Seite 1 von 1

Leerlauf bei meiner MKIII läßt sich nur sehr schwer finden..

Verfasst: Samstag 23. April 2011, 09:09
von gb76
Hallo
Ich habe gerade mal die ersten 300 km auf meiner neu erworbenen Norton 850 MKIII zurückgelegt. Diverse Dinge, zu welchen ich noch später Fragen stellen werde, sind mir aufgefallen. u.a. dass sich der Leerlauf (zwischen 1.u.2. Gang) nur sehr schwer finden läßt. In rollendem Zustand geht's einigermaßen. KM-Stand ca. 50000 )wenn's stimmt)Was kann der Grund sein? Läßt sich da irgendwas justieren, austauschen oder so?
LG Hannes

Re: Leerlauf bei meiner MKIII läßt sich nur sehr schwer find

Verfasst: Samstag 23. April 2011, 21:16
von pug
...kann es sein, dass Du im Stand auch ziemlich viel Kraft brauchst um vom ersten Gang rauszukommen? Dann könnte es sein, dass die Kupplung nicht richtig trennt. Vielleicht zu viel Spiel?

Re: Leerlauf bei meiner MKIII läßt sich nur sehr schwer find

Verfasst: Sonntag 24. April 2011, 08:37
von gb76
Hallo, danke für dein Interesse an meinem Problem.
Leider ist das nicht so. Vom Stand aus bin ich praktisch sofort im 2.Gang wenn ich versuche den Leerlauf zu finden. In rollendem Zustand jedoch habe ich noch ein bessere Chance ihn zu treffen.
Die Gänge lassen sich ansonsten sauber und weich durchschalten.
Schöne Ostertage

Re: Leerlauf bei meiner MKIII läßt sich nur sehr schwer find

Verfasst: Sonntag 24. April 2011, 18:31
von Chris Zet
hey!
ich denke da kann es am ehesten an dem bolzen und der feder liegen die in den einkerbungen in der schaltkulisse die gänge fixieren.

teile 29, 30 und 31 in diesem link:
http://www.oldbritts.com/1975_g7.html

bolzen [weiß jetzt nicht wie die richtige technische bezeichnung ist: plunger heißts in der engl. teileliste]:
könnte abgenutzt sein
feder: eine falsche eingebaut
ODER
der vorbesitzer hat zwischen der bolzengehäusemutter und dem getriebegehäuse beilagscheiben eingelegt.
d.h. weniger federdruck auf dem bolzen-----so drückt dieser mit geringerem druck auf die schaltkulisse.
daher zwar butterweiches schalten; aber rutscht dadurch auch leicht über die neutraleinkerbung.

also, ich würde mir den plunger und die feder mal rausschrauben und checken ob es vielleicht da was hat.

was anderes kann ich mir im grunde nicht vorstellen.

chris

Re: Leerlauf bei meiner MKIII läßt sich nur sehr schwer find

Verfasst: Montag 25. April 2011, 18:31
von gb76
Hallo
klingt gut - wäre echt vorstellbar - wo sitzt aber dieser verflixte "plunger".
Habe leider noch! keine Erfahrung und möchte nicht dass mir das Getriebeöl bei "Versuch und Irrtum Spielchen" entgegenkommt.

Re: Leerlauf bei meiner MKIII läßt sich nur sehr schwer find

Verfasst: Dienstag 26. April 2011, 00:11
von jan
Hallo Hannes,

an den Plunger kommst Du von außen heran. Diese "dome nut", in der die Feder und der Plunger wie in einer Art Führungshülse gelagert sind, befindet sich an der Unterseite des Getriebes. Wenn man das Moped ziemlich schräg anlehnt (Werkstattmauer, Türzarge o.ä.) und sich drunterlegt, kann man das gesamte Konstrukt relativ entspannt nach unten herausschrauben. (Bitte Ölschüssel drunterstellen, es kommt wenigstens ein Viertelliter Getriebeöl hinterhergelaufen.) Schlüsselweite 3/8 WW, wenn ich mich richtig erinnere...

Na ja, okay - der ordentliche Weg ist es natürlich, das Getriebe auszubauen und zu zerlegen. Ich habe gerade bei meiner Matchless die Erfahrung gemacht, dass der Plunger und die Feder wohl doch nicht die Ursache meines Problemes - bei mir springt unter Last der erste Gang heraus - waren. (Zuvor hatte ich den Tipp erhalten, dort eine neue/verstärkte Feder einzusetzen.)
Oft ist es aber wohl die "Cam Plate" selber, also diese große runde Scheibe mit den Stufenbahnen und den Kerben an ihrem äußeren Umfang (siehe Pos. 28 auf der Zeichnung), die die Probleme bereitet. Man tut also wohl gut daran, das Getriebe auszubauen, zu zerlegen und die Cam Plate auszutauschen bzw. instandzusetzen, damit der Plunger und die Schaltgabeln ihren Aufgaben wieder ordnungsgemäß nachgehen können, die Gänge drinbleiben und der Leerlauf auffindbar ist.

Sorry für diese recht allgemein gehaltenen Tipps, aber ich bin selber gerade erst in der Forschungs-und-Findungsphase. Ich werde natürlich berichten, wenn ich weiterreichende Erkenntnisse gewinne. :licht:

Cheers, Jan

Re: Leerlauf bei meiner MKIII läßt sich nur sehr schwer find

Verfasst: Freitag 29. April 2011, 18:22
von Klaus Monning
Hallo Hannes,
ich hatte das Problem bei meinem Rennmotorrad (einer Seeley Commando) auch. Der Grund war ein zu stramm gespannter Zahnriemen. Also, Primärkette oder Zahnriemen schön locker machen (im heißen Zustand mehr als 2cm Spiel) und schon kannst Du wieder schalten.
Ach so, ja, die MkIII hat ja einen hydr. Spanner, die Kette an sich sollte dann ja locker genug sein. Trotzdem, überprüf Deinen Primärtrieb 'mal. Es kann Dir passieren, wenn die Spannung zu stark ist, dass Du Dir das ganze Getriebe ruinierst.
Gruß
Klaus