Filzring im Primärdeckel
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Alexander
- Manxman
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- Registriert: Dienstag 19. August 2008, 18:46
Filzring im Primärdeckel
Hallo , hier wird mal wieder ordentlich Gebastelt !
Hatte hier noch einen Primärinnendeckel aus einem Konvolut herumliegen , dem die Blechhälften fehlten . Wohl von der Kette durchgeschliffen und dann Extrahiert worden .
Heute hab ich mit meinem Schutzgasgerät zwei neue Blechhälften zusammen Geschweißt , man kann auch sagen Gebrutzelt . Sieht nicht super elegant aus , jedoch egal , die vorgebohrten vier Löcher sind beidseitig Dicht und die Bleche wurden zum Schweißen mit M3 Schrauben auf festen Gegesitz fixiert .
Nun bin ich eben damit gescheitert , den neuen Filzring da zwischen rein zu Pröckeln . Ein Stückweit ging es mit Hilfe des stabilen Daumennagels und dem rundem Griff eines Schraubendrehers . Auch ein 0,15 Spionblatt kam dann noch vergebens zum Einsatz . Letztlich wurde das so nichts und ich hab den malträtierten Filring wieder herausgezogen und bringe ihn nun unter der Presse erst mal wieder in Form .
Ich glaube allerdings nicht , das ein zweiter Versuch jetzt besser verläuft .
Wenn man den vor dem Verschweißen der Blechhälften reinlegen würde , dann ginge das nur mit einer Punktschweißzange , die ich natürlich nicht habe .
Mit dem Schutzgasgerät bringt es zuviel Hitze und der Filzring würde sicher Verkokeln .
Wie wäre das , die Deckel mit M3 Schrauben zu verschließen ? Ich habe hier einen Deckelsatz gebohhrt und wenn die Muttern mit Hochfestem Locktide Angezogen werden , mag das gehen ?
Sind die Schraubenköpfe und die Muttern auf der Gegenseite vielleicht was im Wege ? Weis ich grad nicht .
Wer hat den Filzring nun wie und unbeschädigt daherein Gewurschtelt ?
Hat jemand schon mal mit den M3 Schrauben so gemacht ?
In den Bildern zu sehen :
Maträtierter Filzring , der nicht weiter reingeht .
Dieser nun unter der Presse , um wieder Form zu kriegen .
Geschraubter Deckelsatz von beiden Seiten .
Danke für Hinweise .
Gruß Alexander
Hatte hier noch einen Primärinnendeckel aus einem Konvolut herumliegen , dem die Blechhälften fehlten . Wohl von der Kette durchgeschliffen und dann Extrahiert worden .
Heute hab ich mit meinem Schutzgasgerät zwei neue Blechhälften zusammen Geschweißt , man kann auch sagen Gebrutzelt . Sieht nicht super elegant aus , jedoch egal , die vorgebohrten vier Löcher sind beidseitig Dicht und die Bleche wurden zum Schweißen mit M3 Schrauben auf festen Gegesitz fixiert .
Nun bin ich eben damit gescheitert , den neuen Filzring da zwischen rein zu Pröckeln . Ein Stückweit ging es mit Hilfe des stabilen Daumennagels und dem rundem Griff eines Schraubendrehers . Auch ein 0,15 Spionblatt kam dann noch vergebens zum Einsatz . Letztlich wurde das so nichts und ich hab den malträtierten Filring wieder herausgezogen und bringe ihn nun unter der Presse erst mal wieder in Form .
Ich glaube allerdings nicht , das ein zweiter Versuch jetzt besser verläuft .
Wenn man den vor dem Verschweißen der Blechhälften reinlegen würde , dann ginge das nur mit einer Punktschweißzange , die ich natürlich nicht habe .
Mit dem Schutzgasgerät bringt es zuviel Hitze und der Filzring würde sicher Verkokeln .
Wie wäre das , die Deckel mit M3 Schrauben zu verschließen ? Ich habe hier einen Deckelsatz gebohhrt und wenn die Muttern mit Hochfestem Locktide Angezogen werden , mag das gehen ?
Sind die Schraubenköpfe und die Muttern auf der Gegenseite vielleicht was im Wege ? Weis ich grad nicht .
Wer hat den Filzring nun wie und unbeschädigt daherein Gewurschtelt ?
Hat jemand schon mal mit den M3 Schrauben so gemacht ?
In den Bildern zu sehen :
Maträtierter Filzring , der nicht weiter reingeht .
Dieser nun unter der Presse , um wieder Form zu kriegen .
Geschraubter Deckelsatz von beiden Seiten .
Danke für Hinweise .
Gruß Alexander
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Die Leute sind so ..
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Benni ES2
- Manxman
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Re: Filzring im Primärdeckel
Ich hab ihn bei 2 Primärgehäusen zwischen zwei Stücken Cutterklingen geführt und mithilfe eines Schlitzschraubendrehers, den ich zum Schaber geschliffen hab, gedrückt und da irgendwie unbeschädigt reingekriegt. War Frickelei, ging aber straight forward.
An irgendeinem Punkt anfangen und nicht aufgeben.
Viel Erfolg!
An irgendeinem Punkt anfangen und nicht aufgeben.
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Nu noch schnell fertig werden! Der Frühling naht! 
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Benni ES2
- Manxman
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Re: Filzring im Primärdeckel
Wenn das mit Schrauben geht, wäre das super!
Nieten könnte ich mir auch vorstellen.
Nieten könnte ich mir auch vorstellen.
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hellmut
- Manxman
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- Registriert: Sonntag 25. Februar 2007, 11:43
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Re: Filzring im Primärdeckel
warum nicht gleich einen Wellendichtring ?
fahre diese Lösung schon viele km in meiner 65er G3 ....... die Filzdichtung zerdrückt sich mit der Zeit und dann schleift der Blechdeckel auf der Welle ...... natürlich muss das Gummiteil zuerst zwischen die Blechschalen gelegt werden und dann hab ich sie mit 3 Blindnieten verbunden, bei der Matchless ist da genügend Platz.
Die Blindnieten kann ich ja wieder aufschleifen um einen möglichen Dichtringwechsel durchzuführen. War bis jetzt nicht nötig.
Irgendwiehabe ich bei den Nieten noch Etwas? eingelegt (ist schon fünf Jahre her), damit die beiden Blechschalen beim vernieten nicht zu stark zusammengepresst werden. Die sollten sich im Primärgehäuse ja bewegen können, damit die Primärkette gespannt/entspannt werden kann.
Helmut
fahre diese Lösung schon viele km in meiner 65er G3 ....... die Filzdichtung zerdrückt sich mit der Zeit und dann schleift der Blechdeckel auf der Welle ...... natürlich muss das Gummiteil zuerst zwischen die Blechschalen gelegt werden und dann hab ich sie mit 3 Blindnieten verbunden, bei der Matchless ist da genügend Platz.
Die Blindnieten kann ich ja wieder aufschleifen um einen möglichen Dichtringwechsel durchzuführen. War bis jetzt nicht nötig.
Irgendwiehabe ich bei den Nieten noch Etwas? eingelegt (ist schon fünf Jahre her), damit die beiden Blechschalen beim vernieten nicht zu stark zusammengepresst werden. Die sollten sich im Primärgehäuse ja bewegen können, damit die Primärkette gespannt/entspannt werden kann.
Helmut
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- jan
- Julio Matchlesias
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- Wohnort: 65779 Kelkheim
Re: Filzring im Primärdeckel
Na ja, sagen wir mal so: Damit schaffst Du vielleicht unmittelbar an der Welle die perfekte Abdichtung, aber an der grundlegenden Problematik der beiden zusammengespannten Blechscheiben, die auch noch gegen den Kettenkasten verschiebbar gelagert sind, hast Du damit nix geändert.
Und ich möchte nicht wissen, wieviel Primäröl sich hinter den Blechscheiben den Weg ins Freie bahnt.
Eben drum!!hellmut hat geschrieben: Dienstag 14. April 2026, 23:36Irgendwiehabe ich bei den Nieten noch Etwas? eingelegt (ist schon fünf Jahre her), damit die beiden Blechschalen beim vernieten nicht zu stark zusammengepresst werden. Die sollten sich im Primärgehäuse ja bewegen können, damit die Primärkette gespannt/entspannt werden kann.
May our engines never run out of oil, fuel and sparks!
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Benni ES2
- Manxman
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- Wohnort: NO Nds
Re: Filzring im Primärdeckel
Aber das Nieten scheint zu gehen.
Das ist allemal besser als Punkten und Friemeln.
Wellendichtring wird sich auch zerdrücken. Alles gibt mal nach. Man könnte auch soweit gehen, ein Lager einzubauen.
Der Ölaustritt da, ist zumindest bei korrektem Ölstand, nicht auffällig.
Das ist allemal besser als Punkten und Friemeln.
Wellendichtring wird sich auch zerdrücken. Alles gibt mal nach. Man könnte auch soweit gehen, ein Lager einzubauen.
Der Ölaustritt da, ist zumindest bei korrektem Ölstand, nicht auffällig.
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Alexander
- Manxman
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Re: Filzring im Primärdeckel
So , nachdem ich mich im erstem Versuch wohl durchaus zu blöd Angestellt hatte , ging das nun zu meiner Zufriedenheit .
Der geölte Filzring blieb über Nacht unter dem Stempel der Hydraulischen Presse und hat dort ein derart schlankes Format angenommen , das man das Teil ganz easy mit zwei Fingern in den den Schitz einführen und reinstecken kann . So macht das richtig Spaß .
Der Filzring geht dann auch wieder auf , wenn man ihn auf seinen Durchmesser strapaziert und alles sitzt schön straff am Platz . Ich hab nun erstmal eine 28er Nuss dareingesteck , damit er in etwa den richtigen Durchmesser von 28,5mm vom Schaft des Gangrades annimmt .
Auf diese Weise kann man dann auch verschlissene Filzringe in den Altbelassenen Punktgeschweißten Blechen leicht mal Austauschen , ohne da mit Klingen und Hilfswerkzeugen beschädigend daran herum zu Wursteln , so wie ich in meinem erstem Versuch .
Wenn man keine Presse hat geht das sicher auch in einem Schraubstock . Es ist dann auch wichtig , mit zwei sehr massiven Scheiben oder Platten , die sich nicht Verwerfen , den Filzring Abzuschützen .
Der Ring ist halt mehrere mm Stärker , als der Ringspalt . Im Werk hatten die den sicher vordem Punkten dareingelegt .
Also : Kein Gestochere und Gewurschtel mehr . Zur Nachahmung Empfohlen .
Die vom Hellmut vorgestellte Si-Ring Lösung kann man ja auch machen . Allerdings bevorzuge ich doch die alte Filzringtechnik , weil die hartwerdende Gummilippe könte sich vielleicht in den Schaft einschneiden . Hab sowas verschiedentlich schon gesehen .
Öl kam bei meiner Norton an der Stelle noch nie da hinter dem innerem Deckel heraus . Nichtmal dann , als mir der Primärkasten mit einem Liter Motoröl abgesoffen war . Somit brauche ich auch keinen Blechkragen dort dranschweißen .
Gruß Alexander
Der geölte Filzring blieb über Nacht unter dem Stempel der Hydraulischen Presse und hat dort ein derart schlankes Format angenommen , das man das Teil ganz easy mit zwei Fingern in den den Schitz einführen und reinstecken kann . So macht das richtig Spaß .
Der Filzring geht dann auch wieder auf , wenn man ihn auf seinen Durchmesser strapaziert und alles sitzt schön straff am Platz . Ich hab nun erstmal eine 28er Nuss dareingesteck , damit er in etwa den richtigen Durchmesser von 28,5mm vom Schaft des Gangrades annimmt .
Auf diese Weise kann man dann auch verschlissene Filzringe in den Altbelassenen Punktgeschweißten Blechen leicht mal Austauschen , ohne da mit Klingen und Hilfswerkzeugen beschädigend daran herum zu Wursteln , so wie ich in meinem erstem Versuch .
Wenn man keine Presse hat geht das sicher auch in einem Schraubstock . Es ist dann auch wichtig , mit zwei sehr massiven Scheiben oder Platten , die sich nicht Verwerfen , den Filzring Abzuschützen .
Der Ring ist halt mehrere mm Stärker , als der Ringspalt . Im Werk hatten die den sicher vordem Punkten dareingelegt .
Also : Kein Gestochere und Gewurschtel mehr . Zur Nachahmung Empfohlen .
Die vom Hellmut vorgestellte Si-Ring Lösung kann man ja auch machen . Allerdings bevorzuge ich doch die alte Filzringtechnik , weil die hartwerdende Gummilippe könte sich vielleicht in den Schaft einschneiden . Hab sowas verschiedentlich schon gesehen .
Öl kam bei meiner Norton an der Stelle noch nie da hinter dem innerem Deckel heraus . Nichtmal dann , als mir der Primärkasten mit einem Liter Motoröl abgesoffen war . Somit brauche ich auch keinen Blechkragen dort dranschweißen .
Gruß Alexander
Die Leute sind so ..
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Norton
- Jehooova!!!
- Beiträge: 4093
- Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
- Wohnort: Ammerndorf
Re: Filzring im Primärdeckel
Wellendichtring hab ich seit vielen Jahren in meiner Atlas und funktioniert. Ist der Dichtring von der MK III und den hab ich auf dem Schiebeteil aufgeklebt.
Aber den Trick mit der Presse muss ich mir merken
Der Primärkasten vom Alton-Starter hat da ja eine ganz andre Lösung. In dem Schiebeteil ist da ein ziemlich weicher Gummiring mit einer ebenen Fläche. Mal sehen wie das klappt. Bis jetzt ja noch nicht getüvt, zugelassen und gefahren.
Gruß. Martin.
Aber den Trick mit der Presse muss ich mir merken
Der Primärkasten vom Alton-Starter hat da ja eine ganz andre Lösung. In dem Schiebeteil ist da ein ziemlich weicher Gummiring mit einer ebenen Fläche. Mal sehen wie das klappt. Bis jetzt ja noch nicht getüvt, zugelassen und gefahren.
Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
- jan
- Julio Matchlesias
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- Wohnort: 65779 Kelkheim
Re: Filzring im Primärdeckel
Ich schaue ja gelegentlich ganz gerne mal die alten Bilder durch. Erstaunlich, was man im Laufe seines Lebens alles schon gefrickelt - und dann über die Jahre vergessen hat.
An fraglicher Stelle habe ich wohl großzügig Filzringe zwischen Getriebeausgang und Kupplungskorb verteilt.
Was mich bloß irritiert: Ich habe der Dicken ja letzten Herbst noch eine komplett neue Kupplung spendiert und kann mich nicht an die Situation hinterm Kupplungskorb erinnern.
Einzige zulässige Schlussfolgerung: Alles war gänzlich unauffällig und völlig in Ordnung.
Mein Credo seit Langem: Den Übergang zwischen Getriebe und Primärkettenkasten kriegt man nie ganz dicht - so "optimal" man diese Blechdeckel-/WeDi-Konstruktion auch ausführt.
Also rege man sich nicht über die paar Tropfen Öl auf, die dort gelegentlich rauskommen. (Viele der Leute, die an der Abdichtung der beiden Kettenkasten-Hälften verzweifelt und darüber ins Irrenhaus gekommen sind, wären vermutlich heute noch unter uns, wenn sie eingesehen hätten, dass das Öl dort austritt.)
An fraglicher Stelle habe ich wohl großzügig Filzringe zwischen Getriebeausgang und Kupplungskorb verteilt.
Was mich bloß irritiert: Ich habe der Dicken ja letzten Herbst noch eine komplett neue Kupplung spendiert und kann mich nicht an die Situation hinterm Kupplungskorb erinnern.
Einzige zulässige Schlussfolgerung: Alles war gänzlich unauffällig und völlig in Ordnung.
Mein Credo seit Langem: Den Übergang zwischen Getriebe und Primärkettenkasten kriegt man nie ganz dicht - so "optimal" man diese Blechdeckel-/WeDi-Konstruktion auch ausführt.
Also rege man sich nicht über die paar Tropfen Öl auf, die dort gelegentlich rauskommen. (Viele der Leute, die an der Abdichtung der beiden Kettenkasten-Hälften verzweifelt und darüber ins Irrenhaus gekommen sind, wären vermutlich heute noch unter uns, wenn sie eingesehen hätten, dass das Öl dort austritt.)
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- vercu
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- Registriert: Sonntag 15. März 2015, 21:59
Re: Filzring im Primärdeckel
Meine "Filzring Lösung" für den Matchless/P11 Kettenkasten sieht so aus:

Da dichtet nichts - aber der Kettenkasten ist das erste mal seit langem trocken.
Bin noch nicht so viel gefahren aber bis jetzt keine Ölsauerei mehr.
Langzeiterfahrung steht noch aus.
Gruß
Peter

Da dichtet nichts - aber der Kettenkasten ist das erste mal seit langem trocken.
Bin noch nicht so viel gefahren aber bis jetzt keine Ölsauerei mehr.
Langzeiterfahrung steht noch aus.
Gruß
Peter