Norton Mercury
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Domi-650SS
- Manxman
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Norton Mercury
Was ist das? Nachfolger der Domi? Federbett-Rahmen? Welche Motoren? Gibt's eine andere Bezeichnung welche ich in meinen Unterlagen finde?
Fritz
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- Martin
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Re: Norton Mercury
650SS 68-70
When a motorcycle is actually ridden, it takes on a similar "patina" of use
Craig Vetter
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Re: Norton Mercury
Etwas vereinfacht, die Mercury ist eine abgespeckte Einvergaser-650er und keine SS, AFAIK hat die auch weniger Verdichtung und die zahmere Nocke der kleineren Motoren.Martin hat geschrieben:650SS 68-70
Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
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Norton
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Re: Norton Mercury
War sozusagen ein Sparmodell. Ob die nun eine andere Nocke und weniger Verdichtung hatte, glaube ich nicht mal. Nur die frühen Domis hatten noch eine andere Nocke. Alles mit SS-Kopf hatte auch die SS-Nocke und den Rest des besseren Ventiltriebes. Halt nur einen Vergaser, keinen Drehzahlmesser, weniger Chrom, keinen Magneten...wahrscheinlich haben sie verbaut,was sie noch hatten. War ja schließlich auch gegen Ende der Dominatorära und gab es noch eine Zeit lang parralel zu den ersten Commandos.
Gruß. Martin.
Gruß. Martin.
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Domi-650SS
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Re: Norton Mercury
Wie ist das eigentlich mit den 650ern von Norton. Sind die einigermassen zivilisiert in Bezug auf Vibrationen, verglichen mit den Atlas und den 650ern von BSA?
Fritz
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Norton
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Re: Norton Mercury
Die 650er gilt als die beste der Federbett Nortons. Ein ausgesprochen quirrliger Motor mit wenig Vibrationen und einem breiten Drehzahlband. Eigentlich überhaupt nicht nachvollziehbar, warum man Tritons gebaut hat. Was so ein Triumph kann, kann der schon lange. Der komplette Unterbau ist nahezu identisch mit den 750ern, lediglich die Bolzen für den Zylinderblock haben ein anderes Bohrbild und die Kurbelwelle einen anderen Wuchtfaktor. Alle anderen Teile sind identisch. Dummerweise sind gute Zylinder Mangelware. Ist zwar wieder der gleiche Zylinder (Kühlrippen sollen eine andere Form haben) als bei den 600ern, aber deswegen sind gute, schleifbare Zylinder trotzdem Mangelware. 750er Zylinder lassen sich nicht ohne weiteres anpassen. Von den 650ern gibt es ebenfalls eine moderne Motorenversion mit Spritzbohrungen in den Pleueln und schneller Ölpumpe. Gab auch Versionen mit den Zündungläufergehäuse wie frühe Commando, da paßt dann wieder eine Boyer, oder auch Pazon. Leistungsfähige Lima kann man auch nachrüsten. Aus so einer 650er kann man jedenfalls ein richtiges Alltagsmotorrad mit ordentlicher Leistung und Fahrwerk machen. Vielleicht eines der besten alten Motorräder überhaupt.
Atlas ist richtig gewuchtet bei weitem nicht der Asphaltverdichter wie immer erzählt wird. Hier wurde der Wuchtfaktor zweimal in Stufen auf 84% angehoben und damit laufen die Dinger gut. Auch die alten 600er hatten 82% Wuchtfaktor, läuft damit auch gut, mittlerweile ausprobiert
.
Gruß. Martin.
Atlas ist richtig gewuchtet bei weitem nicht der Asphaltverdichter wie immer erzählt wird. Hier wurde der Wuchtfaktor zweimal in Stufen auf 84% angehoben und damit laufen die Dinger gut. Auch die alten 600er hatten 82% Wuchtfaktor, läuft damit auch gut, mittlerweile ausprobiert
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Domi-650SS
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Re: Norton Mercury
Danke Martin,Norton hat geschrieben:Die 650er gilt als die beste der Federbett Nortons. Ein ausgesprochen quirrliger Motor mit wenig Vibrationen und einem breiten Drehzahlband. Eigentlich überhaupt nicht nachvollziehbar, warum man Tritons gebaut hat. Was so ein Triumph kann, kann der schon lange. Der komplette Unterbau ist nahezu identisch mit den 750ern, lediglich die Bolzen für den Zylinderblock haben ein anderes Bohrbild und die Kurbelwelle einen anderen Wuchtfaktor. Alle anderen Teile sind identisch. Dummerweise sind gute Zylinder Mangelware. Ist zwar wieder der gleiche Zylinder (Kühlrippen sollen eine andere Form haben) als bei den 600ern, aber deswegen sind gute, schleifbare Zylinder trotzdem Mangelware. 750er Zylinder lassen sich nicht ohne weiteres anpassen. Von den 650ern gibt es ebenfalls eine moderne Motorenversion mit Spritzbohrungen in den Pleueln und schneller Ölpumpe. Gab auch Versionen mit den Zündungläufergehäuse wie frühe Commando, da paßt dann wieder eine Boyer, oder auch Pazon. Leistungsfähige Lima kann man auch nachrüsten. Aus so einer 650er kann man jedenfalls ein richtiges Alltagsmotorrad mit ordentlicher Leistung und Fahrwerk machen. Vielleicht eines der besten alten Motorräder überhaupt.
Atlas ist richtig gewuchtet bei weitem nicht der Asphaltverdichter wie immer erzählt wird. Hier wurde der Wuchtfaktor zweimal in Stufen auf 84% angehoben und damit laufen die Dinger gut. Auch die alten 600er hatten 82% Wuchtfaktor, läuft damit auch gut, mittlerweile ausprobiert.
Gruß. Martin.
Wenn ich das so lese weiss ich jetzt was ich suche.
Ich hatte mal eine 99 (im Jahr als die Rolling Stones halfen das Hallenstadion in Zürich zu verwüsten). Aber unbedarft wie ich damals war, hab ich die zusammengebastelt (restaurieren war damals nicht angesagt). Wie das Ding sich dann nicht so verhielt wie ich gehofft habe, bin ich auf Honda umgestiegen. Damit wurde ich aber auch nicht glücklich. Dann wurde ich einigermassen erwachsen. Freundin, Frau, Kind. 2000 hab ich mir dann meine jetzige Commando -230851- angeschafft und restauriert. Dann war da noch eine Tiger Cub welche ich überholt und mit Riesen Verlust ~€8000 verkauft habe. Letzten Herbst/Winter habe ich die Commando 230118 restauriert und mir erträglichem Verlust verkauft.
Die Motoren und Getriebe lass ich machen, was die Sache sicher verteuert. In der Kneipe rumhängen ist aber auch nicht billig.
Fritz
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Norton
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Re: Norton Mercury
99 ist auch eine gute Option. Meine rennt richtig gut und ist einfach eine Nummer leichter und schlanker als meine Atlas.
Gruß. Martin.
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Domi-650SS
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Re: Norton Mercury
Zuletzt geändert von Domi-650SS am Samstag 19. Oktober 2013, 19:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Norton
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Re: Norton Mercury
Interessant.
Bloß was der da schreibt, von 23er Ritzel am Getriebe...... damit nimmt man dem Motorrad seine ganze Spritzigkeit. Ist irgendwie eine Marrotte der Amis, ihre Kisten endlos lang zu übersetzen. Ein Bekannter hat eine Atlas aus USA, die ist auch so lang übersetzt. Der vierte Gang ist nur noch Overdrive und selbst auf einer Geraden, geschweige denn am Berg, zieht die Kiste noch was weg. Dem Getriebe und der Kupplung tut man damit sowieso keinen Gefallen.
Meine beiden, die Atlas und den Domi99, fahre ich mit den orgianlen Übersetzungsverhältnissen und würde daran nichts ändern. Das paßt einfach. Die Motorräder sind spritzig und drehen ohne Last. Davon werden die auch nicht kaputt. Wenn die Motoren mit hoher Last bei niedrigen Drehzahlen schuften müssen, kann das nicht gut sein.
Die 650er war vor allem in England ein geschätztes Motorrad. Ich hatte eigentlich gedacht, sie hätten davon auch richtig Stückzahlen gebaut. Im Rennsport hat sie in den Produktionsmaschinenklassen viel Lorbeer eingefahren, Phil Read war damit erfolgreich.
Eine 650er richtig gut gemacht ist mit Sicherheit ein sehr gutes Motorrad. Haltbar und zuverlässig und von der Performance richtig schlagkräftig. Bin gestern mit meiner 99 wieder ein Stück gefahren. Simply superb!
Gruß. Martin.
Bloß was der da schreibt, von 23er Ritzel am Getriebe...... damit nimmt man dem Motorrad seine ganze Spritzigkeit. Ist irgendwie eine Marrotte der Amis, ihre Kisten endlos lang zu übersetzen. Ein Bekannter hat eine Atlas aus USA, die ist auch so lang übersetzt. Der vierte Gang ist nur noch Overdrive und selbst auf einer Geraden, geschweige denn am Berg, zieht die Kiste noch was weg. Dem Getriebe und der Kupplung tut man damit sowieso keinen Gefallen.
Meine beiden, die Atlas und den Domi99, fahre ich mit den orgianlen Übersetzungsverhältnissen und würde daran nichts ändern. Das paßt einfach. Die Motorräder sind spritzig und drehen ohne Last. Davon werden die auch nicht kaputt. Wenn die Motoren mit hoher Last bei niedrigen Drehzahlen schuften müssen, kann das nicht gut sein.
Die 650er war vor allem in England ein geschätztes Motorrad. Ich hatte eigentlich gedacht, sie hätten davon auch richtig Stückzahlen gebaut. Im Rennsport hat sie in den Produktionsmaschinenklassen viel Lorbeer eingefahren, Phil Read war damit erfolgreich.
Eine 650er richtig gut gemacht ist mit Sicherheit ein sehr gutes Motorrad. Haltbar und zuverlässig und von der Performance richtig schlagkräftig. Bin gestern mit meiner 99 wieder ein Stück gefahren. Simply superb!
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