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Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Freitag 4. Mai 2012, 21:49
von Tim
Towner hat geschrieben:Da ist doch noch so'n Filter im Tank oder ?
Das ist ein Sieb, kein Filter - und um den Vergleich zu machen: Stell Dir über diesem Sieb eine 90cm Ölsäule vor - das klingt ein wenig unglaubwürdig, oder? Ab und an kontrollieren schadet allerdings nicht, wenn das aus irgendeinem Grund zu wäre, is das latürnich kontraproduktiv.
0,07bar ist nun wirklich wenig. Und wenn die Pumpe einmal fördert, ist das Thema doch erledigt oder ?
Nein, weil sich direkt vor der Pumpe ein Unterdruck bildet, sobald sie korrekt fördert. Und damit laufen die Oberflächen gefahr, dass sie bei zu niedrigem absoluten Druck durch
Kavitation geschädigt werden. Wenn ich bei 0.07 bar mehr Druck vor der Pumpe keine Kavitation habe, ist das genau das kleine Quantum, was die Pumpe in dem Betriebspunkt rettet. Warum soll man diese Sicherheit herschenken?
Tim
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Freitag 4. Mai 2012, 21:51
von Tim
Norton hat geschrieben:Selbst dann saugt die Pumpe die Luft noch aus der Leitung. Ausprobiert!
Wie hast Du das denn ausprobiert? .....obwohl, vergiss die Frage. Ich hab keinen Bock mehr, mich mit dieser dilettantischen Lösung auseinanderzusetzen.
Du kannst Dir gerne weiter selbst auf die Schulter klopfen, dass du die "beste Lösung" gebaut hast und es ja ach gott so bewährt sei, ich sehe das eher so, dass eine Norton offensichtlich über genug Sicherheitsreserven verfügt, auch solchen hanebüchenen Unfug überraschend lange zu ertragen.
EOD4me, es hat mir damals schon gereicht.
Tim
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter" / Sump-Problem
Verfasst: Freitag 4. Mai 2012, 22:03
von Rüdi
da werd ich die Tage mal aus der kleinen Ablasschraube untern Kurbelgehäuse das ÖL aus dem Sumpf ablassen und gucken wieviel sich da in acht Monaten Stillstand angesammelt hat. So ganz leer scheint mir mein Öltank aber bisher nie gelaufen zu sein. Sicher dass die MK2 nicht sone Mimik hat?
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Samstag 5. Mai 2012, 11:43
von jan
Norton hat geschrieben:Wenn nichts da ist, was den Ölfilm abschneidet, besorgt die Kapillarwirkung den Rest. Nur eine Frage der Zeit. (...) Und nicht jeder will mit 50er Einbereichsplörre rumfahren.
Einspruch, Euer Ehren: Auch mit 50er Einbereichsplörre sumpt das Kurbelgehäuse wet.

Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Samstag 5. Mai 2012, 14:51
von Norton
jan hat geschrieben:Norton hat geschrieben:Wenn nichts da ist, was den Ölfilm abschneidet, besorgt die Kapillarwirkung den Rest. Nur eine Frage der Zeit. (...) Und nicht jeder will mit 50er Einbereichsplörre rumfahren.
Einspruch, Euer Ehren: Auch mit 50er Einbereichsplörre sumpt das Kurbelgehäuse wet.

Ist ja genau, was ich damit sagen will. Dauert halt nur länger.
Gruß. Martin.
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Samstag 5. Mai 2012, 17:07
von Phil
Norton hat geschrieben:
Ist ja genau, was ich damit sagen will. Dauert halt nur länger.
Wie sagen die Amis so schön?
Gravity always wins....
Nee, aber mal ernsthaft. Seit ich an der A 65 eine neue SRM-Pumpe in Kombination einer passend gemachten Dichtung dahinter verbaut habe, kann ich echt 4 Wochen stehen lassen, ohne dass ich ein nennenswertes Absinken des Ölstands im Tank wahrnehme.
Und das mit Mehrbereichsplörre.
Schöne Grüße
Ph.
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Samstag 5. Mai 2012, 17:18
von Norton
Ich dachte die A65 hat ein Federventil hinter der Pumpe?
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Samstag 5. Mai 2012, 18:06
von Phil
Norton hat geschrieben:Ich dachte die A65 hat ein Federventil hinter der Pumpe?
Nun ja, eine etwas krude Ausführung. Eine 1/4"-Lagerkugel, die von einer kleinen recht weichen Feder an eine Ansenkung an der Pumpe gedrückt wird. Wie gesagt, etwas krude.
Der Witz ist, dass die Papierdichtung hinter der Ölpumpe von einem Teepflücker oder Chinesen gemacht werden, der die Maße augenscheinlich nicht parat hat. Ergo drückt die Kugel ohne Nacharbeit an die Dichtung statt in die Ansenkung.
Schau Dir mal das Kugelventil an der SR/XT an. Das ist IMHO richtig gut gemacht. Da ist neben einer Feder noch eine vernünftige Größe an Kugel und einen Gummidichtkörper im Spiel..
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Samstag 5. Mai 2012, 18:16
von Norton
Phil hat geschrieben:Norton hat geschrieben:Ich dachte die A65 hat ein Federventil hinter der Pumpe?
Nun ja, eine etwas krude Ausführung. Eine 1/4"-Lagerkugel, die von einer kleinen recht weichen Feder an eine Ansenkung an der Pumpe gedrückt wird. Wie gesagt, etwas krude.
Der Witz ist, dass die Papierdichtung hinter der Ölpumpe von einem Teepflücker oder Chinesen gemacht werden, der die Maße augenscheinlich nicht parat hat. Ergo drückt die Kugel ohne Nacharbeit an die Dichtung statt in die Ansenkung.
Schau Dir mal das Kugelventil an der SR/XT an. Das ist IMHO richtig gut gemacht. Da ist neben einer Feder noch eine vernünftige Größe an Kugel und einen Gummidichtkörper im Spiel..
Den Dichtring und die Kugel der SR 500 wollte ich damals für meine Lösung verwenden, war mir aber vom Durchmesser/Querschnitt zu klein. Ich hab mich dann für die Lösung der XTZ 750 bzw TDM 850 interessiert, die war aber wiederum zu groß, hat nicht in das 1" Gewindestück der Norton Öltanks gepaßt und da wollte ich halt nun mal rein. Beide Lösungen sind einwandfrei. Eine Kugel nur in eine Ansenkung dichten zu lassen ist schon gewagt. Etwas Rauhtiefe, oder einen Partikel hat man halt doch immer dazwischen und das böse Öl hat einen kleinen Kopf und zwängt sich da durch. Ein Dichtring aus Kautschuk oder Teflon hat eben doch etwas Elastizität und gleicht vieles aus.
Die Einzylinder Nortons, ES 2 usw, haben auch so eine Lösung. Kugel im Metallsitz nach der Pumpe im Steuergehäusedeckel. Die haben aber als Wälzlagermotoren als Wiederstand gegen Kapillarwirkung gar nichts entgegenzusetzen, also haben sie halt das rein gemacht. Die laufen dann eben über die Pumpe voll.
Gruß. Martin.
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Sonntag 6. Mai 2012, 21:56
von Rüdi
So, hab mich heut mal dran begeben und muss als erstes mal "mea culpa" sagen.
Wie ich schon schrieb, steht die Kiste seit Ende Sept. unangerührt in der Garage.
Aus der kleinen Ablassschraube unten am Kurbelwellensumpf kamen dann knapp 2 Liter raus, also fast der gesamte Ölbestand. Das hätt ich nicht erwartet. Ui, ui, ui. Da komm ich doch ins grübeln, wie in Zukunft zu verfahren ist. Müsste man mal beobachten, in welcher Standzeit welche Ölmenge sich nach da unten verabschiedet. Wann wird´s eng? Nach 2 Tagen, nach einer Woche, nach einem Monat?? Wird´s überhaupt eng, weil ja wenn der Motor läuft, die Ölmenge recht schnell abgepumpt sein dürfte. Machen die 20-30 Sekunden bei niedriger Drehzahl da überhaupt Probleme?
Und im Stand sollten doch die Kurbelwellen-Simmeringe dicht genug sein, das Öl aus dem Primärkasten fern zu halten, außer eben sie sind hin.
Also ev. doch einen Absperrhahn anbauen ?? Gibts da keinen mit Zündunterbrecher-Schalter als Sicherheits-Feature?
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Sonntag 6. Mai 2012, 23:05
von AHO
Rüdi hat geschrieben:...Also ev. doch einen Absperrhahn anbauen ?? Gibts da keinen mit Zündunterbrecher-Schalter als Sicherheits-Feature?
Da wurde so etwas angeboten:
http://www.ebay.co.uk/itm/300691503341? ... 1423.l2649
Da denke ich derzeit auch drüber nach, allerdings bietet er im Moment nichts an.
Gruß
Andreas
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Montag 7. Mai 2012, 10:08
von Norton
Womit treten an einem Motorrad die meisten Deffekte/Probleme auf? Mit der Elektrik.
Deswegen halte ich so eine Lösung für eine Zeitbombe.
Nichts ist so zuverlässig, wie eine Mechanik.
Vielleicht ein Vergleich: An vielen Motorrädern sind Schalter im Seitenständer, die die Zündung bei ausgeklapptem Seitenständer unterbrechen. Wie oft sind die kaputt??
Gruß. Martin.
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Montag 7. Mai 2012, 11:17
von Rüdi
ok, zunächst mal stellt sich ja die Frage, ist das überhaupt ein Problem, mit dem voll laufenden Sumpf??
Hat das mal einer etwas präziser recherchiert?
Vielleicht macht man sich Sorgen, wo man keine braucht, weil die paar Sekunden (wieviel sind es wohl- kennt einer die Förderleistung der Rückpumpe?) bei niedriger Drehzahl bis das Öl wieder hoch gepumpt ist dem Motor und seinen anderen Bestandteilen gar nix aus machen?
Und wie gesagt, wenn das Öl bei stehendem Motor durch die Kurbelwellen-Simmeringe durch suppt, dann sind sie halt zu ersetzen und gut ist. Immerhin ist ein Simmering dafür da dicht zu halten und das tut er ja i.d.R. auch sehr lange.
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter"
Verfasst: Montag 7. Mai 2012, 11:42
von Tim
Rüdi hat geschrieben:ok, zunächst mal stellt sich ja die Frage, ist das überhaupt ein Problem, mit dem voll laufenden Sumpf??
Es ist, mannigfaltig. Wenn sie überhaupt anspringt, hast Du durch die 2 Liter weniger Volumen einen relativ hohen Druckanstieg, der schön Öl durch die Dichtflächen presst; die in die zähe Brühe eintauchenden Pleuel bekommen einen netten Schlag, der den eh mangels Öl im Tank eh schon schwachmatischen Druckaufbau im Lager stört und die Notlaufeigenschaften der Lagerschalen strapaziert; es würde eher Minuten als Sekunden dauer, bis die Scavange pump das Kurbelgehäuse wieder halbwegs leer hätte (angeblich soll die laut schwarzem Forum 4l/min bei Nenndrehzahl schaffen, im Leerlauf also einen Bruchteil davon und einiges an Öl wird durch den Kurbeltrieb auch an den winzigen Absaugbohrungen vorbeigeschleudert). Nenene, wenn der Trockensumpg nass wurde, sollte man ihn auch trocken legen.
Tim
Re: Richtige Schlüsselweite für "sump filter" /Sumpf-Problem
Verfasst: Montag 7. Mai 2012, 12:36
von Rüdi
ok, deckt sich mit dem was andere auch so sagen.
http://www.jockeyjournal.com/forum/show ... hp?t=60271
Und hier ein paar Tiups, wie wet-sumping zu minimieren ist:
http://www.ntnoa.org/wetsumping.htm
Werd ich also mal den Ölstand im Tank im Auge behalten, wie schnell der ab sackt.
Ev. auch die Ölpumpe mal neu dichten lassen ?
Ggf. nach langer Standzeit das Öl ablassen und oben wieder rein kippen, bis mir mal jemand die ultimativ gute Lösung präsentiert.