Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

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jan
Julio Matchlesias
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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von jan »

Atlas750 hat geschrieben:(...) ist mir der Aspekt unter uns gesagt gleichgültig - bis zur Besinnungslosigkeit and beyond. :mrgreen:
D´accord.

Mir auch. :grinsevil: :biggthumpup:
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Klaus Monning
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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von Klaus Monning »

Atlas750 hat geschrieben:
jan hat geschrieben:Junge Junge, aber zu fürstlichen Preisen...
Da ich mir weder das eine noch das andere ans Krad schrauben würde - aus optischen wie technischen Gründen - ist mir der Aspekt unter uns gesagt gleichgültig - bis zur Besinnungslosigkeit and beyond. :mrgreen:


Tim
Liebe Freunde,
wie sagte noch der alte Fritz? Jeder soll auf seine eigene Art und Weise glücklich werden. Ich habe mir den Ölfilter in den Hauptstrom gebaut, weil ich das richtig finde. Andere Verschraubungen standen mir nach meiner damaligen Kenntnis nicht zur Verfügung. Also hab` ich das drangebaut, was ich für halbwegs vernünftiges Geld erhalten habe.
Noch ein Wort zu dem Tank: Er ist von recht hoher Qualität aus 1,5mm Alu- Blech gefertigt. Ich weiß, es sieht ein wenig blöd aus. Das rührt aber auch daher, weil ich vorne recht hohe M8 Silentblöcke (ca. 30mm) verwendet habe. Das wird geändert. Wenn der Tank dann vorne um 20mm tiefer liegt, gibt das ganze schon ein besseres Bild ab.
Übrigens, nachdem ich beim TÜV war, habe ich immerhin schon 300km hinter mich gebracht. Es gibt noch einige Ölquellen zu beseitigen, eben Drehzahlmesser (ich hab' den Antrieb mit Simmering gleich bei Joe bestellt; hoffentlich schickt er ihn noch vor seinem Urlaub). Das Getriebe mit allen O- Ringen muss ich mir wohl doch noch einmal separat vornehmen.
Ach so ja, die Batterie wird auch nicht geladen. Der KUBOTA Regler ist etwas schwierig in den Kabelsalat einzufügen. Hab' mir inzwischen den passenden zu meiner KUBOTA Wechselstrom- LIMA besorgt.
Ansonsten hat das Gerät einen herrlichen Dampf.
Kinderkrankheiten, bekomme ich schon in den Griff.
Gruß
Klaus
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Tim
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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von Tim »

Klaus Monning hat geschrieben:Ich habe mir den Ölfilter in den Hauptstrom gebaut, weil ich das richtig finde. Andere Verschraubungen standen mir nach meiner damaligen Kenntnis nicht zur Verfügung. Also hab` ich das drangebaut, was ich für halbwegs vernünftiges Geld erhalten habe.
Da haste auch vollkommen recht, v.a. mit dem Filter nach der Pumpe. Passt scho', form follows function, und andere als die rot-blauen Standardfittings zu bekommen, ist mit viel Aufwand verbunden. Ich würde mir die Schlauchanschlüsse in viiiiel einfacherer Form selbst drehen und beim Schlauchdienst verpressen lassen. Diese lösbaren Dinger findest Du in den oberen Rennspochtklassen kaum bis gar nicht mehr am Fahrzeug, da wird mit Plug-ins gearbeitet, die sind leichter und wesentlich betriebssicherer.


Tim
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Klaus Monning
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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von Klaus Monning »

Atlas750 hat geschrieben:
Klaus Monning hat geschrieben:Ich habe mir den Ölfilter in den Hauptstrom gebaut, weil ich das richtig finde. Andere Verschraubungen standen mir nach meiner damaligen Kenntnis nicht zur Verfügung. Also hab` ich das drangebaut, was ich für halbwegs vernünftiges Geld erhalten habe.
Diese lösbaren Dinger findest Du in den oberen Rennspochtklassen kaum bis gar nicht mehr am Fahrzeug, da wird mit Plug-ins gearbeitet, die sind leichter und wesentlich betriebssicherer.


Tim
Jetzt noch was zum Öldruck, um die Betriebssicherheit zu hinterfragen:
Ich habe das Motorrad im Taunus schon recht beherzt rangenommen. Man hat ja so seine Konkurrenz. Das Problem ist nach wie vor: Ist der Motor kalt, mit SAE 20/50er Öl habe ich einen Öldruck von ca. 6,5 bar, was sicherlich gut ist. Ich habe nämlich wegen meines "Im Hauptstrom" befindlichen Ölfilters das Pressure Relieve Valve mit 1,5mm unterlegt.
Wenn der Motor dann seine 3- 4 km hinter sich hat und warm ist, liegt der Öldruck nur noch bei ca. 4 bar. Wenn das Gerät dann richtig heiß ist, kann er sogar auf 2 - 3 bar abfallen, je nach Drehzahl etwas mehr oder weniger. Die Ölpumpe habe ich nach bestem Wissen und Gewissen überholt. Das Spiel der einzelnen Ölpumpenräder dürfte unter 0,02mm liegen.
Meine Theorie:
Bei kaltem Motor sind alle Spiele noch klein und haben einen relativ hohen Widerstand gegen den Ölpumpendruck. Auch der Volumenstrom an Öl, der durch den Motor gepumpt wird, dürfte noch relativ klein sein, weil ja auch die Spaltmaße noch relativ klein sind.
Wenn der Motor warm wird, vergrößern sich die Spiele und damit die Spaltmaße. Der Volumenstrom müsste sich eigentlich vergrößern, obwohl der Öldruck fällt.
Heißt im Klartext für meine Verschraubungen, dass die bei dem geringen Druck eigentlich halten müssten. Bis jetzt tun sie das auch. Hoffentlich bleibts so. Ich behalte meinen Öldruckmesser jedenfalls gut im Auge.
Schönen Tag noch
Gruß
Klaus
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Tim
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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von Tim »

Klaus Monning hat geschrieben:Heißt im Klartext für meine Verschraubungen, dass die bei dem geringen Druck eigentlich halten müssten.
Druck ist nicht das Problem, korrekt verbaut halten die den zigfachen Öldruck aus. Mir geht es um die Vibrationen und darum, dass die Dinger beim Einbau immer Spannung in die Schlauchhülle einbringen, selbst die mit Drehausgleich. Für stationäre Verschlauchungen, an die man schnell rannkommt, nimmt man die auch, aber unter dem shyce-engen Gekröse modernen Renngeraffels ist für sowas eben kein Platz.

Die Plug-ins, die ich meine, tun das nicht, die sind kleiner, leichter, brauchen nur eine Verliersicherung - weil sie radial über einen O-ring abdichten und nicht über den Konus - und können prinzipbedingt sogar schwimmend verbaut werden, so dass sich das Stahlgeflecht frei "setzen" kann. Die sind ähnlich diesen Teile, nur noch etwas simpler. Die rote Klammer in dem Beispiel wird mit dem Hydraulik-Element verbunden, die hält das ganz einfach nur in einer zylindrischen Bohrung, recht simpel. Kein Gefuckel mit Adapter hier auf Adapter da etc.


Tim
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jan
Julio Matchlesias
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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von jan »

Klaus Monning hat geschrieben:Jetzt noch was zum Öldruck, um die Betriebssicherheit zu hinterfragen:
Ich habe das Motorrad im Taunus schon recht beherzt rangenommen. Man hat ja so seine Konkurrenz. Das Problem ist nach wie vor: Ist der Motor kalt, mit SAE 20/50er Öl habe ich einen Öldruck von ca. 6,5 bar, was sicherlich gut ist. Ich habe nämlich wegen meines "Im Hauptstrom" befindlichen Ölfilters das Pressure Relieve Valve mit 1,5mm unterlegt.
Wenn der Motor dann seine 3- 4 km hinter sich hat und warm ist, liegt der Öldruck nur noch bei ca. 4 bar. Wenn das Gerät dann richtig heiß ist, kann er sogar auf 2 - 3 bar abfallen, je nach Drehzahl etwas mehr oder weniger. Die Ölpumpe habe ich nach bestem Wissen und Gewissen überholt. Das Spiel der einzelnen Ölpumpenräder dürfte unter 0,02mm liegen.
Meine Theorie:
Bei kaltem Motor sind alle Spiele noch klein und haben einen relativ hohen Widerstand gegen den Ölpumpendruck. Auch der Volumenstrom an Öl, der durch den Motor gepumpt wird, dürfte noch relativ klein sein, weil ja auch die Spaltmaße noch relativ klein sind.
Wenn der Motor warm wird, vergrößern sich die Spiele und damit die Spaltmaße. Der Volumenstrom müsste sich eigentlich vergrößern, obwohl der Öldruck fällt.
Hallo Klaus,

so recht eine konkrete Frage stellen tust Du ja eigentlich nicht... Ich lese Deinen Beitrag so, dass Du insgeheim zu niedrigen Öldruck bei warmem/heißem Öl befürchtest. Mit 2 bis 3 bar Druck bei warmem Motor solltest Du aber absolut auf der sicheren Seite sein. Selbst voll gleitgelagerte (Auto-)Motoren kommen damit aus; geradezu ein Klassiker ist ja die Öldruckanzeige in älteren Mercedessen, die im Leerlauf schon mal auf unter 1 bar runtergeht und sich dann bei höheren Drehzahlen irgendwo zwischen der 2 und der 3 einpendelt.

Der Öldruck fällt bei Erwärmung auch nicht wegen der sich hitzebedingt verändernden Maße und Spiele, sondern insb. wegen der Viskositätsveränderung des sich erwärmenden Öles - je heißer, desto dünner, lautet hier die Devise.

Cheers, Jan
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Norton
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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von Norton »

Klaus Monning hat geschrieben:
Atlas750 hat geschrieben:
Klaus Monning hat geschrieben:Ich habe mir den Ölfilter in den Hauptstrom gebaut, weil ich das richtig finde. Andere Verschraubungen standen mir nach meiner damaligen Kenntnis nicht zur Verfügung. Also hab` ich das drangebaut, was ich für halbwegs vernünftiges Geld erhalten habe.
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Ich habe das Motorrad im Taunus schon recht beherzt rangenommen. Man hat ja so seine Konkurrenz. Das Problem ist nach wie vor: Ist der Motor kalt, mit SAE 20/50er Öl habe ich einen Öldruck von ca. 6,5 bar, was sicherlich gut ist. Ich habe nämlich wegen meines "Im Hauptstrom" befindlichen Ölfilters das Pressure Relieve Valve mit 1,5mm unterlegt.
Wenn der Motor dann seine 3- 4 km hinter sich hat und warm ist, liegt der Öldruck nur noch bei ca. 4 bar. Wenn das Gerät dann richtig heiß ist, kann er sogar auf 2 - 3 bar abfallen, je nach Drehzahl etwas mehr oder weniger. Die Ölpumpe habe ich nach bestem Wissen und Gewissen überholt. Das Spiel der einzelnen Ölpumpenräder dürfte unter 0,02mm liegen.
Meine Theorie:
Bei kaltem Motor sind alle Spiele noch klein und haben einen relativ hohen Widerstand gegen den Ölpumpendruck. Auch der Volumenstrom an Öl, der durch den Motor gepumpt wird, dürfte noch relativ klein sein, weil ja auch die Spaltmaße noch relativ klein sind.
Wenn der Motor warm wird, vergrößern sich die Spiele und damit die Spaltmaße. Der Volumenstrom müsste sich eigentlich vergrößern, obwohl der Öldruck fällt.
Heißt im Klartext für meine Verschraubungen, dass die bei dem geringen Druck eigentlich halten müssten. Bis jetzt tun sie das auch. Hoffentlich bleibts so. Ich behalte meinen Öldruckmesser jedenfalls gut im Auge.
Schönen Tag noch
Gruß
Klaus
Klaus, was Du hier tust, ist gefährlich!
Spielereien mit Öldruck hab ich auch schon gemacht und mit einem unterlegtem Überdruckventil mit ca 4,5 Bar die Dichtlippe des WeDi auf der Kurbelwelle "auf links gestülpt". Gottseidank hatte ich ein Ölmanometer und hab gleich gesehen, dass ich keinen Öldruck mehr hatte. Ich überprüfe bei jedem Motor den ich mache den Öldruck und stelle das Ventil neu ein, bei ca drei Bar lasse ich es dann aber gut sein, bei heissem Motor und Öl ist das nämlich nebensächlich. Mehr als ein Bar bleibt dann sowieso nicht übrig. Ich mache aus den Bohrungen im Ventil immer Langlöcher, ca 5-6 mm lang, in Gewindegangrichtung (also quer). Dann regelt das Ventil genauer ab, weil der Durchlassquerschnitt dann größer ist, als bei einem runden Loch und die Feder hat eine ganz schön harte Rate. Wenn die den Kolben dann noch weiter anheben muss, gibt das auch gleich wieder ordentlich mehr Öldruck und ich will das Regelfenster so klein wie möglich machen, wegen dem Wellendichtring auf der Kurbelwelle.
Hast Du den Volumenstrom vor dem Überdruckventil, oder erst nach bzw bei parallel geschaltetem Überdruckventil aus dem Deckel geführt? Wichtig beim Filter ist ein Überdruckventil im Filter selbst bzw ein Bypass, sonst kriegt das Ganze bei kaltem Öl dicke Backen und im Motor kommt trotzdem nichts an.

Gruß. Martin.
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Tim
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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von Tim »

Norton hat geschrieben:Spielereien mit Öldruck hab ich auch schon gemacht und mit einem unterlegtem Überdruckventil mit ca 4,5 Bar die Dichtlippe des WeDi auf der Kurbelwelle "auf links gestülpt".
Da hab ich auch schon dran gedacht, aber so wie ich Klaus einschätze, weiss er ganz gut, was er tut und ich gehe mal davon aus, dass er den Druck vorm Filter meint, dann passt das wieder einigermaßen.


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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von Klaus Monning »

Klaus, was Du hier tust, ist gefährlich!
Spielereien mit Öldruck hab ich auch schon gemacht und mit einem unterlegtem Überdruckventil mit ca 4,5 Bar die Dichtlippe des WeDi auf der Kurbelwelle "auf links gestülpt". Gottseidank hatte ich ein Ölmanometer und hab gleich gesehen, dass ich keinen Öldruck mehr hatte. Ich überprüfe bei jedem Motor den ich mache den Öldruck und stelle das Ventil neu ein, bei ca drei Bar lasse ich es dann aber gut sein, bei heissem Motor und Öl ist das nämlich nebensächlich. Mehr als ein Bar bleibt dann sowieso nicht übrig. Ich mache aus den Bohrungen im Ventil immer Langlöcher, ca 5-6 mm lang, in Gewindegangrichtung (also quer). Dann regelt das Ventil genauer ab, weil der Durchlassquerschnitt dann größer ist, als bei einem runden Loch und die Feder hat eine ganz schön harte Rate. Wenn die den Kolben dann noch weiter anheben muss, gibt das auch gleich wieder ordentlich mehr Öldruck und ich will das Regelfenster so klein wie möglich machen, wegen dem Wellendichtring auf der Kurbelwelle.
Hast Du den Volumenstrom vor dem Überdruckventil, oder erst nach bzw bei parallel geschaltetem Überdruckventil aus dem Deckel geführt? Wichtig beim Filter ist ein Überdruckventil im Filter selbst bzw ein Bypass, sonst kriegt das Ganze bei kaltem Öl dicke Backen und im Motor kommt trotzdem nichts an.

Gruß. Martin.[/quote]

Hallo Martin,
mir erschien der bei warmem Öl stark abfallende Öldruck ungewöhnlich. Ich habe aber nun die Bestätigung, das das völlig normal ist. An die umstülpende Dichtlippe am KW- Eingang hatte ich auch schon gedacht. Ich glaube auch, dass der Simmerring als Dichtung zwar gut ist, da er alle Durchbiegungen und Winkelstellungen der Kurbelwelle mitmacht, aber das Umstülpen ist durchaus möglich. Wenn ich den Deckel das nächste Mal runter habe, bekommt der Simmerring eine Stützscheibe von vorne verpasst. Dafür muss ich natürlich den Sitz für den Simmerring eine Idee tiefer setzen. Ich hoffe, dann ist diese Gefahr gebannt. Ich habe mir aber bei der Rennerei einige Kolbenfresser eingefahren. Ich vermute, dass der Im Hauptstrom befindliche Ölfilter dem Pressure Relieve Valve so viel Widerstand entgegensetzte, es zu früh öffnete zu früh und so wurde zu viel Öl über den Bypass wieder vor die Pumpe gepumpt. So hatte ich dann natürlich zu wenig Öl im Kurbelhaus für die Kolbenschmierung. Für die Pleuel- Lager hat's aber ausgelangt. Die brauchen nämlich viel weniger Öl als man gemeinhin denkt. Nur eine Ölsäule muss anstehen. Den Ret erledigt der hydrodynamische Druck der automatisch im Gleitlager entsteht.
Nun habe ich die Bohrungen in den Pleuelstangen, einen vernünftigen Öldruck und somit genug im Öl Gehäuse. Die Gefahr des Kolbenfressens ist gebannt. Übrigens kann man anhand des Fressbildes ganz gut erkennen warum der Kolben gefressen hatte. Er fraß nämlich nur im vorderen Bereich des Zylinders. Das ist genau der Bereich, wo die Druckkräfte aufgebaut werden wenn der Koben durch die Verbrennung nach unten gedrückt wird. Wenn dann Reibung entsteht und kein genügender Ölfilm da ist, frissts halt, denke ich.
Nochmals dank für die Info, dass der Öldruckabfall zwischen kalt/ warm also normal ist.
Gute Nacht zusammen.
Gruß
Klaus
Norton
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Re: Norton Drehzahlmesserantrieb öldicht?

Beitrag von Norton »

Die Ölüberdruckventile waren orginal ziemlich lasch eingestellt, so um die 1,5 Bar. Hauptvorteil eines zackig eingestellten Ventils ist eine bessere Durchölung des Motors während des Warmfahrens. Das Öl wird auch schneller warm, weil eben auch mehr Öl durch den Motor selbst wandert, als einfach nur am Überdruckventil wieder in den kleinen Kreislauf vor die Pumpe zurückströmt, oder bei den Atlas und Domis in den Steuergehäusedeckel rausströmt und im Gehäuse unten wieder zusammenläuft und kalt wieder in den Öltank zurückgefördert wird.
Die alten Domis, vor Baujahr 60/62 hatten einen andren Steuergehäusedeckel mit einem einfacheren Überdruckventil im Deckel innen drinnen. Ähnlich wie bei den ES2 Einzylindern. Aber die Federn waren da stramm. Von meinem Domi99 hab ich die Feder mal auf Vorspannmass auf eine Waage gehalten und mit der Fläche des Kolbens hochgerechnet, das öffnet bestimmt erst bei 3-4 Bar. Trotzdem werde ich da auch den Öldruck mittels eines Manometers überprüfen. Bin dann auch mal gespannt, was der dann mit schnellem Pumpenantrieb von der Commando und Spritzbohrungen in den Pleueln an Öldruck liefert. Die Pumpe selbst ist noch die kleine mit den schmalen Rädern, aber top in Ordnung. Die Steigleitung für den Kopf traue ich mir jedenfalls nicht noch mit dran hängen. Bleibt dann halt an der Rückförderleitung.
Mal sehen.

Gruß. Martin.
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