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Riss im Zylinderkopf

Verfasst: Montag 16. September 2013, 19:12
von Fast Franz
Hallo Zusammen

Ich hab das Problem, das der Zylinderkof bei meiner Commando 850 MKIII im Stösselkanal gerissen ist. Der Verbrennungsraum ist TIP TOP.
Soll heißen da läuft schön gleichmäßig ein feiner Ölnebel raus. Das ist zwar auf Englandtouren praktisch, da sich dort erst mal kein Rost bildet, aber grundsätzlich natürlich SCHEISSE.
Von verschiedenen Stellen hab ich mir sagen lassen, dass eine Reparatur praktisch unmöglich ist. Das Material der letzeten Gussreihen soll angeblich wohl unterirdisch gewesen sein. Der Kopf ist innen mit Lunkern übersäht wie ein Tenie mit Akne.
Ich hoffe das der eine oder andere Leidensgenosse dieses Zylinderkopfes vielleicht eine Lösung für das Problem hat die ich als Winteraufgabe lösen könnte.
Zu Zeit versuch ich das Öl mit Steinwolle in den Kühlrippen zu halten. (Natürlich kein Dauerzustand)

Hat jemand eine Idee?

Re: Riss im Zylinderkopf

Verfasst: Dienstag 17. September 2013, 08:01
von Tim
Fast Franz hat geschrieben:Ich hab das Problem, das der Zylinderkof bei meiner Commando 850 MKIII im Stösselkanal gerissen ist.
Von wo nach wo geht der Riss genau? Vom Stößelkanal nach außen? Die Variante kenne ich noch nicht, bei einer MkIII müsstest Du einen RH4-Kopf haben. Die sollen rissempfindlich zwischen dem Einlasskanal und dem Ventilfedersitz sein, aber vorne an den Stößelstangen...hm. Kannst Du mal ein Foto davon machen?

Die Legierung ist Hiduminium, genauer RR53B. Ein guter Schweißer sollte mit der Info schon einen Zusatzstoff finden, um an der Stelle eine Reparatur hinzubekommen. Zur Aussage "nicht schweißbar" hier mal der Gegenbeweis. Ob es den Aufwand lohnt, sei mal dahingestellt. Ein neuer Kopf von Fullauto kommt zwar sehr teuer, ist aber technisch gesehen auch weit überlegen. In Europa vertreibt den Mick Hemmings.


Tim

Re: Riss im Zylinderkopf

Verfasst: Dienstag 17. September 2013, 15:43
von bosn
AAAAAAAAAAAAAAAAa-ha... :halloatall:


Klaus : die Feuerwehr hilft,schleifen musst DU :lach:

Re: Riss im Zylinderkopf

Verfasst: Dienstag 17. September 2013, 16:21
von Goldstar
Heidezack, da hab ich Stunden zum Fräsen :-k
Da muß ja hinterher noch die Platte für die Versager dran :mrgreen:
Aber so wie das aussieht kann ich mir das vielleicht sparen :nixweiss:

Re: Riss im Zylinderkopf

Verfasst: Dienstag 17. September 2013, 17:09
von bosn
Selbst Schuld..... :lach:

Naja,Material....SATT :badgrin:

Re: Riss im Zylinderkopf

Verfasst: Mittwoch 18. September 2013, 09:17
von Fast Franz
Schon mal Danke für die Stellungnahme

Der Riss geht vom Stößelkanal zur Kopfaussenwand nach vorne.

Fotos kann ich leider noch nicht machen, da die Karre noch im Einsatz ist.

Ich bin nur Schreiner, stelle mir aber aufgrund der Temperaturschwankung und der geringen Wandstärke (ohen Kühlrippen !!!)das tatsächlich schwierig vor, zumal man vor allem im oberen Bereich kaum ran kommt.


Gruß

Franz

Re: Riss im Zylinderkopf

Verfasst: Donnerstag 19. September 2013, 12:54
von Klaus Monning
Hallo,
wenn Du den Kopf noch nicht demontiert hast, warum bist Du Dir denn so sicher, dass es sich um einen Riss handelt? Meiner Ansicht nach stehen die Köpfe im Bereich der Stößelstangenbohrungen gar nicht unter Spannung. Also scheint es auch nicht sehr wahrscheinlich, dass da Risse enstehen können. Insofern könntest Du Glück haben.
Auch ich nenne einen dieser RH4 Köpfe mein eigen. Die können extrem extrem porig sein. Durch diese Poren kann dann im Laufe der Zeit auch Öl bis an die Oberfläche dringen, bis, ja bis Du die Sauerei dann von außen siehst. Das ist natürlich extrem ekelhaft. Wie kann man sowas reparieren?
Ich hab' das 'mal so versucht:
Ich habe beide Stößelbohrungen selbstverständlich unter den richtigen Winkeln größer gebohrt (ausgespindelt). Achtung die Winkel zwischen der Einlass- und Auslass- Stößelbohrung sind unterschiedlich (15,5°bzw. 17,5°, ich weiß im Moment nicht welcher Winkel für welche Bohrung). Danach habe ich 2 Rohre gedreht und einseitig so abgeflacht, dass sie sich genau am Übergang der beiden Bohrungen berühren. Wenn man sie in die aufgebohrten Bohrungen in nden Kopf einführt (das ist sehr diffiziel, da es ja möglichst wenig Spiel geben soll). Nun müssen die aufgebohrten Bohrungen und die gedrehten (und einseitig abgeflachten Rohre) sehr gut entfettet werden und mit LOCTITE grün (also das Füge- LOCTITE) eingesetzt werden. Die Bohrungen in die eingeklebten Buchsen werden erst nach dem Einkleben in die aufgebohrten Stößelbohrungen auf Endmaß gebohrt (gespindelt). Ach so, die Buchsen müssen etwas länger gelassen werden, sodass sie unten an der Dichtfläche herausschauen. Nachdem das LOCTITE ausgehärtet ist, müssen sie auf Innen- Endmaß ausgespindelt werden und die überstehenden Reste an der Dichtfäche überarbeitet werden (Kopf planen).
Auch nicht vergessen: In diese Stößelbuchsen münden die Öl- Ablaufbohrungen die in die Federtellerauflagen eingebohrt sind, durchgebohrt werden. Achtung!!! Nur durch die Röhrchen durch und gut entgraten. Wenn Du zu weit bohrst, landest Du im Brennraum. Dann hast Du noch mehr Stress.
Such' Dir mal jemanden, der's macht. Es ist extrem schwierig und braucht einige Stunden. Zur Not stehe ich mit Rat und Tat zur Seite.
Gruß
Klaus
Ich hatte das glaub ich 'mal aufgezeichnet, ich hoffe ich find die Skizze.