Norton Commando Motor Tuning

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Norton
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Re: Norton Commando Motor Tuning

Beitrag von Norton »

Erfahrener Fachmann.....
Wenn man nicht anfängt mal selbst Erfahrungen zu sammeln, bleibt einem auch nix andres übrig, als zum Fachmann zu gehen.
Aus welcher Zeit stammt denn die Dunstall-Anleitung?

Ich bezeichne mich selbst nicht als Fachmann, aber einen guten Kopf machen, inklusive Führungen und Sitze anfertigen und auswechseln, Sitze fräsen und korrigieren, das kann ich! Und dafür geh ich nirgends hin, nur in meine (persönliche) Werkstatt.

Ist ja immer ein toller Rat. Geh zum Fachmann....
Wie will man denn eigentlich einen Fachmann als Fachmann beurteilen, wenn man selbst nix kann und weiß, weil man nie selbst was ausprobiert hat?
Wie will man einen überholten Kopf als gut befinden, wenn man den montiert wieder bekommt und nicht mal sieht, ob und wie die Ventile in den Sitzen fluchten, Korrekturwinkel, Laufspiel der Schäfte in den Führungen....


Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
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rivera
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Re: Norton Commando Motor Tuning

Beitrag von rivera »

wkradb2 hat geschrieben:Hallo; mein name ist Peter und ich bin neu hier. Habe 2 Norton Commando (Mk2 und MK3) und möchte die eine Maschine zu einem Caferacer umbauen und auch den Motor tunen. Hat jemand Erfahrung mit Motorteilen von Jim Schmidt aus den USA sowie mit Alutanks von TAB Classic aus GB?
Gruß Peter
Grade eine aktuelle Diskussion über die Tanks im Schwarzen Forum: http://www.accessnorton.com/alloy-tanks ... 22235.html
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Towner
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Re: Norton Commando Motor Tuning

Beitrag von Towner »

Norton hat geschrieben:Erfahrener Fachmann.....
Wenn man nicht anfängt mal selbst Erfahrungen zu sammeln, bleibt einem auch nix andres übrig, als zum Fachmann zu gehen.
Aus welcher Zeit stammt denn die Dunstall-Anleitung?

Ich bezeichne mich selbst nicht als Fachmann, aber einen guten Kopf machen, inklusive Führungen und Sitze anfertigen und auswechseln, Sitze fräsen und korrigieren, das kann ich! Und dafür geh ich nirgends hin, nur in meine (persönliche) Werkstatt.

Ist ja immer ein toller Rat. Geh zum Fachmann....
Wie will man denn eigentlich einen Fachmann als Fachmann beurteilen, wenn man selbst nix kann und weiß, weil man nie selbst was ausprobiert hat?
Wie will man einen überholten Kopf als gut befinden, wenn man den montiert wieder bekommt und nicht mal sieht, ob und wie die Ventile in den Sitzen fluchten, Korrekturwinkel, Laufspiel der Schäfte in den Führungen....


Gruß. Martin.
Hallo Martin,

das ist ja alles schön und gut und auch interessant. Aber ich habe keine Werkstatt dafür und damit auch nicht das entsprechende Equipment. Selbst die meisten Motorradwerkstätten geben solche Arbeiten zum Instandsetzer. Ich gehe auch mal davon aus, dass es da auch eine Lernkurve gibt, die ich nicht an den 2 oder 3 Köpfen entwickeln möchte, die ich in meinem Leben gemacht haben muss.
Ich gebe dir natürlich recht, dass alle Arbeiten, die man selbst gut machen kann, besser werden können als in so mancher Werkstatt, weil man sich eben mehr Zeit und Mühe gibt. Und ich mache schon fast alles selbst, bis auf diese Arbeiten. Das ist auch eine Frage des Kosten-Nutzen-Verhältnisses.
Den Fachmann kann ich also in diesen Fragen nur so beurteilen, indem die Arbeiten prüfe soweit das möglich ist, aber dafür fehlen mir beispielsweise die Messinstrumente. Also muss ich einen Fachmann nehmen, der langjährige Erfahrungen damit hat und bekannt für seine gute Arbeit ist. Nun kann ich zum Instandsetzer bei uns im Ort gehen und ihm die Einbaumaße nennen. Der macht das sicher auch gut. Aber wenn es mal nicht so gut ist, dann kann er sich darauf berufen, dass er es nach meinen Vorgaben gemacht hätte und ich muss ihm dann beweisen, dass es nicht so ist.
Gebe ich aber solche Arbeiten zu einer Werkstatt, die Erfahrung mit den alten Engländern hat und lass es ihn so machen, wie er es für richtig hält, dann übernimmt er auch dafür die volle Verantwortung.

Es ist also ganz einfach:

1. Ich mache es selbst und trage die volle Verantwortung und Kosten bei Fehlern
2. Es macht der örtliche Instandsetzer und ich muss bei Fehlern beweisen, dass er es nicht richtig gemacht hat.
3. Ich gebe es zu einem Fachmann für englische Motorräder der die volle Gewähr übernimmt.

Ich (und wahrscheinlcih viele hier) restaurieren nur gelegentlich (vielleicht so alle 10 Jahre) ein Motorrad (komplett). Und wenn man dabei nicht nur den Spaß am Schrauben sieht, sondern auch erfolgsorientiert ist, weil man in absehbarer Zeit ein gebrauchsfähiges Fahrzeug haben möchte, dann muss man eben auch pragmatisch vorgehen. Damit bin ich bis jetzt gut gefahren, meine Maschinen sind komplett instand gesetzt und laufen super.

Gruß
Ralf
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OMR
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Re: Norton Commando Motor Tuning

Beitrag von OMR »

Nun ja, Martin - heute würde ich das, was meinen NORTON-Motor betrifft, auch etwas anders angehen und diese Arbeit jemandem überlassen, der damit genügend Erfahrungen gemacht hat und weiß, was er tut. Dir zum Beispiel :respekt:
Außer der notwendigen Erfahrung verfügt nicht jeder über eine ausreichend eingerichtete Werkstatt.

Gruß
Manfred

Edit: Ralf war schneller...
...der frühe Vogel kann mich mal...
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Towner
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Re: Norton Commando Motor Tuning

Beitrag von Towner »

rivera hat geschrieben:
wkradb2 hat geschrieben:Hallo; mein name ist Peter und ich bin neu hier. Habe 2 Norton Commando (Mk2 und MK3) und möchte die eine Maschine zu einem Caferacer umbauen und auch den Motor tunen. Hat jemand Erfahrung mit Motorteilen von Jim Schmidt aus den USA sowie mit Alutanks von TAB Classic aus GB?
Gruß Peter
Grade eine aktuelle Diskussion über die Tanks im Schwarzen Forum: http://www.accessnorton.com/alloy-tanks ... 22235.html
Ich hab mal diese Seite hier gefunden. Die Tanks sehen auch gut aus. Kann aber sonst nichts dazu sagen.

http://nortonraceparts.com/cafe-racer-parts.html
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Klaus Monning
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Re: Norton Commando Motor Tuning

Beitrag von Klaus Monning »

wkradb2 hat geschrieben:Hat jemand Erfahrung mit Motorteilen von Jim Schmidt aus den USA sowie mit Alutanks von TAB Classic aus GB?
Gruß Peter
Hallo Peter,
nun möchte auch ich noch meinen Senf zum Thema "Tunen dazugeben. Klar, ich habe volles Verständnis dafür, wenn man seine 850er etwas lebendiger machen will. Über 6.000U/Min wird sie in der Tat etwas müde. Nun gibt es viele Möglichkeiten einen NORTON Motor Beine zu machen. Viele sind hier auch schon an anderer Stelle oft beschrieben worden.
Ich selber bin der Ansicht, dass eine 850er durchaus von größeren Ventilen, höherer Verdichtung, bearbeiteten Kanälen usw. profitieren kann. Ich denke aber auch, dass vor allem die größeren Ventile für die Straße nicht unbedingt Sinn machen. Deshalb hier ein Tip für den Anfang: NORTON selbst gab einmal TUNING Notes (Stage one und two) heraus. Ich denke, für einen Cafe-Racer für die Straße sollte das reichen. Ich selbst habe keine Erfahrung ob's was und wie viel bringt. Roger Titchmarsh (der mit den SEELEY Replika- Rahmen) sagte mir einmal, dass das gewaltig viel bringt.
Man kann da allerdings auch viel falsch machen. Mann sollte sich einfach einmal daran halten was dort geschrieben und skizziert worden ist. Ich bin mir nicht sicher aber vielleicht kann man sich diese Tuning Notes von RGM's Webseite herunterladen.
Die Teile, die Jim Schmitt anbietet machen ganz klar Sinn. Sie machen den Motor haltbarer (wegen dem Stahl- Pleuel) und sicher auch lebendiger wegen der leichteren Kolben und dem größeren Pleuel- Verhältnis. Jim Schmitts Pleuel ist ein ganzes Stück länger als das originale, dafür ist die Kompressionshöhe des Kolbens ein ganzes Stück kürzer.
Es ist halt auch immer auch eine Frage des Budgets. Kannst Du locker einmal 4.000- 5000 Euros in den Motor versenken, dann können wir Dir deinem Motor schon ganz schön auf die Beine helfen. Ich selbst habe bei meinem Motor eine einteilige Nourish- Kurbelwelle verbaut mit 91mm Hub. Ich hatte auch einmal einen Kurzhub- Motor mit einer Nourish- Welle die 80,5mm Hub hatte. Das Dingen hat gedreht wie Sau. Das müsste einmal richtig entwickelt werden. Die original Kurzhubmotoren hatten einen voll- sphärisch bearbeiteten Brennraum ich hatte die Quetschkanten beibehalten. Aber, willst Du Rennen fahren? Sollte das nicht der Fall sein, dann wäre Tuning nach Stage one die Richtige Maßnahme. Im Grunde ist das: Höhere Verdichtung, bearbeitete Kanäle, S2- Nocke und eine saubere Montage.
Anzuraten wäre auf jeden Fall für jede deiner beiden Nortons ein neuer Satz Pleuel, denn keiner weiß, was das arme Motorrad im Laufe seines bisherigen Lebens so mitgemacht hat.
Sollten es große Ventile sein, kann ich Steve Maney empfehlen. Da gibt es 2 Varianten: 41/33mm oder 43/36mm. Soweit ich gehört habe macht der ganz hervorragende Arbeit. Ich selbst bearbeite auch Köpfe, mit den gleichen Ventilgrößen, benutze aber am liebsten 750er- Köpfe, da die standardmäßig 1/2"- Ventilführungs- Durchmesser haben. Durch die (notwendige) Ventilwinkeländerung ergeben sich Außendurchmesser für die Führungen von 5/8" wie bei der 850er. Allerdings müssen bei Verwendung der 750 Köpfe 4 Bohrungen für die Zuganker versetzt werden.
Leider bin ich mit der Dokumentation der Arbeiten an meinem Kopf immer noch nicht fertig geworden. Es fehlt noch eine Zeichnung, wie die Kanäle zu bearbeiten sind ohne das man bei der Bearbeitung irgendwo in einer Öl- Rücklaufbohrung oder in den Planflächen der Ventilfeder- Auflagen landet. Ich verspreche, wenn ich diese Dokumentation fertig habe, veröffentliche ich sie hier im Forum.
Gruß
Klaus
P.S Ach so an anderer Stelle gebe ich mal was zum Thema Zahnriemen- Primärtrieb zum Besten
Pepe
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Re: Norton Commando Motor Tuning

Beitrag von Pepe »

Kann Hartmut Weidelich empfehlen.
Hartmut Weidelich
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Re: Norton Commando Motor Tuning

Beitrag von Norton Motors »

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bosn
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Re: Norton Commando Motor Tuning

Beitrag von bosn »

:lach: :lach: :lach:
:zustimm:
Bos´n

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