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Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 14:05
von 650ss
Hallo
Ich konnte günstig an einem Teilemarkt einen Druckverlustprüfer (Cylinder Leakage Tester) von Sun kaufen.
In der Zeitschrift British Classics 5/2012 habe ich auch einen Bereicht über den Druckverlust-Test gelesen.
Nun will ich diesen Test, an meinem frisch restaurierten Motor der Norton 650ss ausprobieren.
Gibt es Erfahrungswerte wieviele % Druckverlust für diesen Motor in Ordnung sind?
Gruss Thomas
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 15:01
von Norton
Hallo Thomas.
An einem frisch überholten Motor eine Druckverlustprüfung durchzuführen wird wenig aussagefähige Erkenntisse bringen. Die Kolbenringe tragen nicht, es pfeift ins Kurbelgehäuse runter. Von einem überholten Kopf sollte ich wissen, was mich erwartet! Man geht davon aus, einen geraden Kopf auf einen geraden Zylinder mit einer neuen Dichtung verbaut zu haben, davon erwarte ich das gleiche, wie von einem überholten Kopf.
Druckverlustprüfung führt man an gebrauchten Motoren durch, ich kenne das noch aus meiner Segelfliegerzeit an Flugzeugmotoren, Lycomings z. B.. An Werte kann ich mich aber nicht mehr erinnern. Eine Erkenntnis ist, wo die Undichtigkeit auftritt, ob am Kopf, oder in Richtung Kurbelhaus.
So wie ich mich noch erinnern kann, wurde immer auf OT getestet. Kurbelwelle durfte sich nicht wegdrehen.
Ich hab nicht mal einen normalen Kompressionstester und hab mir den auch noch nie gewunschen.
Gruß. Martin.
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 15:58
von Öko
Entsprechenden Zylinder in den verbrennungs ot stellen und mechanisch blockieren.
Ggf die Prüfung bei betriebsamen motor wiederholen bei Verdacht auf Kopf oder blockrissen.
Eine Apparatur ist in wenigen Minuten selbst gebaut.
Wie schon geschrieben wurde, neuer motor , Ringe erst einschleifen. Beim Rest sollte es keine frage sein.
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 16:11
von Phil
650ss hat geschrieben: Gibt es Erfahrungswerte wieviele % Druckverlust für diesen Motor in Ordnung sind?
Moin Thomas,
die Jungs haben ja sehr viel Richtiges schon gesagt, z. B. warmer Motor, eingelaufener Motor, Messung im OT, KW blockieren etc.
Gemeinhin sagt man, dass bis 10% im Rahmen ist, von 10 % aufwärts geht es eben ans Ende der Lebensdauer, > 20% ist eher schlecht.
Der Witz am leak down test ist eben, dass Du hinterher sagen kannst, wo es nicht okay ist, also entweder Einlass- oder Auslassventile (oder beide

) oder eben auch die Ringe.
Mach erstmal 1.000 mls auf die Möhre drauf, bevor Du da in Messungen einsteigst, ansonsten machst Du Dich nur verrückt, weil als Ergebnis eh nix Vernünftiges rauskommt.
Schöne Grüße
Ph.
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 16:51
von Martin
Manch einer wundert sich, was er findet in einem Motor der gut läuft wenn er sucht, dies aber nie gefunden hätte ohne zu suchen, da es einfach gut lief

Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 16:51
von Phil
Tztztztz... Jetzt ist die Nachricht, auf die ich geantwortet hatte weg, und mein Geschreibsel auch...
Egal, Zeit spielt bei der Messung keine Rolle, weil man immer Luft nachlegt. Es ist halt nur ein Gefummel, bis man das Ventil vor dem kompressorseitigen Manometer so eingestellt hat, dass dieses stehen bleibt. Weil die Verbindung zwischen den beiden Manometern nur sehr klein (ca. 1 mm) ist, sinkt das zylinderseitige Manometer eben ab, je mehr, umso mehr Druck und Luft eben abgeblasen wird im Motor.
Die Apparatur kann man aber recht leicht selber pfriemeln,
das ist mein Geraffel, das Andreas benutzt hatte, um seine A 65 mal zu messen.
Schöne Grüße
Ph.
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 16:52
von Phil
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 17:02
von Hanni
Der stimme ich absolut zu...

Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 17:05
von Ralph G.Wilhelm
Phil hat geschrieben:Tztztztz... Jetzt ist die Nachricht, auf die ich genatwortet hatte weg, und mein Geschreibsel auch...Ph.
sorry Phil,
ich war wieder in Gedanken bei meinen Dieselmotoren ( mit etwas mehr Hubraum

)
da gibts ne quick n dirty Methode: Kolben in UT des Verdichtungshubes, Luftballon (Condom geht auch) auf das Indizierventil und Motor in OT törnen. An der Zeit in der sich der Ballon entleert kann man den schlechteren Zylinder leicht erkennen
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 17:40
von Martin
Klasse Ralph!
Jetzt hab ich endlich ne hieb- und stichfeste Erklärung und Entschuldigung dafür, wenn ich ne Packung Blausiegel mit auf Reise nehme

Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 20:52
von pug
Martin hat geschrieben:Klasse Ralph!
Jetzt hab ich endlich ne hieb- und stichfeste Erklärung und Entschuldigung dafür, wenn ich ne Packung Blausiegel mit auf Reise nehme

Da gab es doch auch irgendwo eine Anleitung wie man die Stößelführungsrohre damit dichten kann (hmmm schon wieder so zweideutig)
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 21:31
von Ralph G.Wilhelm
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 22:17
von pug
Wenn das jetzt auch mit eingebauten Stösselrohren gehen würde...
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 23:41
von Norton
Öko hat geschrieben:Entsprechenden Zylinder in den verbrennungs ot stellen und mechanisch blockieren.
Ggf die Prüfung bei betriebsamen motor wiederholen bei Verdacht auf Kopf oder blockrissen.
Eine Apparatur ist in wenigen Minuten selbst gebaut.
Wie schon geschrieben wurde, neuer motor , Ringe erst einschleifen. Beim Rest sollte es keine frage sein.
Wie schleift man Ringe eigentlich ein?
Gruß. Martin.
Re: Druckverlustprüfung
Verfasst: Montag 3. Dezember 2012, 00:18
von pug
Norton hat geschrieben:Öko hat geschrieben:Entsprechenden Zylinder in den verbrennungs ot stellen und mechanisch blockieren.
Ggf die Prüfung bei betriebsamen motor wiederholen bei Verdacht auf Kopf oder blockrissen.
Eine Apparatur ist in wenigen Minuten selbst gebaut.
Wie schon geschrieben wurde, neuer motor , Ringe erst einschleifen. Beim Rest sollte es keine frage sein.
Wie schleift man Ringe eigentlich ein?
Gruß. Martin.
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