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Entlüftung Atlas
Verfasst: Mittwoch 23. August 2017, 17:13
von Nörtn ut stall
Moin, ständig leckt es Öl beim Anschluss vom DZM.

Habe zur Entlüftung einen langen Schlauch bis zum Nummernschild verlegt; diesen nochmal mit Pressluft durchgeblasen. War aber alles frei.
Kann es sein, dass mit der Entlüftungsmimik im Motor etwas nicht stimmt ?
Was kann man da machen ?
Wer hat ähnliches schon erlebt ?
Warum habe ich soviel Druck im Steuerdeckel ?
Danke
Gruss
Jörg
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Mittwoch 23. August 2017, 17:35
von Tim
Nörtn ut stall hat geschrieben:Warum habe ich soviel Druck im Steuerdeckel ?
Weil die lütte Steuerscheibe für eine 750er schon etwas arg auf Kante genäht ist. Ich hab an der Atlas auch immer leichte Leckage gehabt, bis ich den Comstock-Breather in der Sump plug eingebaut habe - danach war das Ding komplett trocken. Bei der Commando hab ich ja eine Lösung mit Reed-Ventil am Steuergehäuse, das ist nicht gaaaanz so wirksam, trocken ist die aber auch.
Tim
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Mittwoch 23. August 2017, 23:09
von Ludwig
Hallo Jörg,
hatte diesen Effekt bei meier G15CS auch mal. Bei mir war die Ursache ein Kolbenbolzensicherungsring, den ich offensichtlich nicht richtig montiert hatte.
Nach ca. 8000km hat er sich sich gelöst und hat dann den Kolben und die Zylinderwand versaut.
Ein kleiner Leistungsverlust war feststellbar, aber richtig offensichtlich war eben die Ölerei am DZM - Abtrieb.
Wünsche Dir, das es bei Dir was anderes ist.
Grüße Ludwig
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Mittwoch 23. August 2017, 23:53
von Nörtn ut stall
Bei mir war die Ursache ein Kolbenbolzensicherungsring, den ich offensichtlich nicht richtig montiert hatte.
Moin Ludwig, Danke für das Betthupferl
Ich habe diese Inkontinenz am DZM schon eine ganze Weile und hoffe nicht dass sich der Sicherungsring in Richtung Wandung verabschiedet hat. Es sind auch nicht die komischen Runddrahtclips drin, mit dem halben Knick, sondern Seegerringe.
Bloß, wie hängt denn das zusammen: Falsch montierter Kolbenbolzensicherungsring bzw. Wandungsschaden und dann Überdruck m.d.F. eines inkontinenten DZM ?
Ich gehe bei meiner Kiste jdfs. davon aus, dass die Entlüftung hier eine große Rolle spielt.
Hab schon das XS Flatterventil wieder rausgekramt; werde ich morgen wieder einbauen. Vllt. brings ja was.
Auch wenn man bei der Atlas das Teil nur mit einem Stück Schlauch (ca. 30 cm) am Entlüftungswinkel applizieren kann.
Jörg
PS: Wie kam es zur Falschmontierung ?War der Sicherungsring gebrochen; was für einer wars ? Runddraht ?
Eventl. Runddraht in Rechtecknut ?
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 07:16
von Tim
Nörtn ut stall hat geschrieben:Bloß, wie hängt denn das zusammen: Falsch montierter Kolbenbolzensicherungsring bzw. Wandungsschaden und dann Überdruck m.d.F. eines inkontinenten DZM ?
Stell Dir Furchen in der Zylinderwand mal als "Überstromkanäle" fürs Blowby vor. Der DZM-Antrieb ist kaum abgedichtet, da bläst es bei etwas Druck im Steuergehäuse ziemlich schnell raus. Bei meiner Kiste reichte dazu allerdings der normale Betrieb, wie gesagt, der Drehschieber ist ziemlich klein und kommt bei den 750ern offensichtlich an seine Grenzen - sonst hätte die Firma ja auch nicht angefangen, da rumzudoktern.
Tim
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 08:35
von Norton
Ich würde auch den Drehzahlmesserantrieb selbst ins Auge fassen.
Ist es ein alter originaler, ist er summasumarum 50 Jahre alt, so alt ist dann auch der Dichtring.
Ist es ein Nachbau, sind sie erfahrungsgemäss grottenschlecht abgedichtet.
Ich hab das anders gelöst. Samt Drehzahlmesser abgebaut und ein Deckelchen gedreht.
Wozu braucht man bei einer Norton einen Drehzahlmesser?
Gruß. Martin.
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 10:18
von erik
bei meiner örly commando ist das ja das selbe System.ich habe zwischen grehzahlmesser winkeltrieb und Timing cover eine kleine zwischenwelle.zwei kleine Kugellager ,dazischen ein simmeringchen.und seit 30jahren sauber.ausserdem schleift dann die drehzahlmesserwelle nicht mehr am krümmer.
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 10:21
von erik
achso! die Entlüftung ist serienmässig mit dem drehschieber.funzt einwandfrei,d.h. die Maschine ist keine ölsardiene.
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 10:48
von Nörtn ut stall
Ich würde auch den Drehzahlmesserantrieb selbst ins Auge fassen.
Ist es ein Nachbau, sind sie erfahrungsgemäss grottenschlecht abgedichtet.
Moin Martin, es ist ein Nachbau; aber ich hatte ihn mit Dichtmasse verschraubt; jaucht aber trotzdem raus ...
Wozu braucht man bei einer Norton einen Drehzahlmesser?
Optik ? ....
Gruss
Jörg
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 10:51
von Nörtn ut stall
erik hat geschrieben:bei meiner örly commando ist das ja das selbe System.ich habe zwischen grehzahlmesser winkeltrieb und Timing cover eine kleine zwischenwelle.zwei kleine Kugellager ,dazischen ein simmeringchen.und seit 30jahren sauber.ausserdem schleift dann die drehzahlmesserwelle nicht mehr am krümmer.
Hai Erik, wäre gespannt, wie das aussieht ... Hast Du ein Foto ?
Zeig mal ...
Jörg
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 14:27
von erik
foddos gibt's bei mir nicht.aber es ist ein kleines drehteil,aussendurchmesser wie der anguss am timingcover ind so breit dass zwei kleine lager und ein simmering drin platz finden.also ca 20mm.dann ein rundstahl ungehärtet als Verlängerung und antrieb verwenden.fällt eigentlich kaum auf.ich mach dann alle jahr einmal die welle ab und tue ein paar tropfen öl in den winkeltrieb.
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Freitag 25. August 2017, 11:15
von Norton
erik hat geschrieben:foddos gibt's bei mir nicht.aber es ist ein kleines drehteil,aussendurchmesser wie der anguss am timingcover ind so breit dass zwei kleine lager und ein simmering drin platz finden.also ca 20mm.dann ein rundstahl ungehärtet als Verlängerung und antrieb verwenden.fällt eigentlich kaum auf.ich mach dann alle jahr einmal die welle ab und tue ein paar tropfen öl in den winkeltrieb.
Prima Idee! Einfach entkoppeln.
Bin auch der Meinung, daß man mit der originalen Entlüftungslösung einfach mal gut leben kann. Ist da irgendein Problem, liegt das woanders. Entweden pfeift es an den Kolben durch, oder an der Kopfdichtung, oder einfach ein Dichtheitsproblem.
Jedenfalls mal besser, oder auch nicht schlechter, als was an Entlüftunglösungen später dran war.
Gruß. Martin.
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Sonntag 27. August 2017, 15:46
von Norton
Ich hab am Freitag die N15 zum laufen gebracht. An dem Motor habe ich die Nockenwelle um 5° nach früh verdreht, dann hatte ich auf das Grad exakt die vorgebenen Steuerzeiten. Zwangsläufig verändern sich damit ja auch die "Steuerzeiten" der Motorentlüftung.
Jedenfalls kam bei dem Motor jetzt mal überhaupt nichts aus der Entlüftung raus (Motorentlüftung über Öltank gelegt). Kein Hauch Wasser, oder Öl.
Wenn jetzt bei den Motoren mit der alten Drehschieberlösung da ein Problem auftaucht, ist das dann vielleicht auch an einer nicht exakt stehenden Nocke zu suchen?
Kommt mir halt so grade in den Sinn.
Jedenfalls ist die Drehschieberscheibe zwischen den kleinen 500/600er Domis und den Atlas/Commando nicht die gleiche. Irgendwas haben die da schon verändert.
Gruß. Martin.
Re: Entlüftung Atlas
Verfasst: Montag 28. August 2017, 12:19
von Ludwig
Kolben.jpg
Zu Jörgs Frage:
Das waren GPM - Kolben mit Drahtclips. Bei der Montage hatte ich schon das Gefühl, dass der Clip nicht satt in der Nut sass, habe es aber
dummerweise ignoriert. Von der Nut ist zur nachträglichen Untersuchung leider nichts mehr übrig.
Grüße Ludwig