Atlas750 hat geschrieben:Martin hat geschrieben:Das mit dem erlöschen der BE.... geschenkt. Das ist in nicht wenigen Kisten aus unterschiedlichen Gründen so...
Aber mal inhaltlich: Wird die Buchse einfach nur eingepresst, ohne Verdrehsicherung?
Einkleben hat z.B. Klaus M. gemacht, der hat ja damals nachgeschaut, ob Loctite mit Bremsflüssigkeit taugt.
Tim
Stimmt Tim,
habe ich gemacht. Ich ließ mir den ganzen Kit von RGM schicken und war nicht so richtig überzeugt. Zum Schluss blieb von dem Kit noch der Kolben mit den Dichtungen übrig.
Ursprünglich hat die Buchse ein Gewinde (M18x1, etwa 8 Gewindegänge). Die soll man dann auch, nachdem man das Gehäuse auf die Länge des Gewindes aufgebohrt hat, einsetzen. Eine Positionierung der Bohrungen ist zwar in Längsrichtung möglich aber radial geanu fluchtend nicht. Dafür hat man dann Nuten vorgesehen, die dann eine Verbindung zwischen den im Gehäuse befindlichen Bohrungen und den in der einzusetzenden Buchse befindlichen Bohrungen herstellen.
Die Buchse ist kürzer als die Bohrung im Gehäuse tief ist. Zum Ausgleich hat man unten einen Gummiring einzulegen um das ganze zur Gehäusewand hin abzudichten.
Kurz und Gut, mir hat das ganze nicht gefallen. Es ist je nach Stellung der Bohrungen garnicht auszuschließen, dass man Luft in den Nuten behält und dass ganze am Bremshebel doch sehr weich wird, was wir ja nicht unbedingt wollen. Außerdem, wie verschiedentlich angesprochen, will mir die gedrehte und nicht gehonte Buchse nicht gefallen. Der Entschluss stand fest: Ich musste wieder 'mal was eigenes machen.
Ich drehte mir die Buchse selbst, allerdings mit einer gestuften Bohrung (ich bin mir nicht mehr ganz sicher; war es 13 auf 6mm?)sodass sie über die ganze Länge in das Gehäuse passte und klebte sie mit LOCTETE ein. Klar, die vorgegebenen Einbauspiele wurden eingehalten und gehont wurde die Bohrung auch. Ich machte das mit handelsüblichen Honahlen, die man gar bei EBAY erstehen kann. Das hat den Nachteil, dass man die Bohrung nicht 100%-ig zylindrisch hin bekommt. Das nächste Mal mache ich die Buchse 2- teilig. Jedenfalls, obwohl die Bohrung für den Kolben nicht exakt zylindrisch ist, funktioniert das ganze sehr gut. Die Flüssigkeitsbohrungen bohrte ich, nachdem das LOCTEITE abgebunden hatte. Wobei es eine Kunst ist, eine 0,5mm Bohrung vom Gehäuse in die Buchse zu bohren (mit reichlich Drehzahl und gaaanz vorsichtig, aber es geht). Ich hab' zwar erst etwa 1000km damit gefahren, habe aber nach wie vor einen knallharten Druckpunkt und eine recht gute Bremsleistung.
Ich bin der Ansicht, dass, wenn etwas schief gehen sollte (beispielsweise Verdrehen der Buchse), sind die Auswirkungen schleichend und nicht plötzlich. Das sollte man merken und einfach stehen bleiben. Wenn's undicht wird, sieht man das auch rechtzeitig, sodass man Gegenmaßnahmen ergreifen kann (Beispielsweise Fahrt abbrechen).
Warum also der Umbau? Nun, ich wollte den Original- Look beibehalten. Mein Motorrad sieht dem Original eh' schon nicht mehr sehr ähnlich, also halte ich mich an solchen Dingen fest.
Noch was gibt es eigentlich Bremsbeläge, die was taugen (eventuell Ferodo, oder ähnl.)? Mir sind die Bremskräfte immer noch zu hoch.
Gruß
Klaus