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Motortuning

Verfasst: Montag 21. Oktober 2013, 22:41
von Gutzufuß64
Hallo
Ich fahre eine Norton 850 mit einem 36 Vergaser,die Bedüsung und auch alles andere ist gut eingestellt.
Das Mopped fährt gut usw........aber ab 5500 Umdr. geht es nur sehr zäh weiter.
Welche Möglichkeiten gibt`s den Motor etwas drehfreudiger zu machen,außer zwei Vergaser zu montieren :gruebel: ??????????
Grüße
Robert

Re: Motortuning

Verfasst: Montag 21. Oktober 2013, 23:46
von Rüdi
Zwei Versager mit offenen saugtrichtern drauf machen.

Zündung ist gut?? Also auch Verstellung nach früh??

Welche auspüffer fährst du??

Re: Motortuning

Verfasst: Montag 21. Oktober 2013, 23:59
von pug
wie sieht es eigentlich bei den Ansaugtrichtern mit Verschleiss durch dreck/staub/fliegen... aus? Ist das merklich? Also ich rede von normaler Strasse - nicht von sandpisten.

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 06:02
von Klaus Thoms
Ja .

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 09:18
von Tim
pug hat geschrieben:wie sieht es eigentlich bei den Ansaugtrichtern mit Verschleiss durch dreck/staub/fliegen... aus?
Ganz grobe Regel: Mit gutem Filter vierfache Laufleistung.


Tim

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 10:36
von Rüdi
also die Guzzis, die wir seinerzeit immer offen gefahren haben (lediglich mit Flammsieb) hatten da keine nenneswerten Ausfälle zu verzeichnen. Die Schwachstelle ist ja meist auch der ganze Ventiltrieb-Scheiss und nicht Kolben+Zylinder.
Aber sicherlich: gefilterte Luft ist schon besser - keine Frage.

Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt :mrgreen:

Aber was spricht gg. zwei Vergaser? Wenn du partout keine Amal mehr magst, dann eben zwei Kehin oder Mikuni 8ggf. auch mit Filter. Das Synchronisieren ist ja nicht sooo das Drama.

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 12:43
von Fast Franz
jetzt mahl erhrlich, sie dreht zwar theoretisch bis knapp 7000, aber mit welcher Standzeit; Du hast doch schon mit der 1 Vergaserotion auf Drehmonebt gesetzt. Versuch doch lieber hier weiter auszureizen und die Übersetzung anzupassen;
Sonst helfen wohl nur 2 Versager inkl. Trichter, Von anderen Nóckenwellenprofilen würde ich lieber die Finger lassen falls du weiterhin am normalen Straßenverkehr teilnehmen willst.
Das Problem hatte ich auch und hab die Hauptdüse vergrößert.

Gruß

Franz

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 14:26
von pug
Atlas750 hat geschrieben:
pug hat geschrieben:wie sieht es eigentlich bei den Ansaugtrichtern mit Verschleiss durch dreck/staub/fliegen... aus?
Ganz grobe Regel: Mit gutem Filter vierfache Laufleistung.


Tim
vierfach????? :shock: :surpris:
Dann doch lieber keine Trichter.... Egal ob das dann die Ventile oder den Zylinder zerstört... Ich fahre lieber 4x so lange etwas weniger sportlich ;)

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 16:50
von Norton Motors
sie dreht zwar theoretisch bis knapp 7000, aber mit welcher Standzeit; Du hast doch schon mit der 1 Vergaserotion auf Drehmonebt gesetzt. Versuch doch lieber hier weiter auszureizen und die Übersetzung anzupassen
Standzeit ist kein Problem, wenn ich unsere Rennerles nehme, die werden regelmäßig bis 7 oder auch schon mal 7 1/2 gedreht wenns brennt- und sind denkbar zuverlässig. :nixweiss:
Das mit dem lang übersetzen würd ich mir gut überlegen- das geht nur übers Getriebeausgangslager her, das eh nicht überdimensioniert für die Leistung ist. Kurz übersetzt sportiv gefahren ist wesentlich besser für den Motor, als mit zu langem Hebel (Übersetzung) und peitschender Kraftübertragung durch dioe Landschaft ötteln. Komischerweise haben die Kunden, die mit niedrigen Drehzahlen Harleymäßig fahren, erfahrungsgemäß viel mehr Motorprobleme, als die sportlichen Fahrer mit normalen Übersetzungen. :schlaumeier:

Einvergaser= bei Norton freiwillige Kastration. Dafür sind der (Commando)-Zylinderkopf und die Platzverhältnisse im Rahmen dahinter schlicht nicht ausgelegt. Lieber 2 kleine als 1 großen Vergaser. :biggthumpup:

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 17:08
von Klaus Thoms
Norton Motors hat geschrieben:

Das mit dem lang übersetzen würd ich mir gut überlegen- das geht nur übers Getriebeausgangslager her, das eh nicht überdimensioniert für die Leistung ist. Kurz übersetzt sportiv gefahren ist wesentlich besser für den Motor, als mit zu langem Hebel (Übersetzung) und peitschender Kraftübertragung durch dioe Landschaft ötteln. Komischerweise haben die Kunden, die mit niedrigen Drehzahlen Harleymäßig fahren, erfahrungsgemäß viel mehr Motorprobleme, als die sportlichen Fahrer mit normalen Übersetzungen. :schlaumeier:
Word...
Ich übersetze meine Motorräder immer so , das der letzte Gang wirklich noch ausdrehen kann (Ebene )
Ja , auch meine Sportster , die dreht bis in den Begrenzer ( = 6800 U/min. ) und geht viel besser als mit der viel zu langen Serienübersetzung.
Mit wenig Drehzahl bei gleichem Speed quält man blos den Motor ( die Kolben und Lagerbelastung ist höher und wirkt länger ein ) , der nackte Wert Drehzahl sagt nichts aus , der Druck ist die Belastung.
Gleiche Geschwindigkeit ( Leistungsbedarf ) mit weniger Drehzahl = Höhere Verbrennungsdrücke notwendig.
Oder ?

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 20:11
von Norton
Die Frage ist auch, was die restliche Auslegung des Motorrades ist. Auspuffanlage, mit/ohne Interferenzrohr, Commando welche Baureihe, welche Übersetzung.
Die 850er waren keine Dreher. Schließlich haben sie die gleichen Ventilgrößen, wie die 750er und die waren mit 38/33 schon nicht üppig. Eine 850er mit Blackcaps und Interferenzrohr wird auch mit zwei Vergasern samt offener Trichter keine Drehorgel und auch mit Roadstern ohne Zwischenrohr nicht.
Alles optimieren, einstellen, etwas mit Hauptdüse spielen und richtig übersetzen. Besser etwas kürzer, denke so 20/42.

Gruß. Martin.

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 20:32
von Gutzufuß64
hallo
Erstmal vielen Dank für die vielen Tipp`s.
Zwei Vergaser,besonders org.Amal,hieße dann :Stabiles Standgas ade....und regelmäßig Synchronisiere.Ich fahre die Norton nun seit 4 Jahren und außer Ölwechsel und Ventilspiel war noch nix :laola:
Die größere Hauptdüse wäre aber eine gute Idee.
Grüße

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 20:39
von Martin
Man kann nicht alles haben. Hattest Du schon mal zwei Vergaser dran dass Du das beurteilen kannst?

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 21:13
von Norton Motors
Die 850er waren keine Dreher. Schließlich haben sie die gleichen Ventilgrößen, wie die 750er und die waren mit 38/33 schon nicht üppig.
:gruebel:
Jajajaaaaaa- grau ist alle Theorie. Warum hat unser 750ger Rennerle dann mit Serienventilen (und zwei 32er Mk1 Vergasern) Leistung wie der lt. Peter Williams jemals beste Werksrennmotor, wenn die Ventilgrößen so viel zu klein sind? Das wird also für ne normale 850er mit Seriennocke immer noch locker reichen. :schlaumeier:
Und was die Zweivergaseranlage angeht- synchronisieren muß ich nicht, nur alle paar Monate mal den Leerlauf (Schieberanschlag) nachjustieren, vermutlich, weil der Motor nach der Vollrestaurierung immer besser zusammenspielt, und sich der Leerlauf dadurch ändert. Bisher ca. 7000mls seit Restaurierung- also praktisch noch nicht eingefahren. :mrgreen:

Re: Motortuning

Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 21:42
von Norton
Norton Motors hat geschrieben:
Die 850er waren keine Dreher. Schließlich haben sie die gleichen Ventilgrößen, wie die 750er und die waren mit 38/33 schon nicht üppig.
:gruebel:
Jajajaaaaaa- grau ist alle Theorie. Warum hat unser 750ger Rennerle dann mit Serienventilen (und zwei 32er Mk1 Vergasern) Leistung wie der lt. Peter Williams jemals beste Werksrennmotor, wenn die Ventilgrößen so viel zu klein sind? Das wird also für ne normale 850er mit Seriennocke immer noch locker reichen. :schlaumeier:
Und was die Zweivergaseranlage angeht- synchronisieren muß ich nicht, nur alle paar Monate mal den Leerlauf (Schieberanschlag) nachjustieren, vermutlich, weil der Motor nach der Vollrestaurierung immer besser zusammenspielt, und sich der Leerlauf dadurch ändert. Bisher ca. 7000mls seit Restaurierung- also praktisch noch nicht eingefahren. :mrgreen:
Aber eben "nur" mit 750 Kubik und mit einer Nocke, die mit der Seriennocke und deren Drehmomentverlauf nicht vergleichbar ist. Alleine der Ventilhub einer solchen 4S oder PW3 Nocke ist eine ganz andre Nummer. Das die Nortons mit den vergleichsweise kleinen Ventilen überhaupt so gut gehen, liegt eben an dem guten Kopf.
Genau genommen sind auch die scharfen 750er Rennmotoren keine Dreher. Eine Nenndrehzahl von 7000+xx ist für einen Rennmotor nicht richtig viel. Wenn man mal überschlägt, was so ein Aermacchi, ebenfalls ein Stoßstangenmotor, so in der Lage ist zu drehen?!?
Der Fredersteller hat ja noch nicht rausgelassen, was denn überhaupt für eine Auspuffanlage dran ist. Mit/ohne Zwischenrohr. Vielleicht liegt ja auch hier der Hase im Pfeffer.
An meiner Atlas hab ich EINEN 32er Bing drauf. Dreht trotzdem ganz ordentlich. Hat für mich zu den orginalen zwei Vergasern keinen fühlbaren Unterschied gemacht. Hatte allerdings auch Luftfilter dran, den orginalen. Mein Domi99 mit den zwei Vergasern fühlt sich da schon quirrliger an. Drehzahl kann ich schlecht sagen, keinen Drehzahlmesser. Aber so bis sieben denke ich schon. Da hab ich aber auch am Kopf was geändert. Ventilgrößen 37/33 und angepaßte Kanäle, die kurzen Trichter auf den Vergasern. Hört sich vor allem gut an. Commando Nocke/Stößel und Ventilfedern.

Gruß. Martin.