BAD VIRATIONS!

The best motorcycle in the world!
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eby_at
Manxman
Beiträge: 109
Registriert: Sonntag 17. Februar 2008, 19:39
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BAD VIRATIONS!

Beitrag von eby_at »

Liebe Leute!
Manchereiner kennt mich aus der BSA-Ecke, da ich jedoch auch eine Bonneville Bj 1970, die ich mir als Triton aufbauen möchte.
und da hat mir doch glatt ein Freund einen Floh ins ohr gesetzt, nämlich, dass der Triumphmotor ein negatives Produkt englischer Ingenieurskunst mal der dazugehörigen Manufaktur ist und desshalb dazu verdammt ist, alles Metall in seiner Reichweite zu zerütteln.
Dei Kurbelwelle gehört aus einem Stück gemacht und dei Pleuel sind viel zu lange.....!!!!!
Sodawassa!!!!
Ich meine, der kennt sich prinzipiell aus und die Britinnen waren für diverse Macken bekannt (Verlustölschmierung, Primadonnenverhalten, ...), also, wer von Euch hat solch eine Operation an seiner Lady schon einmal vorgenommen und die hat danach das Zittern gelassen, bzw ist evtl sogar schneller gefahren?
was bringt ein Big Bore Kit in Verbindung mit einer 500 KW???
verkürzte Pleuel und den Zylinder (Stösselstangen, ...) um ein dementsprechendes Mass (sagmamal 15 - 20 mm) abfräßen?


Grüße


Eberhard
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Volker Koch
Die allwissende Forumsmüllhalde
Beiträge: 2139
Registriert: Freitag 11. August 2006, 10:12
Wohnort: 31134 Hildesheim

Beitrag von Volker Koch »

Moin Eberhard,
wenn Du das Forums-Archiv durchforstest, dann wirst Du feststellen, dass sowas wie Deine Anfrage kontinuierlich in sinusförmigen Intervallen wieder kehrt. Insofern ermüdet es sehr auf solchen Unsinn in der hunderttausendsten Variante einzugehen.
Würden wir jetzt an der Theke sitzen, dann würde ich Dich als erstes fragen, ob Dein komischer Kumpel Drogen nimmt, als nächstes,wieviel tausend Kilometer Triumph-Erfahrung er denn hat und unter welchen Bedingungen er seine Kiste am Leben erhalten hat? Extrem kurz- oder weitsichtig? Offene Werkstatt unter der Laterne? Spezialmeßgeräte wie Zollstock und Mamas Maßband??? Spezialwerkzeug wie Rohrzange? ... ?????
Als nächstes würde ich Dich fragen, wie Du auf die abgedrehte Idee kommen kannst, aus dem mit Abstand besten Bonnie-Jahrgang den Motor auszubauen, um ihn in´n Federbett zu pfriemeln? Höchst suspekt... was hast Du überhaupt für ´ne BSA?
Zurück zur 650er Triumph ... Triumph-Motoren sind sicherlich die prähistorischsten englischen Twins - zig unterschiedlichster Einzelteile, die vor sich hin klappern können - neben den A10, aber ... sie sind auch die mit Abstand widerstandsfähigsten. Lange Pleuel sind z.B. NUR von Vorteil, weil die `Anstellwinkel´oder wie die Burschen heißen wesentlich kleiner, als bei kurzen Pleuels, sind ... das hat Vorteile. Die Motoren waren von vorn herrein z.B. mit Kipphebelübersetzungen von 1:1.1, hoher Verdichtung etc. sportlich ausgelegt und hielten jeden Blödsinn aus, den man damit veranstaltet hat. Eine korrekt und vernünftig zusammengebaute Triumph vibriert erst im obersten Drehzahlbereich, dadrunter laufen die Motoren bei ordentlicher Mechanikerarbeit fast schon seidenweich.
Desweiteren haben Triumphs seit den fünfziger Jahren einteilige Kurbelwellen mit aufgeschraubter Schwungmasse, Dein Kumpel sollte vielleicht erstmal Literatur wälzen, bevor er Dir Blödsinn einredet. Was soll der Floh mit dem Zylinderkürzen bei einem Triumph-Twin im Ohr? Oder die Krönung mit ´ner 500er Welle? Wofür? Im 500er - Motor sicher sinnvoll ...?!
Du solltest das ganze differenzierter angehen, würde ich Dir dringend vorschlagen.
Bis dahin,
viele Grüße
Volker
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bosn
Flossenrocker
Beiträge: 8326
Registriert: Sonntag 6. August 2006, 01:02
Wohnort: 48607 Ochtrup

Beitrag von bosn »

Hi Volker!
Schöner Beitrag,stimme dir zu.
Das meiste wird zerredet.
BSA waren doch die Schlossermotoren? :lol:
Es passen natürlich ´ne Menge Teile in son umph-Motor.
Deswegen bauen da so Stammtischbastler ´ne Menge Müll.
Bos´n

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