Der Kopf an meiner Atlas hat - nachweißlich, man kann's sogar fühlen und sehen - eine Porosität zwischen dem rechten Einlasskanal und der Rücklaufbohrung, da suppt etwas Öl in den Brennraum, weswegen die rechte Kerze schnell verrußt, und ein 850er Kopf, den ich vor einiger Zeit gekauft habe, hat das maSgW auch, jedenfalls soll der laut Verkäufer auch rechts geraucht haben trotz guter Kolbenringe und Ventilführungen, und auch da kann man auf neun Uhr etwas sehen und fühlen im Kanal. Den Kopf wollte ich mal an der Stelle abdrücken, alsoTowner hat geschrieben:Ich habe schon sehr viel Threads gelesen, wo über proröse Köpfe diskutiert wurde. Aber nie war einer dabei, wo eine Porösität nachgewiesen war.
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass die "Öl auf der dritte Rippe"-Geschichte mit Porositäten nichts zu tun hat. Ralf hat dazu ja schon was geschrieben, wie das Öl von der Kopfdichtung aus dahingelangen kann.
Seinen Hinweis auf die Ventildeckel möchte ich noch um eine Erklärung ergänzen, wie genau das Öl von hinten nach vorne wandern kann: Schau mal, ob der Einlass(!)-Ventildeckel dicht ist. Es gibt nämlich einen zweiten Leckagepfad, der auf der ominösen dritten Rippe endet: Vom hinteren Deckel nach unten, dann - v.a. durch die Einbaulage bei der Commando begünstigt - in eine kleine Tasche unterhalb der beiden Ansaugstutzen. Diese Tasche hat oben eine kleine Verbindung nach vorne in den Raum zwischen den beiden Rockerboxen, dessen unterste Öffnung nun auch wieder oberhalb der besagten dritten Rippe endet.
Bei Commandos ist dieser Leckagepfad ziemlich "zwingend" durch die Einbaulage gegeben und auch offensichtlich, wenn man sich einen einzelnen Kopf genau anschaut, bei Dommies mit senkrechten Motoren existiert er aber angeblich auch, weil die am Motor vorbeiströmende Luft wohl durch das seitliche Abfließen eine ausreichende Druckdifferenz aufbaut, dass ein Luftstrom von der Rückseite des Motors unter/zwischen den Rockerboxen hindurch das Öl nach vorne transportiert. Halte ich für plausibel.
Tim