Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Dominator

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Norton
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Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Dominator

Beitrag von Norton »

Hallo Gemeinde.
Ich hätte mal eine Frage an all diejenigen, die eine orginale Atlas oder Dominator, oder ES2 haben.
Wie war eigentlich die Motorentlüftung NACH dem Motor? Einfach ein Schlauch nach hinten ins Freie, auf die Kette, oder in den Öltank? Die alten Öltanks haben auch einen Entlüfungsstutzen, wohin hat der dann geführt?
Bei meinem Domi war so ein Gebastel mit einer Flasche..... jedenfalls nicht orginal und auch nicht sinnvoll.
In der Literatur bin ich auch nicht fündig geworden.

Dank und Gruß. Martin.
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Tim
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben:Einfach ein Schlauch... auf die Kette,...
War bei meiner so - am Kettenschutz ist ein Röhrchen dafür angelötet - hab ich aber auch nicht mehr, sondern Swirl pot (Zyklon) und Flasche. Bin ich aber noch nicht zufrieden mit.



Tim
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Norton
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Norton »

Bei meiner Atlas hab ich ja einen Zentralöltank. Die Entlüftung hatte ich anfangs mit einem Y-Stück sowohl den Öltank, als auch den Motor, zusammengefasst. Hat aber immer Öl gespuckt. Später hab ich dann in den Öltank noch einen zweiten Stutzen gegenüber dem ersten rein gemacht. Ich entlüfte seit dem den Motor in den Öltank und mit dem zweiten Stutzen den Öltank über einen langen Schlauch nach hinten zum Nummerschild. Ausser ein paar Tropfen "Kondensmilch" kommt da nichts mehr raus.
Trotzdem hätte ich halt mal gerne gewußt, wie die orginale Lösung war.
Wie sieht die Lösung eigentlich an den Commando aus?
Wie war eigentlich der orginale Kettenöler verbaut, so einen hätte ich nämlich auch noch.

Gruß. Martin.
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Tim
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben:Trotzdem hätte ich halt mal gerne gewußt, wie die orginale Lösung war.
AFAIK - so war die Verschlauchung fragmentarisch noch an meiner zu erkennen - hat der Okinaal-Öltank so eine Art "breather tower" neben dem Einfüllstutzen. Da ging ein Röhrchen ab, von da ging die Entlüftung nach unten auf den Kettenschutz. Ich meine, in diesem Breather auch eine Art Prallblech erfühlt zu haben, aber da war mein Spürsinn auch schon erloschen.
Wie sieht die Lösung eigentlich an den Commando aus?
Bei welchem Bj.? Am breather haben sie ja ordentlich rumgedoktert. Ansonsten guxdu Oldbritts.
Wie war eigentlich der orginale Kettenöler verbaut, ...
s.o.


Tim
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Norton »

Ich hab jetzt noch mal im Buchvollerfehler (Norton Twin Restoration) alle Fotos von Domis angeschaut und es verdichtet sich die Erkenntnis über einem Schlauch, der vom Motor direkt zur Kette, versteckt hinter dem senkrechten Rahmenrohr, verlegt ist.

Auf einem Bild von einer Atlas mit demontierter Sitzbank sieht man auch den Breathertower, die früheren Domis hatten den aber nicht. Dann haben sie aber die Motorentlüftung auch erst in den Öltank gelegt und über den Breathertower den Öltank entlüftet. War wahrscheinlich eine gute Lösung.


Gruß. Martin.
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Tim
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben:Dann haben sie aber die Motorentlüftung auch erst in den Öltank gelegt und über den Breathertower den Öltank entlüftet.
Ich meine schon, aber ich weiß nicht mehr, wo der Breather rein in den Blublasen-Öltank verlegt war.

Ist halb ein zweischneidiges Schwert wie immer bei Trockensümpfen, eigentlich willst Du das, was aus dem Breather kam - Blowby, Kondenswasser - nicht im Öl haben, andererseits willst Du das Öl nicht direkt über den Breather rausjagen.


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Klaus Thoms
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Klaus Thoms »

Dann leg die Entlüftung in den Luftfilter , das ist doch das einfachste , oder :-k
Gott schütze mich vor meinen Freunden , mit meinen Feinden werde ich schon allein fertig .
Norton
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Norton »

Welchen Luftfilter?
Die Domis hatten einfach Trichter.

Gruß. Martin.

Obwohl der Gedanke nicht so schlecht ist. Schließlich bekämen dann die Vergaserschieber immer einen Hauch Öl, täte denen auch gut.
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Norton
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Norton »

Atlas750 hat geschrieben:
Norton hat geschrieben:Dann haben sie aber die Motorentlüftung auch erst in den Öltank gelegt und über den Breathertower den Öltank entlüftet.
Ich meine schon, aber ich weiß nicht mehr, wo der Breather rein in den Blublasen-Öltank verlegt war.

Ist halb ein zweischneidiges Schwert wie immer bei Trockensümpfen, eigentlich willst Du das, was aus dem Breather kam - Blowby, Kondenswasser - nicht im Öl haben, andererseits willst Du das Öl nicht direkt über den Breather rausjagen.


Tim
Naja, im Prinzip kommt aus dem Breather nicht andres raus, womit das Öl IM Motor auch schon in Berührung gekommen ist.

Gruß. Martin.
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Tim
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben:Naja, im Prinzip kommt aus dem Breather nicht andres raus, womit das Öl IM Motor auch schon in Berührung gekommen ist.
Wenn es im Breather ist, ist es aber getrennt, während es sich im Öltank durch Beruhigung und Kondensation aber mit dem Öl vermischt. Blowby ist ziemlich übles Zeug, das will man eigentlich möglichst weg haben. In den Ansaugtrakt leitet man das Zeug ausschließlich aus Umweltschutzgründen, nicht weil's Spaß macht. Im Prinzip ist ein Zyklop und externer Beruhigungsraum schon okay, und von dem aus kann man das möglichst ölarme Restgas dann je nach persönlichem Umweltempfinden hinten ans Schutzblech oder in die Versager führen - das ist allerdings dann problematisch, wenn durch den Breather viel Öl kommt, z.B. beim Wet sumping.

Optimal wäre eine Absaugpumpe mit viel Volumenstrom und eine nachgeschaltete Zentrifuge nah am Motor, damit die Öltemperatur dafür sorgt, dass die Gase auch schön gasförmig bleiben. Das abgeschleuderte Öl ist nicht sooo schlimm kontaminiert, dass kann zurück in den Öltank, und das Gas kann man dann wie o.g. verklappen.

Bei den Ölwechselintervallen, die unsere Kisten haben, ist das allerdings eh nicht so dramatisch, insofern ist die Lösung mit dem Öltank als Beruhigungsgefäß nicht die schlechteste.

Tim
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Klaus Monning
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Klaus Monning »

Hallo zusammen,
Tja, mit der Entlüftung, das ist schon eine sau- komplizierte Geschichte. Ich denke, dass man in England die Timingseite der Motorren schon als Beruhigungsraum vorsehen hat. Der ist groß genug. Über die Verbindungsbohrungen zwischen Kurbelraum und Nockenwellenantriebsraum (Timingseite) bekommen wir allerdings immer noch genügend Öldampf in den Beruhigungsraum, dessen Luftanteil dann über den Entlüftungsschlauch entweichen soll. Allerdings: je dünner der Schlauch, desto größer auch die Gas- Geschwindigkeiten, die dann das Restöl mitreißen. Ich denke der beste Weg wäre, wenn man in der Tat ein Labyrinth schafft, bei dem man so viele Umwege wie möglich für die Luft schafft und bei dem die Querschnitte so groß wie möglich gehalten sind, um die Geschwindigkeiten kleiner zu bekommen. Wenn man das Restöl dann wieder zurück in den Motor brächte, hätte man eine optimale Lösung. Bevor wir aber anfangen zu basteln, würde ich zuerst die Schlauch- Querschnitte so gruß wie möglich machen und einmal sehen, wie es die anderen machen bei denen auch beide Kolben gleichzeitig zwischen OT und UT hin- und her maschieren (beispielsweise BMW), sich deswegen auch die gleichen Probleme einstellen.
Vielleicht könnte man ja im Timing- Raum noch ein genügend großes Labyrinth unterbringen???
Gruß
Klaus
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Tim
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Tim »

Klaus Monning hat geschrieben:Ich denke, dass man in England die Timingseite der Motorren schon als Beruhigungsraum vorsehen hat.
Öhm, Martin fragte explizit nach Dommies und Atlas mit der Nockenwellen-gesteuerten Breather disc auf der Abtriebsseite. :-k

Die Bohrungen vom Kurbelraum zum Steuergehäuse sind auch zu klein für den Zweck, da geht massig Pumpleistung drauf und für den Druckverlauf im Kurbelgehäuse ist das dann auch Mist. Jim Comstock hat dazu Versuche auf dem Motorenprüfstand gefahren und meint - was aus meiner Erfahrung nachvollziehbar ist - dass er erst mit dem Reed direkt am Gehäuse einen Unterdruck im Gehäuse messen konnte. Wenn dann müsste man also die Bohrungen im Steuergehäuse mit Reeds dicht machen, dann hat man aber vermutlich ein Schmierungsproblem. Und irgendwann fällt einem dann auf, dass es auf eine komplette Neukonstruktion nach dem aktuellen Stand der Technik hinausläuft. Und dann kommt der Gilchinger Springteufel aus der Kiste gehüpft und empfiehlt den Kauf einer ZuTzuki! :mrgreen:


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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Norton »

Ich halte die Entlüftung mit dem Drehschieber durch die hohle Nocke nach wie vor für eine gute Lösung, jedenfalls nicht schlechter, als alle Folgelösungen. Schließlich hat man das mit einem Schleuderring an der Nockenwelle und einem Abweiser gegen Spritzöl im Gehäuse und der Anordnung der Spritzbohrungen in den Pleueln schon so gut wie möglich gelöst. Die Entlüftung am Steuergehäuse abzunehmen und das Steuergehäuse als Beruhigungsraum zu nutzen ist zwar prinzipiell gut, aber im Steuergehäuse sausen halt auch eine, oder sogar zwei Steuerketten, Zahnräder usw rum, die fleißig mit Öl um sich spritzen welches dann wieder mitgenommen wird. Die Rücklaufbohrung aus dem Kopf ended ebenfalls im Steuergehäuse, also stetiger Ölfluß bei laufendem Motor ist gewährleistet. Bei kaltem Motor spritzt bei den Domis auch noch das Ölüberdruckventil in das Steuergehäuse. Schließlich steht im Steuergehäuse unten immer ein ganz erklecklicher Ölrest, daß wird bei laufendem Motor ähnlich sein und das untere Steuerrad steht da drin.
War aber nicht Gegenstand meiner Frage.
Labyrinth mit Schleuderwirkung gab es an den Manx Motoren, bin mir aber nicht sicher, ob das nur an den Werksmotorrädern so war.
Ich werde mir halt doch die Arbeit machen, den Öltank mit einem weiteren Rohrstutzen möglichst weit oben und entfernt vom ersten Entlüftungsstutzen zu versehen und den Öltank als Beruhigungsraum nutzen. Hat sich an meiner Atlas bereits bewährt, die Commandos hatten das unterm Strich auch so.

Gruß. Martin.
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Re: Motor- und Öltankentlüftung an orginalen Atlas und Domin

Beitrag von Fraas »

Hallo Martin,

ich hatte immer viel Kondensschmiere im Entlüftungsschlauch und entsprechend im Öl. Ich habe jetzt nur noch einen recht kurzen ca. 12mmm Schlauch(Innendurchmesser) und dann ab in eine kleine Aluflasche. Wenn das Wetsumping nicht zu groß ist, was vor kommt, kann ich mit der Lösung gut leben.

Gruß

Peter
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