Ventileinstellschraube

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Ludwig
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Ventileinstellschraube

Beitrag von Ludwig »

Hallo,
in seiner letzten Mitteilung bietet Joe diese pilzköpfigen Einstellschrauben für die Twins an.
Offensichtlich mit Innensechskant.
Bei der Geomtrie der Kipphebel und der Schäfte scheint mir das sinnvoll zu sein.
Hat jemand schon damit Erfahrung gesammelt, lassen sie sich ohne Demontage der Kipphebel einbauen?
Grüße Ludwig
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Martin
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Martin »

Du postest im Norton Forum?

Für Triumph gibt es diese "Mushroom-Adjuster" auch und ich habe sie in dem Triple und der Daytona.
Meine nächsten Motoren bekommen die auch. Sind tatsächlich ne gute Sache. Am Triple noch keinerlei Einhämmerungen auf dem Ventil, mit den originalen Einstellern gibt das immer Spuren.
Bei dem Triple musste ich die Rockerbox abnehmen, am Twin weiß ich es nicht. Man kann sie halt nicht nach oben raus drehen, sondern muss nach unten.
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Craig Vetter
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Tim
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Tim »

Martin hat geschrieben:Du postest im Norton Forum?
Ja, weil Joe die Dinger grade in seiner letzten TDM mit dem Verwendungszweck "Norton" angepriesen hat.


Tim
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Ludwig
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Ludwig »

Danke, Martin
Martin hat geschrieben:Du postest im Norton Forum?
G15...
Martin hat geschrieben: Bei dem Triple musste ich die Rockerbox abnehmen, am Twin weiß ich es nicht. Man kann sie halt nicht nach oben raus drehen, sondern muss nach unten.
Könnte mir vorstellen, dass man die Stoßstangen bei ausgedrehten Einstellern aushängen kann, die Kipphebel dann soweit
dreht, dass man die neuen Schrauben von unten reinbekommt, mit viel Glück weit genug,
um die Stoßstangen wieder einhängen zu können ????
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Martin
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Martin »

Ich kenn mich mit Norton nicht aus, sorry ;-)
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jan
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von jan »

Martin hat geschrieben:Ich kenn mich mit Norton nicht aus
DAS ist wohl unbestritten!
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Towner
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Towner »

Ludwig hat geschrieben: Könnte mir vorstellen, dass man die Stoßstangen bei ausgedrehten Einstellern aushängen kann, die Kipphebel dann soweit
dreht, dass man die neuen Schrauben von unten reinbekommt, mit viel Glück weit genug,
um die Stoßstangen wieder einhängen zu können ????
Ich befürchte, dass wird schwierig, weil man - wenn es überhaupt geht - nur bei jedem Ventil einzeln die Stoßstange aushängen könnte. Das wird dann sicher bei den Einlassventile schwierig. Aber ich glaube auch, dass der Pilz zu dick ist, um die Stoßstange hinterher wieder einfädeln zu können. Möglicherweise muss sogar das Schaftende abgedreht werden - was ja sowieso zu empfehlen wäre, wenn sie eingeschlagen sind.

Ralf
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Norton »

Ob das ohne ziehen der Kipphebelwellen geht?
Bei eingschlagenen Schaftenden war es schon immer eine gute Lösung, die Öffnerkappen der Ducatis auf das Schaftende zu stecken. Ist halt die Frage, ob das dann mit den langen Einstellschrauben auch noch geht.
Als Nachrüstlösung ist das mit Vorsichtig zu genießen. Ehr im Rahmen einer Motor/Kopfüberholung ins Auge zu fassen. Selbst da kann es dann bei nachgefrästen, tiefer liegenden Ventilen zu geometrischen Problemen kommen, weil das Schaftende weiter aus dem Kopf raussteht.
Auf jeden Fall sollte man da vor dem endgültigen Zusammenbau eine Probemontage machen.

Gruß. Martin.
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Alexander »

Ich hab hier noch eine interessante Alternative zum Thema Norton Einstellschraube .
Diese hat mir der Schweitzer XS650 Zauberer "Steffi" aus einem Satz gebrauchter Einstellschrauben geschnitzt .
Die sind nun zu simplen Elefantenfußschrauben umgestrickt worden . Hatte so ca.25Eur plus Porto gekostet .
Hoffe das man es auf dem Bild gut erkennen kann .

Gruß Alexander
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Norton »

Solche umgearbeiteten originalen Einstellschrauben mit angeschliffenen 5mm Kugeln fahre ich in meinen Nortons schon seit vielen Jahren. Das stellt man einmal ein, dann setzt sich das noch mal ein Stück bis die Kugeln halt richtig tragen und dann verändert sich am Ventilspiel beinahe nix mehr. Was der Eidgenosse noch schöner gemacht hat als meinereiner, ist die Ölbohrung durch die ganze Schraube. Damit bekommt die Kugel halt noch zusätzlich Öl von oben.
Man hat halt statt der Punktförmigen Belastung eine Fläche. Schlimm wird das bei eingeschlagenen Schaftenden. Die Kreisförmige Bewegung des Kipphebels nimmt dann das Schaftende jedesmal mit und damit verschleißt die Ventilführung und der Ventilschaft.

Gruß. Martin.
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von holsteiner »

Norton hat geschrieben: Was der Eidgenosse noch schöner gemacht hat als meinereiner, ist die Ölbohrung durch die ganze Schraube. Damit bekommt die Kugel halt noch zusätzlich Öl von oben.
Das halte ich für kontraproduktiv. Eine Sackbohrung an der Stelle ist besser, weil dadurch das Ölpolster dämpfend wirkt.
Grüße, Detlev

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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Alexander »

Es ist idt. eine ca.1cm tiefe Sacklochbohrung .
Ich hab diese Schrauben noch nicht montiert , weil ich denke das ich sie nur mit unbenutzten Ventilen verbauen sollte .

Alexander
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Uli »

Für XT/SR gibt es das schon gefühlt seit den frühen 20er Jahren.
Hab ich mir auch an die AWO gebaut.
Damit können sogar schon eingeschlagene Ventilschäfte wieder vernüftig eingestellt werden.
Für die Norton bin ich am suchen nach so was, zur Not doch selber machen.
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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von bosn »

Und die Kugelstücke fliegen nicht durch den Motor ?

Die Mushrooms sind an sich empfehlenswert.Klar nicht montagefreundlich und sollten im Zuge einer Rep/Überholung

getauscht werden
Bos´n

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Re: Ventileinstellschraube

Beitrag von Norton »

Solche und ähnliche Lösungen sind alt. Horex-Motoren hatten eine ähnlich Lösung, aber mit einer Pfanne über der Stellschraube. In Flugzeugmotoren hab ich das auch schon gesehen. 911er Porsche. Die Stellschrauben für die XT/SR waren glaub ich ursprünglich aus den VW-Boxermotoren.

Nein, die Kugeln fallen nicht raus. Lediglich beim demontieren muss man halt aufpassen.
Das das jetzt Sackbohrungen sind, da drauf wär ich jetzt nicht gekommen. Ich hatte mir immer gedacht, eine Ölbohrung nach oben wäre doch nicht schlecht. Geht aber auch ohne. Verschleiß findet keiner statt.

Gruß. Martin.
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