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Teile aus England...

Verfasst: Sonntag 12. Juli 2026, 21:17
von heinkelstefan
Hallo zusammen

Vielleicht gibt es ja jemanden der hierzu etwas sagen kann, ich muss es aber absolut loswerden, auch weil es zeigt warum ich seit dem Kauf meiner 1969er Royal Enfield Interceptor MkII mehr schraube als fahre und bei jedem Schritt vorwärts zwei zurückrutsche.

Das Bild zeigt den Kupplungshebel der im Albion-Getriebe verbaut ist, das auch noch lange in den Bullets verwendet wurde.

Links vorne der Rest der Stellschraube die abgerissen ist, daneben eine die ich in England bestellt habe. Genaugenommen habe ich zwei Stellschrauben mit Kontermutter und einen Hebel bestellt - zur Sicherheit.
Dann habe ich mir ungefähr 40 Filmchen angesehen in denen die Kupplung (bei Bullets) eingestellt wird. Die meisten auf Tamil oder Hindi (das ich natürlich nicht verstehe) und ein paar auf Niederländisch, Deutsch und Englisch die ich immerhin verstehe.
Ich habe KEINE Ahnung wie die Jungs das (in ungefähr sechs Minuten) hinkriegen:

Keine der beiden Schrauben passt richtig in einen der beiden Hebel. Beide lassen sich von der falschen, nämlich der Schlitzseite, in beide Hebel drehen. Eine für ungefähr drei Gänge, eine GENAU bis zur Hälfte. Dann klemmen beide VOLLKOMMEN fest und lassen sich nur mit Werkzeug lösen obwohl ich sie mit den Fingern reingedreht habe.

Ich kann nicht unterscheiden ob die Teile gammeliger NOS oder gebraucht sind, neu wirken sie sicher nicht. Niemand kann mir die Gewindemaße geben, ein hilfreicher Geist meint dass das NICHT aussieht wie eines der vielen Gewinde das in England Standard (...?...) ist oder war.

Ich habe eine Dreherei gefunden die mir (HOFFENTLICH) ein M10 X 1,25 Gewinde in das Original schneiden kann, dann kaufe ich eine dementsprechende Madenschraube, lasse sie vorne runddrehen und härte sie.

Das Ganze dauert jetzt schon... VIEL zu lange.

IMG_20260704_221941_719.jpg

Re: Teile aus England...

Verfasst: Sonntag 12. Juli 2026, 22:00
von jan
Uiuiui, das hast Du Dir aber auch wirklich ein exotisches Motorrad ausgesucht - obwohl... sooo selten waren die RE-Twins ja auch nicht.
Ich habe dunkel den Namen Hitchcock als Teilelieferanten in Erinnerung. :-k

Trotz völliger Ahnungslosigkeit in Sachen RE und Albion-Getriebe gehe ich davon aus, dass die Stellschraube mit eingelassener Kugel auf eine Druckstange o. ä. wirkt.
Da wäre es schon mal hilfreich, Du könntest Bilder dieses Mechanismus zur Verfügung stellen - entweder Fotos der Kupplungsbetätigung in situ oder Zeichnungen aus Werkstatthandbuch, Ersatzteilliste o. ä.
Das erleichtert Außenstehenden das Verständnis und eine mögliche Hilfestellung.

Aber natürlich stehen die Chancen auch gut, hier im Forum jemanden aufzuwecken, der sich wirklich mit dieser Konstruktion auskennt. :wink:

Noch was zu den diversen Schrauben, die Du da präsentierst: Mit zölligem Messschieber und diversen (zölligen) Gewindelehren sollte man herausfinden können, mit welchem Gewinde man es da zu tun hat. "Hilfreiche Geister" sind da eher kontraproduktiv, zumal wenn sie nur einen freundschaftlichen, aber oberflächlichen Blick auf das Gewinde werfen. (Nur) Messen hilft.
Und wenn man dann den Gewindedurchmesser, die Anzahl der Gänge pro Zoll (tpi) und den Flankenwinkel zweifelsfrei identifiziert hat, dann hat man auch eine Grundlage, auf der man weiterarbeiten kann.

Also wirf nicht von vornherein die Flinte ins Korn. Das wird schon.
Und zeig uns mal ein paar Bilder von Deiner Schönen.

Cheers, Jan

Re: Teile aus England...

Verfasst: Sonntag 12. Juli 2026, 22:06
von vitaminski
Servus,
in DE gibt es zwei Top Leute für Enfield...
https://www.royal-enfield.de/index.php?main=impressum
https://enfield-motors.de/


Da bekommst du Teile die passen und auch technische Unterstützung
:halloatall:

Re: Teile aus England...

Verfasst: Sonntag 12. Juli 2026, 23:13
von Phil
Hoi Stefan,

miss das Gewinde der Schraube, wie sie da reingehört.

Wenn ich Du wäre, der ich nicht bin, würde ich zuerst das Gewinde bestimmen an der alten Schraube und mit dem neuen vergleichen.

Dann ggf. die neue Schraube nacharbeiten. Vom Umschneiden auf metrisch würde ich abraten.

Zöllige Gewinde sind nicht per se schlecht.

Grüße

Ph.