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Auspuffgewinde
Verfasst: Donnerstag 2. April 2015, 22:16
von Norton
Da bin ich grade drüber gestolpert.
Der macht wohl die gleiche Lösung wie der Comstock in den USA. Meiner Meinung nach das einzig senkrechte, wenn man da ein Problem hat.
http://stores.ebay.co.uk/P-Seager-Engin ... 34.c0.m322
Gruß. Martin.
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Freitag 3. April 2015, 08:41
von Norton Motors
Offizielle Heiligsprechung einer Reparaturmethode?
Da gibt es durchaus noch andere Möglichkeiten:
- Rudi Kolano ("SüdRudi") geht wieder zurück auf Alu. Zusammen mit den jetzigen Andover-Norton Muttern aus Bronze, die sich ähnlich dem Alu ausdehnen, eine sehr haltbare Reparatur. Funktioniert in einigen Zylinderköpfen schon seit 20 Jahren.
- Uwe "Rudi" Rudisch ("NordRudi") hat unsere vor ca. 35 Jahren für die Firma Stüdemann angefertigten Schneider und Helicoils dafür. Ebenfalls eine dauerhafte Reparatur. Rudi repariert jetzt nahe Hamburg wieder Nortons, macht Maschinenbau wie SüdRudi, und weiß was er tut. Tel.04541-8949012.

Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Freitag 3. April 2015, 09:18
von bosn
Was spricht gegen hochfestes Alumaterial ?
Büchsen daraus fertigen und gut.
Heli..nö...würd ich da nicht einsetzen.
Nur m.M.-aber ich brauch ja auch kein Rüdi oder Süd-joe dafür

Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Freitag 3. April 2015, 10:18
von Towner
Hallo,
bei uns in Deutschland kenn ich keinen, der die geschraubte Lösung anbietet, und damit auch keinen, der mit dieser Version Erfahrung hat. Es wird argumentiert, dass sich das Gewinde auch lösen kann und dann das gleiche Problem ensteht wie vorher bei den Originalgewinden. Eine Lösung "besser als neu" gibt es m.E. nicht. Eine Reparatur ist immer schwächer als das Original. Rudi Kolano hat bei mir Gewindetöpfe aus Alu eingeschrumpft und verschweißt. So bleibt beim Anziehen der Mutter der Zug im Topf und es entsteht kein Austriebmoment. Bis jetzt hält das gut.
Das reine Einschrumpfen von Gewindebuchsen (ohne Kragen innen) ist m.E. anfällig. Die Mutter muss relativ fest angezogen werden und es entsteht ein Zugmoment, das die Buchse auf Dauer austreibt. Bei falschem Material geht das sehr schnell, aber auch Alu oder Bronze kann sich bei Erhitzung wieder lösen. Das Verschweißen von aussen soll das zusätzlich fixieren. Das mag was bringen, ist aber m.E. eher Kosmetik, weil die geschweißte Schicht ja sehr dünn ist.
Vielleicht wäre eine geschraubte Alu-Buchse mit Boden, die aussen verschweißt wird, die beste Lösung .
Ralf
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Samstag 25. Juli 2015, 09:52
von Brit Bike Behrens
Helicoil als Reparatur für das Auspuffgewinde zu nehmen ist nach meiner Ansicht mehr als Fragwürdig . Auch eine eingeschrumpfte Buchse halte ich nicht für die beste Lösung . Ich mache es wie der Auspuffgewinde Spezi ( leider Verstorben H. Burmeister ), Ausdrehen- Ausschweißen - ausdrehen und dann Gewinde per Maschine schneiden. So kann sich keine Buchse herrausziehen und kein Helicoileinsatz ( Draht ) rausdrehen . Es ist wohl etwas kostenintensiver als die anderen Methoden aber dafür hält es . ( wer billig kauft kauft zweimal altes Sprichwort )
Das eine Bronzeauspuffmutter den ähnlichen Wärmeausdehnungskoeffizient hat ist mir ebenfalls neu . ( ich lerne gerne dazu ) Auch sind die Temperaturen des Zylinderkopfes und der Auspuffmutter nicht dieselben .
Es sollte sich zuerst jeder die Frage stellen warum das Gewinde zerstört wurde und zuerst dieses Problem beseitigen . Viele Probleme an den englischen Fahrzeugen sind selbst produziert.
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Samstag 25. Juli 2015, 09:57
von Phil
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Samstag 25. Juli 2015, 10:40
von Norton
Richtich!!
Das ist aber eine unpopuläre Einsicht.
Gruß. Martin.
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Sonntag 26. Juli 2015, 14:58
von holsteiner
Brit Bike Behrens hat geschrieben: ( leider Verstorben H. Burmeister )
Ist Herbert gestorben?
Oh-Shit!
Ich dachte, er wäre noch im Pflegeheim... RIP
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Sonntag 26. Juli 2015, 15:39
von Towner
Brit Bike Behrens hat geschrieben:Es sollte sich zuerst jeder die Frage stellen warum das Gewinde zerstört wurde und zuerst dieses Problem beseitigen . Viele Probleme an den englischen Fahrzeugen sind selbst produziert.
Diese Fragen stelle ich mir oft. Leider ist die Schadenshistorie an den Kisten selten dokumentiert. Da es aber weit verbreitet ist, gehe ich davon aus, dass es an losen Auspuffmuttern liegt, die das Gewinde kaputt vibrieren.
Oft liegt es auch an der Qualität der Reparatur. Alu-Schweissen ist ja auch nicht so einfach. Da enststehen ja auch schnell mal ein paar Lunkerstellen durch Verunreinigungen.
Ralf
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Sonntag 26. Juli 2015, 16:12
von holsteiner
Towner hat geschrieben:
Diese Fragen stelle ich mir oft. Leider ist die Schadenshistorie an den Kisten selten dokumentiert. Da es aber weit verbreitet ist, gehe ich davon aus, dass es an losen Auspuffmuttern liegt, die das Gewinde kaputt vibrieren.
Ich
vermute mal, dass es eher ein Folgefehler aus einer provisorischen Straßenrandreparatur ist.
Wenn die Mutter, die ja eigentlich ne Schraube ist, sich während der Fahrt löst, klappert sie sich wohl soweit lose, dass sie komplett aus dem Zylinderkopf rauskommt (so hatte ich das bei meiner Domi).
Das hört man dann recht deutlich. Wenn man nun anhält und die inzwischen abgekühlte Mutter/Schraube mit Hilfe der Handschuhe in den heißen Kopf dreht, dürfte sie sich so festschrumpfen, dass beim nächsten Löseversuch das Gewinde mitkommt.
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Montag 27. Juli 2015, 09:27
von Norton
Aber warum hat sie sich denn losvibriert? Nicht richtig angezogen (weil man den richtigen Schlüssel nicht hat) und gesichert (wofür braucht man das schon)? Weil die Vorgehensweise auch nicht die richtige ist. Ich persönlich sichere das erst, wenn ich ein Stück damit gefahren bin und noch mal nachgezogen hab.
Gruß. Martin.
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Montag 27. Juli 2015, 09:59
von holsteiner
Und womit sicherst Du die Mutter?
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Montag 27. Juli 2015, 10:15
von Norton
Alte Methode, mit Draht, an der Atlas.
Am Domi bis jetzt gar nicht. Immer wieder mal den Hakenschlüssel angesetzt. Zwei mal etwas nachgezogen, seit dem hat sich nichts mehr verändert, fest.
Allgemein scheint diese ganze Thematik mehr bei den Commandos ein Problem zu sein. Bei den Domis reissen lieber mal die Krägen oben an den Krümmen ab. Das gibt auch erst wieder Ruhe, wenn man die Krümmer unten am Rahmen noch mal fest legt.
Gruß. Martin.
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Montag 27. Juli 2015, 12:57
von Towner
Ich nehm die Original-Sicherungsbleche.
Ich ziehe die Muttern zweimal warm nach. Dann mache ich einen Punkt mit dem Edding auf den Kopf, um erkennen zu können, ob sich die Mutter gelöst hat. Dann prüf ich die Mutter noch zweimal warm und schlag dann die Sicherungsbleche um.
Re: Auspuffgewinde
Verfasst: Dienstag 28. Juli 2015, 09:30
von Higgins
Moin !
Ich habe seit 20 Jahren so eine Art Heli Coil drin.
Dieter Cordes hatte ihn seinerzeit verbaut.
Bis zum heutigen Tage keine Probleme damit.
Gruß
Matthias
