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Re: Fahrweise

Verfasst: Dienstag 24. Juni 2014, 20:52
von 99
Hallo Istvan
István hat geschrieben:Hallo !

Wie fahren Ihr auf eine langere Strecken mit der alte Eisen ?
In den ersten Jahren mit der 99 bin ich eher verhalten gefahren - hatte ja auch all die fürchterlichen Geschichten über alte englische Kräder gehört. Inzwischen denke ich das man sich schon ordentlich anstrengen muss um bei einer 88 oder 99 den Motor hinzurichten. Klar, wenn man es will schafft man es, aber die Dinger sind klar robust! Inzwischen halte ich mich an die schöne alte Regel von Carl Hertweck: "Scharf gefahrene Motoren halten am längsten!"
Selbst auf der Autobahn (wenn es denn mal sein muss) habe ich eigentlich nie Angst das mir der Motor um die Ohren fliegt - mehr das sich das Restmotorrad nach und nach zerlegt... Obwohl, passiert ist mir das auch noch nie. Und in den letzten Jahren mussten ab und zu auch mal längere Autobahn Etappen bei Temperaturen klar über 30°C sein. Allerdings ist das wirklich spaßlos!
Auf der Landstraße bewege ich die 99 zwischen 50 - 80 m, manchmal auch schneller. Das ist von der Straße, dem Verkehr und den Vibrationen anhängig, bei 50m und 80m vibriert sie kaum, bei 60m ordentlich und bei 70m spürbar, aber alles im grünen Bereich.
Inbesondere im Gebirge, aber auch beim Überholen, sieht die 99 regelmäßig im 2. oder 3. Gang Vollgas, der 3. geht dabei in der Tat an 80m ran. Allerdings bin ich nicht sicher wie genau mein Smiths ist und in diesen Situatonen schaue ich i. a. auch nicht soo genau auf den Tacho.
Überhaupt ist im echten Gebirge der 3. Gang dein bester Freund, bergauf geht damit fast alles und bergab bremst der auch ganz hübsch, da braucht man allerdings doch ab und an auch den 2. Auf echten Gebirgsstrecken kannst du auch heute noch mit einer Federbett Norton so einiges stehen lassen - so einiges! Selbst mit den schwachbrüstigen 27-31PS von 88 und 99.
Das ist ja eine der tollen Sachen an den Domis, insbesondere den Widelines, im Stand scheinen sie immer zu sagen:" Ich bin ein kleines, altes, hübsches Motorrad mit dem man bei schönem Wetter ein bischen gemütlich sich die Gegend anschauen kann"
Hast du dich an das Krad gewöhnt und bist auf einer passenden Landstraße unterwegs, vor dir womöglich noch ein Opfe....., äh anderes Motorrad, dann hast du eher das Gefühl die 99 sagt so Dinge wie: "FLEISCH -GIB MIR JETZT ROHES BLUTIGES FLEISCH!!!!!!!"
Uups - sagte ich schon mal das ich die kleinen Domis für ziemlich tolle Motorräder halte? Vermutlich.
Zurück zu deiner Frage, fahr deine 500er so viel wie möglich, auf den verschiedensten Strecken, fahr sie sanft warm und dann versuche deinen persönlichen Fahrstil mit dem was das Motorrad dir bietet in Einklang zu bringen. Ab einem gewissen Zeitpunkt wirst du automatisch immer schneller werden und wenn du eine gewisse Sensibilität für die Karre entwickelt hast wirst du schon mitbekommen wenn sie dir mitteilt das es ihr jetzt zuviel wird. Sehr entspanntes und hurtiges mitmischen im Landstraßenverkehr ist aber auf jeden Fall drin.

Bis denn
Bernd

Re: Fahrweise

Verfasst: Dienstag 24. Juni 2014, 21:07
von Klaus Thoms
Uli hat geschrieben:Na, die beiden Diagramme sind ja fast deckungsgleich.
Dafür, dass die Sporty mehr als 30 Jahre jünger ist und noch ein Schnapsglas mehr Hubraum hat...

Und leichter ist die MK3 auch nicht.
Ich darf hier ja nichts mehr schreiben , Mutti mobbt mich massiv ...... :angry: :box: :intrigant:


Das ist zwar die Kurve einer 2007er Spochti ( die erste mit Einspritzanlage von Delphi) , aber der Motor selbst läuft so seit 1986 , wohl mit Keihin Vergaser , also so jung ist der EVO ja nun nicht gegenüber einer Norton . :wink:

Re: Fahrweise

Verfasst: Dienstag 24. Juni 2014, 21:59
von Martin
Ach komm Klaus.
Du verstehst mich aber bewusst böse.
Ich schick Dir mal ne PN... :halloatall:

PS: Ich finde die 72 weiterhin wunderschön und stand schon wankend im HD Geschäft, weil sooo teuer ist die gar nicht :pfeiffen:

Re: Fahrweise

Verfasst: Dienstag 24. Juni 2014, 22:36
von Klaus Thoms
Martin hat geschrieben:Ach komm Klaus.
Du verstehst mich aber bewusst böse.
Ich schick Dir mal ne PN... :halloatall:

PS: Ich finde die 72 weiterhin wunderschön und stand schon wankend im HD Geschäft, weil sooo teuer ist die gar nicht :pfeiffen:

Blos nicht , jedenfalls nicht zu dem Thema ....
Lass mich doch mal rumblödeln
Ich kenn dich doch :tach:

Re: Fahrweise

Verfasst: Dienstag 24. Juni 2014, 23:24
von Martin
:knuddel:

Re: Fahrweise

Verfasst: Mittwoch 25. Juni 2014, 02:37
von Norton
99 hat geschrieben:Hallo Istvan
István hat geschrieben:Hallo !

Wie fahren Ihr auf eine langere Strecken mit der alte Eisen ?
In den ersten Jahren mit der 99 bin ich eher verhalten gefahren - hatte ja auch all die fürchterlichen Geschichten über alte englische Kräder gehört. Inzwischen denke ich das man sich schon ordentlich anstrengen muss um bei einer 88 oder 99 den Motor hinzurichten. Klar, wenn man es will schafft man es, aber die Dinger sind klar robust! Inzwischen halte ich mich an die schöne alte Regel von Carl Hertweck: "Scharf gefahrene Motoren halten am längsten!"
Selbst auf der Autobahn (wenn es denn mal sein muss) habe ich eigentlich nie Angst das mir der Motor um die Ohren fliegt - mehr das sich das Restmotorrad nach und nach zerlegt... Obwohl, passiert ist mir das auch noch nie. Und in den letzten Jahren mussten ab und zu auch mal längere Autobahn Etappen bei Temperaturen klar über 30°C sein. Allerdings ist das wirklich spaßlos!
Auf der Landstraße bewege ich die 99 zwischen 50 - 80 m, manchmal auch schneller. Das ist von der Straße, dem Verkehr und den Vibrationen anhängig, bei 50m und 80m vibriert sie kaum, bei 60m ordentlich und bei 70m spürbar, aber alles im grünen Bereich.
Inbesondere im Gebirge, aber auch beim Überholen, sieht die 99 regelmäßig im 2. oder 3. Gang Vollgas, der 3. geht dabei in der Tat an 80m ran. Allerdings bin ich nicht sicher wie genau mein Smiths ist und in diesen Situatonen schaue ich i. a. auch nicht soo genau auf den Tacho.
Überhaupt ist im echten Gebirge der 3. Gang dein bester Freund, bergauf geht damit fast alles und bergab bremst der auch ganz hübsch, da braucht man allerdings doch ab und an auch den 2. Auf echten Gebirgsstrecken kannst du auch heute noch mit einer Federbett Norton so einiges stehen lassen - so einiges! Selbst mit den schwachbrüstigen 27-31PS von 88 und 99.
Das ist ja eine der tollen Sachen an den Domis, insbesondere den Widelines, im Stand scheinen sie immer zu sagen:" Ich bin ein kleines, altes, hübsches Motorrad mit dem man bei schönem Wetter ein bischen gemütlich sich die Gegend anschauen kann"
Hast du dich an das Krad gewöhnt und bist auf einer passenden Landstraße unterwegs, vor dir womöglich noch ein Opfe....., äh anderes Motorrad, dann hast du eher das Gefühl die 99 sagt so Dinge wie: "FLEISCH -GIB MIR JETZT ROHES BLUTIGES FLEISCH!!!!!!!"
Uups - sagte ich schon mal das ich die kleinen Domis für ziemlich tolle Motorräder halte? Vermutlich.
Zurück zu deiner Frage, fahr deine 500er so viel wie möglich, auf den verschiedensten Strecken, fahr sie sanft warm und dann versuche deinen persönlichen Fahrstil mit dem was das Motorrad dir bietet in Einklang zu bringen. Ab einem gewissen Zeitpunkt wirst du automatisch immer schneller werden und wenn du eine gewisse Sensibilität für die Karre entwickelt hast wirst du schon mitbekommen wenn sie dir mitteilt das es ihr jetzt zuviel wird. Sehr entspanntes und hurtiges mitmischen im Landstraßenverkehr ist aber auf jeden Fall drin.

Bis denn
Bernd
Hallo Bernd.
Sag mal, was für eine 99 ist Deine eigentlich?
Eine richtige 99SS Slimline, oder noch eine ältere?
Ein/Zweivergaser?
Nocke, Stößel, Verdichtungsverhältnis?
Primär/Endübersetzung?

Meiner ist ein 59er Wideline-Domi99 mit Zweivergaser und etwas auf die Sprünge geholfenem Motor.
Schneller als 140 bin ich damit noch nicht gefahren, mehr wollte ich dem alten Motor einfach nicht abverlangen. Klingt aber noch nicht gequält und besonders rau läuft er dann auch noch nicht. 120 sind gutes Tempo mit wenig Vibration, bis 110 vibriert er überhaupt nicht.
Primärübersetzung 20/42, Sekundärübersetzung 19/42. Zeitweise hatte ich jetzt mal eine Primärübersetzung 21/42 drin, war aber schon zu lang. Motorrad machte einen gequälten Eindruck, hat einfach keinen rechten Spaß mehr gemacht.

Meine Atlas habe ich eigentlich nie recht geschont, immer zackig gefahren. Auf der Landstrasse kann man das Motorrad (wenn man es kann!) ausquetschen, davon wird das nicht kaputt.
Richtig in den Alpen war ich bis jetzt mit meinen Nortons noch nicht und ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, daß die Dinger da richtig gut sind. Die Vierganggetriebe mit den großen Gangsprüngen, Trommelbremsen..... dafür hatte ich bis jetzt immer alte Boxer und Ducati Monster.

Gruß. Martin.

Re: Fahrweise

Verfasst: Mittwoch 25. Juni 2014, 02:40
von Norton
99 hat geschrieben:Hallo Istvan
István hat geschrieben:Hallo !

Wie fahren Ihr auf eine langere Strecken mit der alte Eisen ?
In den ersten Jahren mit der 99 bin ich eher verhalten gefahren - hatte ja auch all die fürchterlichen Geschichten über alte englische Kräder gehört. Inzwischen denke ich das man sich schon ordentlich anstrengen muss um bei einer 88 oder 99 den Motor hinzurichten. Klar, wenn man es will schafft man es, aber die Dinger sind klar robust! Inzwischen halte ich mich an die schöne alte Regel von Carl Hertweck: "Scharf gefahrene Motoren halten am längsten!"
Selbst auf der Autobahn (wenn es denn mal sein muss) habe ich eigentlich nie Angst das mir der Motor um die Ohren fliegt - mehr das sich das Restmotorrad nach und nach zerlegt... Obwohl, passiert ist mir das auch noch nie. Und in den letzten Jahren mussten ab und zu auch mal längere Autobahn Etappen bei Temperaturen klar über 30°C sein. Allerdings ist das wirklich spaßlos!
Auf der Landstraße bewege ich die 99 zwischen 50 - 80 m, manchmal auch schneller. Das ist von der Straße, dem Verkehr und den Vibrationen anhängig, bei 50m und 80m vibriert sie kaum, bei 60m ordentlich und bei 70m spürbar, aber alles im grünen Bereich.
Inbesondere im Gebirge, aber auch beim Überholen, sieht die 99 regelmäßig im 2. oder 3. Gang Vollgas, der 3. geht dabei in der Tat an 80m ran. Allerdings bin ich nicht sicher wie genau mein Smiths ist und in diesen Situatonen schaue ich i. a. auch nicht soo genau auf den Tacho.
Überhaupt ist im echten Gebirge der 3. Gang dein bester Freund, bergauf geht damit fast alles und bergab bremst der auch ganz hübsch, da braucht man allerdings doch ab und an auch den 2. Auf echten Gebirgsstrecken kannst du auch heute noch mit einer Federbett Norton so einiges stehen lassen - so einiges! Selbst mit den schwachbrüstigen 27-31PS von 88 und 99.
Das ist ja eine der tollen Sachen an den Domis, insbesondere den Widelines, im Stand scheinen sie immer zu sagen:" Ich bin ein kleines, altes, hübsches Motorrad mit dem man bei schönem Wetter ein bischen gemütlich sich die Gegend anschauen kann"
Hast du dich an das Krad gewöhnt und bist auf einer passenden Landstraße unterwegs, vor dir womöglich noch ein Opfe....., äh anderes Motorrad, dann hast du eher das Gefühl die 99 sagt so Dinge wie: "FLEISCH -GIB MIR JETZT ROHES BLUTIGES FLEISCH!!!!!!!"
Uups - sagte ich schon mal das ich die kleinen Domis für ziemlich tolle Motorräder halte? Vermutlich.
Zurück zu deiner Frage, fahr deine 500er so viel wie möglich, auf den verschiedensten Strecken, fahr sie sanft warm und dann versuche deinen persönlichen Fahrstil mit dem was das Motorrad dir bietet in Einklang zu bringen. Ab einem gewissen Zeitpunkt wirst du automatisch immer schneller werden und wenn du eine gewisse Sensibilität für die Karre entwickelt hast wirst du schon mitbekommen wenn sie dir mitteilt das es ihr jetzt zuviel wird. Sehr entspanntes und hurtiges mitmischen im Landstraßenverkehr ist aber auf jeden Fall drin.

Bis denn
Bernd
Hallo Bernd.
Sag mal, was für eine 99 ist Deine eigentlich?
Eine richtige 99SS Slimline, oder noch eine ältere?
Ein/Zweivergaser?
Nocke, Stößel, Verdichtungsverhältnis?
Primär/Endübersetzung?

Meiner ist ein 59er Wideline-Domi99 mit Zweivergaser und etwas auf die Sprünge geholfenem Motor.
Schneller als 140 bin ich damit noch nicht gefahren, mehr wollte ich dem alten Motor einfach nicht abverlangen. Klingt aber noch nicht gequält und besonders rau läuft er dann auch noch nicht. 120 sind gutes Tempo mit wenig Vibration, bis 110 vibriert er überhaupt nicht.
Primärübersetzung 20/42, Sekundärübersetzung 19/42. Zeitweise hatte ich jetzt mal eine Primärübersetzung 21/42 drin, war aber schon zu lang. Motorrad machte einen gequälten Eindruck, hat einfach keinen rechten Spaß mehr gemacht.

Meine Atlas habe ich eigentlich nie recht geschont, immer zackig gefahren. Auf der Landstrasse kann man das Motorrad (wenn man es kann!) ausquetschen, davon wird das nicht kaputt.
Richtig in den Alpen war ich bis jetzt mit meinen Nortons noch nicht und ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, daß die Dinger da richtig gut sind. Die Vierganggetriebe mit den großen Gangsprüngen, Trommelbremsen..... dafür hatte ich bis jetzt immer alte Boxer und Ducati Monster und die sind und waren da immer richtig gut. Schließlich ist es sowohl von München, als auch von Bologna nicht so weit in die Berge. Und wenn man mit den Dingern (richtig eingestellt und bereift) in den Alpen unterwegs ist, dann weiß man auch, wo die Versuchsfahrer früher unterwegs waren.

@Klaus Thoms
Das mit dem Harley Sporty ist aber nicht Dein Ernst, oder?
In all den vielen Tausend Kilometern, die ich die letzten Jahrzente in den Alpen abgespult habe, war keine Harley zu sehen, die da eine halbwegs passable Figur gemacht hätte. Nicht mal die Buells sind da mit ihrem komischen Kompromißfahrwerk (herumgewerkelt um diesen unförmigen Motor, viel zu hoch) ernst zu nehmende Motorräder. Mit diesen Eimern kann man im Flachland herumgurken, aber ernsthaft Motorradfahren im Gebirge?
Die Meßlatte setzen einfach andre!

Gruß. Martin.

Re: Fahrweise

Verfasst: Mittwoch 25. Juni 2014, 07:18
von Uli
Klaus Thoms hat geschrieben:
Uli hat geschrieben:Na, die beiden Diagramme sind ja fast deckungsgleich.
Dafür, dass die Sporty mehr als 30 Jahre jünger ist und noch ein Schnapsglas mehr Hubraum hat...

Und leichter ist die MK3 auch nicht.
Ich darf hier ja nichts mehr schreiben , Mutti mobbt mich massiv ...... :angry: :box: :intrigant:


Das ist zwar die Kurve einer 2007er Spochti ( die erste mit Einspritzanlage von Delphi) , aber der Motor selbst läuft so seit 1986 , wohl mit Keihin Vergaser , also so jung ist der EVO ja nun nicht gegenüber einer Norton . :wink:
Schon, ja.
Ich persönlich komme ja eher ins grübeln, wenn ich eine frühe Eisenkopf-Sportster sehe. Ein Kumpel hat kürzlich eine ´68er ans Tageslicht gezerrt; in den 80ern grausig "getschobbert". Aber das Krädle ist irgendwie so schön schlank und dabei doch archaisch massiv...
Gut, dass mir der Platz in der Garage schon lange ausgegangen ist.

Re: Fahrweise

Verfasst: Mittwoch 25. Juni 2014, 10:27
von Towner
Norton hat geschrieben:Schneller als 140 bin ich damit noch nicht gefahren, mehr wollte ich dem alten Motor einfach nicht abverlangen.
Du fährst ja auch den falschen Sprit. Rohes Fleisch muss Du da reinschmeissen ...

Re: Fahrweise

Verfasst: Mittwoch 25. Juni 2014, 12:50
von Uli
Klaus Thoms hat geschrieben: also so jung ist der EVO ja nun nicht gegenüber einer Norton .
Nun, falls ich mich recht entsinne, wurde der EVO entwickelt und eingeführt, da war die Commando schon lange Geschichte.
Es wäre ja eine Oberschande, wenn da nichts Besseres oder wenigstens Ebenbürtiges herauskäme.
Siehe auch KöWe-Ducati.
Da muss man also schon etwas historisch differenzieren und nicht einfach 1:1 vergleichen.
Und der Norton-Twin war eigentlich schon 20 Jahre altes Eisen, als er in der ersten Commando verbaut wurde, nur hatten die Lords zu dem Zeitpunkt nichts besseres. So gesehen haben sie doch noch was schönes daraus gemacht.

Angenehmes Bollern! :halloatall:

Re: Fahrweise

Verfasst: Mittwoch 25. Juni 2014, 14:54
von Chris Zet
Hi an die Gemeinde,

also mein Senf dazu:
Ich fahre öfters im Sommer auf so 3-6 Tagestrips in die Kvarner Bucht nach Kroatien.
Fahr erstmals Graz – Rijeka [ca. 350km] auf der Autobahn. Will einfach schnell ans Meer!

Fahr die Inseln ab, fahr auf dem Festland die alte Magistrale Richtung Split/Dubrovnik….. Bergstraßen und schnelle Landstraßen……
Tagesstrecke bei diesen mehrtägigen Touren so um die 500km
Retour über Slowenien, Italien oder über die Alpen von Südtirol.

Geschont wird mein Moped bei diesen Trips absolut nicht.

Da sind alle erdenklichen Belastungen fürs Motorrad dabei………mich als nicht gerade zartes Bürschchen, vollbepackt, ordentlich heiss vom Klima her, Dauerlast, schnelle Lastwechsel, etc...

Meine 1972er 750er Commando hat 10.5:1 Verdichtung, Mikuni RS34mm Vergaser, große 1.6“ Einlaßventile, 2s-Nocken, offene Ansaugtrichter, RGM Primärbelt + 22 Zähne am Abtriebsritzel [also richtig lang übersetzt], kein Ölkühler und fahre 20W50 mineralisches Motoröll……..

Hatte bis auf Labalien [Ansauggummi gerissen, Auslaßventildeckel undicht, Kupplungszug gerissen] noch nie ernstzunehmende Schwierigkeiten.

Es gibt 2 Regeln an die ich mich seit Jahren halte und die bei meinem einzigen Motorrad und Alltagsmoped gut funktionieren:

- Nicht zu lang über 5000rpm…….mit ständigen 4500 – 5000rpm fahr ich problemlos auf der Autobahn um Strecke zu machen
- Immer ausreichendes und gutes Motor- und Getriebeöl


Gute Wartung und, da kann ich den anderen nur beipflichten, ein Ohr am Motor läßt die alten Eisen aus England schon ordentlich und zuverlässig laufen!

LG, Chris

Re: Fahrweise

Verfasst: Freitag 27. Juni 2014, 19:46
von 99
Hallo Bernd.
Sag mal, was für eine 99 ist Deine eigentlich?
Eine richtige 99SS Slimline, oder noch eine ältere?
Ein/Zweivergaser?
Nocke, Stößel, Verdichtungsverhältnis?
Primär/Endübersetzung?

Meiner ist ein 59er Wideline-Domi99 mit Zweivergaser und etwas auf die Sprünge geholfenem Motor.
Hallo Martin,

meine 99 ist auch eine 59'iger Wideline, aber mit nur einem Monobloc.
Auch die Motorinnereien sind (wohl) Standart 99. Als der Motor damals wieder aufgebaut wurde, haben wir an den meisten Dingen nichts geändert, wenn was nicht mehr 100%ig war wurde es ausgetauscht und durch ein gleiches Neuteil ersetzt. Ich weiß natürlich nicht was einer der Vorbesitzer da womöglich mal reingebaut hat, ich hatte damals noch keine Ahnung, hätte etwas außergewöhnliches also eh nicht bemerkt und Dieter Cordes hat nix dementsprechendes verlauten lassen. Also Verdichtung, Nocke, Ventiltrieb wohl alles 99 Norm.
Was am Motor gemacht wurde hatte mehr mir "Innenkühlung" und Schmierung zu tun: Die Pleule wurden poliert und haben am Fuß Spritzlöcher bekommen zu besseren Kolbenkühlung. Die Ölpumpe ist die normale Domi Pumpe, wird aber angetrieben von der "schnelleren" Antriebsschnecke, fördert also mehr. Um das Öl auch wieder aus dem Kopf zu bekommen wurden die Rückwege des Öls einen Hauch erweitert.
Das funktioniert soweit alles recht gut, ein großes Rumgeöle am Kopf und kein Qualmen aus dem Auspuff. Nur die doofen Ventildeckel siffen immer etwas, aber das haben sie auch schon vor den Veränderungen am Ölkreislauf gemacht.
Kein Ölfilter, kein Luffilter - ja, ja, ich weiß..... Hält trotzdem. Aber halt häufiges Ölwechseln.
Schneller als 140 bin ich damit noch nicht gefahren, mehr wollte ich dem alten Motor einfach nicht abverlangen. Klingt aber noch nicht gequält und besonders rau läuft er dann auch noch nicht. 120 sind gutes Tempo mit wenig Vibration, bis 110 vibriert er überhaupt nicht.
Primärübersetzung 20/42, Sekundärübersetzung 19/42. Zeitweise hatte ich jetzt mal eine Primärübersetzung 21/42 drin, war aber schon zu lang. Motorrad machte einen gequälten Eindruck, hat einfach keinen rechten Spaß mehr gemacht.

Stimmt, bei 90m bekomme auch ich immer Mitleid und gehe wieder runter vom Gas. Primärübersetzung weiß ich gar nicht ganz genau, da ein Beltdrive verbaut ist. Auf jeden Fall ist sie jetzt primärseitig ein winziges bischen länger übersetzt als mit dem 20iger Rizel welches vorher auf der Kurbelwelle war. Fährt sich klar besser als vorher. Sekundärübersetzung ist die gleiche wie bei dir. Aufgrund von Schusseligkeit und zuviel quatschen beim schreiben bin ich mal ein paar Wochen am Getriebeausgang mit einem 20iger anstatt einem 19 Ritzel herumgefahren. Das war nicht so toll, ergab irgendwie eine unausgewogene Leistungsentfaltung.
Ansonsten gab es noch eine Umrüstung auch 12V und eine Boyer Zündung - das wars.
Meine Atlas habe ich eigentlich nie recht geschont, immer zackig gefahren. Auf der Landstrasse kann man das Motorrad (wenn man es kann!) ausquetschen, davon wird das nicht kaputt.
So sehe ich das auch.
Richtig in den Alpen war ich bis jetzt mit meinen Nortons noch nicht und ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, daß die Dinger da richtig gut sind. Die Vierganggetriebe mit den großen Gangsprüngen, Trommelbremsen..... dafür hatte ich bis jetzt immer alte Boxer und Ducati Monster.
Ich hatte auch mächtig Repekt als ich das erstemal mit der Domi ins Gebirge fuhr, gerade auch wegen der Bremsen. Aber es war alles völlig unkompliziert. Erst dort habe ich erfahren welche Bertriebstemperaturen meine Ferodo Rennbeläge offensichtlich bevorzugen. Es war erstaunlich wie gut die Domi bei 30° in den Bergabkehren bremsen konnte! Danach wusste ich das ich die Dinger hier im Norddeutschen Flachland offensichtlich nie richtig auf Temperatur bekomme.
Die Abstufungen im Getriebe fand ich für den 99 Motor völlig ok, meist nutzt du sowieso nur den 3. Gang. Was aber das wirklich tolle an der Domi im Gebirge ist aber das geringe Gewicht. Die 99 wiegt im Vergleich zu meiner alten XS 650 ca. 50kg weniger und merkt man dann aber richtig! Ich denke mal das du da mit einer Dominator auch besser aufgestellt wäres als mit einer BMW oder DUC? Definitv etwas was man mal ausprobieren kann.
Wenn ich mit der XS Pässe hochgedampft bin, so war das ehrliche, harte Arbei! Hat durchaus Spaß gemacht, mit der Domi ist das eher wie fliegen. Irgendwie gleitend, schwerelos und ohne Ecken und Kanten.
Äh....ich sagte schon mal das ich das Motorrad ziemlich mag - nicht wahr?
Gruß. Martin.
Bis denn.
Bernd

Re: Fahrweise

Verfasst: Freitag 27. Juni 2014, 19:54
von Tim
99 hat geschrieben: Nur die doofen Ventildeckel siffen immer etwas, aber das haben sie auch schon vor den Veränderungen am Ölkreislauf gemacht.
Der Kopf ist schlecht entlüftet, eine Gegenmaßnahme wäre eine dicke externe Rückleitung ins Timing-Cover, am besten mit Rückschlagventil, noch besser wäre eine eigene Absaugstufe. Wirkt Wunder.

Wäre latürnich bei einer ansonsten okinaalen Dommie schon ein herber Eingriff.....


Tim

Re: Fahrweise

Verfasst: Freitag 27. Juni 2014, 20:02
von 99
Hallo Bernd.
Sag mal, was für eine 99 ist Deine eigentlich?
Eine richtige 99SS Slimline, oder noch eine ältere?
Ein/Zweivergaser?
Nocke, Stößel, Verdichtungsverhältnis?
Primär/Endübersetzung?

Meiner ist ein 59er Wideline-Domi99 mit Zweivergaser und etwas auf die Sprünge geholfenem Motor.
Hallo Martin,

meine 99 ist auch eine 59'iger Wideline, aber mit nur einem Monobloc.
Auch die Motorinnereien sind (wohl) Standart 99. Als der Motor damals wieder aufgebaut wurde, haben wir an den meisten Dingen nichts geändert, wenn was nicht mehr 100%ig war wurde es ausgetauscht und durch ein gleiches Neuteil ersetzt. Ich weiß natürlich nicht was einer der Vorbesitzer da womöglich mal reingebaut hat, ich hatte damals noch keine Ahnung, hätte etwas außergewöhnliches also eh nicht bemerkt und Dieter Cordes hat nix dementsprechendes verlauten lassen. Also Verdichtung, Nocke, Ventiltrieb wohl alles 99 Norm.
Was am Motor gemacht wurde hatte mehr mit "Innenkühlung" und Schmierung zu tun: Die Pleule wurden poliert und haben jetzt am Fuß Spritzlöcher zur besseren Kolbenkühlung. Die Ölpumpe ist die normale Domi Pumpe, wird aber angetrieben von der "schnelleren" Antriebsschnecke, fördert also mehr. Um das Öl auch wieder aus dem Kopf zu bekommen wurden die Rückwege des Öls einen Hauch erweitert.
Das funktioniert soweit alles recht gut, kein Rumgeöle am Kopf und kein Qualmen aus dem Auspuff. Nur die doofen Ventildeckel siffen immer etwas, aber das haben sie auch schon vor den Veränderungen am Ölkreislauf gemacht.
Kein Ölfilter, kein Luffilter - ja, ja, ich weiß..... Hält trotzdem. Aber halt häufiges Ölwechseln.
Schneller als 140 bin ich damit noch nicht gefahren, mehr wollte ich dem alten Motor einfach nicht abverlangen. Klingt aber noch nicht gequält und besonders rau läuft er dann auch noch nicht. 120 sind gutes Tempo mit wenig Vibration, bis 110 vibriert er überhaupt nicht.
Primärübersetzung 20/42, Sekundärübersetzung 19/42. Zeitweise hatte ich jetzt mal eine Primärübersetzung 21/42 drin, war aber schon zu lang. Motorrad machte einen gequälten Eindruck, hat einfach keinen rechten Spaß mehr gemacht.
Stimmt, bei 90m bekomme auch ich immer Mitleid und gehe wieder runter vom Gas. Primärübersetzung weiß ich gar nicht ganz genau, da ein Beltdrive verbaut ist. Auf jeden Fall ist sie jetzt primärseitig ein winziges bischen länger übersetzt als mit dem 20iger Rizel welches vorher auf der Kurbelwelle war. Fährt sich klar besser als vorher. Sekundärübersetzung ist die gleiche wie bei dir. Aufgrund von Schusseligkeit und zuviel quatschen beim schrauben bin ich mal ein paar Wochen am Getriebeausgang mit einem 20iger anstatt einem 19 Ritzel herumgefahren. Das war nicht so toll, ergab irgendwie eine unausgewogene Leistungsentfaltung.
Ansonsten gab es noch eine Umrüstung auch 12V und eine Boyer Zündung - das wars.
Meine Atlas habe ich eigentlich nie recht geschont, immer zackig gefahren. Auf der Landstrasse kann man das Motorrad (wenn man es kann!) ausquetschen, davon wird das nicht kaputt.
So sehe ich das auch.
Richtig in den Alpen war ich bis jetzt mit meinen Nortons noch nicht und ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, daß die Dinger da richtig gut sind. Die Vierganggetriebe mit den großen Gangsprüngen, Trommelbremsen..... dafür hatte ich bis jetzt immer alte Boxer und Ducati Monster.
Ich hatte auch mächtig Repekt als ich das erstemal mit der Domi ins Gebirge fuhr, gerade auch wegen der Bremsen. Aber es war alles völlig unkompliziert. Erst dort habe ich erfahren welche Bertriebstemperaturen meine Ferodo Rennbeläge offensichtlich bevorzugen. Es war erstaunlich wie gut die Domi bei 30°C in den Bergabkehren bremsen konnte! Danach wusste ich das ich die Dinger hier im Norddeutschen Flachland offensichtlich nie richtig auf Temperatur bekomme.
Die Abstufungen im Getriebe fand ich für den 99 Motor völlig ok, meist nutzt du sowieso nur den 3. Gang. Aber das wirklich tolle an der Domi im Gebirge ist das geringe Gewicht. Die 99 wiegt im Vergleich zu meiner alten XS 650 ca. 50kg weniger und das merkt man dann aber richtig! Ich denke mal das du da mit einer Dominator auch besser aufgestellt wärst als mit einer BMW oder DUC? Definitv etwas was man mal ausprobieren kann.
Wenn ich mit der XS Pässe hochgedampft bin, so war das ehrliche, harte Arbeit! Hat durchaus Spaß gemacht. Mit der Domi ist das wie fliegen. Irgendwie gleitend, schwerelos und ohne Ecken und Kanten.
Äh....ich sagte schon mal das ich das Motorrad ziemlich mag - nicht wahr?
Gruß. Martin.
Bis denn.
Bernd

Re: Fahrweise

Verfasst: Freitag 27. Juni 2014, 20:06
von 99
Atlas750 hat geschrieben:
99 hat geschrieben: Nur die doofen Ventildeckel siffen immer etwas, aber das haben sie auch schon vor den Veränderungen am Ölkreislauf gemacht.
Der Kopf ist schlecht entlüftet, eine Gegenmaßnahme wäre eine dicke externe Rückleitung ins Timing-Cover, am besten mit Rückschlagventil, noch besser wäre eine eigene Absaugstufe. Wirkt Wunder.

Wäre latürnich bei einer ansonsten okinaalen Dommie schon ein herber Eingriff.....


Tim
Moin Tim,

du bist aber fix mit antworten und ich bin ziemlich doof mit 2x posten......
Na ja, ist Ende der Woche...

Jau, ein herber Eingriff wäre das in der Tat. Irgendwie habe ich mich auch im Laufe der Jahre an das Gesiffe gewöhnt, ist nicht schön, aber auch nicht dramatisch.

Bis denn
Bernd