commaender hat geschrieben:Die Haltung mancher Zeitgenossen das der dumme Käufer/Bieter selber Schuld ist finde ich persönlich befremdlich

Das würde ja moralisch bedeuten dass ich in einen Laden gehen darf und wenn der dumme Verkäufer nicht hinsieht stecke ich ein Iphone ein.Ich und meine Freunde können dann nachher vor dem Richter sagen der Verkäufer ist der Schuldige weil er zu dämlich war aufzupassen
Versteh mich bitte nicht falsch. Natürlich muss ein Verkäufer zumindest bei der Wahrheitsgemäßen Beschreibung bleiben. Schreibt er aber wenig, dann ist das seine sache. Ich kenn eigentlich auch eher das Gegenteil, wo manche Zeitgenossen unfassbar blumig beschreiben und immer wieder Schlüsselworte wie "Selten", "Rar", "Legendär", "Sammlerstück" einfließen lassen und dann noch ein gewieftes "Kenner wissen was das heißt" einfließen lassen.
Ich weiß nicht was schlimmer ist.
Die Nummer mit der Verantwortung des Käufers können wir nicht vernachlässigen. Sorry, das ist zu einfach. und ich spreche nicht von "Schuld" sondern von "Verantwortung". Nicht falsch verstehen: wenn der Verkäufer zusichert "Moped ist rot", am Ende steht aber ein Grünes da, dann ist es eindeutig. Wenn da aber keine Farbe steht, der Käufer hätte gerne eine in rot und bekommt ne Grüne, dann hat er einfach die Verantwortung dafür zu tragen, dass er nicht gefragt hat.
Der Vergleich mit dem I-Phone hinkt. Bei der Bundeswehr wurde übrigens auch bestraft wer was liegen ließ. "Aufforderung zum Kameradendiebstahl"
Ich selber würde auch meine ebay Auktionen ehrlich einstellen. Ich bin der Meinung, das auch immer getan zu haben. Trotzdem hab ich auch schon mal ne negative bekommen, die wahrscheinlich schon berechtigt war.
Der Gebrauchtmarkt ist von Beginn an heikel. Das haben wir alles schon gelernt als wir mit 18 anfingen alte Autos zu fahren und die Verbrauchtwagen-Straßeneckhändler abgeklappert haben. Wer einem Auto-(oderMoped)händler traut, der hat was grundlegendes nicht verstanden.