Guten Abend zusammen,
ich habe noch einen zerlegen B40wd Motor und überlege diesen als Ersatzmotor aufzubauen. Weitgehend alle Teile sind vorhanden.
Die Kurbelwelle ist noch im Gehäuse, die Lager laufen rund. Messuhr ist an der Steuerseite im Bereich des Ölzulaufes angelegt.
Was ist hier tolerabel an Unrundlauf für einen solchen Allerweltsmotor? Wenn ein Experte jetzt sagt garnix, dann mache ich nicht weiter mit dem Motor, denn Richten der KW übersteigt meine Fähigkeiten, zumal dann natürlich auch das Bigend nicht unberührt bleiben sollte.
Siehe Bilder, was meint das Forum dazu? Grüße, Lutz
Rundlauf Kurbelwelle
-
baumfreund
- Manxman
- Beiträge: 56
- Registriert: Dienstag 26. Juni 2012, 15:53
- Wohnort: Celle
Rundlauf Kurbelwelle
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Munter bleiben!
- Goldstar
- SCHRÄGLAGENKÖNIG!
- Beiträge: 5384
- Registriert: Montag 8. Januar 2007, 08:00
- Wohnort: Gießen
Re: Rundlauf Kurbelwelle
Naja das sind 12,5 hundertstel Schlag, das ist deutlich zuviel.
Wenn das Komma um eine Stelle nach links versetzt wäre, dann klönnte man das lassen.
So wie das aussieht geht ja dort der Oilfeed rein, da wird der Wedi schnell undicht.
Die Frage ist ob der nur da vorne den Schlag hat oder auch an den Lagerstellen.
Unter Umständen könnte man das richten, wenn es nur dort ist.
Sitzt dort auch die Ölpumpe?
Aber so lassen würde ich das nicht.
Gruß Klaus
Wenn das Komma um eine Stelle nach links versetzt wäre, dann klönnte man das lassen.
So wie das aussieht geht ja dort der Oilfeed rein, da wird der Wedi schnell undicht.
Die Frage ist ob der nur da vorne den Schlag hat oder auch an den Lagerstellen.
Unter Umständen könnte man das richten, wenn es nur dort ist.
Sitzt dort auch die Ölpumpe?
Aber so lassen würde ich das nicht.
Gruß Klaus
If you think, everything is under control, you are not fast enought.
-
baumfreund
- Manxman
- Beiträge: 56
- Registriert: Dienstag 26. Juni 2012, 15:53
- Wohnort: Celle
Re: Rundlauf Kurbelwelle
Danke Klaus für die Rückmeldung.
Dann stelle ich den Motor wohl erstmal wieder beiseite . Selbst wenn ich den Schlag der Kurbelwelle mit Hausmitteln reduzieren könnte (zwischen den Spitzen in Drehbank spannen, messen und kaltverformen?) -das untere Pleuellager wäre eine Nummer zu gross für mich. Grüße, Lutz
Dann stelle ich den Motor wohl erstmal wieder beiseite . Selbst wenn ich den Schlag der Kurbelwelle mit Hausmitteln reduzieren könnte (zwischen den Spitzen in Drehbank spannen, messen und kaltverformen?) -das untere Pleuellager wäre eine Nummer zu gross für mich. Grüße, Lutz
Munter bleiben!
- edwardturner
- Manxman
- Beiträge: 511
- Registriert: Freitag 1. November 2013, 23:02
- Wohnort: Süden
Re: Rundlauf Kurbelwelle
Hallo Lutz,
ja, Klaus hat recht, 12einhalb Hundertstel Schlag sind ein wenig viel. Bei einem Neuaufbau der Welle strebt man ein bis zwei Hundertstel an, bei einer montierten die ansonsten ok ist würde ich auch drei Hundertstel tolerieren.
Das ist jetzt aber keineswegs das Todesurteil für deine Welle denn über den Zustand des Bigends sagt der Rundlauf gar nichts aus. Wie fühlt sich denn das Pleuel an? Merkst du da schon Höhenspiel? Wenn nicht würde es sich schon lohnen die Welle mal auszubauen und genauer zu inspizieren.
Die B40WD hat eine gepreßte Kurbelwelle mit einem eigentlich schon robusten Bigend.
Wenn du jetzt im eingebauten Zustand kein Höhenspiel fühlst - Axialspiel und leichte Kippmöglichkeit sind völlig normal! - dann bau die Welle aus, drück reichlich Bremsenreiniger durch die Zulaufbohrung um das alte verharzte Öl aus dem Lager zu bekommen und blas die ganze Sache trocken. Wenn danach das Pleuel sich leicht, geräuschlos und ohne zu hakeln drehen lässt kannst du abschließend noch den Hammertest machen: Man hält die Kurbelwelle am Pleuel hängend fest und gibt mit dem Gummihammer einen Schlag senkrecht von oben auf das kleine Pleuelende. Entweder hörst und fühlst du dann ein einzelnes "ping" oder eben zwei ganz kurz hintereinander. Ein "ping": Radialspiel ok; zwei "ping": Radialspiel zu groß.
Die Methode hört sich zwar blöd und nach Murks an, funktioniert aber gut um ein Bigend zu beurteilen ohne die Welle auseinander zu pressen.
Wenn das Bigend soweit weiter verwendbar ist lässt sich eine gepreßte Welle durchaus auch zuhause mit einem schweren Kupferhammer richten. Die Profis machen das auch nicht anders denn nach dem Zusammenpressen läuft eine Welle fast nie sofort rund ohne daß man nachrichten muß!
Viel Erfolg,
Eddie
ja, Klaus hat recht, 12einhalb Hundertstel Schlag sind ein wenig viel. Bei einem Neuaufbau der Welle strebt man ein bis zwei Hundertstel an, bei einer montierten die ansonsten ok ist würde ich auch drei Hundertstel tolerieren.
Das ist jetzt aber keineswegs das Todesurteil für deine Welle denn über den Zustand des Bigends sagt der Rundlauf gar nichts aus. Wie fühlt sich denn das Pleuel an? Merkst du da schon Höhenspiel? Wenn nicht würde es sich schon lohnen die Welle mal auszubauen und genauer zu inspizieren.
Die B40WD hat eine gepreßte Kurbelwelle mit einem eigentlich schon robusten Bigend.
Wenn du jetzt im eingebauten Zustand kein Höhenspiel fühlst - Axialspiel und leichte Kippmöglichkeit sind völlig normal! - dann bau die Welle aus, drück reichlich Bremsenreiniger durch die Zulaufbohrung um das alte verharzte Öl aus dem Lager zu bekommen und blas die ganze Sache trocken. Wenn danach das Pleuel sich leicht, geräuschlos und ohne zu hakeln drehen lässt kannst du abschließend noch den Hammertest machen: Man hält die Kurbelwelle am Pleuel hängend fest und gibt mit dem Gummihammer einen Schlag senkrecht von oben auf das kleine Pleuelende. Entweder hörst und fühlst du dann ein einzelnes "ping" oder eben zwei ganz kurz hintereinander. Ein "ping": Radialspiel ok; zwei "ping": Radialspiel zu groß.
Die Methode hört sich zwar blöd und nach Murks an, funktioniert aber gut um ein Bigend zu beurteilen ohne die Welle auseinander zu pressen.
Wenn das Bigend soweit weiter verwendbar ist lässt sich eine gepreßte Welle durchaus auch zuhause mit einem schweren Kupferhammer richten. Die Profis machen das auch nicht anders denn nach dem Zusammenpressen läuft eine Welle fast nie sofort rund ohne daß man nachrichten muß!
Viel Erfolg,
Eddie
-
baumfreund
- Manxman
- Beiträge: 56
- Registriert: Dienstag 26. Juni 2012, 15:53
- Wohnort: Celle
Re: Rundlauf Kurbelwelle
Hallo Eddie,
Ich hab jetzt mal den ganzen Rumpfmotor am Pleuel angehoben. Es macht schon etwas klonk wenn man aufs Pleuel klopft aber fühlbar ist das Spiel nicht. Wobei das ganze auch noch in Diesel einweicht wegen Dreck und so.
Kippspiel am Pleuel rund 2mm, siehe Bilder. Finde ich jetzt nicht ganz übel. Vielleicht versuche ich die KW selbst zu begradigen, viel mehr kaputtmachen kann ich da eh nicht. Ich weis auch nicht, warum der Motor zerlegt war, habe ich so in Teilen bekommen. Grüße, Lutz
Ich hab jetzt mal den ganzen Rumpfmotor am Pleuel angehoben. Es macht schon etwas klonk wenn man aufs Pleuel klopft aber fühlbar ist das Spiel nicht. Wobei das ganze auch noch in Diesel einweicht wegen Dreck und so.
Kippspiel am Pleuel rund 2mm, siehe Bilder. Finde ich jetzt nicht ganz übel. Vielleicht versuche ich die KW selbst zu begradigen, viel mehr kaputtmachen kann ich da eh nicht. Ich weis auch nicht, warum der Motor zerlegt war, habe ich so in Teilen bekommen. Grüße, Lutz
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Munter bleiben!
- Goldstar
- SCHRÄGLAGENKÖNIG!
- Beiträge: 5384
- Registriert: Montag 8. Januar 2007, 08:00
- Wohnort: Gießen
Re: Rundlauf Kurbelwelle
Hallo Lutz, das Kippspiel von 2mm ist ja auch immer etwas abhängig von der Pleuellänge. Bei einem M20 Pleuel mit fast über 20 cm würde ich sagen bei 2mm ...vergessen wir.
Die B40 hat eine Pleuel das meines Wissens etwa 3 cm kürzer ist, da sind dann 2mm schon was anderes.
Aber egal, um herauszufinden was wirlich mit deiner Welle los ist mußt du sie sowieso ausbauen.
Da muss man halt mit 2 Messuhren und Prismen die Welle laufen lassen um zu sehen wie die Uhren reagieren.
Ist der Schlag nur auf einer Seite dann hat der Zapofen eine Schlag abbekommen.
Ist der Schlag auf beiden Seiten an gleicher Stelle und gleich stark sind die Kurbelscheiben nicht parallel.
Ist der Schlag gleich stark aber an unterschiedlicher Stelle sind die Hubscheiben gegeinander verdreht.
Sowas ist recht gut in den Griff zu bekommen.
Aber man muß vorher wissen was wirklich mit der Welle ist und von was der Schlag herrührt.
Gruß Klaus
Die B40 hat eine Pleuel das meines Wissens etwa 3 cm kürzer ist, da sind dann 2mm schon was anderes.
Aber egal, um herauszufinden was wirlich mit deiner Welle los ist mußt du sie sowieso ausbauen.
Da muss man halt mit 2 Messuhren und Prismen die Welle laufen lassen um zu sehen wie die Uhren reagieren.
Ist der Schlag nur auf einer Seite dann hat der Zapofen eine Schlag abbekommen.
Ist der Schlag auf beiden Seiten an gleicher Stelle und gleich stark sind die Kurbelscheiben nicht parallel.
Ist der Schlag gleich stark aber an unterschiedlicher Stelle sind die Hubscheiben gegeinander verdreht.
Sowas ist recht gut in den Griff zu bekommen.
Aber man muß vorher wissen was wirklich mit der Welle ist und von was der Schlag herrührt.
Gruß Klaus
If you think, everything is under control, you are not fast enought.
-
baumfreund
- Manxman
- Beiträge: 56
- Registriert: Dienstag 26. Juni 2012, 15:53
- Wohnort: Celle
Re: Rundlauf Kurbelwelle
@Klaus
Also: Gehäuse aufmachen, ohne wirds nicht gehen. Welle freilegen. Wollte ich eigentlich vermeiden. Aber mit dem eiernden Wellenstummel wird der Dichtring auch mit nichten richtich dichten.
Werde berichten.
Grüße, Lutz
Also: Gehäuse aufmachen, ohne wirds nicht gehen. Welle freilegen. Wollte ich eigentlich vermeiden. Aber mit dem eiernden Wellenstummel wird der Dichtring auch mit nichten richtich dichten.
Werde berichten.
Munter bleiben!