Kupplung einstellen bei Commando
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Kupplung einstellen bei Commando
Moin. Ich hatte jetzt das Problem, dass sich die Gänge manchmal schwer schalten ließen. Beim Einlegen des ersten Ganges fuhr das Motorrad fast schon los oder der Motor ging sogar aus. Also wollte ich die Kupplung einstellen. Beide Handbücher geschnappt (Reparaturanleitung Bucheli Nr. 506 auf deutsch und Workshop manual for Norton Commando von Norton Villiers auf englisch) und am Primärdeckel/primary chain case den Deckel zur Kupplungseinstellung geöffnet. Am Handhebel am Lenker die Einstellung gelöst so dass der Hebel sich ziehen ließ ohne dass der Bowdenzug noch spannte. An der Kupplung die Kontermutter gelöst, den Einsteller weiter raus gedreht und dann wieder rein bis Widerstand zu spüren war. Dann eine Umdrehung zurück und festgezogen. Bowdenzug wieder eingestellt. Beim anschließenden Kicken der Tritt ins Leere. Also wieder von vorn. Zusätzlich auf der rechten Getriebeseite den Schaulochdeckel geöffnet. Der Hebel/clutch operating lever lag unten. Auf der Kupplungsseite den Einsteller wieder gelöst so dass sich der Hebelmanheben ließ.Den Einsteller links wieder reingedreht wie gehabt und alles verschlossen. Beim Einstellen am Handhebel blieb noch jede Menge Spiel übrig obowhl dort die Einstellschraube schon ganz draußen war. Wieder alles zurück.
An welcher Stelle liegt der Fehler? Wer kann helfen? Ich wollte das schöne Wetter heute nutzen und nach Schwerin zum Oldietreffen fahren. Und nun das.
Allen einen schönen Feiertag
Andreas
An welcher Stelle liegt der Fehler? Wer kann helfen? Ich wollte das schöne Wetter heute nutzen und nach Schwerin zum Oldietreffen fahren. Und nun das.
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Higgins
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Moin Andreas !
Hast Du die Kupplung runter gehabt ?
Es könnten die Beläge bzw. der clutch center bzw. die Zentralmutter sein, die sich gelöst hat.
Es hört sich nach verkanteten Belägen zum clutch center an.
Hast Du den clutch spring compressor ?
Ohne letzteres Werkzeug würde ich nicht an die Kupplung gehen.
Viel Glück
Matthias
Hast Du die Kupplung runter gehabt ?
Es könnten die Beläge bzw. der clutch center bzw. die Zentralmutter sein, die sich gelöst hat.
Es hört sich nach verkanteten Belägen zum clutch center an.
Hast Du den clutch spring compressor ?
Ohne letzteres Werkzeug würde ich nicht an die Kupplung gehen.
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Domi-650SS
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Hallo Andreas,
Sie Dir mal die angehängte Zeichnung an. Das Teil mit der Nummer 33 kann falsch eingelegt sein, es lässt sich in der Aufnahme verschieben so dass es die Kupplung nicht ausrückt. Wenn es richtig montiert ist, drückt es die Ausrückstange auf der Kupplungsseite raus wenn Du den Hebel anhebst.
Viel Glück.
Fritz
Sie Dir mal die angehängte Zeichnung an. Das Teil mit der Nummer 33 kann falsch eingelegt sein, es lässt sich in der Aufnahme verschieben so dass es die Kupplung nicht ausrückt. Wenn es richtig montiert ist, drückt es die Ausrückstange auf der Kupplungsseite raus wenn Du den Hebel anhebst.
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Fritz
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- APe
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Die Kupplung war nicht ausgebaut oder so. Ich wollte lediglich dass die Kupplung sauberer trennt, damit man besser schalten kann. Das Teil Nr. 33 ist doch dieser Hebel/clutch operating lever. Der obere Arm, in dem der Bowdenzug hängt, war auf die Welle runtergekippt. Sie ließ sich auch nur mit Druck mit dem Schraubendreher anheben. Nach der deutschen Anleitung muss dann auf der linken Seite die Einstellschraube ein Stück raus. Daraufhin ließ sich dieser Hebel auch ohne Druck anheben. Dann die linke Einstellschraube wie oben beschrieben reindrehen und wieder eine Umdrehung raus.
Das mit dem Verschieben muss ich mal probieren. Ich dachte den Hebel kann man nur um die Achse der Befestigung drehen.
Gruß
Andreas
Das mit dem Verschieben muss ich mal probieren. Ich dachte den Hebel kann man nur um die Achse der Befestigung drehen.
Gruß
Andreas
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- Towner
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Hallo,
wenn die Kupplung richtig eingestellt ist, läßt sich dieses Hebelchen (operating lever) bei gelöstem Bowdenzug insgesamt etwa 1cm rauf- und runter bewegen.
Es kann aber auch passieren, dass der Federing, der unter dem Korb sitzt und ihn auf der Welle hält, den Geist aufgibt und dann verschiebt sich der Korb jedes Mal, wenn Du die Kupplung ziehst. Das kannst Du so prüfen:
1. Stell die Einstellschraube am Korb so ein wie beschrieben.
2. Prüfe den operating lever - der sollte dann das beschriebene Spiel aufweisen.
3. Ziehe die Kupplung einmal
4. Prüfe den operating lever nochmal.
Wenn der operating lever nun nach dem Betätigen der Kupplung wieder loser geworden ist, dann ist wahrscheinlich der Federring hin. Dann würde ich auch nicht mehr weiter rumprobieren, sonst machst Du noch mehr kaputt, weil durch es durch das Nachstellen immer schlimmer wird. Um den zu wechseln, muss die Kupplung komplett ausgebaut werden. Dazu brauchst Du einen Abzieher für das Primärritzel und das Werkzeug für die Kupplung. In dem Zusammenhang bietet sich ein Tausch der Primärkette an, sowie der Antriebskette/Ritzel.
Der Federing ist zu schwach dimensioniert und sollte bei jedem Ausbau der Kupplung getauscht werden. Das wird oft nicht gemacht und mit dem hohen Anzugsmoment (97 NM) geht der dann irgendwann in die Knie. Hier empfiehlt sich auch etwas weniger Drehmoment (ca. 70NM).
Gruß
Ralf
wenn die Kupplung richtig eingestellt ist, läßt sich dieses Hebelchen (operating lever) bei gelöstem Bowdenzug insgesamt etwa 1cm rauf- und runter bewegen.
Es kann aber auch passieren, dass der Federing, der unter dem Korb sitzt und ihn auf der Welle hält, den Geist aufgibt und dann verschiebt sich der Korb jedes Mal, wenn Du die Kupplung ziehst. Das kannst Du so prüfen:
1. Stell die Einstellschraube am Korb so ein wie beschrieben.
2. Prüfe den operating lever - der sollte dann das beschriebene Spiel aufweisen.
3. Ziehe die Kupplung einmal
4. Prüfe den operating lever nochmal.
Wenn der operating lever nun nach dem Betätigen der Kupplung wieder loser geworden ist, dann ist wahrscheinlich der Federring hin. Dann würde ich auch nicht mehr weiter rumprobieren, sonst machst Du noch mehr kaputt, weil durch es durch das Nachstellen immer schlimmer wird. Um den zu wechseln, muss die Kupplung komplett ausgebaut werden. Dazu brauchst Du einen Abzieher für das Primärritzel und das Werkzeug für die Kupplung. In dem Zusammenhang bietet sich ein Tausch der Primärkette an, sowie der Antriebskette/Ritzel.
Der Federing ist zu schwach dimensioniert und sollte bei jedem Ausbau der Kupplung getauscht werden. Das wird oft nicht gemacht und mit dem hohen Anzugsmoment (97 NM) geht der dann irgendwann in die Knie. Hier empfiehlt sich auch etwas weniger Drehmoment (ca. 70NM).
Gruß
Ralf
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Das passiert, wenn man die Einstellschraube bei heruntergekippten Hebel reinschraubt. Der wird dann falsch arretiert. Dann funktioniert die Kupplung aber garnicht mehr. Bevor der runterfällt, muss man aber die Einstellschraube auch ziemlich weit rausdrehen. Wenn Du beim Reinschrauben der Einstellschraube den Hebel mit einer Hand hochhältst, damit er nicht runterkippen kann, dann kann er ab einem bestimmten Punkt auch nicht mehr runterfallen.APe hat geschrieben:Der obere Arm, in dem der Bowdenzug hängt, war auf die Welle runtergekippt. Sie ließ sich auch nur mit Druck mit dem Schraubendreher anheben. Nach der deutschen Anleitung muss dann auf der linken Seite die Einstellschraube ein Stück raus. Daraufhin ließ sich dieser Hebel auch ohne Druck anheben. Dann die linke Einstellschraube wie oben beschrieben reindrehen und wieder eine Umdrehung raus.
Wenn die Einstellschraube fest ist, dann muss der Hebel oben fest stehen bleiben. Dann die besagte Umdrehung wieder rausdrehen. Dann sollte der Hebel sich etwas bewegen lassen - natürlich bei gelöstem Bowdenzug.
Ralf
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Im accessnorton-Forum gibts massenhaft Disskusuionen über den Sicherungsricng 06-0751, unter anderem hier:Towner hat geschrieben:...
Der Federing ist zu schwach dimensioniert und sollte bei jedem Ausbau der Kupplung getauscht werden. Das wird oft nicht gemacht und mit dem hohen Anzugsmoment (97 NM) geht der dann irgendwann in die Knie. Hier empfiehlt sich auch etwas weniger Drehmoment (ca. 70NM).
Ralf
http://www.accessnorton.com/clucth-nut- ... ml#p201976
Anzugsdrehmoment: http://www.accessnorton.com/clutch-loca ... ml#p217909
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen 06-0751 (Commando 750/850 1973) und 06-0752 (Commando MK3)?
Fritz
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Hallo Fritz,
der 06-752 ist der Federing, den ich meine. Der sitzt hinter dem Kupplungskorb auf der Welle. Der 06-751 ist der große gedrehte Federring der den Diaphragmafeder-Teller vorne hält.
Ralf
der 06-752 ist der Federing, den ich meine. Der sitzt hinter dem Kupplungskorb auf der Welle. Der 06-751 ist der große gedrehte Federring der den Diaphragmafeder-Teller vorne hält.
Ralf
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Danke Ralf,Towner hat geschrieben:Hallo Fritz,
der 06-752 ist der Federing, den ich meine. Der sitzt hinter dem Kupplungskorb auf der Welle. Der 06-751 ist der große gedrehte Federring der den Diaphragmafeder-Teller vorne hält.
Ralf
Hab halt schlecht hingeschaut (auf die Zeichnung)
Fritz
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Wenn ich die Nr. 33 in der Zeichnung mit dem bei mir verbauten Teil vergleiche stelle ich einen gravierenden Unterschied fest: In der Zeichnung sind doch mittig zwei übereinander liegende Bohrungen zu sehen. Bei mir ist das quasi eine Nut, will sagen zwischen der oberen und unteren Bohrung ist ein Schlitz und deshalb kann ich das Teil vertikal verschieben. Ich habe jetzt in verschiedenen Höhen mehrere Male Einstellungen vorgenommen, Jetzt habe ich eine Einstellung gefunden die zumindest im Stand funktioniert hat. Also wie folgt: Motorrad auf Hauptständer, Zündung aus,Kicker durchtreten Motor dreht mit, bei gezogener Kupplung Tritt ins Leere, Zündung an, Motor starten, 1. Gang einlegen Motor läuft weiter, langsam Handhebel kommen lassen, Hinterrad fängt an zu rucken dann Motor aus weil nur Standgas. Ich nehm das jetzt erst mal als gutes Zeichen. Morgen geht es weiter und ich werde berichten. Schönen Abend an allebad_friday hat geschrieben:Hallo Andreas,
Sie Dir mal die angehängte Zeichnung an. Das Teil mit der Nummer 33 kann falsch eingelegt sein, es lässt sich in der Aufnahme verschieben so dass es die Kupplung nicht ausrückt. Wenn es richtig montiert ist, drückt es die Ausrückstange auf der Kupplungsseite raus wenn Du den Hebel anhebst.
Viel Glück.
Fritz
Andreas
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Freut mich dass wir Dir helfen konntenAPe hat geschrieben:... zwischen der oberen und unteren Bohrung ist ein Schlitz und deshalb kann ich das Teil vertikal verschieben
Und so sollte das Teil aussehen: Das Bild habe ich von Dynodave, weiss nicht ob das rechtens ist es hier zu publizieren
Fritz
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Grundsätzlich sieht das Teil so aus. Abber wenn ich mich nicht total geirrt habe, ist zwischen den beiden Löchern eine Nut die die beiden Löcher verbindet. Wobei diese Nut ja das Teil an der wichtigsten Stelle erheblich schwächen würde. Sollte ich falsch geguckt haben? Leider hat es jetzt gehässigerweise angefangen zu regnen. Aber ich werde nachher wohl doch mal die fällige Probefahrt machen und hoffe ich kann einen Erfolg verkünden. Vielen Dank schon mal in die Runde.
Andreas
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Proberunde gedreht. Ausgangszustand wieder erreicht. Kupplung trennt wieder nicht richtig. Ich muss mich in die Wirkungsweise der Kupplung erst einmal richtig rein finden.
Andreas
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Moin Andreas !
Schick mir mal per PN Deine Festnetznummer. Ich rufe dann heute abend vor 20:00 an.
Gruß Matthias
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Gruß Matthias
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Re: Kupplung einstellen bei Commando
Hi.
Eine nicht richtig trennende/arbeitende Kupplung kann auch ganz andere, profanere Gründe haben. Krumme Kupplungsscheiben, einen eingeschlagenen inneren Kupplungskorb. Commando-Kupplung ist ein Thema für sich. Lamellenpaketstärke, Federvorspannung, Federring auf der Hauptwelle... gibt viele Fehlermöglichkeiten. Das Zusammenspiel aus Zugeinstellung und der Stellschraube in der Druckplatte. Wenn man den Kupplungszug zu kurz einstellt und dafür die Stellschraube in der Druckplatte zu weit rausdreht bekommt man schnell Probleme mit einem zu kleinen Ausrückhub. Der Zug muss so lange eingestellt sein, daß der Ausrückhebel unter dem Getriebedeckel fast am Anschlag ist und bei gezogener Kupplung der Zug und der Ausrückhebel einen Winkel von 90° bilden. Erst dann die Stellschraube in der Druckplatte anpassen.
Viel Erfolg.
Gruß. Martin.
Eine nicht richtig trennende/arbeitende Kupplung kann auch ganz andere, profanere Gründe haben. Krumme Kupplungsscheiben, einen eingeschlagenen inneren Kupplungskorb. Commando-Kupplung ist ein Thema für sich. Lamellenpaketstärke, Federvorspannung, Federring auf der Hauptwelle... gibt viele Fehlermöglichkeiten. Das Zusammenspiel aus Zugeinstellung und der Stellschraube in der Druckplatte. Wenn man den Kupplungszug zu kurz einstellt und dafür die Stellschraube in der Druckplatte zu weit rausdreht bekommt man schnell Probleme mit einem zu kleinen Ausrückhub. Der Zug muss so lange eingestellt sein, daß der Ausrückhebel unter dem Getriebedeckel fast am Anschlag ist und bei gezogener Kupplung der Zug und der Ausrückhebel einen Winkel von 90° bilden. Erst dann die Stellschraube in der Druckplatte anpassen.
Viel Erfolg.
Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.