Ja mit Triumph erlebt man was...

Eine wahre Geschichte, der wirkliche Grund, warum meine Daytona mit mir an einem Holzpöller zerschellte.... Seitdem wiß ich, dass die Lady lebt(e)...
Also in der Zeit, in der ich meine jetzige Frau kennen lernte und die Schmetterlinge des Bauches alle verfügbaren Hirnsynapsen auf Pausenmodus stellten, war ich in einer glücklichen festen Beziehung und mein Leben schien traumhafte gerade BAhnen zu nehmen. Ich hatte gerade eine wunderschöne alte Fabrikanten-Villa in Lüdenscheid gekauft und alles war Tutti. Als ich dann Simone traf war alles anders und ich machte einen Treff mit ihir aus, wollte sie auf dem Motorrad, meienr Trident, einige Meilen ausfahren. Ich kam mit der Trident gerade 5 km, dann brach die Elektrik zusammen. Die Batterie war es, hinterher wusste ich es. Aber der Fehler war seltsam, nach kurzer Zeit war wieder Saft da, einige Meilen, alles wieder down. Seitdem habe ich eine gespaltene Beziehung zu Gel Batterien

Fakt ist, meine Trident WOLLTE mich nicht mit dieser fremden Frau fahren lassen... Also ich rief einen Freund an, ließ mich in meine Werkstatt bringen. Dort die Daytona rausgezogen (mein erklärtes erstes englisches und Lieblings Motorrad) und, getreu dem Motto "Die springt IMMER an" angemacht, losgefahren. Die Straße ins Tal runter geheizt, ich war ja schon zu spät... Unten im Tal auf der B54 kam mir irgendwas komisch vor.. Schau nach links unten und siehe da, der Auspuff fehlte...

Umgedreht, Berg hoch und der Topf lag auf der Straße. Eingesackt, zurück zur Werkstatt, Topf dran, gekickt und los.... Jetzt haben zwei Moppeds versucht mich von dieser törichten Tat abzuhalten, es hat nichts genutzt. Die Daytona wählte also die letzte Möglichkeit: Suizidversuch

Der Polo kam aus der Einfahrt, die Daytona um die Ecke. Als ich schrie, er solle Gas geben (dann hätt ich's noch geschafft!), bremste er abrupt. Daytona schrebbelte vorbei und landete stumpf an so nem landwirtschaftlichen Holzpöller der sicher 4 Meter im Boden steckte... Sie sah traurig aus, war aber letztendlich in ihrer treuen Pflichterfüllung im Dienst verendet...
Na ja, genutzt hat es nichts, habe alles gecrasht und zwei Jahre Leiden auf mich genommen. Die schlimmen Jahre sehe ich heute als Prüfung, die ich gemeistert habe. Nun bin ich mit der anderen verheiratet, habe meinen kleinen Theo und die Daytona wartet in der Werkstatt auf ihre Wiederbelebung. Irgendwann wird es so weit sein, koste es was es wolle. Es tut mir in der Seele weh, aber ich habe mir geschworen, wenn, dann aber 100% in die Daytona. Und dafür habe ich jetzt nicht die Zeit. 2008...
Beste Grüße, Martin