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Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Dienstag 17. Mai 2016, 08:14
von strichsieben
moin zusammen,
was ne bescheuerte idee von mir am saisonanfang, vor grosser fahrt, den ölwechsel zu machen..... ](*,)
commando von '72 mit der kleinen ölablaßschraube. beim rausdrehen kam das gewinde mit. schuld ist der zahn der zeit und mit sicherheit die fehlende verwendung eines drehmomentschlüssels in der vergangenheit. aber nu is der salat da. ich bitte um euren input.
meine gedanken dazu:
1. stumpf neues gewinde in das kurbelhaus schneiden (z.b. M10) und neue schraube rein und gut. frei hand wird die dichtfläche wohl nie plan?
2. buchse machen (machen lassen) mit ablaßschraube und auf die öffnung schweissen (schweissen lassen).
3. ....?......
beste grüsse aus HH, thorsten

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Dienstag 17. Mai 2016, 09:33
von Tim
strichsieben hat geschrieben:1. stumpf neues gewinde in das kurbelhaus schneiden (z.b. M10) und neue schraube rein und gut. frei hand wird die dichtfläche wohl nie plan?
Wenn Du einen Plansenker mit dem passenden Dorndurchmesser bekämst, dann schon. Das wird aber schwierig, weil die natürlich auf die Durchgangsbohrung abgestimmt sind, nicht auf den Kernloch-Durchmesser. Ggf. müsste man also den Flachsenker modifizieren.
2. buchse machen (machen lassen) mit ablaßschraube und auf die öffnung schweissen (schweissen lassen).
Willst Du den Motor zerlegen? Dann geht das, allerdings ist die - zudem noch ölgesottene - RR53B-Legierung bei Schweißern nicht grade beliebt.

Ich würde erstmal folgendes versuchen: Lass Dir eine Buchse drehen mit einem passenden Innengewinde und dem entsprechend zwei bis drei Nummern größeren Außengewinde (der Einfachheit halber metrisch....). Man kann das Gewinde bei eingebautem Motor schneiden, wenn man den Kurbelraum über die Entlüftung leicht unter Druck setzt, so dass die Späne immer rausgeblasen werden und man mit niedriger Schnittgeschwindigkeit und Fett an den Bohrern arbeitet. Danach noch ordentlich spülen, aber eben wieder von innen nach außen.

Dann das Gewinde im Motor und das Außengewinde der Buchse mit Aceton oder ähnlichem richtig gut entfetten und die Buchse einkleben. Das geht mit Loctite oder entsprechend temperaturfesten Epoxiden. Ich würde das mit Loctite 603 machen, weil das öltolerant ist, trotz Aceton.


Tim

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Dienstag 17. Mai 2016, 10:44
von Norton
Schöne Sch...e! :flop:
Warum nicht einfach mit einem Recoil, Helicoil.... das Gewinde reparieren und als Dichtring einen gefüllten Kupferring nehmen, der das eventuell krumm gebohrte Gewinde einfach toleriert?
http://www.ebay.de/itm/Dichtring-DIN-76 ... 0473758880
Schließlich ist jetzt grade beginnender Sommer und man will fahren und die große Operation kann man dann im Winter machen. \:D/

Kommt vielleicht auch davon, weil man wegen vollgelaufenem Motor ständig die Schraube rausdreht..... :pfeiffen:

Gruß. Martin.

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Dienstag 17. Mai 2016, 10:44
von Gerd M.
Wenn genug „Fleisch“ vorhanden ist, würde Ich neues Gewinde einschneiden und als Dichtring einen Usit-Ring verwenden.
http://www.usit-ring-shop.de/
Damit wird jede Dichtfläche wieder dicht.
Angezogen wird mit Gefühl handfest.
Ein Drehmomentschlüssel ist deshalb dazu nicht notwendig.

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Dienstag 17. Mai 2016, 10:49
von Norton
Noch besser! :yau:

Gruß. Martin.

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Dienstag 17. Mai 2016, 15:41
von strichsieben
danke für euren input :flower: ,
habe mit professioneller hilfe dann die helicoil variante implantiert und die originalschraube mit gewinde-dichtmittel eingesetzt. den abriss-penökel dann rauszukriegen war nicht ganz ohne. bis jetzt dicht.....
die USIT ringe sind beim nächsten ölwechsel am start. aber vorher wird der sommer genossen.
beste grüsse, thorsten

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Dienstag 17. Mai 2016, 23:08
von bosn
Time sert....gerade hier....Time Sert.....
Helidreck dreht beim nächsten mal.....

Egal.
Pascht schoa....

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2016, 09:25
von erik
zur not kann man die ablassschraube ja auch noch mit teflonband eindrehen das ist dann dicht.ich würde ein metrisches gewinde da reinschneiden und wenn mal eine motorüberholung ansteht kann man sich weitere Gedanken machen.

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2016, 17:36
von strichsieben
erik hat geschrieben:zur not kann man die ablassschraube ja auch noch mit teflonband eindrehen das ist dann dicht.ich würde ein metrisches gewinde da reinschneiden und wenn mal eine motorüberholung ansteht kann man sich weitere Gedanken machen.
das ganze gewinde ist da mit rausgekommen, da war nix mehr mit teflonband :mrgreen: . nu ist ein helicoil drin (time sert beim nächsten unfall) und die originale schraube. alles dicht bis jetzt.....
gruss, thorsten

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2016, 17:40
von jan
Und? Den ganzen Dreck, die ganzen Späne? Alles ordentlich aus dem Kurbelgehäuse gespült? :schlaumeier:

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2016, 20:30
von Öko
bos´n hat geschrieben:Time sert....gerade hier....Time Sert.....
Helidreck dreht beim nächsten mal.....

Egal.
Pascht schoa....
Beide Varianten mehrfach angewendet...rein richtig gesetzten Helicoil...steht und dreht sich NICHT wieder von allein raus, und wesentlich belastbarer wie das Ursprungsgewinde in Alu.
jan hat geschrieben:Und? Den ganzen Dreck, die ganzen Späne? Alles ordentlich aus dem Kurbelgehäuse gespült? :schlaumeier:
Dickes Steuerfett den Spiralbohrer und Gewindebohrer stecken...langsam drehen, rausziehen, reinigen neu in Fett, wieder raus reinigen....
da kommt kein einiger Span ins Kurbelhaus.

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2016, 20:46
von strichsieben
Öko hat geschrieben: Dickes Steuerfett den Spiralbohrer und Gewindebohrer stecken...langsam drehen, rausziehen, reinigen neu in Fett, wieder raus reinigen....
da kommt kein einiger Span ins Kurbelhaus.
genau so haben wir das gemacht. möchte ich aber nicht nochmal haben....
die lehre daraus ist:
ölwechsel am ende und nicht am anfang der saison.
beste grüsse, thorsten

Re: Ölablaßschraubengewinde perdü; wie würdet ihr es machen?

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2016, 21:55
von Martin
Öko hat geschrieben:
Beide Varianten mehrfach angewendet...rein richtig gesetzten Helicoil...steht und dreht sich NICHT wieder von allein raus, und wesentlich belastbarer wie das Ursprungsgewinde in Alu.
bosi: FASS! :mrgreen: