DOMI RACER

The world's best road holder
Benutzeravatar
Klaus Monning
Manxman
Beiträge: 652
Registriert: Montag 28. Februar 2011, 23:45
Wohnort: Bettina-von-Arnim Straße 40, 65760 Eschborn

DOMI RACER

Beitrag von Klaus Monning »

Hallo alle Träumer und Phantasten,
wollen doch einmal die Träumer- Köpfe ein wenig zum Rauchen bringen.
Seit Jahren beschäftige ich mich geistig und seelisch mit dem Bau eines DOMI RACERS. Hier die gepante und erträumte technische Spezifikation:

Er sollte, wie es sich gehört 500cm³ haben, wobei ich ja weiß, dass man beim VFV dieses Limit um 10% überziehen darf, das wären dann also 550cm³. Nein, ich bliebe bei 500cm³.

Basis könnte ein 500SS- Motor sein. Aber, da diese Motoren (und erst die Köpfe) ja sehr selten sind wäre es zu schade hieraus einen Rennmotor bauen zu wollen. Basis könnte also ein Norton Atlas- Motor sein.

Ich glaube dass es hierfür noch die meisten Teile gibt, die auch noch recht preisgünstig sind. Ich habe gerade im EBAY einen ausbaufähigen Kopf für nur 72,00GBP (incl. shipping)erworben, den ich in jedem Fall ja mit 41/35mm Ventile umrüsten werde.

Wenn wir vom Kopf reden, reden wir allerdings auch über den viel zu großen Brennraum einer 750er für einen Renn-500er. Die Kolben sollen flach bleiben und die Verdichtung muss gegen 11:1 gehen. Mal sehen und rechnen was das bedeutet. Schweißen möchte ich im Kopf nur äußerst ungern, lieber abfräsen.

De Hub müsste auf 59mm gesenkt werden um auf die 500 cm³ zu kommen. Das bedeutet, bei Commando- Pleuellänge (sehr schönes großes Pleuelverhälnis, weil Drehzahlfördernd) und eine Verkürzung des Zylinder/ Kopf- Verbundes um 15mm. Diese Länge muss sowieso am Kopf (durch Abfräsen) und am (Aluminium- Zylinder) eingespart werden.

Eine Kurbelwelle würde die Commando Standard Lagergrößen bekommen aber den oben beschriebenen Hub (Könnte von Dave Nourish nach meinen Zeichnungen gemacht werden). Ich denke wir müssten um konkurrenzfähig zu sein bei der Endleistung bei ungefähr 50 - 55 PS landen. Dieses ist aber nur möglich, wenn der Motor bis zu 10.000 1/Min dreht. Warum auch nicht. Ich habe von kleinen Italienern gehört, die mit Stoßstangen- Motoren diese Drehzahlen spielend erreichen. Unser neuer kurzer Hub und die ebenso kürzer gewordenen Stößelstangen kämen uns dabei gerade recht. Hirngespinste? Ich bin bereit mich um den Motor zu kümmern.

Fehlt uns noch das Fahrgestell:
Bleibt mir doch bloß mit dem Standard- Federbettfahrgestell weg. das ist viel zu schwer und auch zu hoch. Der damalige DOMI RACER war um ca. 2" flacher und etwa 6cm kürzer als eine Standard Manx. Entsprechend sogar noch besser fahrbar muss ein solches Fahrzeug wohl auch gewesen sein. Nein, ein Low Boy Federbettrahmen muss her. Gibt es komplett bei Mick Hemmings (Wenn nicht wird Roger Titchmarsh eingespannt, oder zum guten Schluss auch Dieter Busch, der kann alles). Bremsen würde ich dann wieder (wie beim original DOMI RACER) bei der Manx holen, wobei die Vorderradbremse dann wohl die letzte Doppel- Duplex Ausführung der Manx wäre (gibt es auch neu als Nachbau). Am besten (und letztendlich auch am billigsten) ist wohl, ein solches Rolling Chassis (inkl. Tank, Öltank, Verkleidung und Sitz) bei Mick Hemmings zusammenstellen zu lassen.
Was ist Tim, wollen wir einmal die Köpfe zusammenstecken und rauchen lassen. Wir könnten uns dann auch einmal Auge in Auge begegnen.
Ach so, wie komme ich auf all' den Blödsinn:
Bei meiner Seeley hatte ich einen 920cm³- Motor. Der hat alles klein gerissen. Ich brauchte Primärtrieb- abstützung, die Primärtrieb- Übersetzung musste sehr lang werden, damit hat sich das Getriebe nicht mehr schalten lassen. Der Tod fuhr mit, da ich nicht wusste, wie lange das Gehäuse wohl überleben würde. Das ganz wurde so überdimensional, das es wohl die gesamte Konstruktion des Motors bis über alle Grenzen überlastet hat. Für einen 500er reicht die Dimensionierung in jedem Bereich des Serien- Motors aus. Sicherlich wird man allerdings ein 5- Gang Getriebe brauchen.
Muss da eigentlich ein Traum bleiben?
Benutzeravatar
Tim
Commando Resterampe
Beiträge: 8936
Registriert: Dienstag 12. Mai 2009, 20:35
Wohnort: Das Dorf an der Düssel in der Nähe von Suppental

Re: DOMI RACER

Beitrag von Tim »

Klaus Monning hat geschrieben:...... und eine Verkürzung des Zylinder/ Kopf- Verbundes um 15mm...... und die ebenso kürzer gewordenen Stößelstangen kämen uns dabei gerade recht.
Da sehe ich ein Problem (ansonsten ist das Rezept ja stimmig): Wenn Du den 750er-Kopf als Basis nimmst, wirst Du den wohl nicht einfach nach unten versetzen können, der wird auch nach vorne kommen müssen - sonst wird die grenzwertige Stößelstangen-Kinematik wohl endgültig absurd. Sollten allerdings nur mm sein, und die Zeichnung, aus der genau das hervorgehen sollte, hast Du ja schon bekommen .... ;-)

Ach, das Heinz leider vor einiger Zeit verstorben ist, hast Du mitbekommen, oder? Fällt mir in dem Zusammenhang grade ein....
Was ist Tim, wollen wir einmal die Köpfe zusammenstecken und rauchen lassen. Wir könnten uns dann auch einmal Auge in Auge begegnen.
Hatten wir ja eh noch vor, und ich hab ja auch immer noch diesen bedauernswerten 850er-Kopf im Keller liegen (wegen seines Zustandes, nicht wegen meines Kellers ..... :twisted: )
Muss da eigentlich ein Traum bleiben?
Ist doch nur eine Frage des Geldes - und da ich grade im Meilenwerk war und da mal wieder die Augenbrauen hochgezogen habe über das eine oder anderer Preisschild ..... 8)


Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
Benutzeravatar
Klaus Monning
Manxman
Beiträge: 652
Registriert: Montag 28. Februar 2011, 23:45
Wohnort: Bettina-von-Arnim Straße 40, 65760 Eschborn

Re: DOMI RACER

Beitrag von Klaus Monning »

Hallo Tim,
ist ja klar, bevor wir hier einsteigen und Späne machen, wird der Bleistift auf meinem Zeichnbrett ins Glühen kommen. Ich ja schon älter, das mit dem CAD kenn' ich (noch) nicht. Ich habe ja glücklicherweise eine Zeichnung des 650er - Kopfes. Aus dem eine ganze Menge für dieses Projekt hervor gehen könnte. Was ist, soll ich Dich besuchen, oder Du mich? Hier noch 'mal mein Adresse:
Klaus - Dieter Monning
Bettina- von Arnim Straße 40
65760 Eschborn (das sit bei Frankfurt)
oder Tel.: 06196 7691 681 (Mobil 0176 17448 409)
E- Mail: kdmonning@freenet.de (kdmonning@gmx.de)
Benutzeravatar
Klaus Monning
Manxman
Beiträge: 652
Registriert: Montag 28. Februar 2011, 23:45
Wohnort: Bettina-von-Arnim Straße 40, 65760 Eschborn

Re: DOMI RACER

Beitrag von Klaus Monning »

Ach so Tim,
da fällt mir noch was ein:
Solange wie wir träumen, kostet's kein Geld. Erst wenn wir langsam aber sicher ein Fahrgestell brauchen, dann kostet's was. So lange sammlen wir nur eigene Kapazitäten für das Projekt. Ich denke, das könnte alles klappen. Ach so, Norbert Prokschi sagte mir vor einigen Jahren: "Das klappt nie. Das Ding kriegst Du nie vernünftig an's laufen, so ne 500er geht nie." Übrigens, ich hätte keine Scheu, den Motor in meiner Commando zu entwickeln (probe fahren usw.). Ich hör' schon die Stimmen: Ha, ha, 'ne 500er Commando).
Ach ja, meine Commando, der Hauptbremszylinder ruft nach Arbeit und ich hab' keine Lust was zu tun. Hast Du schon 'mal was von RGM's 13mm Bremskolben gehört? Die Teile, die ich bekommen habe, sehen gut aus (für englische Verhältnisse). Aber ich muss mich erst entscheiden, ob das überhaupt so gehen kann.
Gruß
Klaus
Benutzeravatar
Klaus Monning
Manxman
Beiträge: 652
Registriert: Montag 28. Februar 2011, 23:45
Wohnort: Bettina-von-Arnim Straße 40, 65760 Eschborn

Re: DOMI RACER

Beitrag von Klaus Monning »

Hallo,
hier scheinen 2 Leute Ihrem Privatvergnügen nachzugehen. Kommt Laute, ich warte auf Eure Kommentare.
Benutzeravatar
Martin
Mutti
Beiträge: 18758
Registriert: Donnerstag 3. August 2006, 09:08
Wohnort: "Borgholzhausen"...es heißt "Borgholzhausen"
Kontaktdaten:

Re: DOMI RACER

Beitrag von Martin »

Klaus Monning hat geschrieben:Hallo,
hier scheinen 2 Leute Ihrem Privatvergnügen nachzugehen. Kommt Laute, ich warte auf Eure Kommentare.
Was soll man hier kommentieren?
Eigentlich stellst Du hier doch nur Deine edalschrauberischen Träume vor und wir tun brav, was Du von uns willst: Ehrfürchtig staunen... :twisted:
When a motorcycle is actually ridden, it takes on a similar "patina" of use

Craig Vetter
Benutzeravatar
Klaus Monning
Manxman
Beiträge: 652
Registriert: Montag 28. Februar 2011, 23:45
Wohnort: Bettina-von-Arnim Straße 40, 65760 Eschborn

Re: DOMI RACER

Beitrag von Klaus Monning »

Stimmt Martin,
aber Ehrfurcht verlange und erwarte ich von keinem. Dafür habe ich schon selbst zuviel Schrott gemacht und meine eigene Commando läuft vor lauter Träumen immer novch nicht.
Gruß
Klaus :cry:
Benutzeravatar
jan
Julio Matchlesias
Beiträge: 11704
Registriert: Samstag 5. August 2006, 00:17
Wohnort: 65779 Kelkheim

Re: DOMI RACER

Beitrag von jan »

Hallo Klaus,

mal davon abgesehen, dass Du (Feind liest mit!) vielleicht nicht all Deine privaten Kontaktdaten so freizügig publizieren solltest - das ist wirklich ein gutgemeinter Tipp, kein Vorwurf oder Korinthenkackerei! -, stelle ich gerade fest, dass wir ja quasi "um die Ecke" wohnen. Ich kann Dir zwar weder mit Norton- noch mit Zerspanungs- oder gar Konstruktions-/Zeichnungskenntnissen dienen, aber auf einen Benzinplausch komme ich gerne mal vorbei. ;-D

Mein persönlicher Zerspanungs-Guru wohnt übrigens von Dir höchstens 2 oder 3 Kilometer Luftlinie entfernt, in Sulzbach. Falls Du insofern Unterstützung benötigst, stelle ich gerne Kontakte her.

Viele Grüße aus Kelkheim (soviel verrate ich, steht ja auch unter meinem Avatar) sendet Jan
May our engines never run out of oil, fuel and sparks!
Benutzeravatar
Tim
Commando Resterampe
Beiträge: 8936
Registriert: Dienstag 12. Mai 2009, 20:35
Wohnort: Das Dorf an der Düssel in der Nähe von Suppental

Re: DOMI RACER

Beitrag von Tim »

Klaus Monning hat geschrieben: "Das klappt nie. Das Ding kriegst Du nie vernünftig an's laufen, so ne 500er geht nie."
Naja, da wird er aber von einigen Leuten wiederlegt, die sowas schon gebaut haben. Die paar Details, die man vom Okinaal-Dommieracer so bekommt, sind doch recht lecker.

Ich versuche grade, einen Scan vom Norton-Kopf zu machen, Timinig-Deckel und ein 1972er Gehäuse habe ich schon in STL-Daten und konstruiere die langsam als CAD-Solids nach. Ich hab zwar keine echten Kapazitäten, Dir bei der konkreten Ausführung wirklich weiterzuhelfen (jedenfalls nicht vor ca. 2021... ;-) ), aber ein büschen rumkonstruieren und den Kopf auf einem anzufertigenden Block neu zu positionieren, damit eine Ultra-Kurzhub-Commando funktioniert, da hätte ich schon Spaß dran. Das schöne bei dem Ansatz ist IMHO, dass man hinsichtlich der Ventil- und Kanalgrößen dann ja schon automatisch in einem für Rennerles sinnvollen Bereich ist, wenn man auf Commando-Material geht.
Hast Du schon 'mal was von RGM's 13mm Bremskolben gehört? Die Teile, die ich bekommen habe, sehen gut aus (für englische Verhältnisse). Aber ich muss mich erst entscheiden, ob das überhaupt so gehen kann.
Ich hab mich da mal ein klein wenig mit auseinandergesetzt vor ein paar Monaten, im Zuge der Diskussion um die Verbesserung von Daniels Italien-Streitroß - die 13mm oder 12.7mm-Kolben sind vom hydraulischen Übersetzungsverhältnis sehr gut, aber was das Aussleeven von Lockheed-Pumpen angeht, da muss ich doch Joe S.' Kritik beipflichten, dass das potentiell eher gefährlich ist, v.a. ohne Not, weil durchaus noch akzeptable aussehende kleinere Handpumpen ja bei Brembo und Co. zu bekommen wären.


Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!
Benutzeravatar
Klaus Monning
Manxman
Beiträge: 652
Registriert: Montag 28. Februar 2011, 23:45
Wohnort: Bettina-von-Arnim Straße 40, 65760 Eschborn

Re: DOMI RACER

Beitrag von Klaus Monning »

Hallo Tim
ich sehe wir sitzen im gleichen Boot. Ich hab' auch seine 13mm Conversion und bin mir auch nicht sicher. Ich denke gerade daran einen Dichtungssatz mit 13mm Nutringen zu kaufen und mir einen passenden Kolben zu drehen. Ich hab' da ein ideales Material für eine Buchse. Es ist eine extrem harte und auch korrosionsbeständige Bronze, die sogar gerade den notwendigen Durchmesser hat. Wie ich allerdings den Innendurchmesser honen soll, weiß ich noch nicht. Ich glaube da gibt es aber ein Werkzeug, dass man in eine Handbohrmaschine spannen kann. Ausreiben kann man ja schon 'mal machen. Vielleicht kann den original Koben ja auch abdrehen und die kleineren Nutringe einbauen. Ich denke da an einen BMW -Unter-Tank- Bremszylinder für eine einige Bremsscheibe. Mal sehehn was die für Dichtungen hatte. Im Ernst, dass ict mein einziges Problem, das ich zurzeit habe. Dann kann die Commando rollen.
Noch 'mal zur Domi. Wenn ich denke, dass die ganze Kopf- Zylinderchause um 15mm gekürzt werden soll, kann man auch einen Maney - Zylinder um eine Rippe kürzen und die Stößelbohrungen im Winkel ändern.
Gruß
Klaus
Norton
Jehooova!!!
Beiträge: 4093
Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
Wohnort: Ammerndorf

Re: DOMI RACER

Beitrag von Norton »

Der orginale Domiracer war ja sowas wie ein kurzgehubter 650er mit quadratischem Bohrungs/Hubverhältnis. Jedenfalls haben sie den neuentwickelten Kopf der 650er verwendet. Der Unterbau der 650er ist ja auch der gleiche, wie die 750er. Bis auf die Stehbolzenmaße im Zylinderflansch.
In der Classic Motorcycle war vor Jahren mal ein Artikel über einen Versuchsfahrer mit vielen Infos über den Domiracer. Denis Jenkinson, glaube ich hieß der. Ich schau mal, ob ich den Artikel wieder finde.
Jedenfalls gab es auch mehrere Evolutionsstufen, Versteifungsplatte für die Hauptlager, Ölkühlung etc.
Viele von den alten Leuten, die früher für Joe Craig gearbeitet haben, haben ihr Wissen und Können in dieses Projekt eingebracht.
Projektleiter war doch der Doug Hele, oder?

Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
Benutzeravatar
Klaus Monning
Manxman
Beiträge: 652
Registriert: Montag 28. Februar 2011, 23:45
Wohnort: Bettina-von-Arnim Straße 40, 65760 Eschborn

Re: DOMI RACER

Beitrag von Klaus Monning »

Ja Martin,
der Domi Racer war im Prinzip der Startschuss für den 650SS, Atlas, Commando - Zylinderkopf. Er wies in einigen Deteils auch für heutige 2- Ventiler nahezu sensationelle Details auf: Ventilwinkel nur 58° zu einander. Bei größeren Ventilen ändert sich das noch mehr in Richtung engerer Winkel. Die Nockenwellen waren Nadel- gelagert. Ob das sein muss, will ich hier nicht kommentieren. Die Kipphebel waren auf exzentrischen Kipphebel- Lagerwellen gelagert um das Gewicht für die Einstellschrauben zu sparen. Na ja, heute würde ich Ventilkäppchen unterlegen um das Ventilspiel einstellen zu können. Die Pleuel- Hauptlager hatten aber schon den gleichen Durchmesser wie die späteren 650SS, Atlas und auch die Commandos. Sicherlich weißt Du, dass die Straßen- Dommies einen solchen von 1 1/2", (also ca. 38mm) hatten.
Was wollte man eigentlich mit dem Domi Racer? Mick Walker schreibt dazu (sicherlich hat er es irgendwo abgeschrieben), dass einige bei Norton die Hoffnung hatten, mit einem solchen Motorrad einmal die Manx ablösen zu können. War sie doch sehr viel billiger herzustellen, leichter, kleiner, flacher und im ganzen auch zukunftsweisender mit ihrem auch für heutige 2- Ventil Verhältnissen zukunftsweisenden Brennraum.
Die Italiener haben bewiesen, dass man auch mit Stoßstangen 5-stellige Drehzahlen erreichen kann. Ich bin sicher, dass das bei einer Norton auch gehn muss. Vorausgesetzt, der Hub wird auf nur 59mm begrenzt. Allerdings dürfte das vom Drehmomentverlauf dann keine typische Norton mehr sein. Deswegen auch ein 5 - oder 6 Gang - Getriebe.
Fazit: ich fang für mich 'mal janz langsam an. :-k
Werde aber mein derzeitiges Problem, den 13mm Bremshauptzylinder an meine Commando nicht vergessen. Das ist das letzte was mir noch fehlt. Und dann geht's zum Tüv. Wünscht mir viel Glück Freunde.
Gruß
Klaus
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Norton
Jehooova!!!
Beiträge: 4093
Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
Wohnort: Ammerndorf

Re: DOMI RACER

Beitrag von Norton »

Hallo Klaus.
Ich hab den Artikel über den Domiracer wieder gefunden. Der Versuchsfahrer hieß Dennis Greenfield. Den Artikel hab ich heute gleich noch mal gelesen, sehr interessant. Wenn Du willst kann ich Dir den Artikel kopieren und zukommen lassen.
Es sind die ganzen Beweggründe für die Entwicklung dargelegt, welche Leute daran beteiligt waren, wer das Motorrad wo eingesetzt hat etc..

Ich hätte auch noch so einigen Schrott. Teile, die so nicht mehr einsetzbar sind, aber eben auch zu schade um sie wegzuschmeissen. Zwei Motorgehäuse Atlas, ein paar Zylinder, einen Kopf, zwei Nockenwellenrohlinge. Solltest Du was brauchen können, kannst Du haben.


Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
Benutzeravatar
Klaus Monning
Manxman
Beiträge: 652
Registriert: Montag 28. Februar 2011, 23:45
Wohnort: Bettina-von-Arnim Straße 40, 65760 Eschborn

Re: DOMI RACER

Beitrag von Klaus Monning »

Hallo zusammen,
ich träume wieder 'mal und zwar wieder einmal den Traum eines Domiracers. Der Anfang ist gemacht. Ich habe einen 500SS- Kopf erstanden. Der ist im Übrigen tatsächlich baugleich mit dem der 650SS. Jedenfalls habe ich noch keinen Unterschied gesehen.
Nun will man ja gleichzeitig viele schon bekannte Teile verwenden (allzu teuer soll's ja nicht werden) und nicht wieder auf Sonderteile zurückgreifen. Ich hatte bezüglich der Kurbelwelle eine Idee:
Steve Maney bietet eine (natürlich zusammengeflanschte) Variante mit 59,5mm Hub an. Die, zusammen mit Kolben der 750er, könnte exakt 500cm³ ergeben.
Es kann natürlich Irrsin sein, aber ich denke zurzeit über die Kurbelwelle einer Electra/ Navigator nach. Hier eine kurze Beschreibung von dem was ich bis jetzt über deren Kurbelwellen in Erfahrung bringen konnte:
Hauptlagerdurchmesser 1 1/2 ", also ca. 38mm, genau wie die 500/600 Dommies.
Abstand der beiden Hauptlager zueinander also im Gehäuse: 85,725mm; der in den Big Twins ist 87,2mm. Also hier gibt es eine Differenz von nur 1,475mm. Ich habe da ein altes Gehäuse (850MkIII), bei dem ich, nachdem ich es habe schweißen lassen, ca. 1,2mm an der mittleren Dichtfläche abgedreht habe um die Hauptlager wieder fluchtend zu bekommen. Jetzt bin ich also schon sehr nahe an der notwendigen Breite des Gehäuses angelangt.
Die Lagergrößen sind bei den Small Twins genauso groß wie bei den Big Twins, also 30 x 72 x 19 (mm)
Die Navigator/ Electra Motoren hatten einen Hub von 56mm, also also eine Überdeckung zwischen Haupt und Pleuellager von 6mm. Die Big Twins haben keine Überdeckung. Die Welle sollte also steif genug sein (hoffentlich nicht zu steif).
Laut Aussage von Roy Bacon sind die Kurbelwellen der beiden Small Twins aus einem Teil geschmiedet. Ist also ein Vorteil. Nebenbei: die der Jubilee, also der 250er war gegossen, hatte ja auch nur 44mm Hub. Also, es sollte schon eine Electra oder Navigator- Welle sein.
Mit einer Bohrung von 75mm könnte man mit einer solchen Welle einen Hubraum von 500ccm³ erzielen.
Fehlen noch die Pleuel. Gibt es da was passendes von BSA/Triumph mit einem Big End- Durchmesser 1 1/2" und einer Breite, die dem Norton Pleuel entspricht? Die Länge sollte bei etwa 140mm liegen. Auf etwas mehr oder weniger kommt es nicht an, da ich ja die Kolben eh' machen lassen muss. Das der Zylinder auf die richtige Länge gekürzt werden muss, die Winkel der Stößel nicht mehr passen usw. ist selbstverständlich, das muss alles neu nachgearbeitet werden.
Ich kenne die Breite der Small Twin- Pleuel nicht, glaube aber zu wissen, dass die genau so breit sind wie die der Big Twins.
Der Ölpumpenantrieb ist der gleiche wie bei den Big Twins.
Es könnte also gehen.
Was sagen die Fachleute. Spinne ich? Ist irgend jemanden etwas nachteiliges bezüglich der Small Twin Kurbelwellen bekannt?
Gruß
Klaus
P.S: Bei aller Spinnerei habe ich meine Commando nicht vergessen. Die erste Probefahrt hat sie mit kleineren Schäden überstanden (ich hätte den Bremsanker für die Hinterradbremse festschrauben sollen). War nur provisorisch befestigt, wohl um zu sehen ob alles passt. Der Schaden hält sich zum Glück in Grenzen, muss aber repariert werden.
Norton
Jehooova!!!
Beiträge: 4093
Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
Wohnort: Ammerndorf

Re: DOMI RACER

Beitrag von Norton »

Hallo Klaus.
Die Pleuel der 500/600er Motoren sind sogar eine Idee breiter. Ich mess das mal nach. Die Pleuellagerschalen der kleinen Domis und von den Navigators/Electra sind die gleichen. Die Navigators hatten ebenfalls Alupleuel, die aber sehr kurz sind, dafür aber einen soliden Eindruck machen. Die Alupleuel der 500/600er sind ausgesprochen lang, länger als die von den großen Motoren. Motorenteile für die kleinen Twins wird man in England für vergleichsweise kleinen Geld kriegen, bei uns ist da Ebbe. Die Gemeinde derer, die sich mit diesen Motorrädern befassen dürfte ausgesprochen klein sein.
Die Navigatorwelle hat eine sehr kleine Schwungscheibe. Kann sein das die vom Gegengewicht nicht ausreicht. Lagerschalen für diese Wellen sind jedenfalls in allen Massen erhältlich.
Mit dem kurzen Hub wird es halt schwierig auch eine ordentliche Verdichtung herzukriegen. Geht halt nur über einen überhöhten Kolben. Dadurch wird der Brennraum zerklüftet und u. U. wird das nur wieder mit einer zweiten Zündkerze ordentlich verbrennen und damit Leistung abgeben. Nur ist eine zweite Kerze nicht realisierbar. Der orginale Domiracer hatte auch das orginale Bohrungs/Hubverhältnis, sogar mit einer Serienkurbelwelle. Immerhin haben sie damit beinahe die gleiche Leistung realisiert, wie die schellsten Manxmotoren seiner Zeit. Geben moderne Brennraumformen soviel her, um dieses Manko auszugleichen?
Ausgangspunkt beim orginalen Domiracer war ebenfalls der moderne SS-Kopf. Auf meinem geplatzten Domi ist noch der alte Kopf mit den senkrechten Rippen am Auslaß dabei. Sieht ganz anders aus und der SS-Kopf ist da viel moderner ausgelegt, Quetschkante, Kanäle etc.
Interessantes Projekt.

Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
Antworten