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MK III Hinterrad

Verfasst: Dienstag 20. März 2012, 23:36
von Klaus Monning
Guten Abend zum 3.
Eigentlich ein wenig schade dafür ein komplett neues Thema zu erstellen. Aber ich habe da was auf dem Herzen:
Ich gebe es nun langsam auf ein Hinterrad mit einer vernünftigen Ruckdämpfung einzubauen und die Trommelbremse beizubehalten. Die wandert in den Fällen, die ich kenne immer auf die rechte Seite des Motorrades. Dazu muss der Bowdenzug so lang gemacht werden, dass ich einen extrem weichen Druckpunkt und so gut wie keine Bremskraft mehr habe.
Die einzige Lösung die sich mir stellt, ohne wieder eine eigene Nabe machen zu müssen, ist der Einbau der Mk III Hinterradnabe entsprechend neu eingespeicht und der Scheibenbremse.
Ich hatte Glück. Ich habe eine sehr gute im amerikanischen EBAY ersteigert und warte nun darauf. Jetzt brauche ich noch ein Antriebszahnrad. Das sind ja gleichzeitig die Mitnehmer angegossen, die dann in den "Cush-Drive" eingreifen.
Hat jemand zufällig so etwas zu Hause? Es kann auch schon verschlissen sein. Ich brauche so etwas als Musterr um mir einen Zahnkranzträger (aus Aluminium) selber machen zu können, an den ich dann Zahnkränze adaptieren kann, die es leicht auf dem Markt zu kaufen gibt. Ich bin schon richtig gespannt auf die MkIII Hinterradnabe.
Gute Nacht zusammen
Gruß
Klaus

Re: MK III Hinterrad

Verfasst: Mittwoch 21. März 2012, 12:24
von Rüdi
rein interessehalber frag ich mal, was es an der Ruckdämpfung des MK2-Hinterrades samt Original Trommenbremse zu meckern gibt. Mir ist da noch nix negatives zu aufgefallen, ausser das es eben eine Trommelbremse ist, deren Bremswirkung mäßig ist, was aber im Grunde nicht stört, da man hinten beim Mopped ohnehin nicht viel Bremswirkung erzeugt.
Gruss

Re: MK III Hinterrad

Verfasst: Mittwoch 21. März 2012, 12:58
von Uli
Klaus, hast PN.

Re: MK III Hinterrad

Verfasst: Mittwoch 21. März 2012, 21:57
von Klaus Monning
Rüdi hat geschrieben:rein interessehalber frag ich mal, was es an der Ruckdämpfung des MK2-Hinterrades samt Original Trommenbremse zu meckern gibt. Mir ist da noch nix negatives zu aufgefallen, ausser das es eben eine Trommelbremse ist, deren Bremswirkung mäßig ist, was aber im Grunde nicht stört, da man hinten beim Mopped ohnehin nicht viel Bremswirkung erzeugt.
Gruss
Also Rüdi,
ich hab's an dieser Stelle schon öfter gesagt. Wenn Du in meiner Situation wärst und nur Motor, Getriebe und Rahmen hättest und den Rest zusammenkaufen müsstest , würdest Du doch auch ein Motorrad bauen, von dem Du glaubst, dass Du nur die besten Zutaten angebaut hättest. Ich glaube, dass die ersten Commandos, die komplett ohne Ruckdämpfer (auch nicht in der Kupplung) eben diesen Geburtsfehler hatten. Die späteren mit den drei Ruckdämpfergummipaaren waren schon besser. Die Mk III war dann wirklich auf dem Stand, der damals wie heute technischer Standard ist. Sie hatte nämlich richtig schöne dicke Gummi- Pakete, die wirklich richtig dämpfen und die Schläge des Twins nur sehr gedämpft ins Getriebe kommen ließen. Ich habe mir schon einmal aus einer Trommel eine Nabe mit Scheibenbremsaufnahme und richtiger Ruckdämpfung gebaut. Das war sehr gut. Ich hatte selbst mit dem dicken 950cm³- Motor keine Getriebe- Probleme. Aus diesen Erfahrungen habe ich gelernt und deswegen wird im Hinterrad eine MkIII Nabe eingebaut.
Die Hinterradnabe einer Suzuki GS 550 passt 100%ig. Nur die Trommelbremse geht nicht, weil der Bowdenzug zu lang wird. Ich hänge von dem Umbau noch einmal ein Foto mit an. Sieht glaube ich richtig gut aus, bremst nur nicht. Muss ja auch nicht. Für den TÜV aber doch.
Gruß
Klaus

Re: MK III Hinterrad

Verfasst: Mittwoch 21. März 2012, 22:43
von Phil
Klaus Monning hat geschrieben:Die Hinterradnabe einer Suzuki GS 550 passt 100%ig. Nur die Trommelbremse geht nicht, weil der Bowdenzug zu lang wird. Ich hänge von dem Umbau noch einmal ein Foto mit an. Sieht glaube ich richtig gut aus, bremst nur nicht. Muss ja auch nicht. Für den TÜV aber doch.
Hmmmm, Klaus...
Ohne Dir allzu nahe treten zu wollen... Ich denke schon auch, dass die Länge des Zugs zwar grundsätzlich eine Rolle spielt, weil die Seele und die Hülle elastisch sind. Aber so, dass eine hintere Bremse deshalb nicht zum Blockieren gebracht werden kann, will mir nicht so recht in den Kopf. Okay, die Bremse tritt (oder zieht bei einer V-Bremse) sich bei steigender Zuglänge immer schwammiger, keine Frage. Aber das macht nicht die Bremsleistung aus.
IME spielen ein vollflächig tragender Belag und eine vernünftige Geometrie des Bremsschlüssel und des Hebels eine mindestens so große, wenn nicht sogar größere Rolle. Dazu sollte der Belag im Radius an den Trommeldurchmesser angepasst werden, damit der Bremsschlüssel gar nicht soweit auslenken muss. In Deinem Bild fällt mir auf, dass der vom Bremshebel und Zug gebildete Winkel doch recht deutlich von den weithin als optimal gepriesenen, auf den simplen Prinzipien der Mechanik beruhenden 90° abweicht. So wie das dasteht verlierst Du aus dem Bauch raus 10 - 15% an effektivem Hebelarm. Das ist der Bremsleistung sicherlich nicht förderlich. Sollte bei gezogener/getretener Bremse dieser 90°-Winkel erreicht sein, passt der Belag im Durchmesser nicht, weil der Bremsschlüssel zu weit auslenken muss, bevor der Belag richtig angedrückt wird.
Die Länge des Bremszugs so pauschal als die Ursache für mangelnde Bremsleistung zu verdammen, das passt IMHO da nicht so richtig hin.
An Deiner Stelle würde ich da nochmal ran... Ursachenforschung betreiben.

Schöne Grüße

Ph.

Re: MK III Hinterrad

Verfasst: Donnerstag 22. März 2012, 09:24
von Norton
Wie dick ist denn dein Zug? Wenn die Verbindung zu "weich" ist, liegt es u. U. auch an der Zugdicke.
Ist die Bremstrommel innen glasig? Mit einer verglasten Trommel kannst Du machen was Du willst. Hilft nur ausdrehen. Die verglaste Oberfläche ist dann so hart, daß selbst ein Hartmetalldrehstahl nicht mehr anpackt. Du mußt soviel zustellen, daß Du mit dem Stahl unter dem harten ins weiche Material kommst, so 2/10 musst Du das schon zustellen.

Gruß. Martin.

Re: MK III Hinterrad

Verfasst: Donnerstag 22. März 2012, 22:34
von Klaus Monning
Phil hat geschrieben:
Klaus Monning hat geschrieben:Die Hinterradnabe einer Suzuki GS 550 passt 100%ig. Nur die Trommelbremse geht nicht, weil der Bowdenzug zu lang wird. Ich hänge von dem Umbau noch einmal ein Foto mit an. Sieht glaube ich richtig gut aus, bremst nur nicht. Muss ja auch nicht. Für den TÜV aber doch.
Hmmmm, Klaus...
Ohne Dir allzu nahe treten zu wollen... Ich denke schon auch, dass die Länge des Zugs zwar grundsätzlich eine Rolle spielt, weil die Seele und die Hülle elastisch sind. Aber so, dass eine hintere Bremse deshalb nicht zum Blockieren gebracht werden kann, will mir nicht so recht in den Kopf. Okay, die Bremse tritt (oder zieht bei einer V-Bremse) sich bei steigender Zuglänge immer schwammiger, keine Frage. Aber das macht nicht die Bremsleistung aus.
IME spielen ein vollflächig tragender Belag und eine vernünftige Geometrie des Bremsschlüssel und des Hebels eine mindestens so große, wenn nicht sogar größere Rolle. Dazu sollte der Belag im Radius an den Trommeldurchmesser angepasst werden, damit der Bremsschlüssel gar nicht soweit auslenken muss. In Deinem Bild fällt mir auf, dass der vom Bremshebel und Zug gebildete Winkel doch recht deutlich von den weithin als optimal gepriesenen, auf den simplen Prinzipien der Mechanik beruhenden 90° abweicht. So wie das dasteht verlierst Du aus dem Bauch raus 10 - 15% an effektivem Hebelarm. Das ist der Bremsleistung sicherlich nicht förderlich. Sollte bei gezogener/getretener Bremse dieser 90°-Winkel erreicht sein, passt der Belag im Durchmesser nicht, weil der Bremsschlüssel zu weit auslenken muss, bevor der Belag richtig angedrückt wird.
Die Länge des Bremszugs so pauschal als die Ursache für mangelnde Bremsleistung zu verdammen, das passt IMHO da nicht so richtig hin.
An Deiner Stelle würde ich da nochmal ran... Ursachenforschung betreiben.

Schöne Grüße

Ph.
Hallo Phil,
ja, die Ursachenforschung. Also der Zug ist ein Kupplungszug einer CX500, glaube ich. Also schön mit Teflon usw. Auch ist er schön flexibel. Die Seele hat 2,5mm. Na, vielleicht kann man da noch dran arbeiten. In jedem Fall kann man ihn aber kürzen, ohne einen scharfen Knick in den Zug zu bekommen. Das werd' ich auf jden Fall 'mal probieren. Jetzt zu den Bremsbacken:
Die habe ich neu belegen lassen, mit Übermaß- Belägen. Dann habe ich zwsichen den Bremsnocken und die beiden Backen 1mm Blech zwischen gelegt und die Backen genau auf den Bremstrommeldurchmesser abgedreht. Sollte also genau anliegen. Ich werd' die Bremse doch wieder aufmachen und nachsehen ob sie wirklich so trägt, wie ich das will. Kann auch sein, dass Martins Vermutung richtig ist, das die Bremstrommel verglast ist. Komisch, von so etwas habe ich noch nichts gehört, höchstens davon, dass die Beläge verglasen, wenn sie 'mal zu heiß geworden sind.
Sicherlich werden sich eingige wundern, warum ich so hinter der hinteren Bremse her bin. Ich muss zum TÜV. Und der wird mir dann erzählen, wie eine Bremse gehn muss. Dieser Diskussion will ich mich aber nicht aussetzen. An dem Motorrad ist schon genug nicht ganz "orischnol".
In jedem Fall werde ich aber für die MK III eine Zahnkranzträger konstruieren, auf den ganz normale Zahnkränze einer SR 500 oder GS550 draufpassen. Ich denke schon, dass es ein Schwachsinn ist, einen Zahnkranz zu konstruieren, an dem gleich die Mitnehmer angegossen sind und auch die Traglager drinnen mitlaufen ](*,) . Der Konstrukteur gehört heute noch geteert und gefedert [carton] . Und danach würd ich ihn einen sochen Zahnkranz aus dem Vollen feilen lassen. Und wehe, der passt nicht :twisted: .
Gute Nacht zusammen.
Gruß
Klaus

Re: MK III Hinterrad

Verfasst: Freitag 6. April 2012, 14:59
von Klaus Monning
Uli hat geschrieben:Klaus, hast PN.
Hallo Uli,
auch Du hast 'ne PN. Die veröffentliche ich jetzt aber. Es taucht die Frage nach einem beidseitig abgedichteten doppelreihigen Kugellager auf, weil die Abdichtung über Filzring oder separatem Dichtring meißt nicht ausreichend ist. Das beidseitig gedichtete Lager hat die Abmessungen (wie Standrad): 17x40x16 (mm) und hat die Bezeichnung: 4203 2RS. Zurzeit gibt es 2 im EBAY.de. Preis zwischen 8,80 und knapp 10,00€. Ich hoffe, dass hilft.
Gruß
Klaus