritiert mich, daß die Teile so schief stehen??? Wie soll das gut gehen???
PS: Wenn Du Vergaserteile brauchst, dann sieh mal hier
http://amalcarb.co.uk/carbspec/carburet ... s/id/5447/
erfolgreicher wird diese Seite sein
http://amalcarb.co.uk/carbspec/carburet ... s/id/5464/
Bevor Du was bestellst, sieh Dir die Düsenstöcke und die Länge der Nadeln an, Amal hat die von ~ irgendwas um ´68 verändert. Ab etwa 1968/69 sind die Düsenstöcke und die Nadeln länger ... aber ... wie gesagt ... als alte Unke trau ich der gekippten Verschraubung nicht über den Weg ... das erscheint mir zweifelhaft! Du solltest Dir hier m.E. unbedingt nochmal Werte zur korrekten Einstellung der Schwimmer und Schwimmernadelventile an Land holen ... und checken, ob das auch alles seine Richtigkeit hat. Wenn die Schwimmernadel nicht weit genug aufmacht oder rumkalbert, dann hat man schnell auch schonmal son Geruckel ...
Nämmich ...

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Montag 13. April 2015, 20:40
von Norton-N15
Hallo Volker,

erst mal danke für die Tipps. :zustimm:

Die Concentrics wurden nachgerüstet und diese waren beim kauf mit "Billig-Tante-Louise-Luftfilter" bestückt.

Da ich den originalen Luftfilterkasten mit dazu bekommen habe wurde dieser gleich von mir montiert.

Die originalen Monoblocks habe ich mit dazu bekommen aber noch nicht nach den Innereien gekuckt. :lupe:

Mir wurde gesagt das die Concentrics besser zum einstellen/abstimmen wären.

Ob die Vergaserstellung so richtig oder falsch ist weiß ich auch nicht, so wie der Flansch montiert ist , ist die Stellung der Gaser gegeben.

Ich hänge mal Bilder dazu vielleicht können die Spezialisten was dazu sagen?

Ich werde auch mal überprüfen ob die Gaser Falschluft ziehen.
k-Norton-Vergaser (11).JPG
k-Norton-Vergaser (12).JPG
k-Norton-Vergaser (16).JPG

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Montag 13. April 2015, 21:14
von Volker Koch
Moin Emmeran,
an den P II-Nachfolgemodellen waren Concentrics genau so schräg verbaut und sie haben irgendwie funktioniert, ergo muß es irgendwo Unterlagen dazu geben, wie die Schwimmernadeldüsen mithin also auch die Schwimmer gesetzt werden müssen ... nur ... ich hab keine Unterlagen darüber ... und vielleicht hat sie ja auch schon jemand entsprechend angepaßt ... schwindelig wird mir bei dem Anblick trotzdem ... aber vielleicht äußert sich ja nochmal einer von unseren Norton-spezies?!
Auf jeden Fall wünche ich Dir viel Glück und Erfolg mit dem hübschen Teil,
yours
Volker
PS: Zum Falschluft-Check brauchst Du eigentlich nur Spülmittel auf die Ansaugflaschs schmurkeln. Wenn die nicht dicht sind, dann blubbert´s, wenn Du durchkickst resp. der Motor läuft..

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Montag 13. April 2015, 21:29
von Knolle
Hallo Emmeran.
Dein Problem des Ruckelns bei gleichmäßiger Geschwindigkeit hatte ich an meiner Atlas auch. Es lag, wie schon von einigen vermutet, an ausgeschlagenen Nadeldüsen. Auch die Nadeln selbst waren durch Kontakt mit der Nadeldüse verschlissen, und zwar genau in dem Bereich bei einer Schieberstellung, die man meistens, will heissen bei etwa 100 bis 120 km/h, am häufigsten nutzt (also etwa 1/4 bis 1/5 des Gasschieberwegs).
Genau bei dieser Schieberstellung lässt die Nadeldüse dann unverhälnismäßig viel Sprit durch. Die Folge ist, dass es ruckelt durch Überfettung.
Es genügt also nicht, nur die Nadeldüse zu wechseln, tausch die Nadeln gleich mit aus.
Ich hoffe, dass es dann funzt, zumal bei dir ja eine Kerze verrußt gewesen sein soll.
Gruß von Knolle aus dem Wendland

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 00:14
von Volker Koch
Moin Knolle,
prima, daß Du heile aus ´m Urlaub retour bist.
Wie müssen die Schwimmer stehen, damit das Ganze mit Concentrics funktioniert? Ich bin da echt mal neugierig. Bei den Trumpets muß der Schwimmer ca. 2mm unter der Schwimmerkammerkante bleiben, damit alles richtig funktioniert. Wie ist das bei den Nortons, wenn man Concentrics dran schraubt? Da müßte das Ganze dann ja eher mindestens 2mm über stehen?
Viele Grüße,
Volker

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 08:06
von Martin
Tja Volker. Ich denke, das mit den schrägstehenden Concentrics wird nicht so das größte Problem sein.
In Schräglage z.B. ist es ja auch nicht anders.Bergauf, bergab... Der Vergaser wird sich eher nur im Stand tatsächlich in der Waagerechten befinden.

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 09:44
von Knolle
Hallo Volker. Jau, bin aus dem Urlaub. 6 Wochen am Stück, der totale Luxus :mrgreen: . Darum hatte ich mich auch etwas rar im Forum gemacht. Zu den Schwimmern: bei der Atlas stehen sie auch extrem nach vorn geneigt. Ich habe den Schwimmerstand so eingestellt, dass die Schwimmeroberkante 2mm unterhalb der Schwimmerkammer steht, wenn das ...ventil geschlossen hat, und zwar gemessen bei WAAGERECHTEM Vergaser. Es funzt, keine Probleme.
Gruß von Knolle aus dem Wendland

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 10:53
von Domi-650SS
Volker Koch hat geschrieben:…müssen die beiden Vergaser so schief stehen?…
Ich denke das ist so korrekt. Bei den Atlas und 650SS war das genauso.
Volker Koch hat geschrieben:…da gab´s doch noch gar keine Concentrics?…
Meine Wissens wurden ab 1967 Concentrics verbaut.
Fritz

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 11:58
von Norton
Konstantfahrruckeln ist eigentlich immer ein Synchronisationsproblem. Ich tippe auf ungleich eingestellte Bowdenzüge. Bowdenzuglänge angleichen geht gut mit zwei gleichen Stücken Rundmaterial 10mm. In die hochgezogenen Schieber stecken und die Schieber drauf rutschen lassen. Dann sind bei Schieber gleich weit geöffnet und man kann die Züge angleichen, bis es beide Schieber gleichzeitig vom Rundmaterial hoch zieht.
Die Concetrics stehen so richtig. Es gibt irgendwo im Netz eine Anleitung, wie man die Schwimmerventile und damit den Spritstand für die geneigten Vergaser korrekt einstellt.
http://www.jba.bc.ca/Bushmans%20Carb%20Tuning.html

Gruß. Martin.

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 17:09
von Volker Koch
Ach ja ... Leute ... daß die Vergaser mit der Triumph/BSA - Einstellung trotz der schrägen Montage funktionieren ist ja schon faszinierend?!?
Noch ... faszinierender ... hüstel!!! ... ist, wenn man aus dem was man liest was anderes assoziiert, als da steht ... peinlich peinlich ... ich werd tüdelich, glaub ich ... ich habe die ganze Zeit gedacht, wir zerbrechen uns hier den Kopf über eine "Norton Nomad" mit 600er Motor?!? ... Aber wir sind ja beim Pendant zur Matchless G15 mit Atlas-Motor ... oh ha ...
Na, ich halt mich dann da besser mal bis auf weiteres raus.
Viel Spaß noch mit dem Brenner,
Volker

Re: Norton N15 CS Wiederinbetriebnahme

Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 19:23
von Norton
Bei einem Nomad gäbe es dieses Problem nicht, weil der Nomad den Motor vom Domi99 mit dem alten Kopf hat. 99 gab es zwar als 99SS, aber eben nicht mit dem SS-Kopf. Der war der 88SS, der 650SS und später halt dann den Atlas und Commandos vorbehalten. Bei den alten Köpfen laufen die Vergaser waagerecht.
Nomad ist ein kleiner Traum von mir!
Die Concentrics sind aber eben als Zentralschwimmervergaser auch ziemlich unempfindlich, was die Einbaulage anbetrifft.

Gruß. Martin.