Druckverlustprüfung

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650ss
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Druckverlustprüfung

Beitrag von 650ss »

Hallo

Ich konnte günstig an einem Teilemarkt einen Druckverlustprüfer (Cylinder Leakage Tester) von Sun kaufen.
In der Zeitschrift British Classics 5/2012 habe ich auch einen Bereicht über den Druckverlust-Test gelesen.

Nun will ich diesen Test, an meinem frisch restaurierten Motor der Norton 650ss ausprobieren.

Gibt es Erfahrungswerte wieviele % Druckverlust für diesen Motor in Ordnung sind?

Gruss Thomas
Es gibt nur einen Ton, Norton.
Norton
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Norton »

Hallo Thomas.
An einem frisch überholten Motor eine Druckverlustprüfung durchzuführen wird wenig aussagefähige Erkenntisse bringen. Die Kolbenringe tragen nicht, es pfeift ins Kurbelgehäuse runter. Von einem überholten Kopf sollte ich wissen, was mich erwartet! Man geht davon aus, einen geraden Kopf auf einen geraden Zylinder mit einer neuen Dichtung verbaut zu haben, davon erwarte ich das gleiche, wie von einem überholten Kopf.
Druckverlustprüfung führt man an gebrauchten Motoren durch, ich kenne das noch aus meiner Segelfliegerzeit an Flugzeugmotoren, Lycomings z. B.. An Werte kann ich mich aber nicht mehr erinnern. Eine Erkenntnis ist, wo die Undichtigkeit auftritt, ob am Kopf, oder in Richtung Kurbelhaus.
So wie ich mich noch erinnern kann, wurde immer auf OT getestet. Kurbelwelle durfte sich nicht wegdrehen.
Ich hab nicht mal einen normalen Kompressionstester und hab mir den auch noch nie gewunschen.

Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
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Öko
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Öko »

Entsprechenden Zylinder in den verbrennungs ot stellen und mechanisch blockieren.
Ggf die Prüfung bei betriebsamen motor wiederholen bei Verdacht auf Kopf oder blockrissen.

Eine Apparatur ist in wenigen Minuten selbst gebaut.
Wie schon geschrieben wurde, neuer motor , Ringe erst einschleifen. Beim Rest sollte es keine frage sein.
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Phil
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Phil »

650ss hat geschrieben: Gibt es Erfahrungswerte wieviele % Druckverlust für diesen Motor in Ordnung sind?
Moin Thomas,

die Jungs haben ja sehr viel Richtiges schon gesagt, z. B. warmer Motor, eingelaufener Motor, Messung im OT, KW blockieren etc.

Gemeinhin sagt man, dass bis 10% im Rahmen ist, von 10 % aufwärts geht es eben ans Ende der Lebensdauer, > 20% ist eher schlecht.

Der Witz am leak down test ist eben, dass Du hinterher sagen kannst, wo es nicht okay ist, also entweder Einlass- oder Auslassventile (oder beide :mrgreen: ) oder eben auch die Ringe.

Mach erstmal 1.000 mls auf die Möhre drauf, bevor Du da in Messungen einsteigst, ansonsten machst Du Dich nur verrückt, weil als Ergebnis eh nix Vernünftiges rauskommt.

Schöne Grüße

Ph.
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Martin
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Martin »

Manch einer wundert sich, was er findet in einem Motor der gut läuft wenn er sucht, dies aber nie gefunden hätte ohne zu suchen, da es einfach gut lief :facepalm:
When a motorcycle is actually ridden, it takes on a similar "patina" of use

Craig Vetter
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Phil
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Phil »

Tztztztz... Jetzt ist die Nachricht, auf die ich geantwortet hatte weg, und mein Geschreibsel auch...

Egal, Zeit spielt bei der Messung keine Rolle, weil man immer Luft nachlegt. Es ist halt nur ein Gefummel, bis man das Ventil vor dem kompressorseitigen Manometer so eingestellt hat, dass dieses stehen bleibt. Weil die Verbindung zwischen den beiden Manometern nur sehr klein (ca. 1 mm) ist, sinkt das zylinderseitige Manometer eben ab, je mehr, umso mehr Druck und Luft eben abgeblasen wird im Motor.

Die Apparatur kann man aber recht leicht selber pfriemeln, das ist mein Geraffel, das Andreas benutzt hatte, um seine A 65 mal zu messen.

Schöne Grüße

Ph.
Zuletzt geändert von Phil am Sonntag 2. Dezember 2012, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Phil
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Phil »

Martin hat geschrieben:Manch einer wundert sich, was er findet in einem Motor der gut läuft wenn er sucht, dies aber nie gefunden hätte ohne zu suchen, da es einfach gut lief :facepalm:
Vollkommen korrekte Ansage.... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Hanni
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Hanni »

Phil hat geschrieben:
Martin hat geschrieben:Manch einer wundert sich, was er findet in einem Motor der gut läuft wenn er sucht, dies aber nie gefunden hätte ohne zu suchen, da es einfach gut lief :facepalm:
Vollkommen korrekte Ansage.... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Der stimme ich absolut zu... :zustimm:
Hanni

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Ralph G.Wilhelm
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Ralph G.Wilhelm »

Phil hat geschrieben:Tztztztz... Jetzt ist die Nachricht, auf die ich genatwortet hatte weg, und mein Geschreibsel auch...Ph.
sorry Phil,

ich war wieder in Gedanken bei meinen Dieselmotoren ( mit etwas mehr Hubraum :wink: )
da gibts ne quick n dirty Methode: Kolben in UT des Verdichtungshubes, Luftballon (Condom geht auch) auf das Indizierventil und Motor in OT törnen. An der Zeit in der sich der Ballon entleert kann man den schlechteren Zylinder leicht erkennen
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Martin »

Klasse Ralph!
Jetzt hab ich endlich ne hieb- und stichfeste Erklärung und Entschuldigung dafür, wenn ich ne Packung Blausiegel mit auf Reise nehme :mrgreen:
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Craig Vetter
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von pug »

Martin hat geschrieben:Klasse Ralph!
Jetzt hab ich endlich ne hieb- und stichfeste Erklärung und Entschuldigung dafür, wenn ich ne Packung Blausiegel mit auf Reise nehme :mrgreen:
Da gab es doch auch irgendwo eine Anleitung wie man die Stößelführungsrohre damit dichten kann (hmmm schon wieder so zweideutig)
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Ralph G.Wilhelm
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Ralph G.Wilhelm »

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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von pug »

Wenn das jetzt auch mit eingebauten Stösselrohren gehen würde...
Norton
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von Norton »

Öko hat geschrieben:Entsprechenden Zylinder in den verbrennungs ot stellen und mechanisch blockieren.
Ggf die Prüfung bei betriebsamen motor wiederholen bei Verdacht auf Kopf oder blockrissen.

Eine Apparatur ist in wenigen Minuten selbst gebaut.
Wie schon geschrieben wurde, neuer motor , Ringe erst einschleifen. Beim Rest sollte es keine frage sein.
Wie schleift man Ringe eigentlich ein? :nixweiss:

Gruß. Martin.
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Re: Druckverlustprüfung

Beitrag von pug »

Norton hat geschrieben:
Öko hat geschrieben:Entsprechenden Zylinder in den verbrennungs ot stellen und mechanisch blockieren.
Ggf die Prüfung bei betriebsamen motor wiederholen bei Verdacht auf Kopf oder blockrissen.

Eine Apparatur ist in wenigen Minuten selbst gebaut.
Wie schon geschrieben wurde, neuer motor , Ringe erst einschleifen. Beim Rest sollte es keine frage sein.
Wie schleift man Ringe eigentlich ein? :nixweiss:

Gruß. Martin.
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