Alupleuel überprüfen.
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Norton
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Alupleuel überprüfen.
Hallo Gemeinde.
Vor zwei Wochen hat ein Domi 99 mit geplatztem Motor den Weg zu mir gefunden. Grund für den Platzer ist ein gerissenes Pleuel auf der Steuerseite (rechts). Grund für das gerissene Pleuel war ein geschlossener Ölhahn.
Das linke Pleuel wird hoffentlich noch gut sein, ein weiteres augenscheinlich gutes Pleuel ist noch in dem beiliegendem Teilefundus. Gibt es ein zuverlässiges Verfahren diese Pleuel zu überprüfen? Röntgen, Ultraschall etc und wer macht sowas?
Da ja nachgefertigte Pleuel meines Wissens nicht zu bekommen sind, oder nur als Sonderanfertigung, bin ich auf orginale Pleuel angewiesen.
Was wäre die Alternative? Pleuel polieren oder kugelstrahlen?
Dank und Gruß. Martin.
Vor zwei Wochen hat ein Domi 99 mit geplatztem Motor den Weg zu mir gefunden. Grund für den Platzer ist ein gerissenes Pleuel auf der Steuerseite (rechts). Grund für das gerissene Pleuel war ein geschlossener Ölhahn.
Das linke Pleuel wird hoffentlich noch gut sein, ein weiteres augenscheinlich gutes Pleuel ist noch in dem beiliegendem Teilefundus. Gibt es ein zuverlässiges Verfahren diese Pleuel zu überprüfen? Röntgen, Ultraschall etc und wer macht sowas?
Da ja nachgefertigte Pleuel meines Wissens nicht zu bekommen sind, oder nur als Sonderanfertigung, bin ich auf orginale Pleuel angewiesen.
Was wäre die Alternative? Pleuel polieren oder kugelstrahlen?
Dank und Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
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Alexander
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Re: Alupleuel überprüfen.
Hallo Martin , ich weis von einem Motorinstandsetzer , das die dort mit einer speziellen Flüssigkeit arbeiten bzw die infrage kommenden Teile damit benetzen . Es zeigen sich dann Risse im Material , die man sonst nicht erkennen kann .
Ich denke mal das jede gute Motorbude so was am Start hat .
Extra Röntgen lassen ist vieleicht teurer als Nachanfertigungen .
Gruß Alexander
Ich denke mal das jede gute Motorbude so was am Start hat .
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Gruß Alexander
Die Leute sind so ..
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Re: Alupleuel überprüfen.
Es gibt auch solche Sprays, wo zuerst eine Komponente aufgetragen wird, dann nach einer Weile die zweite. Aus den sich dann ergebenden Verfärbungen erkennt der Fachmann, ob es Risse gibt. Mir fällt der Name gerade nicht ein, morgen kann ich es Dir sagen. Wird z. B. im Rahmen von UVV-Untersuchungen an Gabelstaplergabeln benutzt.Alexander hat geschrieben:Hallo Martin , ich weis von einem Motorinstandsetzer , das die dort mit einer speziellen Flüssigkeit arbeiten bzw die infrage kommenden Teile damit benetzen . Es zeigen sich dann Risse im Material , die man sonst nicht erkennen kann .
Ich denke mal das jede gute Motorbude so was am Start hat .
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Gruß Alexander
Gruß, Wolfram
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Re: Alupleuel überprüfen.
Röntgen bzw. die gehobenere Variante CT-Scan sind sicherlich die besten Methoden, aber sehr aufwendig und teuer. Machen tun das eigentlich recht viele (im Prinzip kann das jeder Radiologe...) , das Problem ist das Interpretieren der Bilder. Falls Du das weiterverfolgen willst, schau mal, ob Du eine Gießerei in der Nähe findest, bei denen gehört Röntgen zu Standard und viele haben ein eigenes Labor. CT scans sind etwas schwieriger.Norton hat geschrieben:Gibt es ein zuverlässiges Verfahren diese Pleuel zu überprüfen? Röntgen, Ultraschall etc und wer macht sowas?
Das Verfahren, das Alexander meint, ist die Farbeindring-Rißprüfung. Eine sehr kriechfähige farbige Flüssigkeit wird aufgetragen, abgewaschen und dann kommt ein Kreidespray drauf. Die in die Risse eingedrungene Flüssigkeit wird von der Kreide ausgesogen und macht den Riß sichtbar (in der etwas edleren Variante mit Schwarzlicht). Die bekannteste Marke ist Magnaflux und bei den Amis heisst das Verfahren auch Magnafluxing, Google hat mir mal eben das hier ausgespuckt - keine Ahnung ob das gut ist. Ich muss mal schauen, was meine Kollegen @work dafür nehmen.
Edit: Ultraschall ist eher ungeeignet, weil die Form der Pleuel es nicht grade einfach macht, ein sauberes Signal reinzuschicken und wieder auszulesen.
Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
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- Klaus Monning
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Re: Alupleuel überprüfen.
Hallo,
ich hatte es eben schon in "Giro'd Italia" geschrieben. Ich würde die Pleuel überhaupt nicht überprüfen. Ich gehe einfach davon aus, dass die Pleuel, wenn Sie neu sind, ohne Fehl und Tadel sind. Keine Macken, Risse und schon gar keine Lunker usw., die man theoretisch ja mit Ultraschall feststellen könnte. Beim Einbau achte ich immer darauf, dass die Schäfte so lange durch Kunststoff oder Lappen abgedeckt sind, dass sie, wenn sie 'mal am Gehäuse anecken eben keine noch so kleine Macken bekommen. Ich weiß nicht Joe, sind Eure Pleuel eigentlich Kugel- gestrahlt? Das erhöht die Dauerfestigkeit. Nachträglich würd' ich's eher nicht machen, da sich das Pleuel verziehen könnte und dann isses hin.
Polieren ginge auch, bringt aber nicht soviel, wie Oberflächen- Verfestigung durch Kugelstrahlen.
Also, im Zweifel wechseln. Ich sage alle etwa 50.000km, spätestens nach 80.000, je nach Fahrweise.
Gruß
Klaus
ich hatte es eben schon in "Giro'd Italia" geschrieben. Ich würde die Pleuel überhaupt nicht überprüfen. Ich gehe einfach davon aus, dass die Pleuel, wenn Sie neu sind, ohne Fehl und Tadel sind. Keine Macken, Risse und schon gar keine Lunker usw., die man theoretisch ja mit Ultraschall feststellen könnte. Beim Einbau achte ich immer darauf, dass die Schäfte so lange durch Kunststoff oder Lappen abgedeckt sind, dass sie, wenn sie 'mal am Gehäuse anecken eben keine noch so kleine Macken bekommen. Ich weiß nicht Joe, sind Eure Pleuel eigentlich Kugel- gestrahlt? Das erhöht die Dauerfestigkeit. Nachträglich würd' ich's eher nicht machen, da sich das Pleuel verziehen könnte und dann isses hin.
Polieren ginge auch, bringt aber nicht soviel, wie Oberflächen- Verfestigung durch Kugelstrahlen.
Also, im Zweifel wechseln. Ich sage alle etwa 50.000km, spätestens nach 80.000, je nach Fahrweise.
Gruß
Klaus
- Tim
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Re: Alupleuel überprüfen.
Können vor Lachen, Martin fragt nach einer 99.Klaus Monning hat geschrieben:Also, im Zweifel wechseln.
Tim
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- Klaus Monning
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Re: Alupleuel überprüfen.
Hallo,
also Pleuel jedweder Art, auch für die 99 kann man besorgen. Versucht's mal unter http://www.thunderengineering.co.uk. Die haben solche Pleuel schon gemacht und ich glaube man kann die dort auch standardmäßig kaufen.
Gruß
Klaus
also Pleuel jedweder Art, auch für die 99 kann man besorgen. Versucht's mal unter http://www.thunderengineering.co.uk. Die haben solche Pleuel schon gemacht und ich glaube man kann die dort auch standardmäßig kaufen.
Gruß
Klaus
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Norton
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Re: Alupleuel überprüfen.
Die Pleuel sehen gefräst aus, aus dem Vollem.
Sollte ich soweit sein, Pleuel machen zu lassen, dann Carrillo. Die hab ich auch in meiner Atlas drin.
Die 600er Domis sind nicht als Pleuelkiller bekannt, hat zumindest noch keiner was erzählt. Der Grund für den Pleuelreißer war ja schließlich ein handfester Pleuellagerschaden durch hundertprozentigen Ölmangel. Der gute Mann hat ja nachdem dem Festgehen des Motors den Ölhahn aufgedreht und ist wieder nach Hause gefahren! Auf dem Hubzapfen (ist durch das Loch im Gehäuse zu sehen, vom Pleuelfuß ist nichts mehr auf dem Hubzapfen) ist das ganze Weißmetall von den Lagerschalen verteilt. Das Pleuellager hat wohl schon Millimeterweise Luft gehat. Die eine Lagerschale hat hinter dem Magneten im Freien auf dem Gehäuse gelegen. Bei ausbauen des Motors ist sie auf die Hebebühne gefallen, da wurde mir erst bewußt, daß hier was nicht stimmen kann, mit einer Handlampe und genauem hinsehen von der anderen Seite sah ich erst das Loch hinter dem Magneten im Gehäuse. Das Pleuel hat auch dem Magneten noch eins mitgegeben und von dem dreieckigen Fuß eine Ecke mit weggesprengt.
Ich hätte jetzt augenscheinlich gute Pleuel genommen, rißgeprüft, sauber poliert und eingebaut. Sichergestellt, daß Maße und Ölversorgung i. O. sind und es drauf ankommen lassen. Nur die wenigsten Domis fahren mit nachgefertigten, die allermeisten mit orginalen Pleueln rum. Vor allem sind die Pleuel aus den alten Motoren bei weitem nicht so schön gearbeitet, wie die Pleuel aus den Motoren mit den dicken Hubzapfen (650/750/850er). Da ist auf der ganzen Länge noch der Grat vom Gesenkschmieden dran, grob abgetrennt, geschliffen ist da gar nichts.
Trotz kürzerem Hubs sind die Pleuel auch länger, für den Kolbenbolzen sind Bronzeaugen drin.
Gruß. Martin.
Sollte ich soweit sein, Pleuel machen zu lassen, dann Carrillo. Die hab ich auch in meiner Atlas drin.
Die 600er Domis sind nicht als Pleuelkiller bekannt, hat zumindest noch keiner was erzählt. Der Grund für den Pleuelreißer war ja schließlich ein handfester Pleuellagerschaden durch hundertprozentigen Ölmangel. Der gute Mann hat ja nachdem dem Festgehen des Motors den Ölhahn aufgedreht und ist wieder nach Hause gefahren! Auf dem Hubzapfen (ist durch das Loch im Gehäuse zu sehen, vom Pleuelfuß ist nichts mehr auf dem Hubzapfen) ist das ganze Weißmetall von den Lagerschalen verteilt. Das Pleuellager hat wohl schon Millimeterweise Luft gehat. Die eine Lagerschale hat hinter dem Magneten im Freien auf dem Gehäuse gelegen. Bei ausbauen des Motors ist sie auf die Hebebühne gefallen, da wurde mir erst bewußt, daß hier was nicht stimmen kann, mit einer Handlampe und genauem hinsehen von der anderen Seite sah ich erst das Loch hinter dem Magneten im Gehäuse. Das Pleuel hat auch dem Magneten noch eins mitgegeben und von dem dreieckigen Fuß eine Ecke mit weggesprengt.
Ich hätte jetzt augenscheinlich gute Pleuel genommen, rißgeprüft, sauber poliert und eingebaut. Sichergestellt, daß Maße und Ölversorgung i. O. sind und es drauf ankommen lassen. Nur die wenigsten Domis fahren mit nachgefertigten, die allermeisten mit orginalen Pleueln rum. Vor allem sind die Pleuel aus den alten Motoren bei weitem nicht so schön gearbeitet, wie die Pleuel aus den Motoren mit den dicken Hubzapfen (650/750/850er). Da ist auf der ganzen Länge noch der Grat vom Gesenkschmieden dran, grob abgetrennt, geschliffen ist da gar nichts.
Trotz kürzerem Hubs sind die Pleuel auch länger, für den Kolbenbolzen sind Bronzeaugen drin.
Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
- Gerd M.
- Manxman
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Re: Alupleuel überprüfen.
Ich kenne 2 Möglichkeiten selbst zu prüfen:
1. rot/weiß Prüfung.
Gehe zu einem Schweißbetrieb in Deiner Nähe und spreche mit dem Meister dort.
Er könnte Dir eine angebrochene Flasche Prüfweiß und eine Flasche Prüfrot verkaufen. (sonst im Schweißfachhandel)
Die Prüfung erfolgt dann bei Dir mittels Farbeindringverfahren.... steht alles auf den Flaschen drauf, oder Google.
2. Das Pleuel unter Gleichstrom setzen (z.B. Eisenbahntrafo).
Dann mit Eisenfeilspänen bestreuen. (gibt es z.B. auch in der Apotheke).
An den evtl. angerissenen Stellen verwirbeln sich die Magnetlinien und das wird über die Späne sichtbar.
Sonst bleibt nur noch die Röntgenprüfung.(sicherste Methode)
Hier kann man z.B. den TÜV befragen wo in Deiner Nähe ein Metallbetrieb ist, der röntgen kann.
1. rot/weiß Prüfung.
Gehe zu einem Schweißbetrieb in Deiner Nähe und spreche mit dem Meister dort.
Er könnte Dir eine angebrochene Flasche Prüfweiß und eine Flasche Prüfrot verkaufen. (sonst im Schweißfachhandel)
Die Prüfung erfolgt dann bei Dir mittels Farbeindringverfahren.... steht alles auf den Flaschen drauf, oder Google.
2. Das Pleuel unter Gleichstrom setzen (z.B. Eisenbahntrafo).
Dann mit Eisenfeilspänen bestreuen. (gibt es z.B. auch in der Apotheke).
An den evtl. angerissenen Stellen verwirbeln sich die Magnetlinien und das wird über die Späne sichtbar.
Sonst bleibt nur noch die Röntgenprüfung.(sicherste Methode)
Hier kann man z.B. den TÜV befragen wo in Deiner Nähe ein Metallbetrieb ist, der röntgen kann.
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Norton
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Re: Alupleuel überprüfen.
Guten Tip.Gerd M. hat geschrieben:Ich kenne 2 Möglichkeiten selbst zu prüfen:
1. rot/weiß Prüfung.
Gehe zu einem Schweißbetrieb in Deiner Nähe und spreche mit dem Meister dort.
Er könnte Dir eine angebrochene Flasche Prüfweiß und eine Flasche Prüfrot verkaufen. (sonst im Schweißfachhandel)
Die Prüfung erfolgt dann bei Dir mittels Farbeindringverfahren.... steht alles auf den Flaschen drauf, oder Google.
2. Das Pleuel unter Gleichstrom setzen (z.B. Eisenbahntrafo).
Dann mit Eisenfeilspänen bestreuen. (gibt es z.B. auch in der Apotheke).
An den evtl. angerissenen Stellen verwirbeln sich die Magnetlinien und das wird über die Späne sichtbar.
Sonst bleibt nur noch die Röntgenprüfung.(sicherste Methode)
Hier kann man z.B. den TÜV befragen wo in Deiner Nähe ein Metallbetrieb ist, der röntgen kann.
Sowohl zum Schweißer zu gehen, als auch der Tip mit dem Magnetfeld. Werde ich ausproblieren.
Dank und Gruß. Martin.
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