Hallo Phil (und natürlich Robi!),
dass die Ursache für das Zugehen der Bremse gefunden und abgestellt werden muss, steht ausser Frage. Denn
das kann im falschen Moment ganz schön gefährlich sein!
Dass dabei aber die Speichen so heiss werden, dass sie ernsthaft geschädigt werden und wegen akuter Bruchgefahr ausgetauscht werden müssten, bezweifle ich weiterhin.
Da wäre längst sämtlicher Lack von der Nabe gebrannt, das Radlagerfett ausgelaufen und verbrannt etc.
Dass jemand so gefühllos sein kann, das seiner Vorderradbremse am Motorrad anzutun, ist eigentlich unvorstellbar.
Ausserdem müssten die Beläge dann richtig verglast / verhärtet sein.
Nachdem die Beläge von einem erfahrenen Mech. überprüft wurden (war doch so, oder?) und i.O. sind, sollte es das Rad auch sein.
Mir ist die völlig danebene Temperaturangabe aufgestossen und der reflexartige Drang, alles zu erneuern, ohne die Teile auch nur im Foto gesehen zu haben. Gleichzeitig wird der Mann verdammt, der es eigentlich als Einziger beurteilen kann, weil er die Sachen in der Hand hat.
Zudem: Falls die Speichen tatsächlich mehr Wärme gesehen hätten, als bei einer zünftigen Passabfahrt: die werden dabei nicht hart und spröde, sondern eher weich. Sie reissen daher nicht schlagartig, sondern es geht die Radspannung flöten.
Es wäre daher klug, die Speichenspannung nach den ersten Probebremsungen, sowie nach einigen harten Bremsmanövern zu kontrollieren.
So würde ich es jedenfalls machen. Auch bei einem 'Kundenfahrzeug'.
Aber der Robi kann das ja halten, wie er will. Ich will ihm nur zeigen, dass es auch gute Argumente für die Sichtweise seines Stamm-Mechanikers gibt, nicht nur das Bangemachen aus der Ferne.
Und wenn es dem persönlichen Wohlbefinden dient: mach alles neu!
Oder kaufe eine nagelneue W800 mit Garantie und Produkthaftung

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Oder glaube deinem Mechanikus.
In diesem Sinne,
Beste Grüße,
Lupo