Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

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Nörtn ut stall
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Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Nörtn ut stall »

Moin, da ich nicht mehr weiterkomme, hoffe ich auf eine zündende Idee woran es liegen könnte.
Letztes Jahr ist mir bei Tempo 70 ein Reh ins Vorderrad gelaufen. Es kam aus einem Maisfeld geschossen, ohne dass ich nur den Hauch einer Chance hatte. Nach gefühlten drei Stunden Schläge gegen den Kopf auf Beton, sah ich die Atlas auf der Strasse liegen. Motor lief noch. Benzin trat aus. Habe mich hingerobbt, um sie auszustellen. Dann an den Fahrbahnrand. Nach einer Zeit Hubschrauber, Rettungswagen und dann ins Klinikum.
Bis auf blaue Flecken perversen Abschürfungen, Prellungen und Verstauchungen ... Nochmal Glück gehabt. :saddev:

Nachdem die Versicherung bezahlte, habe ich sie über Winter wieder soweit klar gemacht.

Die Testfahrt hat ergeben, dass sie "nur" beim Bremsen zur Seite zog. Als wenn man seitlich gegen eine "Mauer " fährt. [carton]

Neu sind untere Gabelbrücke, Standrohre, Tauchrohr (Klemmseite) und die Buchsen.
Alles vorschriftsmäßig nach Hemmings verbaut.

Das linke Tauchrohr hatte wohl eins mitbekommen (gestaucht); jedenfalls ging da keine neue Stahlbuchse mehr rein. Klemmte.

Neuerlicher Test: Beim Fahren ohne Bremsen fährt sie absolut geradeaus.

Erst beim tiefen Eintauchen (also voll rein) zieht sie zur Seite.

Muss sagen, dass der Kotflügel unten/hinten links und die untere Strebe eingedrückt waren.

Den Kotflügel habe ich wieder ausgedengelt und die Strebe habe ich neu ersetzt.

Der Kotflügel lässt sich spannungsfrei verschrauben. Allerdings differiert von einem Fixpunkt am Tauchrohr zur Unterkante Schutzblech das linke TR um ca 3 mm. Ob das beachtlich ist ?

Ohne Kotflügel (also nur mit der Bridge; ist geschraubt) ist das Problem nicht da oder nicht wahrnehmbar; möglich dass die bridge aber auch entsprechend nachgiebt.

Die Nabe sitzt nach ersten Erkenntnissen auch mittig.

Was mir noch aufgefallen ist, dass die linke Damper tube nicht 100 pro zentrisch zum Tauchrohr ist, obwohl mit Standrohr die untere Schraube des Dämpferrohrs zentriert festgezogen wurde. Ob es damit zu tun haben könnte ?

Dass der Rahmen verzogen ist, will ich nicht glauben. Aber wenn alle anderen Eventualitäten ausgereizt sind, muss es wohl so sein: Strippen und zum Vermessen .... ](*,)

Danke für die Meinungen.

Hier noch mal die wieder aufgebaute Atlas, wo sonst alles funzt, insbesondere der Motor, der wie ne Rakete abgeht. :shock:
_DSC0010.JPG
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Towner
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Towner »

Nörtn ut stall hat geschrieben: Der Kotflügel lässt sich spannungsfrei verschrauben. Allerdings differiert von einem Fixpunkt am Tauchrohr zur Unterkante Schutzblech das linke TR um ca 3 mm. Ob das beachtlich ist ?
Für ich nicht nachvollziehbar, was Du da gemessen hast. Wichtig ist nur, dass die Rohre parallel stehen. Das Schutzblech selbst kann kaum das Problem sein. Vielleicht doch noch neue Streben besorgen. Aber das ist auch eher Optik. Ich würde den Rahmen vermessen lassen. Der Steuerkopf bekommt da schnell was mit. Ist an dem Lenkeranschlag was zu sehen ?

Ralf
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Klaus Thoms
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Klaus Thoms »

Du bist einfach falsch angefangen .....
Lass erstmal den Rahmen messen , die Gabelbrücken / Standrohre / Tauchrohre auch , wenn das oK ist kannst du dir über den Rest einen Kopp machen .
Und deine Theorien ( Dämpferstange / Kotflügel ) sind echt haarsträubend . :shock:
Meine Meinung dazu .
Gott schütze mich vor meinen Freunden , mit meinen Feinden werde ich schon allein fertig .
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Martin
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Martin »

Hmh.
Erst mal vorneweg: Scheiße das mit dem Reh und: Glück gehabt! Freut mich für Dich, dass es so "glimpflich" verlaufen ist.
Wenn die Versicherung so etwas zahlt, würde ich es kompromisslos in der Werkstatt richten lassen.
When a motorcycle is actually ridden, it takes on a similar "patina" of use

Craig Vetter
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Klaus Monning
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Klaus Monning »

Hallo Zusammen,
ich vermute mal, dass wir es eben doch mit einem Gabel- Problem zu tun haben. Stellt Euch folgendes vor:
1.) Bei normaler Fahrt, gabelt die Gabel eben so wie sie soll gleichmäßig rauf und runter.
2.) Beim Bremsen sackt die Gabel tiefer ein. Sie muss mit beiden Tauchrohren gleichmäßig eintauchen. Wenn sie das nicht tut, stellt sich das Vorderrad schräg zwischen die Standrohre möglicherweise durch unterschiedliche Reibung zwischen dem linken und dem rechten Gabelbein. Man muss einfach versuchen die Eintauchtiefe zwischen beiden Beinen anzugleichen.

Mach doch 'mal folgendes: Bau Kotflügel ab, mach die Achsmutter los und "feder" dann einige Male rein und raus. Eventuell auch einmal die Federn ausbauen und mehrere Male "ein- und ausgabeln" um zu prüfen ob die Reibung der beiden Gabelbeine auch wirklich gleich ist.

Nur noch 'mal zu zur Sicherheit: Bist Du ganz sicher, dass Du die Klemmschraube lose hattest, einige Male ein- und ausgefedert hast und dann erst die Achsmutter angezogen hast?

Bin selbst richtig gespannt, was es nun war. Ganz ehrlich ich glaube der Rahmen ist es nicht. Der hält schon was aus. Ist ja schließlich englisches Alteisen.
Viel Erfolg und viel Glück
Gruß Klaus
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Nörtn ut stall
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Nörtn ut stall »

Moin, danke für die Antworten.
Scheiße das mit dem Reh und:
Ja, möchte ich keinem wünschen.
Glück gehabt! Freut mich für Dich, dass es so "glimpflich" verlaufen ist.
Ja, danke.
Ist an dem Lenkeranschlag was zu sehen ?
Ja, der linke Lenkeranschlag an der unteren Gabelbrücke war hoch gebogen und die untere Gabelbrücke war auch insgesamt verzogen.
Deshalb ist sie ja neu gekommen.
Beim Bremsen sackt die Gabel tiefer ein. Sie muss mit beiden Tauchrohren gleichmäßig eintauchen. Wenn sie das nicht tut, stellt sich das Vorderrad schräg zwischen die Standrohre möglicherweise durch unterschiedliche Reibung zwischen dem linken und dem rechten Gabelbein. Man muss einfach versuchen die Eintauchtiefe zwischen beiden Beinen anzugleichen.
Genau dieser Verdacht drängt sich mir auch auf. Nur die genaue Ursache hierfür erschließt sich mir noch nicht.
Bist Du ganz sicher, dass Du die Klemmschraube lose hattest, einige Male ein- und ausgefedert hast und dann erst die Achsmutter angezogen hast?
Ich meine Ja. Werde das Procedere aber nochmal durchführen.
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Towner
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Towner »

Nörtn ut stall hat geschrieben:
Ist an dem Lenkeranschlag was zu sehen ?
Ja, der linke Lenkeranschlag an der unteren Gabelbrücke war hoch gebogen und die untere Gabelbrücke war auch insgesamt verzogen.
Deshalb ist sie ja neu gekommen.
Das ist m.E. ein Hinweis, dass der Steuerkopf auch einen Schlag abbekommen haben könnte. Wenn es von einem Problem an der Gabel kommen sollte, dann merkt man das. Sie federt nicht sauber aus, bleibt hängen, wenn man im Stand durchfedert. Das passiert eigentlich nur wenn Stand- oder Tauchrohre krumm sind. Kann ja sein, dass das andere Tauchrohr auch einen leichten Schlag hat. Das hätte man eigentlich schon bei der Montage merken müssen. Wenn der Effekt sich mit zunehmender Bremsintensität steigert, würde ich eher ein Spurprobleme vermuten. Wenn es plötzlich auftrittt, kann es an der Gabel liegen. Mess doch mal, ob beide Standrohre gleich dick sind. Da gibt es je nach Herkunft schonmal deutliche Toleranzen.
Wenn die Standrohre parallel sind und beim Geradeausfahren der Lenker gerade steht, ist die Gabel gerade. Wenn man die Maschine hinstellt und den Lenker optisch gerade stellt und dann unten über die Räder fluchtet, sieht man oft schon, dass das Vorderrad gegenübert dem Rahmen versetzt ist.
Nörtn ut stall hat geschrieben: Was mir noch aufgefallen ist, dass die linke Damper tube nicht 100 pro zentrisch zum Tauchrohr ist, obwohl mit Standrohr die untere Schraube des Dämpferrohrs zentriert festgezogen wurde. Ob es damit zu tun haben könnte ?
Könnte auf ein verzogenes tauchrohr hinweisen.


Ralf
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Klaus Thoms
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Klaus Thoms »

Ich verstehe nicht warum eine Gabel unterschiedlich tief eintauchen sollte ( rechts zu links ) das geht doch wohl nur , wenn die Radachse aus Gummi wäre und die Distanzbuchsen/ Nabe auch , und lose müsste das auch alles sein , wegen der ja erforderlichen Längenänderung , die Achse schräg gestellt müsste ja wohl länger werden..
Da ist doch technisch gar keine Höhendifferenz möglich , selbst wenn man eine Feder ausbauen täte , federt die Gabel gleichmässig ein ....
Es gibt sogar Gabeln , in denen nur einseitig eine Feder drin ist , und die ganze Dämpfermimik im anderen Holm , ohne Feder .
Ich halte diese Argumentation für Quatsch .
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Klaus Monning
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Klaus Monning »

Genau dieser Verdacht drängt sich mir auch auf. Nur die genaue Ursache hierfür erschließt sich mir noch nicht.[/quote]

Ich meine Ja. Werde das Procedere aber nochmal durchführen.[/quote]

Jetzt gibt es etwas, was mir in Deiner Beschreibung aufgefallen ist:
Der Dämpfer sitzt schief drinnen: Sprich, im oberen Bereich exzentrisch.
Das heißt, solange wie die Gabel ausgefedert ist passt sich die Dämpferstange dem Dämpfergehäuse an, sprich: sie verbiegt sich nur leicht. Somit ist die Reibung zwischen Dämpferstange und Dämpfergehäuse noch relativ gering. Sackt die Gabel tiefer ein, verbiegt sich die Dämpferstange mehr.
Das hat zur Folge das die Reibung zwischen der Dämpferstange und dem Dämpfer größer wird.
Federt die Gabel dann immer weiter ein, wird auch der Biegewinkel immer größer und somit die Reibung zwischen dem Dämpfergehäuse und der Dämpferstange immer größer. Im Extremfall kann die Reibung so groß werden, dass allein durch die Reibung eines der beiden Gabelbeine nicht mehr weiter einfedern kann.
Das heißt die eine Seite geht auf den hydraulischen Anschlag und die andere wird durch die Reibung zwischen dem Dämpfergehäuse und der Dämpferstange am weiteren Einfedern gehindert.
Dann haben wir den Salat. Das Vorderrad steht schräg in der Gabel und das ganze Rad rollt nicht mehr nur in Fahrtrichtung ab sondern auch seitlich und das ist dann das einseitige Ziehen, das Du erlebst.
Nochmals viel Glück bei der Suche.
Gruß
Klaus
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Klaus Thoms
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Klaus Thoms »

Lieber Klaus , ich glaube du hast das was ich geschrieben habe nicht ganz gerafft :
Das Rad kann nicht seitlich zwischen den Holmen schief ( besser :seitl. Neigung) werden , das ist doch fest zwischen den Holmen , da rührt sich nichts , weder wenn in einem Holm die Reibkräfte grösser werden bis zum blockieren , oder oder sonst was.
Dazu müsste die Achse sich verbiegen oder auch noch die Distanzbuchsen auf der Achse kürzer werden , da dann ja Versatz der Achsbohrungen li. / re. nötig wäre , wie soll das sonst denn gehen ?
Die Gabel könnte sich etwas in sich verwinden ( Einseitige Scheibenbremse z.B. ) , selbst dazu müssten ja die Standrohre sich in den Brücken drehen können , oder die Buchsen sind so übermassig , das richtig Luft da ist zwischen Stand- u. Tauchrohren , aber eine Neigung des Rades zu einer Seite ist ausgeschlossen .
:-k
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Klaus Monning
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Klaus Monning »

Klaus Thoms hat geschrieben:Lieber Klaus , ich glaube du hast das was ich geschrieben habe nicht ganz gerafft :
:-k
Also, das mit dem Raffen, kann wohl sein. Ich bin ja auch schon eine ganze Weile auf diesem schönen Erdball. Ich werde nächstes Jahr 65 und dann geht es erst einmal nach England (hoffe ich, und zwar mit meiner Commando, hoffe ich auch).
Gut, jetzt zum Thema Steifigkeit:
1.) Spanne einmal Deine Norton- Achse in den Schraubstock und setze auf der anderen Seite eine My- Uhr dran. Dann drücke einmal kräftig. Du wirst sehen, dass diese Achse sich mit Leichtigkeit um einige Hundertstel verbiegen lässt.
2.) Dann haben wir die Gabelfaust, ich meine die, die manchmal, wenn man die 5/16" Schraube zu stark festzieht gern auch 'mal bricht. Glaubst Du im Ernst das wäre steif? Dann haben wir die Ringfläche dort unten die sich im Rad gegen die Lagerringe abstützt. Na wie viel Ringfläche haben wir denn da? Ich weiß es nicht jedenfalls ist das auch nicht steif. Auch wenn man es noch so festballert steif wird das nie. Es wird sich unter Last immer elastisch verformen und bei nachlassender Last zurückfedern.
3.) Wir haben es beim Bremsen mit unglaublichen Kräften zu tun, unter denen sich alles elastisch bewegt, ganz besonders eine NORTON- Gabel.
Schließlich haben wir es hier mit einer Gabel aus dem Jahr 1964 zu tun. Das Aluminium hat auch seine besten Tage hinter sich und die Anlageflächen sind auch nicht mehr eben. Das alles bewegt sich, wohl gemerkt im elastischen Bereich und arbeitet.
Hast Du schon eine Norton- Gabel im Gespann bewegt? Frag mal den Peter Weigelt. Der hat so was in seinem BSA- Gespann gehabt. Und wir sind zu zweit durch den Vogelsberg getobt. Der Cyril ist vor Schreck in einer Kurve geradeaus gefahren, wie er meinen Arsch wegen des Kletterns so weit außerhalb der Seitenwagen- Bootes gesehen hat.
Ich sag Dir die Gabel hat sich verwunden wie ein Korkenzieher. Also bei einer Norton- Gabel von steif zu reden ist wohl etwas weit hergeholt.
Wir haben es hier auch nicht mit einer modernen Upside - Down Gabel zu tun. Die sind relativ steif und verwinden sich nicht so schnell (aber auch). Auch die Schwingen- Gabel (wie heißt das Ding bei den neuen BMWs?. na, wo die beiden Tauchrohre mit einer Art Schwinge verbunden sind) ja, das würde ich steif nennen.
Aber eine NORTON- Gabel? Na ja...
Vor 10 Jahren oder waren's 20 machte ich einmal einen 2-Rad- Mechaniker Meister Lehrgang (ich war gerade arbeitslos). Da waren wir bei KAWASAKI hier in Friedrichsdorf zu einem Gabel- Lehrgang. Was glaubst Du, was die uns über Steifigkeit von Gabeln erzählt haben. Showa hatte damals gerade gelernt Gabeln zu bauen. Heute können sie's natürlich bei Geräten die 180DS haben. Ich weiß kein Mensch braucht eine solche Leistung. Nur, bei einer solchen Leistung muss die Technik stimmen.
Ich würde bei der Fehlersuche genau so vorgehen, wie ich's beschrieben hab'.
Ach so, Klaus, nichts für ungut, ich will keinen Streit und bin auch kein Besserwisser. Ich hab' hier nur meine Meinung vertreten. Das sollten wir allen zugestehen ohne denen gleich zu sagen die raffen nichts.
Schönen Abend noch
Gruß
Klaus
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von michiel »

Oft reicht schon eine unterschiedliche Ölfüllung oder ungleich lange Gabelfedern zum abbiegen beim Bremsen.
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Towner
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Towner »

Ein zu fest eingestelltes Lenkkopflager kann auch ähnliche Effekte bewirken.
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holsteiner
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von holsteiner »

Um die Gabelholme auf Freigängigkeit zu checken würde ich das Rad ausbauen, Steckachse rein, die Federlager oben komplett lösen und die Steckachse von Hand nach oben führen. Dabei darf sie nirgends klemmen. Was ist mit der oberen Gabelbrücke? Die Konuspassung lässt keine Toleranz zu...
Grüße, Detlev

Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
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Klaus Monning
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Re: Norton Atlas zieht beim Bremsen zur Seite

Beitrag von Klaus Monning »

holsteiner hat geschrieben:Um die Gabelholme auf Freigängigkeit zu checken würde ich das Rad ausbauen, Steckachse rein, die Federlager oben komplett lösen und die Steckachse von Hand nach oben führen. Dabei darf sie nirgends klemmen. Was ist mit der oberen Gabelbrücke? Die Konuspassung lässt keine Toleranz zu...
Genau so dachte ich mir das auch, wenn alle möglichen Montagefehler ausgeschlossen werden können: Lampe weg, Federn raus, Öl raus, Achse rein noch nicht festziehen, sondern erst einmal ein paarmal rauf und runter bewegen (wie im richtigen Leben!), dann Klemmschraube festziehen und versuchen ob es irgendwo klemmt. Ich vermute mal dass es tatsächlich die unterschiedliche Reibung innerhalb der Dämpfer im oberen Einfeder- Bereich ist. Kostet 'nen Haufen Arbeit muss aber sein, um eine richtig gute Gabel zu erhalten.
Gute Nacht
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