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Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 18:07
von strichsieben
moin zusammen,
ich hab da mal ne frage:
was geht eigentlich an einer zündkerze kaputt? ich meine nicht wenn man mit dem hammer draufhaut, der isolator gebrochen ist oder dat ding zerschmolzen ist. sondern wenn die kerze von aussen unschuldig dreinblickt?
meine commando leidet nämlich unter o.g. krankheit.
ein situativer oder zeitlicher zusammenhang mit irgendwas ist nicht herzustellen. das passiert auf der autobahn, beim kaltstart, beim warmstart, nach 2km, nach 1200km. ich habe die total verbeulten zündspulen gewechselt und hatte danach lange ruhe und wähnte mich auf der siegerstrasse.....leider nein. das phänomen, die kerzen am abend vor der tour zu wechseln, kurz mal ein teststart und am nächsten morgen ist eine (oder beide?) kerzen perdü umgehe ich geflissentlich und fahre neue kerzen immer warm. voll psycho wie ich finde. völlig unerheblich ist auch die herkunft der kerze (champion, NGK, bosch). zündfunken steuern tut eine boyer (ich mag sie), regeln tut ein podtronics. heilung ist ganz einfach: zündkerzen wechseln und gut is. dann funzt das ganze wieder so zwischen 2-1200km. wo liegt mein (denk)fehler?
und auch nochmal zu meiner eingangsfrage: was geht da eigentlich (physisch sozusagen) kaputt? weiss das jemand von euch?
lg, thorsten

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 18:13
von Uli
Verbraucht die Gute etwas Öl? :-k

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 18:14
von Tim
strichsieben hat geschrieben:was geht da eigentlich (physisch sozusagen) kaputt? weiss das jemand von euch?
Der Isolator - hatte ich jedenfalls dauernd an der Atlas kurz vor der Jahrtausendwende. Seitdem bin ich nicht mehr sonderlich NGK-affin.... :pfeiffen:


Tim

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 18:23
von Norton-N15
Bei älteren Motorrädern, die eher etwas fetter eingestellt sind, ist das sterben der "einfachen" NGK`s nicht sehr selten.

Hatte ich auch mehrfach an verschiedenen Bike´s innerhalb einer Saison.

Ich habe, seitdem ich auf die teuren NGK´S Iridium oder den einfachen Bosch-oder Champion-Zündkerzen umgestellt habe, keine Probleme mehr. :zwinker:

Umgestellt habe ich vor ca. 10 Jahren. :top:

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 18:45
von strichsieben
Uli hat geschrieben:Verbraucht die Gute etwas Öl? :-k
nö, nich sonderlich!?
gruss, thorsten

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 18:48
von strichsieben
Tim hat geschrieben:Der Isolator
auch wenn aussen nix sichtbar ist :gruebel: ?
gruss, thorsten

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 18:50
von strichsieben
Norton-N15 hat geschrieben:Bei älteren Motorrädern, die eher etwas fetter eingestellt sind, ist das sterben der "einfachen" NGK`s nicht sehr selten.

Hatte ich auch mehrfach an verschiedenen Bike´s innerhalb einer Saison.

Ich habe, seitdem ich auf die teuren NGK´S Iridium oder den einfachen Bosch-oder Champion-Zündkerzen umgestellt habe, keine Probleme mehr. :zwinker:

Umgestellt habe ich vor ca. 10 Jahren. :top:
is bei mir fabrikat-unabhängig?! heisst champion oder bosch sind gleichermassen betroffen....
gruss, thorsten :nixweiss:

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 19:59
von Öko
Es braucht keine schweine teuren Iriumkerzen...lediglich Kerzen und Kerzenstecker ohne Zusatzwiderstand...für volle Zündenergie im Brennraum.
Die Nortonmotore sind auch nicht viel anders wie die Triumphmotore...laufen eher magerer als zu fett...siehe notwendiges Einbauspiel von 15/100mm.
Wenn die Möhre keine zwei Liter Öl auf 1000Km durchzieht und weniger wie vier oder mehr wie sechs Lietr Sprit durchnuckelt auf 100Km..sollte es von der Konstelation passen.
Habe mit der Boyer die NGK und Champion im Einsatz...Feuer frei...keine Ausfälle in den letzten sieben Jahren, selbst in der fetteren Einlaufphase nach der Motor GR nicht.

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 21:32
von Towner
Hallo,

woher weißt Du denn, dass die Zündkerzen kaputt sind ? Ich habe es in meinem Leben erst einmal erlebt, dass eine Zündkerze kaputt war. Es gibt ja dieses Problem mit der Boyer an der Commando, dass sich in leichten Aussetzern bis hin zu kompletten Ausfall äussert. Und dann geht es auf einmal wieder längere Zeit gut. Es liegt dann ein Kabelbruch am Zündgeber vor.

Ralf

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Montag 11. Juli 2016, 22:51
von holsteiner
Öko hat geschrieben:...lediglich Kerzen und Kerzenstecker ohne Zusatzwiderstand...für volle Zündenergie im Brennraum.
Das is Tüdelkram. Selbst wen Du Kerzen mit Entstörwiderstand zusätzlich zu Steckern mit Entstörwiderstand montierst, wird der Funken nicht nennenswert schwächer sein.
Ich habe da mal Versuche mit Funkenstrecken gemacht, 10mm lange Funken sind immer drin und werden auch nicht schwächer mit 10 kOhm Entstörwiderstand. Es bleibt also auch immer genügend Saft für den 0,7mm Funken unter Kompressionsdruck. Du kannst also ruhig Deinen Nachbarn einen ungestörten Rundfunkempfang gönnen.

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Dienstag 12. Juli 2016, 05:48
von Öko
Mit den Rundfunkgeräten war mal mit anlogen Antenenfernsehen und Radio.
Ansonsten dürfen die auch sehen, das alte Kräder bewegt werden. :mrgreen:

Besseres Start, Leelaufverhalten sowie geschmeidigere direktere Gasannahme...so meine Erfahreungen mit Motorrädern von mehreren Herstellen.

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Dienstag 12. Juli 2016, 06:17
von strichsieben
Towner hat geschrieben:Hallo,

woher weißt Du denn, dass die Zündkerzen kaputt sind ? Ich habe es in meinem Leben erst einmal erlebt, dass eine Zündkerze kaputt war. Es gibt ja dieses Problem mit der Boyer an der Commando, dass sich in leichten Aussetzern bis hin zu kompletten Ausfall äussert. Und dann geht es auf einmal wieder längere Zeit gut. Es liegt dann ein Kabelbruch am Zündgeber vor.

Ralf
moin ralf, ob die kerze tot ist weiss ich gar nich, denn es ist ja nix zu sehen was denn kaputt sein sollte. ich stelle nur fest, dass die fuhre mit einem paar neuer kerzen sofort weiterfährt und zwar irgendwas zwischen 2 und 1200km weit. bis dann wieder mal ne kerze getauscht werden muss. im zuge meiner probleme mit dem batteriemanagementsystem meiner lifepo habe ich auch meine boyer box und grundplatte durchgetauscht (habe einen 2ten satzt davon im regal). dieses kerzenphänomen war vorher da und ist es noch.....?? kann ich irgendwie so ne kerze valide testen? oder testen lassen? mit überschaubarem aufwand?
beste grüsse, thorsten

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Dienstag 12. Juli 2016, 06:58
von Tim
strichsieben hat geschrieben:kann ich irgendwie so ne kerze valide testen?
Schraub sie in ein anderes Mopped .... :pfeiffen:
mit überschaubarem aufwand?
... sonst wird das mit dem "überschaubar" eng. ;)

Das Problem ist, dass eine kaputte Kerze unter Normalbedingungen durchaus noch funken kann, unter Druck dann aber nicht mehr.


Tim

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Dienstag 12. Juli 2016, 11:21
von Towner
Einen Wackler oder einen Kabelbruch kann so ein lästiges Phänomen auslösen. Durch die Vibrationen geht die Verbindung verloren und es kommt zu Aussetzern oder Ausfällen. Nach einer kurzen Standzeit bekommt die Stelle wieder Kontakt und es funktioniert wieder. Ich würde alle Steckverbindungen mal prüfen. Das Zündschloss ist auch ein beliebter Kandidat für sowas. Dann mal die Zündung abblitzen. Wenn die Markierung zappelt ist das ein Hinweis auf einen Wackler im Zündsystem. An der Boyer-Grundplatte bricht das Kabel unter dem kleinen Kabelbinder. Das ist äusserlich nicht sichtbar. Wenn das Kabel nicht spannungsfrei montiert ist, kommt es genau an der Stelle zu einer konzentrierten Belastung, weil der Motor im Rahmen vibriert.

Re: Norton Commando Zündkerzensterben

Verfasst: Dienstag 12. Juli 2016, 11:51
von jan
"Erholen" sich die Kerzen wieder? Oder sind die dann tatsächlich dauerhaft und unwiederbringlich kaputt?

Zündkerzen sind doch eigentlich sehr robuste Bauteile - was müssten da denn für elektrische Kräfte (Ströme oder Spannungen) wirken, damit man die tatsächlich kaputtkriegt?! Ich glaube da auch eher an periphere Probleme, wie auch Ralf sie vermutet.