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Re: Erste Probefahrt mit neuer Bremspumpe

Verfasst: Sonntag 28. April 2013, 22:12
von Rüdi
Öko hat geschrieben:Zum Thema Bremse kann ich ggf. auch was beitragen.
Habe an meiner Nipponbüchse...wie sie einige schon life gesehen habe von je ein klemmenden Zweikolbenfestsätteln von und hinten auf Stahlflex und je einer Sechskolbenfestsattelzange aus dem Heizerbereich vor sieben Jahren umgerüstet..mit sammt angefassen Fahrwerk und Bereifung....an .
Wer ausser Valentino Rossi braucht am Mopped solche Bremsen, zumindest wenn das Gewicht dem eines Moppeds und nicht eines halben Autos entspricht?

Re: Erste Probefahrt mit neuer Bremspumpe

Verfasst: Montag 29. April 2013, 07:51
von Klaus Thoms
Jo , die Haftung der Reifen ist einfach die Grenze , und wenn das erreicht ist ist doch wohl genug , oder ?
Ok , die Standfestigkeit ist auch noch wichtig , aber doch nur wenn man auch so fährt .
Ausserdem sind mir zu "gute" Bremsen ohne ABS suspekt , Panikbremsung und gleich auf die Fr.... fliegen ist da doch eins , oder ? :roll:

Re: Erste Probefahrt mit neuer Bremspumpe

Verfasst: Dienstag 30. April 2013, 09:00
von Towner
Atlas750 hat geschrieben:
Towner hat geschrieben:Ich habe jetzt wieder den Stempel bekommen.
Seufz. Darum geht's doch gar nicht. Meine Grimeca war auch nicht eingetragen, hat auch nie einer gemerkt. Im Falle des Falles haben die Kiste dann aber auch mit Plakette eben keine Betriebserlaubnis. Ob's später einer merkt, ist dann eine ganz andere Frage, das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich werde die Grimeca jedenfalls so, wie sie drin war, nicht wieder einbauen.

Joes Umbau würde ich mit dem Prüfer besprechen, das sollte mit einer kurzen Probefahrt und Prüfstandsstippvisite anstandslos einzutragen sein, und dann wüsste ich keinen Grund mehr, wieso man es nicht machen soll.


Tim
Es ist doch normal, dass solche Teile wie Hauptbremszylinder an Fahrzeugen mit Teilen ausgetauscht werden, die nicht mehr original Erstausstattung sind. Sonst würde es doch im KFZ-Bereich Riesenprobleme mit den ganzen Zubehörteilen geben, die üblicherweise eingebaut werden. Diese Teile haben natürlich eine Zulassung für das Fahrzeug, aber es muss dafür weder ein Gutachten vorgelegt werden, noch muss da irgendwas eingetragen werden. Wenn eine derartige Modifikation also sach- und fachgerecht gemacht ist, wird es wohl nie ein Problem geben, weil Prüfer und Polizisten einfach davon ausgehen, dass diese Teile zulässig sind. Probleme kann es, wie gesagt, eher noch mit den Endtöpfen geben, die aufgrund ihrer Lautstärke noch eher einem Beamten als unsachgemäß erscheinen können. Und die Zulässigkeit dieser Töpfe ist auch nirgendwo dokumentiert, weil die auch keine Nummer haben. Das können wir jetzt mit allen möglichen Teilen weiterspinnen, die bei einer Restauration erneuert werden (z.B. Felgen, Lenker, etc.).

Ralf

Re: Erste Probefahrt mit neuer Bremspumpe

Verfasst: Sonntag 5. Mai 2013, 19:19
von Klaus Monning
Atlas750 hat geschrieben:
Martin hat geschrieben:Das mit dem erlöschen der BE.... geschenkt. Das ist in nicht wenigen Kisten aus unterschiedlichen Gründen so...
Aber mal inhaltlich: Wird die Buchse einfach nur eingepresst, ohne Verdrehsicherung?
Einkleben hat z.B. Klaus M. gemacht, der hat ja damals nachgeschaut, ob Loctite mit Bremsflüssigkeit taugt.


Tim
Stimmt Tim,
habe ich gemacht. Ich ließ mir den ganzen Kit von RGM schicken und war nicht so richtig überzeugt. Zum Schluss blieb von dem Kit noch der Kolben mit den Dichtungen übrig.
Ursprünglich hat die Buchse ein Gewinde (M18x1, etwa 8 Gewindegänge). Die soll man dann auch, nachdem man das Gehäuse auf die Länge des Gewindes aufgebohrt hat, einsetzen. Eine Positionierung der Bohrungen ist zwar in Längsrichtung möglich aber radial geanu fluchtend nicht. Dafür hat man dann Nuten vorgesehen, die dann eine Verbindung zwischen den im Gehäuse befindlichen Bohrungen und den in der einzusetzenden Buchse befindlichen Bohrungen herstellen.
Die Buchse ist kürzer als die Bohrung im Gehäuse tief ist. Zum Ausgleich hat man unten einen Gummiring einzulegen um das ganze zur Gehäusewand hin abzudichten.
Kurz und Gut, mir hat das ganze nicht gefallen. Es ist je nach Stellung der Bohrungen garnicht auszuschließen, dass man Luft in den Nuten behält und dass ganze am Bremshebel doch sehr weich wird, was wir ja nicht unbedingt wollen. Außerdem, wie verschiedentlich angesprochen, will mir die gedrehte und nicht gehonte Buchse nicht gefallen. Der Entschluss stand fest: Ich musste wieder 'mal was eigenes machen.
Ich drehte mir die Buchse selbst, allerdings mit einer gestuften Bohrung (ich bin mir nicht mehr ganz sicher; war es 13 auf 6mm?)sodass sie über die ganze Länge in das Gehäuse passte und klebte sie mit LOCTETE ein. Klar, die vorgegebenen Einbauspiele wurden eingehalten und gehont wurde die Bohrung auch. Ich machte das mit handelsüblichen Honahlen, die man gar bei EBAY erstehen kann. Das hat den Nachteil, dass man die Bohrung nicht 100%-ig zylindrisch hin bekommt. Das nächste Mal mache ich die Buchse 2- teilig. Jedenfalls, obwohl die Bohrung für den Kolben nicht exakt zylindrisch ist, funktioniert das ganze sehr gut. Die Flüssigkeitsbohrungen bohrte ich, nachdem das LOCTEITE abgebunden hatte. Wobei es eine Kunst ist, eine 0,5mm Bohrung vom Gehäuse in die Buchse zu bohren (mit reichlich Drehzahl und gaaanz vorsichtig, aber es geht). Ich hab' zwar erst etwa 1000km damit gefahren, habe aber nach wie vor einen knallharten Druckpunkt und eine recht gute Bremsleistung.
Ich bin der Ansicht, dass, wenn etwas schief gehen sollte (beispielsweise Verdrehen der Buchse), sind die Auswirkungen schleichend und nicht plötzlich. Das sollte man merken und einfach stehen bleiben. Wenn's undicht wird, sieht man das auch rechtzeitig, sodass man Gegenmaßnahmen ergreifen kann (Beispielsweise Fahrt abbrechen).
Warum also der Umbau? Nun, ich wollte den Original- Look beibehalten. Mein Motorrad sieht dem Original eh' schon nicht mehr sehr ähnlich, also halte ich mich an solchen Dingen fest.
Noch was gibt es eigentlich Bremsbeläge, die was taugen (eventuell Ferodo, oder ähnl.)? Mir sind die Bremskräfte immer noch zu hoch.
Gruß
Klaus

Re: Erste Probefahrt mit neuer Bremspumpe

Verfasst: Donnerstag 9. Mai 2013, 08:08
von sumoler
Guten morgen zusammen,
ich hatte mich vor einigen Jahren auch schon mit der Vorderradbremse beschäftigt. Es wurde eine 13mm Bremboarmatur verwendet und das Gegenstück für die Schaltereinheit wurde in Handarbeit aus dem Vollen geschnitzt. Ein Adapter wurde für die originale Bremsscheibe gefertigt, mit Aufnahme für eine Brembo 4 Kolbenbremszange. Selbst wenn man die 4 Kolbenbremszange weg lässt, wird das nicht wesentlich preiswerter als die Bremse von Joe.
Ich denke es dient der Sicherheit und man macht ja nichts kaputt. Wenn wir dann später die Beine nicht mehr über die Sitzbank bekommen und stellen das gute Stück ins Wohnzimmer, können wir immer noch auf das Original zurückgreifen.
Einen schönen Vatertag
Werner
850 Commando Brembo.jpg

Re: Erste Probefahrt mit neuer Bremspumpe

Verfasst: Dienstag 14. Mai 2013, 08:46
von sumoler
Atlas750 hat geschrieben:
Martin hat geschrieben:Aber wie sieht es denn aus mit Dobblescheible?
Guxdu Vintagebrake.com.


Tim
Hallo Tim,
kannst Du die Tabelle mal kurz für die Commando erklären.
Gruß
Werner

Re: Erste Probefahrt mit neuer Bremspumpe

Verfasst: Dienstag 14. Mai 2013, 09:37
von Tim
sumoler hat geschrieben:kannst Du die Tabelle mal kurz für die Commando erklären.
Schau mal hier, da hab ich schon mal quick'n'dirty das grob überschlagen.

Im Prinzip sagt Michael von Vintagebrake, das man bei üblichen Hebelverhältnissen - also Rad- zu Bremsscheiben-Radius und mechanischer Übersetzung - zwischen 27:1 und 23:1 für die hydraulische Übersetzung liegen soll, der Bremszylinder soll also die 23-27fache Fläche der Handbremspumpe haben (das gilt für Festkolbensättel mit zwei gegenläufigen Zylindern, bei Einkolbensättel ist es die Hälfte, was aus der Mechanik resultiert, wo sie die Druckkräfte abstützen).


Tim

Re: Erste Probefahrt mit neuer Bremspumpe

Verfasst: Dienstag 14. Mai 2013, 13:31
von sumoler
Atlas750 hat geschrieben:
sumoler hat geschrieben:kannst Du die Tabelle mal kurz für die Commando erklären.
Schau mal hier, da hab ich schon mal quick'n'dirty das grob überschlagen.

Im Prinzip sagt Michael von Vintagebrake, das man bei üblichen Hebelverhältnissen - also Rad- zu Bremsscheiben-Radius und mechanischer Übersetzung - zwischen 27:1 und 23:1 für die hydraulische Übersetzung liegen soll, der Bremszylinder soll also die 23-27fache Fläche der Handbremspumpe haben (das gilt für Festkolbensättel mit zwei gegenläufigen Zylindern, bei Einkolbensättel ist es die Hälfte, was aus der Mechanik resultiert, wo sie die Druckkräfte abstützen).


Tim
Hallo Tim,
herzlichen Dank für Deine Ausführungen.
Grüß aus Düsseldorf

Re: Erste Probefahrt mit neuer Bremspumpe

Verfasst: Dienstag 14. Mai 2013, 20:06
von Öko
Rüdi hat geschrieben:
Öko hat geschrieben:Zum Thema Bremse kann ich ggf. auch was beitragen.
Habe an meiner Nipponbüchse...wie sie einige schon life gesehen habe von je ein klemmenden Zweikolbenfestsätteln von und hinten auf Stahlflex und je einer Sechskolbenfestsattelzange aus dem Heizerbereich vor sieben Jahren umgerüstet..mit sammt angefassen Fahrwerk und Bereifung....an .
Wer ausser Valentino Rossi braucht am Mopped solche Bremsen, zumindest wenn das Gewicht dem eines Moppeds und nicht eines halben Autos entspricht?
Wenn der Hersteller nicht so extrem auf die kostengünstige Fertigung geschaut hätte...wären die Kisten auch nicht mit so miesen zu schlecht dosierenden Bremsen mit sehr oft verklemmenden 42mm Kolben verbaut.
Meine Büchse ist komplett umgestrickt sammt optimierten Fahrwerk und bissigen 17" Pellen aus dem Sportlerbereich.

Das passt schon ganz genau so wie ich es verbaut habe..seit über 40Tkm,...und nebenbei auch an paar hundert anderen Truden...

Die alten Heizer aller Ninja, Gixer, Buser, Speed Tripple habend ie Zangen auch verbaut...sogar zwei am vorderen Rad....