Betriebsblind ?!

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Wiener Wilhelm

Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Wiener Wilhelm »

<<<Wilhelms "Kettenhebel" (bei dem man, wenn ich die Skizze richtig interpretiere, das Kettenende ums Ritzel spannt, mit einem Kettenschloss sichert, und dann das Ganze mittels Hebel festhalten kann).
>>>>

Einfach das lose Ende der Kette ums Ritzel wickeln und den langen Hebel irgendwo anstehen lassen.
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Tim
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

jan hat geschrieben:Mal ehrlich: ist das nicht Gift für die Primärkette?
Guxdu hier: http://www.maedler.de/Catalog/Article.a ... e=13100000

Das ist simple Industriemeterware, die hat eine Bruchkraft von knapp 25kN. Der Hebelarm am KW-Ritzel ist ca. 53mm, ergibt also ein Drehmoment von ca. 1.5kNm. 120Nm sind also nicht mal 10% von dem, was die Kette übertragen könnte.
Und den ganzen Kupplungs-Klapperatismus?
Lass es mich so sagen: Je breiter der Gegenhalter in der Kupplung ist, desto leichter hat der es natürlich. 120Nm ergeben eine Kettenkraft von knapp 2.5kN, wenn man mal den etwas geringeren Radius vernachlässig und davon ausgeht, dass die tragende Fläche nur einen mm hoch ist (das die gesamte Zahnflanke trägt, glaube ich eher nicht), dann wären das mit Martins 6mm breitem Werkzeug eine - grob vereinfachte - Flächenpressung von 400 N/mm² - für den unwahrscheinlichen Fall, dass nur ein einziger Zahn trägt! Das ist zwar spochtlich, für ordentlichen Stahl wäre aber selbst das durchaus machbar. Macht man das Tool aus Alu und so breit wie den Clutch stack, wären das quasi Samthandschuhe für die Kupplung.
Ich finde, man sollte wirklich darauf achten, das Primärritzel direkt/unmittelbar zu arretieren.
Nö, viel sanfter für den Primärtrieb als über die Hinterradbremse geht es kaum, jedenfalls wenn man erst die Kupplungsmutter festzieht und die Abstützung in der Kupplung dem Stack überlasst. Ob man dann allerdings auf 120Nm kommt, hm, da könnte vorher die Kupplung rutschen, das tut sie ja nunmal schon bei 60Nm im Fahrbetrieb. Und Martins Einwand mit dem Getriebe ist berechtigt, es ist nämlich ziemlich kontraproduktiv, Gangräder auf das doppelte des Nennwertes auszulegen, um sie zu montieren.
Da favorisiere ich dann doch meine WaPuZa-Methode
Vade retro, Satanas! :mrgreen: Ich streite grade mit mir, welche Methode ich gruseliger finde, Deine WaPuZa oder Wilhelms furchtbares Flacheisen.
oder Wilhelms "Kettenhebel"
Das Ding heisst gemeinhin Kettenpeitsche. Ist durchaus eine gute Alternative, allerdings kenne ich es eigentlich nur so, dass man den Primärtrieb komplett einbaut - und dann kann man das Ding nunmal nicht benutzen.


Tim
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Norton »

Goldstar hat geschrieben:
Atlas750 hat geschrieben:
Goldstar hat geschrieben:ähh an der Kurbelwelle wohl nicht, wir sprachen ja auch vom Getriebe.
Mattes sprach vom Primärritzel und 120 Nm, das ist Kurbelwelle. Und dass selbst mit allen denkbaren dynamischen Effekten beim Anfahren oder Schalten Drehmomentspitzen von locker 200% auftreten - denn wesentlich mehr als 60Nm kommen aus einer serienmäßigen Commando nunmal nicht raus - halte ich für eine sehr gewagte Theorie.
Ich bin kein Mechaniker und ich kann sowas auch in keiner Weise berechnen, aber nach meinem billigen Verstand müßte wenn von Kurbelwelle zum Getriebe also primär eine Übersetzung von 2:1 ist theoretisch 60 nm ausreichen um im Getriebe bei halber Kurbelwellendrehzahl 120 nm aufzurufen.....oder seh ich das komplett falsch :?:
Nö, das siehst Du richtig latürnich, aber darum ging es nicht.



Tim
Wenn ihr dann so eine Wissenschaft daraus macht,
warum sichert ihr denn die blöde Schraube nicht mit Locktide mittelfest und zieht sie von mir aus nur mit einem viertel der Kraft an :nixweiss:
Es geht doch einzig und allein darum das sich die Mutter nicht losdreht oder :?:
Ich hab meine bei der BSA mit Draht gesichert und hatte nie Probleme damit.
Solche Verschraubungen, egal ob Konus oder mit Verzahnung müssen absolut fest sitzen! Alles andere, in dem sich Teile aufeinander bewegen können, ist sehr zerstörerisch. Ein Primärritzel, daß sich auf dem Konus bewegt frist sich und schert den Keil ab, eine Kupplung die sich auf der Verzahnung bewegt zernudelt die Welle und ihre Gegenverzahnung.
Gerade bei den BSA mit ihrem Konus auf der Kupplung ist das besonders wichtig.

Gruß. Martin.
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Goldstar »

Norton hat geschrieben:
Goldstar hat geschrieben:
Atlas750 hat geschrieben:
Goldstar hat geschrieben:ähh an der Kurbelwelle wohl nicht, wir sprachen ja auch vom Getriebe.
Mattes sprach vom Primärritzel und 120 Nm, das ist Kurbelwelle. Und dass selbst mit allen denkbaren dynamischen Effekten beim Anfahren oder Schalten Drehmomentspitzen von locker 200% auftreten - denn wesentlich mehr als 60Nm kommen aus einer serienmäßigen Commando nunmal nicht raus - halte ich für eine sehr gewagte Theorie.
Ich bin kein Mechaniker und ich kann sowas auch in keiner Weise berechnen, aber nach meinem billigen Verstand müßte wenn von Kurbelwelle zum Getriebe also primär eine Übersetzung von 2:1 ist theoretisch 60 nm ausreichen um im Getriebe bei halber Kurbelwellendrehzahl 120 nm aufzurufen.....oder seh ich das komplett falsch :?:
Nö, das siehst Du richtig latürnich, aber darum ging es nicht.



Tim
Wenn ihr dann so eine Wissenschaft daraus macht,
warum sichert ihr denn die blöde Schraube nicht mit Locktide mittelfest und zieht sie von mir aus nur mit einem viertel der Kraft an :nixweiss:
Es geht doch einzig und allein darum das sich die Mutter nicht losdreht oder :?:
Ich hab meine bei der BSA mit Draht gesichert und hatte nie Probleme damit.
Solche Verschraubungen, egal ob Konus oder mit Verzahnung müssen absolut fest sitzen! Alles andere, in dem sich Teile aufeinander bewegen können, ist sehr zerstörerisch. Ein Primärritzel, daß sich auf dem Konus bewegt frist sich und schert den Keil ab, eine Kupplung die sich auf der Verzahnung bewegt zernudelt die Welle und ihre Gegenverzahnung.
Gerade bei den BSA mit ihrem Konus auf der Kupplung ist das besonders wichtig.

Gruß. Martin.
Hi Martin,
ich gebe dir da ja recht, das solche Teile fest sitzen müssen.
Wenn aber ein Konus mit 120nm angezogen werden muß um sich nicht zu lösen und den Keil abzuscheren, dann stimmt da was nicht, entweder hat dann der Gegenkonus nicht die gleiche Steigung, oder der Keil ist zu groß, oder alles ist schon recht ausgenudelt.
Wobei ich mal frech behaupte das ein Konus besser sitzt als Verzahnung.
If you think, everything is under control, you are not fast enought.
Wiener Wilhelm

Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Wiener Wilhelm »

Das verspottete Flacheisen benutze ich seit Jahren, was heisst Jahren - Jahrzehnten - und ich hatte schon genug Troubles, aber am Primärtrieb noch nie. (Ausser alten ausgelutschten Ketten)
Macht Euch ruhig mal ein Flacheisen mit schönen runden Kanten, die gut im Ritzel anliegen, und probiert es.

Und wenn ich Euren Spott höre, ärgert es mich direkt, daß ich mein "Spezialwerkzeug" zur Rufrehabilitation des Eisens nicht auch bei den Guzzen und BMW's einsetzen kann. Na gut, mach ich mir einen Schwungradabzieher daraus.

Und Ihr macht Euch aus ein paar Kupplungsbelägen und Scheiben ein Werkzeug und demontiert die Kupplung, damit Ihr es einsetzen könnt, wenn Ihr die Kette wechselt.
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

Wiener Wilhelm hat geschrieben:Das verspottete Flacheisen benutze ich seit Jahren, was heisst Jahren - Jahrzehnten - und ich hatte schon genug Troubles, aber am Primärtrieb noch nie. (Ausser alten ausgelutschten Ketten).
Tja, und solange Du nicht den Gegenversuch machst, wie lange die Ketten ohne Deinen Zahngrundkaltverformer so halten, bevorzuge ich die Werxmethode. :mrgreen:
Und Ihr macht Euch aus ein paar Kupplungsbelägen und Scheiben ein Werkzeug und demontiert die Kupplung, damit Ihr es einsetzen könnt, wenn Ihr die Kette wechselt.
Hm, ich hab's leider nicht ausprobiert, ob man die Kette draufbekommt, wenn Ritzel und Kupplung(skorb, that is) montiert sind, habe aber zumindest bei der Commando so meine Zweifel. Und mit einem korrekten Federspanner ist die Montage und Demontage einer Commando-Kupplung eh eine Sache von Minuten, da kann man dann gleich nochmal die Scheiben messen und putzen.



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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Martin »

Poah... Ich hoffe euch Theoretikern fällt mal kein zu dickes Buch auf den Kopf. :twisted:

Sich hier über Jahrhundertelang praktizierte Reparaturmethoden lustig zu machen verdient aber eigentlich nichts anderes :mrgreen:
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

Goldstar hat geschrieben:Wenn aber ein Konus mit 120nm angezogen werden muß um sich nicht zu lösen und den Keil abzuscheren, dann stimmt da was nicht,
Mannmannmann, Du darfst wohl einfach nicht Unrecht haben, kann das sein? :wink:

120Nm Anzugsdrehmoment bei einem Kegelpressverband sind nicht grade exorbitant hoch, mit den geschätzten Abmaßen des Kegels und den 60Nm, die sicher übertragen werden müssen, dürfte die Aufpresskraft irgendwo in der Gegen von 10kN sein. Das Anzugsmoment kommt mit der Steigung der KW-Mutter schon ganz gut hin. Ich empfehle Dir dringend mal Sekundärliteratur dazu, der Roloff/Matek ist da vollkommen ausreichend.
entweder hat dann der Gegenkonus nicht die gleiche Steigung
Klar, waren ja auch alles Analphabeten, Dyskalkulierer und ahnungslose Hinterwäldler, die die Kisten konstruiert haben und von Welle-Nabe-Verbindung und deren Berechnung hat man damals ja auch noch nie was gehört.

Bild
oder der Keil ist zu groß,
Genau. Demontage wird überbewertet.... :mrgreen:
oder alles ist schon recht ausgenudelt.
Sicher, sicher. In weiser Vorraussicht und im Angesichts der Gewissheit, nix berechnen zu können und das dann auch ausnudeln zu lassen, haben die werten Handbuchschreiber einfach mal einen "gefühlten Sicherheitsfaktor" draufgeschätzt.
Wobei ich mal frech behaupte das ein Konus besser sitzt als Verzahnung.
Und nachts ist es kälter als draussen. :mrgreen:



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Wiener Wilhelm

Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Wiener Wilhelm »

Wissts was?
Nehmt den Zylinder runter und den Kolben, und steckt einen passenden Hammerstiel zwischen
Pleuel und Gehäuse vor dem Anziehen.
Dann ist das Problem gegessen. :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

Martin hat geschrieben:Poah... Ich hoffe euch Theoretikern fällt mal kein zu dickes Buch auf den Kopf. :twisted:
Bei korrekter Berechnung der Regalbretter und der Verschraubung mit dem Hauskörper ist die Gefahr relativ gering, aber danke der Nachfrage..... :mrgreen:

Sich hier über Jahrhundertelang praktizierte Reparaturmethoden lustig zu machen verdient aber eigentlich nichts anderes :mrgreen:
Ein büschen mehr Phantasie als "Dashamwaimmaschonsogemacht!" hätte ich Dir schon zugetraut. :twisted:


Tim

P.S.: Herzlichen Glückwunsch, BTW! Zur Grundsteinlegung des Aufstiegs von Klausteinhofen (oder wie auch immer dieses Kaf^h^h^h^Dein Wohnort heisst) zur Metropole mit Weltgeltung. Falls Du's nicht gehört hast, ihr wart heute Hauptdarsteller im Verkehrshinweis (weil die ganzen Schwachmaten auf der Autobahn heute morgen eh keinen gescheiten Stau hinbekommen haben....) :mrgreen:
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Tim »

Wiener Wilhelm hat geschrieben:Nehmt den Zylinder runter und den Kolben, und steckt einen passenden Hammerstiel zwischen Pleuel und Gehäuse vor dem Anziehen.
Es geht noch einfacher: Man könnte durch die Gehäuseentlüftung Expoxid-Vergussmasse ins Kurbelgehäuse einbringen, wobei man latürnich die Kolben in OT bringen muss. Oder das Timing case ausbetonieren. Oder die Kurbelwelle am Gehäuse festspaxen. Oder.... :mrgreen:


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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Martin »

Atlas750 hat geschrieben:
Bei korrekter Berechnung der Regalbretter und der Verschraubung mit dem Hauskörper ist die Gefahr relativ gering, aber danke der Nachfrage..... :mrgreen:
Ich würde eher dafür sorgen, dass die Bücher auch streng nach Iso zertifizierter Behandlungsanweisung mit Absturzsicherung einsortiert sind. Nicht, dass noch der Kippfaktor ein einseitiges Übergewicht herstellt, welches spontan mit aktiver Erdbeschleunigung einher geht. :wink:
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Martin »

Atlas750 hat geschrieben:
Wiener Wilhelm hat geschrieben:Nehmt den Zylinder runter und den Kolben, und steckt einen passenden Hammerstiel zwischen Pleuel und Gehäuse vor dem Anziehen.
Es geht noch einfacher: Man könnte durch die Gehäuseentlüftung Expoxid-Vergussmasse ins Kurbelgehäuse einbringen, wobei man latürnich die Kolben in OT bringen muss. Oder das Timing case ausbetonieren. Oder die Kurbelwelle am Gehäuse festspaxen. Oder.... :mrgreen:


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Geht es um Norton? Ja, das ist angemessen :mrgreen:
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von jan »

Huhu Matthias!!

Bist Du noch da?!

Wie geht´s Deinem Primärritzel... ??!!!
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Re: Betriebsblind ?!

Beitrag von Martin »

jan hat geschrieben:Huhu Matthias!!

Bist Du noch da?!

Wie geht´s Deinem Primärritzel... ??!!!
Um Matthias mach ich mir in diesem Trööt die geringsten Sorgen... :twisted: :wink:
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