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Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Samstag 28. März 2015, 08:24
von gb76
Wie erreiche ich das richtige Drehmoment?
Bei trockenen oder bei geölten Schrauben / Muttern ?
Mod1 hat verschoben, weil Drehmomente nichts mit Willkommen und User-Vorstellungen zu tun haben.
Re: Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Samstag 28. März 2015, 10:27
von Klaus Thoms
Das Drehmoment erreichst du mit beidem .....
Nur die Anpresskraft der Bauteile zueinander wird unterschiedlich sein , weil bei furztrockenen Gewinde halt die Reibung innerhalb des Gewindes einfach Drehmoment auffrisst .
Das geht soweit das trockene und vergammelte Radbolzen angezogen werden , das Rad sich aber wieder löst , weshalb die Stammtischparole :" Radbolzen müssen trocken " sein echter Lötzinn sind .
Eine Gewindeverbindung hält nicht durch interne Reibung , sondern durch Spannung auf den Bauteilen .
Also nicht trocken.
Meine feste Meinung.

Re: Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Samstag 28. März 2015, 16:27
von Martin
Hmh... Ich hab schon mehrfach mal in Handbüchern gelesen, dass die Schrauben nicht geölt werden sollen.
Re: Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Samstag 28. März 2015, 17:46
von Klaus Thoms
Was meinst du , wass ich alles schon gelesen hab ....
Wie sich auch Fachautoren von einer klaren Meinung hierzu drücken , beweist doch , das von geölt oder trocken bei den Drehmomentangaben nichts dabeisteht , das aber ein riesen Unterschied ist .
Bei meinem Lieblingsmotorrad( Gelle ) steht im Werstatthandbuch deutlich bei wirklich relevanten Schraubverbindungen wirklich "geölt" dabei ( Stehbolzen Zyl.kopf z.B. , Hubzapfen uns so was ) , und nur so macht eine Angabe überhaupt Sinn .
Da werden auch keine Zylinderköpfe " nachgezogen " , meine Herren was sind denn das für Dichtungen , das so etwas notwendig ist , oder glaubt man das nur ?
Und meinst du das bei der 1. Inspektion irgenwo mal Zyl.köpfe nachgezogen werden/wurden , ich meine als die Dinger noch normale Gebrauchsteile waren ?
Bei meiner verflossenen BSA kam man ohne Demontage von Teilen im Kopf ja nicht mal an alle Kopfschrauben ran , und das dann in der Werkstatt , bei der Inspektion ...glaub ich im Leben nicht .
Ich schweife ab ....

Re: Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Samstag 28. März 2015, 22:41
von Phil
Klaus Thoms hat geschrieben: ...Ich schweife ab ....

Jepp, das tust Du, mein lieber Klaus.
IIRC waren die Drehmomentangaben nach DIN für geölte Gewinde. Ölen tue ich die Dinger nicht, aber laufen sollten die Schrauben schon sauber.
Du hast vollkommen recht, Klaus. Das eingetragene Drehmoment verteilt sich dann auch Reibung in der Schraubverbindung und Verspannung des Gewindes.
Es ist auch mir seit vielen Jahren ein Rätsel, mit welcher Chuzpe kolportiert wird, dass Radbolzen am Auto immer trocken verbaut werden müssten. Ich fette meine Radbolzen immer einen Hauch, damit die Gewinde laufen und sich auch im Frühjahr oder Herbst noch lösen lassen.
Noch mehr zu der Abschweiferei von dir, Klaus.
Der rocker shaft ist doch in 5 min draußen und wieder drin, so what?
Klaro haben wahrscheinlich früher die wenigsten Werkstätten die Köppe nachgezogen. Sinnvoll ist es aber, weil sich das Geraffel doch setzt. Manchmal mehr, manchmal weniger. Und die blöden Fußdichtungen aus Papier machen das erst recht. Und bei den verkackten Kompositdichtungen, die es teilweise für die Bräten-Möhren gibt, da musste das noch öfter machen, damit das dicht bleibt.
Da wären dann Dehnschrauben-Konstruktionen schon eine Erleichterung... Seufz...
Schöne Grüße
Ph.
Re: Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Sonntag 29. März 2015, 07:35
von Gerd
Und meinst du das bei der 1. Inspektion irgenwo mal Zyl.köpfe nachgezogen werden/wurden , ich meine als die Dinger noch normale Gebrauchsteile waren ?
Ja, das haben wir, außer bei CB 750, (denn du weißt, warum) die ölten dann auch mal gerne. Und neue Kopfdichtung auf Garantie..... Sche..ß Arbeit
Und geölt oder nicht, wichtig ist das alle im gleichen Zustand sind.
Re: Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Montag 30. März 2015, 11:17
von Klaus Thoms
Phil hat geschrieben:Klaus Thoms hat geschrieben: ...Ich schweife ab ....

Jepp, das tust Du, mein lieber Klaus.
IIRC waren die Drehmomentangaben nach DIN für geölte Gewinde. Ölen tue ich die Dinger nicht, aber laufen sollten die Schrauben schon sauber.
Du hast vollkommen recht, Klaus. Das eingetragene Drehmoment verteilt sich dann auch Reibung in der Schraubverbindung und Verspannung des Gewindes.
Es ist auch mir seit vielen Jahren ein Rätsel, mit welcher Chuzpe kolportiert wird, dass Radbolzen am Auto immer trocken verbaut werden müssten. Ich fette meine Radbolzen immer einen Hauch, damit die Gewinde laufen und sich auch im Frühjahr oder Herbst noch lösen lassen.
Noch mehr zu der Abschweiferei von dir, Klaus.
Der rocker shaft ist doch in 5 min draußen und wieder drin, so what?
Klaro haben wahrscheinlich früher die wenigsten Werkstätten die Köppe nachgezogen. Sinnvoll ist es aber, weil sich das Geraffel doch setzt. Manchmal mehr, manchmal weniger. Und die blöden Fußdichtungen aus Papier machen das erst recht. Und bei den verkackten Kompositdichtungen, die es teilweise für die Bräten-Möhren gibt, da musste das noch öfter machen, damit das dicht bleibt.
Da wären dann Dehnschrauben-Konstruktionen schon eine Erleichterung... Seufz...
Schöne Grüße
Ph.
-Tank runter
-Zylkopfdeckel runter ( Dichtung abkratzen evtl. )
-Kipphebelachse ausbauen
-Drehmomentschl. einstellen
-Nachziehen
-Achse wieder einbauen ( Ventilspiel prüfen )
-neue Dichtung
-Deckel aufbauen
-Tank aufbauen
das machst du in 5 min
Ich geb das schrauben besser auf

Re: Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Montag 30. März 2015, 11:42
von Phil
Klaus Thoms hat geschrieben:Phil hat geschrieben:
Der rocker shaft ist doch in 5 min draußen und wieder drin, so what?
...das machst du in 5 min
Ich geb das schrauben besser auf

Du bist eine rechtschaffene Schafsnase, Klaus.
Ich schrub ja, wie von Dir auch vorgehoben, dass der Ausbau der Kipphebelachse 5 min dauert, Kopp nachziehen in 5 min, das ist in der Tat nicht drin.
Du hattest aber doch so laut geweint, dass man sogar noch Teile im Kopf müsste abbauen, um an die Kopfschrauben ranzukommen. Dass dies kein relevanter Aufwand ist, dieses wollte ich zum Ausdruck bringen. Aber nein, der Herr mag mich ja nicht richtig verstehen....
Beste Grüße
Ph.
dem es echt schnurz ist, wer wann welchen Kopp nachzieht, aber davon überzeugt ist, dass es der Öldichtigkeit zuträglich ist
Re: Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Montag 30. März 2015, 13:37
von Klaus Thoms
Na gut ,
überredet äh überzeugt

Re: Richtiges Drehmoment geölt oder trocken ?
Verfasst: Dienstag 31. März 2015, 19:15
von Volker Koch
Das finde ich jetzt aber auch so´n bißchen?!?