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T140V: Richtige Dichtung Ansaugstutzen-Zylinderkopf ?

Verfasst: Donnerstag 23. August 2007, 16:10
von Simon
Hallo zusammen, hoffe auch diesmal wieder geholfen zu werden ;-)
Ich habe gestern bei meiner Bonnie erstmals seit dem Kauf derselben im Frühjahr die Vergasereinstellungen überprüft, nachdem der linke Krümmer immer blauer wurde und der rechte so blieb wie er war. Dabei half mir ein Bekannter, seineszeichen langjähriger Triumph-Schrauber. Ihm fiel auf, dass die Vergaser sehr heiß werden. Er war der Meinung, dass die Dichtungen zum Zylinderkopf, momentan relativ dünne Papierdichtungen, eigentlich aus dickerem Material sein müssten, damit sich der Vergaser nicht so sehr durch die Wärmeleitung erhitzt. Zwischen Vergaser und Ansaugstutzen sind lediglich O-Ringe drin, was aber nach dem Reparaturhandbuch wohl stimmt. Da auch mein Bekannter nicht sicher war, ob es wirklich so sein muss stelle ich die Frage nach der richtigen Dichtung hier.
(Übrigens: Blau wurde der Krümmer wohl weil der Benzinfilter im Vergaser zugesetzt war mit etwas, was wie Kalk aussah. Ausserdem war der Vergaser zu mager eingestellt, so dass der Zylinder im Standgas gar nicht lief!)
Grüße
Simon

Verfasst: Donnerstag 23. August 2007, 16:22
von jan
Hallo Simon,

über die thermische Anfälligkeit der Gemischfabriken ist schon viel geschrieben & philosophiert worden. Fakt ist nach meiner Erfahrung, dass die serienmäßige Ausführung meistens gut funktioniert, so lange in der Peripherie alles in Ordnung ist.

Erst wenn z.B. der Motor übermäßige Temperaturen entwickelt, wird´s auch in Spritleitungen und Schwimmerkammern übermäßig warm, mit Dampfblasenbildung, Zündaussetzern etc.
Da helfen dann aber m.E. irgendwelche Pertinax-Vergaserflansche oder zwischen Stutzen und Vergaser geschraubte Abschirmbleche nicht wirklich weiter, man sollte sich dann eher um die allgemeine "thermische Gesundung" seines Motors kümmern.

Die Abdichtung mit O-Ring ist nicht unüblich, das kenne ich vom Matchless-Twin (mit Concentric Mk. I) genauso. Und funktioniert.

Wie Du selber schreibst, war die zu hohe Temperatur ja wohl auch eher auf die mangelhafte Versorgung des linken Zylinders mit - kühlendem! - Frischgas zurückzuführen. Die Du mit Reinigung der Zufuhr und fetterer Einregulierung des Gemisches offensichtlich kuriert hast (siehe oben: "thermische Gesundung").
Da solltest Du Dir die Anfertigung resp. den Kauf anderer, dickerer Zwischendichtungen erst einmal sparen.

Weiterhin gutes Gelingen und Freude am Fahren & Schrauben, Jan

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 20:34
von Martin
Also es gibt dicke Dichtungen aus Pertinax um die Hitze abzuhalten. Dahinter sitzt noch eine dünne Papierdichtung. Vorne sitzt auch normalerweise eine Papierdichtung und als Hauptbestandteil der O-Ring. Der ist zwingend notwendig, da die Flansche sich selbst bei vorsichtigsten nachziehen verziehen. Bitte nur handfest schrauben und unbedingt Loctite Schraubensicherung verwenden. Der O-Ring sollte auch in guter Verfassung sein. Ein kompletter Vergaserdichtsatz ist erhältlich und recht günstig.

Edit: Habe soeben noch mal in der Teileliste nachgesehen... Bei den 650ern gab es noch diese dicke Dichtung, genannt Insulating Block. Später in der 750er Liste taucht die nicht mehr auf. Kann man aber trotzdem nehmen. Hat die Teile Nummer 70-4918 Die Papierdichtung dahinter ist 70-4919
Bei der Zweivergaservariante benötigt man das doppelt. Im übrigen muss vorne doch keine Papierdichtung mehr drauf, dann reicht da der O-Ring

Verfasst: Sonntag 2. September 2007, 11:45
von Simon
Moin zusammen, habe die Pertinaxdichtung eingebaut. Auf Anraten meines Dealers J. Ertel (BMC Ramberg) mit Papierdichtung zum Ansaugstutzen hin und natürlich O-Ring zum Vergaser hin. Läuft bis jetzt alles gut. Leider konnte ich bei diesem Sch...Wetter noch nicht richtig feststellen ob der gewünschte Effekt eintritt. Mir ist nur nicht klar, warum ich trotz Pertinaxdichtung die Schrauben nicht festziehen soll. Durch die Dichtung hat man ja nun eine plane Gegenfläche, da dürfte sich doch nichts mehr verziehen, oder ?
Fehlerberichtigung: S. Ertel (falls er mitliest ;-) )

Verfasst: Sonntag 2. September 2007, 14:34
von Martin
Simon hat geschrieben:Moin zusammen, habe die Pertinaxdichtung eingebaut. Auf Anraten meines Dealers J. Ertel (BMC Ramberg) mit Papierdichtung zum Ansaugstutzen hin und natürlich O-Ring zum Vergaser hin. Läuft bis jetzt alles gut. Leider konnte ich bei diesem Sch...Wetter noch nicht richtig feststellen ob der gewünschte Effekt eintritt. Mir ist nur nicht klar, warum ich trotz Pertinaxdichtung die Schrauben nicht festziehen soll. Durch die Dichtung hat man ja nun eine plane Gegenfläche, da dürfte sich doch nichts mehr verziehen, oder ?
Fehlerberichtigung: S. Ertel (falls er mitliest ;-) )
A.Ertl :?: :wink:

Nicht anknallen die Schrauben, da sich der Flansch des Vergasers sonst wahrscheinlich verzieht. Den Ansaugstutzen an den Kopf kannst du aber feste anziehen. Im übrigen sitzt die Pertinax Dichtung dóch zwischen Ansaugstutzen und Vergaser, wie ich mich meine zu erinnern.. Nicht zwischen Ansaugstutzen und Kopf...

Verfasst: Sonntag 2. September 2007, 18:43
von Simon
Ja, äh, natürlich A. Ertl, meinte ich doch :oops:
Die Pertinaxdichtung ist natürlich zw. Vergaser und Ansaugstutzen. Hab´ich mich wohl falsch ausgedrückt.