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Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Montag 31. Mai 2021, 23:04
von Stephan
Also so schlimm sieht meine Bremsscheibe nicht aus
Am Donnerstag werde ich nochmals an die Commando gehen - warte noch auf Teile von Joe.
Das Schrauben an einem „neuen“ Motorrad hat für mich einfach einen Reiz.
Werde berichten
Gruß Stephan
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Donnerstag 3. Juni 2021, 15:18
von guzzimk
Uli hat geschrieben:Nach 4 Wochen???
Wo parkst du deine Motorräder?
Im Dorfbach?

Trockene Garage, die Laverda auf dem Standplatz daneben hat keinerlei Rost, auch an den Bremsscheiben nicht....
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Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Donnerstag 3. Juni 2021, 15:22
von Stephan
Wat soll ich sagen, habe die Isolastic eingestellt und die Norton fährt sich viel besser. Ich „Experte“ hatte natürlich die Einstellmutter angezogen. Fuhr sich wie meine Laverda SF, nun ist es eine Norton.
Wenn es nicht regnet, geh ich nochmal an die Vergaser.
Die Voederradbremse rubbelt noch, kann man eigentlich den Chorm runterschleifen? Nicht hauen!
Gruß aus dem regnerischen Düsseldorf
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Donnerstag 3. Juni 2021, 19:53
von Lupo1776
Stephan hat geschrieben:
Die Voederradbremse rubbelt noch, kann man eigentlich den Chorm runterschleifen? Nicht hauen!
Hallo Stephan,
ja, man kann den Chrom natürlich runterschleifen (es ist sogar sehr empfehlenswert). Aber halt nur, wenn man Zugang zu entsprechenden Maschinen hat (Diskus-Schleifmaschine).
Da gibt es auch einige Anbieter, die sowas im Lohn machen. Im I-Net findet man mehrere Angebote.
Ein gute Firma ist z.B.
Scheuerlein in Ansbach. Die 100 Eur würde ich an deiner Stelle investieren: Man behält das orig. Material (der Guß ist viel besser, als die Schnell-Rost-Scheibe oben) und hinterher ist wirklich alles eben und chromlos. Also eine besser-als-original-neu-Scheibe zum halben Preis einer guten aktuellen (chromlosen) Nachfertigung.
Es soll übrigens auch schon Leute gegeben haben, die ihre Norton-Scheibe mit Erfolg auf der Drehmaschine vom Chrom befreit haben. Mit Können und Geduld geht das. Aber es braucht Zeit, weil man nur mit niedrigen Drehzahlen arbeiten kann, damit nix schwingt. Es hat schon seinen Grund, warum die Profis schleifen.
Gruß,
Ulrich
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Donnerstag 3. Juni 2021, 22:40
von Norton
Ich habe eine originale, abgedrehte in meinem Teilefundus. Gehen tut das.
Könnte man den Hartchrom denn auch chemisch runterätzen?
Verchromte hätte ich nämlich auch welche.
Gruß. Martin.
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Donnerstag 3. Juni 2021, 22:57
von Stephan
Danke für die Tipps- werde Morgen mal telefonieren!
Noch ne Frage - mit welchem Drehmoment zieht ihr die Zentrale-Mutter am Primärtriebdeckel an? Der tropft bei mir ganz wenig, aber nach (zu) fest kommt kaputt.
Gruß Stephan
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Freitag 4. Juni 2021, 10:03
von Rüdi
Drehmoment zentrale Mutter Kettenkasten: Old britts sagt 25 ft.lb. DAs wären ca. 30 Nm.
Zur Bemsscheibe: wenn sie vor dem schleifen aber noch vorgerichtet (sprich gerade "gebogen") werden muss, dann kommen da noch mal 70,- EUR drauf. Das lohnt sich dann fast nicht mehr.
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Freitag 4. Juni 2021, 12:39
von Maulwurf
Hallo zusammen,
ich hoffe, dass meine Frage hier o.k. ist, Stephan - passt gut zum Thema:
Hat jemand diese Scheibe schon mal ausprobiert?
https://www.rgmnorton.co.uk/buy/command ... d_4603.htm
Das ist doch eine originale Hartchromscheibe, die einfach etwas erleichtert wurde, oder?
Gruß,
Markus
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Freitag 4. Juni 2021, 17:51
von Lupo1776
Rüdi hat geschrieben:Zur Bemsscheibe: wenn sie vor dem schleifen aber noch vorgerichtet (sprich gerade "gebogen") werden muss, dann kommen da noch mal 70,- EUR drauf. Das lohnt sich dann fast nicht mehr.
Daß die Scheibe nicht mechanisch beschädigt ist, hatte ich vorausgesetzt. Hier soll ja nur der Chrom herunter, damit es eine vernünftige Reibpaarung gibt.
Ausserdem kann man Gußscheiben nicht richten, weil die brechen! Das geht allenfalls mit Stahlscheiben modernerer Bauart.
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Freitag 4. Juni 2021, 18:00
von Lupo1776
@Maulwurf:
Das ist m.E. eine nicht verchromte Scheibe, was auch sinnvoll ist.
Für weit weniger sinnvoll halte ich es, eine Gußscheibe zu lochen. Schon die Bohrungen in der Reibfläche werden mit gutem Grund bem TÜV nicht akzeptiert. Die großen Bohrungen im inneren Teil halte ich für festigkeitsmäßigen Frevel! Das geht wohl nur gut, weil mit dem originalen Hauptbremszylinder keine Bremskraft erzeugt wird...
Wenn leichte Scheibe, dann gleich was modernes aus Stahl. Wenns denn sein muß.
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Freitag 4. Juni 2021, 19:18
von Rüdi
Lupo1776 hat geschrieben:Rüdi hat geschrieben:Zur Bemsscheibe: wenn sie vor dem schleifen aber noch vorgerichtet (sprich gerade "gebogen") werden muss, dann kommen da noch mal 70,- EUR drauf. Das lohnt sich dann fast nicht mehr.
Daß die Scheibe nicht mechanisch beschädigt ist, hatte ich vorausgesetzt. Hier soll ja nur der Chrom herunter, damit es eine vernünftige Reibpaarung gibt.
Ausserdem kann man Gußscheiben nicht richten, weil die brechen! Das geht allenfalls mit Stahlscheiben modernerer Bauart.
Ich hatte meine alte Norton Scheibe hier zum schleifen.
https://www.roadrunner-bikeshop.de/de/b ... eiben-3696
Vor dem Schleifvorgang wurde sie ausgemessen und man sagte mir, dass der Schlag so gross sei, dass man sie zunächst vorrichten müsste.
Aus Kostengründen habe ich dann abgebrochen und ne neue gekauft.
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Freitag 4. Juni 2021, 20:58
von Viertakter
Hallo,
wenns nur ums Chrom entfernen geht --- das geht ganz einfach mit Salzsäurer.
Gruß
Jürgen
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Montag 7. Juni 2021, 14:01
von Norton Motors
Die Originalscheiben sind aus Guß, und zwar dem identischen Material wie die einstens ab Werk verchromten. Insofern isses Banane, ob man die uralten, original mal verchromten, Scheiben teuer entchromt, oder ne originale neue kauft.
Die neuen Originalscheiben kommen einen in der Autoindustrie üblichen Lacküberzug, der sich an den von den Bremsklötzen beaufschlagten Flächen sofort runterbremst.
Bremsscheiben für Commandos gibts allerdings stark überteurt (sie sind lebensgefährlicher Müll, daher den eh schon geringen Preis noch nicht mal wert) aus indischer Kinderarbeit.
Ich sachas ja ungähn, aber bei den nach 2 Wochen nach 50 Jahren Nordseetauchgang aussehenden Scheiben würde ich mal Indien vermuten.

Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Montag 7. Juni 2021, 20:04
von Klaus Monning
Hallo Zusammen,
klar ist, dass man eine Gussbremsscheibe nicht richten kann. Die bekommt, wenn man sie tatsächlich verformt bekommt nur Risse. Spätestens dann sollte man sie verschrotten. Alle Verformungen können mittels "Planseitenschleifen" (so der offizielle Begriff des "DISKUS- Schleifens) herausgeschliffen werden. Das weiß ich, weil ich ca. 15 Jahre als Vertriebsingenieur für solche Maschinen bei den DISKUS- Werken gearbeitet habe.
Noch was: Warum sollte man Guss- Scheiben nicht lochen können? Es gab früher BREMBO Guss. Scheiben die waren auch gelocht. Die Bremsfläche war an Speichen angebracht. Schaut Euch mal die ersten Bremsscheiben der DUCATI 900 SS oder auch der ersten Guzzi Le Mans an.
Gruß
KLaus
Re: langsam gewöhnen wir uns an einander
Verfasst: Montag 7. Juni 2021, 20:26
von Öko
Meine Spieglergraugusscheiben, die leicht Flugrost ansetzten sind auch gelocht...und bremsen ganz passabel mit Sinterklötzen.