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Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 09:19
von Cem
Hallo Leute,

ich habe eine Commando 750 Combat und habe diese letzten Winter ein wenig getunt. Seitdem rutsch meine Kupplung beim Beschleunigen mit Vollgas ab 4500 U/min durch. Ich hatte bereits letztes Jahr neue Standard Kupplungsscheiben verbaut und dachte daher, diese wären nun verölt. Is aber nich.
Hat jemand eine Idee was ich tun kann, damit die Kupplung mit dem Drehmoment fertig wird? Meine erste Idee war, den Belag zur Nabe hin etwas abdrehen, damit der Mittlere Durchmesser nach Außen wandert.

Habe gelesen, dass der Anpressdruck bei der Tellerfeder größer wird, wenn die Scheiben etwas verscheißen. Kann das jemand bestätigen?
Hat jemand Erfahrungen mit anderen organischen (nicht original) Reibscheiben?

Danke im voraus und viel Spaß bei dem tollen Wetter!

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 09:47
von Tim
Moin!

Guxdu hier und hier - und die SuFu ist auch Dein Freund, das Thema haben wir hier schon sehr umfassend durch.


Tim

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 12:48
von Uli
Hallo Cem (heisst du wirklich so?),
meine MK3 ist auch etwas optimiert; ich bilde mir ein, dass die Leistung durchaus mit den Combat-Motoren vergleichbar ist.
Ich fahre seit der Überholung Belag- und Reibscheiben von Barnett. Kein Rutschen, kein Kleben, kein Rupfen.
Ob sie ein vergleichbares Lebensalter wie die Originalscheiben haben, wird sich zeigen; bisher halten sie sich ganz gut.

Was fährst du für Belagscheiben? Fibermaterial (Surflex) oder Sintermetall? Was für Öl ist im Primär?

Den Tip mit dem Abdrehen der Beläge hat mir Meister Kolano auch gegeben; ich konnte mir das nur schwer vorstellen, aber...
Na gut, es funktioniert auch so.

Übrigens:
http://britbikeforum.de/viewtopic.php?f ... aba#p44008
http://britbikeforum.de/viewtopic.php?f ... aba#p48126

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 13:05
von Cem
Hi,

Ja, ich heiße wirklich so.

Ich habe Surflex scheiben und fahre ATF im Primär. Vielleicht hatte ich zu viel öl drauf. Ich werde also alles nochmal sauber machen und neu einstellen. Und die Scheiben nochmal anschleifen.
Wenn das dann immer noch nicht hilft, gehe ich auf Barnett Beläge.

Vielen Dank für Eure Tips.

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 14:24
von Tim
Cem hat geschrieben:Wenn das dann immer noch nicht hilft, gehe ich auf Barnett Beläge.
Dann würde ich gleich auf die 5-Scheiben-Kupplung der 850er wechseln. Die Druckplatte kann man abdrehen, siehe OB bzw. Dynodave für die Dicken.


Tim

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 15:23
von Norton Motors
Sch###e, bei unseren Commandos rutscht immer noch nix, weder an den Rennern, noch an den StrassenCommandos. :facepalm2:
Und überall stinknormale Beläge drin- Sinter, Fiber, wies gerade traf... :oops:
Irgendwas machen wir falsch! :-k Nach Barnett-Belägen verlange ich bis heute nicht. :shock:
Und wer meint, er habe so tierisch Leistung (mehr, als unser Familienrenner? Das hätt ich gern mal auf der Bremse gesehen!), dem kann ich noch die schmaleren Stahlscheiben anbieten- für die ich, wie gesagt, bis heute keine Notwendigkeit gesehen habe, ET# 06-7248. :mrgreen:

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 16:28
von Uli
Hallo Joe,
na ja, tierisch Leistung - ich weiß ja nicht ob man bei auf dem Prüfstand gemessenen 58 PS an der Kupplung von tierisch reden kann.
Aber deutlich mehr Dampf als bei einer serienmäßigen MK 3 ist das schon (lt. Rudi "keine große Kunst"... :mrgreen: ).
Dass damit die Serienkupplung (so im guten Zustand) fertig wird, bezweifle ich nicht.
Ich stand damals nur vor dem "Problem", dass die Nuten im Kupplungskern zerdallert waren. Also einmal alles komplett neu.
Das Barnett-Paket hab ich deswegen montiert, weil es mich einfach mal interessierte, wie das hinhaut.
Es mag auch eine gewisse untergeordnete Rolle gespielt haben, dass es nicht ganz ein Drittel von dem kostete, was Originalteile gekostet hätten.
Dafür kann man das Kolonisten-Zeug schon mal ausprobieren. Hätte ja auch Mist sein können.
Dann wär´s wieder rausgeflogen und ich hätte reumütig in Gilching angerufen... ;-D

Dennoch ist das Problem der rutschenden Commando-Kupplungen anscheinend ein Dauerthema, und das nicht erst seit gestern, wie mir ein Blick in die CBBC-Ausgaben der 80er-Jahre sagt.

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 17:48
von jan
Cem hat geschrieben:(...) wenn die Scheiben etwas verscheißen.
Scheiße aus dem Primär, Scheiben saubermachen, ordentliches Öl rein.

Dann sollte es wieder funzen... :pfeiffen: :facepalm2: :mrgreen:

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 19:53
von RoadRocket
hi

eine kleine abhilfe könnte sein, die stahlscheiben -müssen wirklich plan sein- zu sandstrahlen und sinterbeläge rein. nur soviel atf oil dass die kette geschmiert wird und dann sollte es passen. so hats an meiner getunten bsa b44 funktioniert. muss aber zugeben, dass ich später auch noch verstärkte kupplungsfedern von http://www.shopevengineering.com/ verbaute und dann war ruhe. geht ja bei der commando clutch nicht. mhh, das war mein senf dazu :-)

gruss

phil/zwo

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Dienstag 7. April 2015, 22:14
von Rüdi
also meine stinknormale Original-Kupplung rutscht leider seit Jahr und Tag auch durch, so ab 5.000 u/min - ganz ohne kommbatt.
Schon zwei mal gesäubert, entölt, leicht angerauht und mit frischem ATV versorgt - hat alles nix genutzt.
Irgendwann muss ich da mal ran,... sag ich mir seit 15 Jahren ;-)

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Mittwoch 8. April 2015, 00:06
von jan
Cem hat geschrieben:und fahre ATF im Primär.
Rüdi hat geschrieben:mit frischem ATV versorgt - hat alles nix genutzt.
Ich weiß, jetzt fallen wieder gleich alle über mich her - aber vielleicht ist das mit dem ATF doch keine so gute Idee?

Zumindest versuchen könntet Ihr es mal, ob es mit hundsgemeinem 50er nicht doch etwas besser geht...
Zurückwechseln kann man dann immer noch. Und der materielle Aufwand hält sich vergleichsweise in Grenzen.

Cheers, Jan

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Mittwoch 8. April 2015, 08:02
von Tim
jan hat geschrieben:Ich weiß, jetzt fallen wieder gleich alle über mich her - aber vielleicht ist das mit dem ATF doch keine so gute Idee?
ATF ist nicht gleich ATF, man sollte schon eine "alte" Formulierung nehmen. The Unvermeidable Joe hat mal Shell Donax TX erwähnt, das ist ein Dexron III, was in den 90er als Ersatz für die alten Dexron-Formeln mit Waltran etc. gedacht war. Aktuell ist Dexron VI und das ist auf niedrige Reibung getrimmt, das kann mit Kupplungen, die mit Dexron III funktionieren, vermutlich schon den entscheidenden Unterschied machen.


Tim

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Mittwoch 8. April 2015, 08:11
von Phil
Jepp, ich nehme auch die alte Sorte ATF, sogar ein Dexron II.

Mein bevorzugter Autoteilehändler für den Merc hat das hier mucho billig im Sortiment. Bei mir resp. an der A 65 funzt es gut.

Schöne Grüße

Ph.

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Mittwoch 8. April 2015, 08:46
von Knolle
Nun ja, es ist eine Atlas, aber da funzt es mit ganz normalem 30er Rasenmäheroel. Die Versuche, den Primärkasten mit ATF Oel zu versorgen, führten zum Rutschen der Kupplung. Deshalb hatte ich mich bislang aus der ewigen Diskussion rausgehalten, da meine Lösung des Problems ja gerade nicht der Stand der Diskussion in diesem Forum ist. Wie`s bei den Commandos aussieht, weiss ich natürlich nicht.
Gruß von Knolle aus dem Wendland

Re: Commando Kupplungsrutschen

Verfasst: Mittwoch 8. April 2015, 08:51
von Uli
Phil hat geschrieben:die alte Sorte ATF, sogar ein Dexron II.
:-k
Keine Ahnung, was für ein ATF ich genau drin habe...
Muss heut Abend mal die Dose hersuchen.