Re: Commando mit offenen Trichtern @ TÜV?
Verfasst: Dienstag 11. Oktober 2011, 21:38
Danke für den Tipp, habe soeben eine eMail an Joe S. von Norton Motors geschrieben.
Britische Motorräder und mehr ...
https://britbikeforum.de/
Der hat Datenblätter, und die Frage habe ich beantwortet. 47kW hatte keine 850er, das ist die Leistungsangabe der 750er Combat. Offensichtlich kann der Prüfer eine 850er nicht von einer 750er unterscheiden mit den ihm vorliegenden Daten.Rote Ratte hat geschrieben:Da war doch schon mal ne Diskussion wegen d.18er H-Rad.
J.S. der sonst immer hilft sieht sich aber in dem Fall nicht als Helfer weil die Commando nie mit 18er in Serie ging.
Nö, und? Dann muss man das eben klassisch eintragen lassen und dazu leider das machen, was der Prüfer will. Wenn der das Ding durchgerechnet sehen will, wird's aufwendig. Wenn ihm der Hinweis auf die Atlas reicht oder eine Briefkopie, hat man eben Glück. Oder man lässt das Gezuppel sein, nimmt zwei, drei Hektoeuronen in die Hand und rüstet das Ding um auf Okinaalmaße.Ergo gibts v. ihm keinen Persilschein.
Na schau an wie aktiv das Unterland ist!Atlas750 hat geschrieben:Die Datenblatt-Sammlung des TÜV-Süd hat ein schwer Oldie-affiner Prüfer der Prüfstelle Heilbronn angelegt, ein gewisser Herr Matthias Geerst.kicker hat geschrieben:Und der TÜV-Nord hat auch nichts und schlägt vor, daß ich den Hersteller oder den TÜV-Süd kontaktiere.
Und wo ist das Problem, dem einfach nachzukommen? Meine Atlas hat ihre Rahmennummer auch oben rechts am Steuerkopf einfach nochmal drin, was wohl schon in den Staaten geschehen ist (kam aus Kalifornien) - von wem, keine Ahnung. Ein Prüfer vom Oldie-Service des TÜV Rheinland meinte zu mir, dass ich die schlicht selbst einschlagen soll. Wenn der Rahmen keine Nummer hat und ich einfach nur die Nummer der Plakette selbst nochmal irgendwo reinschlage, ist es auch kein Urkundsdelikt. Das wäre es, wenn man eine bestehende Nummer ersetzt, was bei der Commando nicht der Fall ist.kicker hat geschrieben:Leider besteht der Prüfer darauf, dass die Anbringung der Rahmennummer beim TÜV erfolgen soll,
und zwar nach Absprache mit dem Straßenverkehrsamt...
Das ist übrigens nicht richtig, zumindest nicht bei Norton - vor der Commando (und auch noch in deren ersten beiden Jahren) waren die Nummern in den Rahmen eingeschlagen. Nur galt in den Staaten bis Ende der 60er der Motor als "identitätsgebend", und dementsprechend haben amerikanische Motorräder bis dahin keine Fahrgestellnummern auf dem Rahmen. Britische AFAIK immer, aber auf die wurden die Papiere nicht ausgestellt (was latürnich nicht auffällt, wenn die Nummern gleich sind). Die Übergangsfrist dabei ist wohl eher fließend gewesen, z.B. hat meine 1972er Harley eine Rahmennummer, meine 1973er und 1974er Commando beide nur die besagte Plakette.In einem anderen Thread steht, dass eine fehlende Rahmennummer für englische (und in die USA exportierte) Maschinen
nichts ungewöhnliches sei.
Timwww.gesetze-im-internet.de hat geschrieben:§ 59 Abs. 2 (Fahrzeug-Identifizierungsnummer)
Satz 1 tritt in Kraft am 1. Oktober 1969, jedoch nur für die von diesem Tage an erstmals in den Verkehr kommenden Fahrzeuge. An Fahrzeugen, die vor dem 1. Oktober 1969 erstmals in den Verkehr gekommen sind, darf die Fahrzeug-Identifizierungsnummer an zugänglicher Stelle am vorderen Teil der rechten Seite des Fahrzeugs auch auf einem angenieteten Schild oder in anderer Weise dauerhaft angebracht sein.
Sorry, wenn ich da denn Buhmann gebe, aber ich glaube inzwischen eher, dass alles eher nicht mehr gut wird - sondern solche Sachen langfristig nur denen Munition liefern, die einen unfassbar engen Begriff von Oldtimer pflegen - Stichwort Charta von Turin. De facto ist das "Fahren ohne BE" wg. des fehlenden LuFi, ggf. auch wegen der fehlenden Eintragung der Stahlflex, und ohne weiteres eine 18" einzutragen - v.a. wenn der Hersteller dem offensichtlich widerspricht - das dürfte eine "nichtige Eintragung" sein, die ist nunmal nix wert. Die VIN an der falschen Stelle, geschenkt, aber für sowas macht man notfalls eine Ausnahmegenehmigung, wirft dem StVA ein paar Extrakröten in den Rachen, dann ist die genaue Stelle schlicht eingetragen und gut ist. So darfst Du bei jedem neugierigen Schergen der Rennleitung drauf hoffen, dass er es nicht besser weiss - und ich bin durchaus mal an einen geraten, der wusste es besser - oder Gnade vor Recht ergehen lässt. Klar, kann man machen, aber dann bitte nicht rumheulen, wenn's schief geht. Und IMHO wird es langfristig schiefgehen.windgesichtwaldo hat geschrieben:Na siehste Dieter, alles wird gut![]()
Das sollte für uns als Bürger doch Anlass zur Freude sein, wenn wir in Europa keine größeren Probleme haben als die paar hundert Oldie-Freaks, die ihre durchschnittlich ca. 673 km pro Jahr und Fahrzeug mit nicht eingetragenen Bremsleitungen oder Rücklichtgläsern ohne Kennziffer zurücklegen, oder (Gott behüte!Atlas750 hat geschrieben:wie es grade in den Hinterzimmern in Brüssel ausbaldowert wird,
Ganz einfach: Wenn die EU sich von der FIVA vor den Karren spannen lässt, wird die Oldtimerei endgültig ein Geldadel-Hobby für Leute, mit denen er und vermutlich die meisten halbwegs normal tickenden Schrauber nicht tot übern Zaun hängen wollen.Uli hat geschrieben: Was sagt denn dein hochrangiger Original-Fetisch-TÜV-Freund dazu?
Wohl war...die deutschen Korintenkacker drücken immer mehr in der EU durch. Selbst in der Türkei gibt es seit Jahren den TÜV.Atlas750 hat geschrieben:Ganz einfach: Wenn die EU sich von der FIVA vor den Karren spannen lässt, wird die Oldtimerei endgültig ein Geldadel-Hobby für Leute, mit denen er und vermutlich die meisten halbwegs normal tickenden Schrauber nicht tot übern Zaun hängen wollen.Uli hat geschrieben: Was sagt denn dein hochrangiger Original-Fetisch-TÜV-Freund dazu?
Tim
In dem Fall drücken die nichtdeutschen Korintenkacker allerdings mehr als die deutschen, aber egal.Öko hat geschrieben:Wohl war...die deutschen Korintenkacker drücken immer mehr in der EU durch.