Zündfunkenstrecke - und was bedeutet das?

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Rowley-AJS
Four Stroker
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Zündfunkenstrecke - und was bedeutet das?

Beitrag von Rowley-AJS »

Mod1 fragt sich zum wiederholten Male, warum normale technische Fragen bei den Standardinstandsetzungen gepostet werden. Dafür sind die how to-Unterforen nicht gedacht.
Auch bei Dir ist das jetzt der Fall, Jürgen.


Hallo Forum,
ich habe einige Ein- und Zweizylindermagnete von Jupp Lucas. Kürzlich habe ich einen aus diesem Alt-Bestand stammenden Einzylindermagneten Lucas N-1 in eine AJS implantiert. Prüfung vor Einbau erfolgte mit Akkuschrauber und verschiedenen Drehzahlen. Für gut befunden und eingebaut. Nach einigen hundert Kilometern habe ich die Maschine weggestellt und nach einer Ruhepause von 5 Monaten versucht anzuwerfen. Starte nach einigen Kicks ganz gut, allerdings nach 5 km gab es starke Fehlzündungen und Leistungsverlust. Es musste wohl am Magneten liegen. Nun zum Thema: um nicht wieder aus dem Bestand einen "Blender" einzubauen, der im kalten Zustand gut arbeitet und mich dann wieder nach kurzer Fahrt enttäuscht, habe ich mir nach Rücksprache mit der KI eine Zündfunkenstreckentestapparatur zusammengeklöppelt, s. Foto. Meine Frage lautet nun_: welche Schlüsse kann ich aus den Ergebnissen der Tests mit mehreren Magneten ziehen? Ist nur die Länge der Funkenstrecke (was ist ein guter Wert?) oder auch die Farbe derselbigen relevant? Ist die Testdauer wichtiger als die Temperatur des Magneten?
Weiß das Forum mehr? Danke vorab.
Gruß Jürgen
Zündfunkenstrecke.jpg
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Öko
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Re: Zündfunkenstrecke - und was bedeutet das?

Beitrag von Öko »

Habe nur ganz wenig mit Magneten zu tun, jedoch ähnlich mit der Kontaktzündung.
Schabe dir den Unterbrecher an sowie den Löschkondensator...beides sind Verschleißteile...gerade der Kondensator schlägt dann zunehmend durch bei Wärme.
Die Leitungsisolierung ...Widerstands essungen mal bein Fehlerauftritt messen.
Deine Prüffunkenstrecke ist für sk ein kleinen Magneten viel zu groß.
Ist kein Racingmagnet der auch unter hohem Verdichtungsdruck mit Nitometan noch arbeitet.
30 Jahresparty der Fast Dog´s MF Meyenburg vom 7.-9. August 2026 30 jähriges Bestehen :laola:
Norton
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Re: Zündfunkenstrecke - und was bedeutet das?

Beitrag von Norton »

Es gibt im Netz alte originale Manuals für die Instandsetzung von Lucas-Magnete. Ich hab so eine für K2F.
Da wird auch beschrieben, daß man einen Magneten eine Stunde lang bei 3000 Umin (entspricht 6000 Umin Kurbelwellendrehzahl) auf dem Prüfstand laufen läßt und die Spitzen für die Funkenstrecke auf 8000 Volt (bin ich mir jetzt nicht mehr genau sicher?), sprich 8mm von Spitze zu Spitze einstellt. Faktisch macht man damit die Funkenstrecke hochohmiger und stresst damit das ganze System aus Spule, Kondensator, Schleifring, Bürste, Pickup und Zündkabel, weil eben der Zündfunke nicht mehr so leicht springt und sich eventuell lieber einen anderen Weg des geringeren Widerstands zur Masse sucht.
Ich hab mir auch mal einen Prüfstand auf der Drehbank gebaut und Magnete darauf wirklich eine Stunde lang laufen lassen. Allerdings nicht mit auseinandergezogenen Spitzen, sondern normales Zündkabel, -stecker und Zündkerzen. In das Zündkabel hab ich ein Werkzeug zum prüfen der Funkenstärke https://www.netzshopping.de/p/B001IL91P ... 103699cb2a zwischengehängt. Unterschiedliche Drehzahlen und Abstände der Spitzen ausprobiert und den Magnet dabei auch mit dem Heißluftfön auf Betriebstemperatur erwärmt.
Die dabei verwendeten Zündkabel und Pickups waren gebrauchte Ware aus meinem Sammelsurium. Je größer ich den Abstand der Spitzen gedreht habe, um so mehr sah man an den Pickups und Zündkabel kleine Überschläge auf Masse.
Man kann dabei auch prüfen, wie kräftig der Funke ist, je weniger Drehzahl und größer der Abstand bei warmen Magneten.....

Grundsätzlich muss man beim zerlegen von Magneten auf das Magnetfeld aufpassen, ggf vorher noch mal belesen.
Bei Lucas-Magnete K1F und K2F kann man die Armatur einfach ziehen. Durch die Bauform bleibt das Magnetfeld weitgehend geschlossen und es passiert nichts.
Bei vielen andren Magnete, wie BTH, muss man vorher von aussen eine Klammer sezten (oder auch mit einem Stahldraht umwickeln?). Zieht man die Armatur einfach so, ist das Magnetfeld unterbrochen und leidet darunter, sprich der halbe Magnetismus ist weg. Und aufmagnetisieren ist wieder ein Thema für sich.

Kondensator ist ein leidiges Thema. Gute Alternative ist ein Easy-Cap. Dazu gibts auch viele Lesestoff. Prinzipiell eine Möglichkeit, Magnete ohne allzu großen Aufwand wieder zum Funken zu bringen und eben dann auch einen Kondensator wechseln zu können, ohne den Magneten wirklich komplett zu zerlegen. Da bei den Magneten der Kondensator ja in er Armatur verbaut ist, ist es tatsächlich das letzte Teil, was man dann in der Hand hat, bzw das erste, womit man beim Zusammenbau beginnt.


Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
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