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Oelpumpe
Verfasst: Samstag 14. Februar 2015, 11:19
von Domi-650SS
Ich möchte mir ein Oelpumpe für die 650SS beschaffen. Die möcht' ich dann selber revidieren.
Im Roadholder 2/2015 ist ein Beitrag wie man das macht.
In der Bucht werden z.Zt. meherer angeboten:
http://www.ebay.com/sch/Motorcycle-Part ... =nc&_dmd=2
Worauf muss ich achten? Passt die von den Commandos auch?
Fritz
Re: Oelpumpe
Verfasst: Samstag 14. Februar 2015, 11:59
von Norton
Du brauchst für Deine späte 650er sogar die Ölpumpe wie an den Commandos. Die späten Domis und Atlas mit der "schnellen" Ölpumpe hatten nämlich schon die gleiche, wie dann die Commandos.
Gruß. Martin.
Re: Oelpumpe
Verfasst: Sonntag 22. Februar 2015, 12:42
von Klaus Monning
Hallo Fritz,
wenn ich Dir dazu einen Tip geben darf:
Sicher, Joe's Ölpumpen sind nicht billig ich glaube ich sowas wie 250,00€ bezahlt. Aber eine neue Ölpumpe ist jeden Cent wert, den man dafür bezahlt. Ich habe genau wie Du versucht meine Ölpumpe(n) zu überholen, habe durch abziehen des Gehäuses auf Glasplatte und Schmirgelpapier versucht das Axial- Spiel der Zahnräder zu verringern (hat auch funktioniert). Das Problem blieb jedoch. Wunderschöner Öldruck wenn das Öl kalt war aber sobald das Öl warm war, ging der Druck runter auf 1 bar (während der Fahrt). Ich habe dann alles fein säuberlich vermessen und fand heraus, dass ich zwischen den Zahnrad- Außendurchmessern und den Bohrungen ein Radial- Spiel von bis zu 0,08mm hatte. Hier geht der Öldruck verloren und das ist nicht mehr hin zu bekommen. Dann haben manchmal Späne eine Spur in die Bohrung gezogen. Auch die Wellen- Bohrungen sind oft außer Maß. Wenn ich nun bei Joe eine kaufe, ist die auf dem Prüfstand gelaufen und sollte somit ihre Leistung bringen. Also kurz und knapp die selbst überholten mögen mir viel Glück funktionieren aber wenn Du sicher gehen willst kaufst Du Dir besser eine neue. Ach so, ich habe alles von den alten Ölpumpen gesammelt (das sind knapp 3 Stück). Vielleicht kannst Du ja aus den vielen Teilen eine gute zusammenstellen. Gib mir Deine Adresse ich schicke Die alles zu.
Gruß
Klaus
Re: Oelpumpe
Verfasst: Sonntag 22. Februar 2015, 14:50
von Domi-650SS
Klaus Monning hat geschrieben:Hallo Fritz,
wenn ich Dir dazu einen Tip geben darf…
…Vielleicht kannst Du ja aus den vielen Teilen eine gute zusammenstellen. Gib mir Deine Adresse ich schicke Die alles zu.
Danke Klaus,
Du bist nicht der erste der mir davon abrät eine Oelpumpe zu überholen. Also lass ich das bleiben.
Ich wollte eine überholen damit ich das Teil, wenn ich den Motor das nächste mal aufmache, austauschen kann. Auch habe ich die Hoffnung, dass ich mit einer überholten/neuen Pumpe das «wetsumping» in den Griff bekomme.
Fritz
Re: Oelpumpe
Verfasst: Sonntag 22. Februar 2015, 16:45
von Towner
Hallo,
ich habe meine Pumpe maschinell überholen lassen (kostet ja nicht die Welt), weil mir das manuelle Geschleife zu ungenau ist. Die ist jetzt ganz genau geschlifen. Den Druck habe ich bisher nur bei kaltem Motor gemessen. Da ist alles top. Im warmen Zustand fällt der Druck generell und da mach ich mich nicht mit einer Uhr verrückt. Wenn die Zahnräder einen guten Eindruck machen, sehe ich keinen Grund eine neue Pumpe zu kaufen. Auch neue Pumpen haben Wet-Sumping.
@Fritz: Ich würde das Angebot vom Klaus annehmen und mir aus den Teilen eine Pumpe vom Fachmann aufbereiten lassen.
Ralf
Re: Oelpumpe
Verfasst: Sonntag 22. Februar 2015, 17:03
von Domi-650SS
Towner hat geschrieben:…und mir aus den Teilen eine Pumpe vom Fachmann aufbereiten lassen.
Danke Ralf.
Wer macht/kann denn so was?
€230 zuzüglich Versand, abzüglich EU MwSt. zuzüglich Schweizer MwSt. macht dann, zuzüglich Gebühren der Schweizerischen Post von CHF 20, auch ca €230.
Gibt's da in Deutschland einen Seriösen?
In der Schweiz kenn' ich keinen
Wie sieht's denn nachher mit dem «wetsumping» aus?
Fritz
Re: Oelpumpe
Verfasst: Sonntag 22. Februar 2015, 17:45
von Towner
bad_friday hat geschrieben:Towner hat geschrieben:…und mir aus den Teilen eine Pumpe vom Fachmann aufbereiten lassen.
Danke Ralf.
Wer macht/kann denn so was?
€230 zuzüglich Versand, abzüglich EU MwSt. zuzüglich Schweizer MwSt. macht dann, zuzüglich Gebühren der Schweizerischen Post von CHF 20, auch ca €230.
Gibt's da in Deutschland einen Seriösen?
In der Schweiz kenn' ich keinen
Wie sieht's denn nachher mit dem «wetsumping» aus?
Fritz
Hallo Fritz,
Ich hab's beim Rudi Kolano machen lassen.
Rudi Kolano, Hochdorfer Str.14, 82278 Althegnenberg bei Augsburg, Tel.08202-961 43 98
Das kann ein paare Wochen dauern, aber es eilt ja nicht.
Ralf
Re: Oelpumpe
Verfasst: Montag 23. Februar 2015, 10:46
von Norton
Towner hat geschrieben:Hallo,
ich habe meine Pumpe maschinell überholen lassen (kostet ja nicht die Welt), weil mir das manuelle Geschleife zu ungenau ist. Die ist jetzt ganz genau geschlifen. Den Druck habe ich bisher nur bei kaltem Motor gemessen. Da ist alles top. Im warmen Zustand fällt der Druck generell und da mach ich mich nicht mit einer Uhr verrückt. Wenn die Zahnräder einen guten Eindruck machen, sehe ich keinen Grund eine neue Pumpe zu kaufen. Auch neue Pumpen haben Wet-Sumping.
@Fritz: Ich würde das Angebot vom Klaus annehmen und mir aus den Teilen eine Pumpe vom Fachmann aufbereiten lassen.
Ralf
Was nützt das ganze maschinelle überschleifen, wenn die Wellen im Gehäuse schon Luft haben und Späne schon Riefen in die Sackbohrungen im Gehäuse gezogen haben?
Wenn man alles auf einem GERADEN Carborundumstein abzieht, was soll dann daran ungenau werden? Die Gehäuse hab ich bisher immer nur mal leicht abgezogen, was man wirklich richtig überschleifen muss, sind die Deckel. Bei einer Pumpe hatten die beiden Rückförderräder einen Überstand auf die Fläche. Mit überschliffenem Deckel konnte man die zusammenmontierte Pumpe dann überhaupt nicht mehr drehen. Sehr hilfreich und aussagekräftig ist bei dem ganzen Prozedere ein Haarlineal.
Wenn man so ein Sammelsurium geschenkt bekommt, kann man das ja versuchen, aber Geld gebe ich für sowas nicht aus. Erst Geld ausgeben und dann noch für Geld instandsetzen lassen und zum Schluß immer noch eine fragwürdige Lösung?? Auch wenn ich wirklich derjenige bin, der versucht aus dem was man hat was zu machen und erst wenn das nicht funzt was neues kauft, halt ich das für ziemlich sinnlos. Für mich liegt die Betonung eben AUF DAS WAS MAN HAT.
Gruß. Martin.
Gruß. Martin.
Re: Oelpumpe
Verfasst: Montag 23. Februar 2015, 10:49
von Domi-650SS
Ist das «wetsumping»-Problem mit einer neuen Pumpe behoben?
Fritz
Re: Oelpumpe
Verfasst: Montag 23. Februar 2015, 12:18
von Norton
Nein Fritz. Bestenfalls verlangsamt.
Gruß. Martin.
Re: Oelpumpe
Verfasst: Montag 23. Februar 2015, 14:41
von Towner
Norton hat geschrieben:Towner hat geschrieben:
Was nützt das ganze maschinelle überschleifen, wenn die Wellen im Gehäuse schon Luft haben und Späne schon Riefen in die Sackbohrungen im Gehäuse gezogen haben?
Wenn man alles auf einem GERADEN Carborundumstein abzieht, was soll dann daran ungenau werden? Die Gehäuse hab ich bisher immer nur mal leicht abgezogen, was man wirklich richtig überschleifen muss, sind die Deckel. Bei einer Pumpe hatten die beiden Rückförderräder einen Überstand auf die Fläche. Mit überschliffenem Deckel konnte man die zusammenmontierte Pumpe dann überhaupt nicht mehr drehen. Sehr hilfreich und aussagekräftig ist bei dem ganzen Prozedere ein Haarlineal.
Ich habe nur eine Commando und daher auch nur eine Pumpe, die ich nicht selbst überholt habe, weil ich nicht beurteilen, wann eine Pumpe wirklich schlecht ist, wenn ich äusserlich keine groben Verschleißerscheinungen erkennen kann. Ich weiß aber, dass kaum jemand eine neue Pumpe kauft, da die meisten Pumpen sich noch überholen lassen. Ich habe die Pumpe zum Fachmman gegeben, der sie maschinell so genau schleifen kann, dass sich die Zahnräder hinterher noch optimal drehen lassen.
Du änderst ja auch ständig deine Meinung, kürzlich hast Du hier noch jemanden empfohlen seine alte Pumpe zu verwenden, obwohl auf den Fotos schon klar Schäden an den Zahnrädern zu erkennen waren.
Ralf
Re: Oelpumpe
Verfasst: Montag 23. Februar 2015, 18:21
von Norton
Towner hat geschrieben:Norton hat geschrieben:Towner hat geschrieben:
Was nützt das ganze maschinelle überschleifen, wenn die Wellen im Gehäuse schon Luft haben und Späne schon Riefen in die Sackbohrungen im Gehäuse gezogen haben?
Wenn man alles auf einem GERADEN Carborundumstein abzieht, was soll dann daran ungenau werden? Die Gehäuse hab ich bisher immer nur mal leicht abgezogen, was man wirklich richtig überschleifen muss, sind die Deckel. Bei einer Pumpe hatten die beiden Rückförderräder einen Überstand auf die Fläche. Mit überschliffenem Deckel konnte man die zusammenmontierte Pumpe dann überhaupt nicht mehr drehen. Sehr hilfreich und aussagekräftig ist bei dem ganzen Prozedere ein Haarlineal.
Ich habe nur eine Commando und daher auch nur eine Pumpe, die ich nicht selbst überholt habe, weil ich nicht beurteilen, wann eine Pumpe wirklich schlecht ist, wenn ich äusserlich keine groben Verschleißerscheinungen erkennen kann. Ich weiß aber, dass kaum jemand eine neue Pumpe kauft, da die meisten Pumpen sich noch überholen lassen. Ich habe die Pumpe zum Fachmman gegeben, der sie maschinell so genau schleifen kann, dass sich die Zahnräder hinterher noch optimal drehen lassen.
Du änderst ja auch ständig deine Meinung, kürzlich hast Du hier noch jemanden empfohlen seine alte Pumpe zu verwenden, obwohl auf den Fotos schon klar Schäden an den Zahnrädern zu erkennen waren.
Ralf
Ich hatte in dem andren Fred KONKRET darauf hingewiesen, worauf es NOCH ankommt! Und ich habe auch explizid auf die Tatsache hingewiesen, daß es sich bei der schadhaften Pumpe um die RÜCKFÖRDERSEITE handelt, die ja schließlich nahezu drucklos Öl zurück in den Tank fördert.
Man kann, wenn man das kann, eine Pumpe auch manuell genau bearbeiten!
Wenn die meisten Pumpen überarbeitet werden, warum sind dann alle Verkaufsportale voll mit Ölpumpen?
Was ist denn eigentlich "optimal drehen"? Für den einen ist das, wenn sich das Antriebsrad schön frei drehen läßt, für den andren (dazu zähle ich), wenn sich die Pumpe richtig stramm dreht. Weil ausklappern und einlaufen tut die sich dann schon von selbst (nein, nicht von selbst, fahren muss man schon damit).
Gruß. Martin.
Re: Oelpumpe
Verfasst: Montag 23. Februar 2015, 19:32
von Towner
Norton hat geschrieben:
Wenn die meisten Pumpen überarbeitet werden, warum sind dann alle Verkaufsportale voll mit Ölpumpen?
Was ist denn eigentlich "optimal drehen"? Für den einen ist das, wenn sich das Antriebsrad schön frei drehen läßt, für den andren (dazu zähle ich), wenn sich die Pumpe richtig stramm dreht. Weil ausklappern und einlaufen tut die sich dann schon von selbst (nein, nicht von selbst, fahren muss man schon damit)
Soviele Ölpumpen werden nicht angeboten. Die sind neu sehr teuer und da lohnt es sich auch eine schlechte gebrauchte zu verkaufen. Im deutschen Ebay und auch im englischen werden Ölpumpen aber eher selten angeboten.
Was optimal drehen heißt überlasse ich dann dem Fachmann. Aber soviel ich weiß soll es relativ stramm sein. Das kann man sicher auch selbst irgendwie hinbekommen. Ventildeckel, Schwimmerkammern, etc. ziehe ich auch manuell ab, wo es nicht auf 100stel mm ankommt. Um eine optimale Reduktion des Wetsumping hinzubekommen, sollte es schon sehr genau gemacht werden. Ich habe gehört, dass früher viele Pumpen teilweise schon werkseitig so hohe Toleranzen hatten, dass die Kisten neu schon enormes Wet-Sumping hatten.
Aber das muss ja jeder selbst wissen, eine nagelneue Pumpe zu kaufen kann bestimmt nicht schaden (ausser dem Geldbeutel). Die alte geht sicher bei Ebay weg. Meine Pumpe hat vor der Überholung einwandfrei funktioniert. Durch die Überholung konnte das Wet-Sumping deutlich reduziert werden.
Ralf
Re: Oelpumpe
Verfasst: Mittwoch 25. Februar 2015, 13:45
von Towner
Hallo Fritz,
so wie ich das verstanden habe, möchtest Du deine vorhandene Pumpe austauschen. Ich habe gerade nochmal in meinen Unterlagen nachgesehen. Ich habe den Druck auch bei warmen Motor gemessen: max. 2,4 bar (35psi). Meine läßt jetzt so knapp 1l in 2 Wochen Standzeit durch. Ich denke, das sind gute Werte, die man bei einer Überholung durch Rudi Kolano auch erwarten kann. Das würde ich mal messen und wenn deine ähnliche Werte liefert, dann würde ich da garnichts machen.
Natürlich kann eine Pumpe schon so schlecht sein, dass man besser eine neue kauft. Aber da muss schon eine sehr hohe Laufleistung vorliegen. Nach 50000 Meilen sollte m.E. eine Überholung noch möglich sein.
Ralf
Re: Oelpumpe
Verfasst: Mittwoch 25. Februar 2015, 18:08
von chinakohl
Ich weiß ja nicht, ob ich das richtig sehe - ABER MEINT IHR NICHT, DAS IHR DA EIN WENIG ÜBERTREIBT?
Ich meine, damals sind die Moppeds ja auch gefahren worden - und die Konstrukteure auf der Insel haben so`n Mopped ja sicherlich nicht mit einer Halbwertszeit von 14 Tagen gebaut.
Evtl. ist es ja typisch deutsche Mentalität, alles "perzgenau" zu machen - aber wirklich nötig ist das mit Sicherheit nicht.
Wenn ich mir das Workshop- Manual meiner T140 so angucke (und 3 unterschiedlich Manuals einer Norton Commando habe ich letztens noch in Händen gehabt), erscheint mir die Vorgehensweise und die Lauftoleranzen eher "hemdsärmelig" - gemessen an deutschem Standard.
Auch die Amis kloppen ihren Mist mit `nem dicken Hammer, einem Rollgabelschlüssel und jede Menge Tape zusammen - und es funktioniert.
Wie gesagt - ich weiß ja nicht, ob ich da alleine mit meiner Einschätzung bin, aber man kann auch den Teufel an die Wand malen.
