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Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 09:55
von der dicke Onkel
Moin Gemeinde,
wie arbeitet ihr die Streuscheiben von Rücklichtern oder Blinkergläsern wieder auf, da diese mit zunehmenden Jahrzehnten meistens etwas "matt" und unansehnlich werden.
Weil ich aber auch nix neukaufen möchte, da diese Lampengläser (eigentlich sind die ja nicht aus Glas, sondern aus Kunststoff - und warum heißen die dann "Lampengläser" ? ) weder beschädigt / gerissen oder sonstwie einen Austausch notwendig machen, möchte ich diese aufpolieren.
Nur wie bzw. mit welchem "Poliermittel" ?
Ich dachte da schon an das Zeugs, mit dem man die Scheiben von Mobiltelefonen bearbeitet, wenn diese oberflächlich leicht verkratzt sind .......
Ich denke mal, das Problem besteht ja auch bei Jahrzehnte alten britischen Motorrädern - von daher habe ich ja gute Chancen auf einen Geheimtip.
Gruß
Arvid
P.s: Ein Hinweis zum "weich machen" von ausgehärteten Gummidichtungen der Blinker- oder Rücklichtgläser wäre ebenfalls hilfreich ;-)

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 10:25
von der dicke Onkel
B.t.w.
Wollen die mich verarschen?
https://www.ebay.de/itm/384187899681?_s ... BM6riyz9Bk

........... 200 Ocken für`n verrostetes "Puddingtöpfchen-Rücklicht"

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 10:34
von speedtwin
der dicke Onkel hat geschrieben: Sonntag 13. Oktober 2024, 09:55
P.s: Ein Hinweis zum "weich machen" von ausgehärteten Gummidichtungen der Blinker- oder Rücklichtgläser wäre ebenfalls hilfreich ;-)
In Glycerin einlegen :halloatall: :ja:

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 18:26
von Benni ES2
Hallo Arvid
Ich hab das vor drei vier Jahren mit Scheinwerfern und Bremslicht, Blinker von nem Fiat aus den aus den 80ern gemacht. KA was für Material. Acryl? 🤷🏼‍♂️
Die Oberfläche hatte winzige Risse und die Scheinwerfer sahen aus wie vernebelt. Hat glaube ich jeder schon mal gesehen.
Ich hab nen Lacker und nen Optiker ( = optische Physik + Materialkunde + Handwerk) gefragt. Rat war, vorsichtig schleifen und polieren. Der Optiker hatte sehr spezielle Mittel empfohlen, der Lacker vernünftige Schleifmittel und Politur.
Ich hab, wenn ich mich recht erinnere, mit 600er Wasserpapier geschliffen. Dann 800er, dann 1000er. Dann so eine leicht schleifende pastöse Politur vom Lacker, dann feine Politur (auch vom Lacker).
Die Dinger sagen danach aus wie neu. Am Rand sah man noch, dass da was anders ist, aber der Tüv Mokel hat nur gesagt, dass man das nicht darf und trotzdem Verkehrstauglichkeit bestätigt.
Mit Glas (also richtigem Glas) bin ich zum Spiegelschleifer gegangen und habs machen lassen. Auch wie neu. Den Diamant-Glasschleifkram kann man aber auch kaufen. Wenn man will. Stichwort Edelsteine Polieren.
Schönen Sonntag noch!
Benni

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:05
von jan
Wenn Du das Problem hast, dass die "Gläser" regelrecht ausgebleicht sind, wirst Du mit den vorbeschriebenen Mitteln wahrscheinlich eher keine großen Erfolge erzielen. Dann glänzen sie vielleicht wieder und sind nicht mehr matt/intransparent, aber trotzdem nutzlos.
Keine Ahnung, ob es da irgendwelche geeigneten Farben gibt, aber ich glaube, mich erinnern zu können, dass irgendjemand sein Rücklichtglas von innen mit rotem Edding ausgemalt hat... das hielt dann wieder für eine Weile.

Versuch macht kluch.

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:25
von TheMissingLink
Es gab irgendwann mal einen Artikel in der Oldtimer Markt und Technik oder der Schwesterschrift. Dort wurde das Thema lang und breit behandelt.
Jan hat Recht, keine Chance, wenn sich das Material verfärbt hat.
Sind die plasten nur matt, kommste mit einer überteuerten Smartphone-paste nicht weit.
Es gibt so einiges auf dem Markt an Polituren, für Glas und Plastik Ich habe damit meine Schweinwerfer am Mustang aufgearbeitet. Entweder hatte ich es von Rockauto oder Matthies, war ein Set, polieren und versiegeln mit tuechlein und schwamm dazu.
Motorradteile Hannover kannste preislich in die Tonne kloppen, die sind immer dramatisch überteuert.
Aus der Zeit solltest du aber baugleiche oder ähnliche Rücklichter zuhauf finden.

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:39
von Benni ES2
Benni ES2 hat geschrieben: Sonntag 13. Oktober 2024, 18:26 Hallo Arvid
Ich hab das vor drei vier Jahren …
PS: hält bis heute.

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:40
von speedtwin
jan hat geschrieben: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:05 Wenn Du das Problem hast, dass die "Gläser" regelrecht ausgebleicht sind, wirst Du mit den vorbeschriebenen Mitteln wahrscheinlich eher keine großen Erfolge erzielen. Dann glänzen sie vielleicht wieder und sind nicht mehr matt/intransparent, aber trotzdem nutzlos.
Keine Ahnung, ob es da irgendwelche geeigneten Farben gibt, aber ich glaube, mich erinnern zu können, dass irgendjemand sein Rücklichtglas von innen mit rotem Edding ausgemalt hat... das hielt dann wieder für eine Weile.

Versuch macht kluch.
Es gibt für airbrush transparente durchscheinende Farben, damit kann man auch den Deckungsgrad sehr fein steuern. Man muss dann nur vorher ein bißchen experimentieren, um den richtigen Farbton zu treffen. Zum polieren gibt es von 3M verschiedene Polituren (Finesse it etc.) die auch im Flipperbereich ganz gern verwendet werden.

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:42
von Henrik
Manche gehen mit WD-40 ran....Andere nutzen Zahnpasta als Schleifpaste. Letzteres hab ich mal bei einem matten Scheinwerferglas ausprobiert. Erfolg war überschaubar und hat mich nicht gerade vom Hocker gerissen.

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:47
von Benni ES2
jan hat geschrieben: Sonntag 13. Oktober 2024, 19:05… geeigneten Farben …
Beleuchter haben solche Farben.
Also gibt es wohl.
Ich hatte mal ein Rot und hab damit die Scheiben unserer „roten Laterne“ am Bierausschank angemalt. Das hielt jahrelang.

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 22:43
von jan
der dicke Onkel hat geschrieben: Sonntag 13. Oktober 2024, 10:25https://www.ebay.de/itm/384187899681?_s ... BM6riyz9Bk

........... 200 Ocken für`n verrostetes "Puddingtöpfchen-Rücklicht"
Geht es denn um ein solches? Honda?
Auch da muss ich mal in den Fundus schauen, ob so etwas (ähnliches) noch irgendwo schlummert... ich habe vor Jahren mal einen Nummernschildhalter für eine der Matchies "zweitverwertet", da war seinerzeit auch noch ein Rücklicht dabei, IIRC. :-k

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Sonntag 13. Oktober 2024, 23:03
von guzzimk
Also ich habe schon mal die Plastikgläser von Autoscheinwerfern aufgearbeitet, mal mit Schleifen (bis 2000er Papier) und Lackieren, mal mit Schleifen und "Acrylbeschichtung", Bedampfen o. s. ä.
Beides hat sehr gut funktioniert. Falls die Farbe verblasst ist wäre eine transparente Innenbeschichtung sicherlich eine gute Idee.....
Sets für die Beschichtung von Scheinwerfern gibt es bei Ebay und Amazon.
Ein feiner Schliff und eine Lackierung mit Klarlack soll auch sehr gut funktionieren....
Die Leuchtfarbe kann man auch mit Glühlampenlack verbessern, für Blinker gibt es gelbe Leuchtmittel.

https://www.ebay.de/itm/164468962041?mk ... media=COPY

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Montag 14. Oktober 2024, 13:59
von der dicke Onkel
Moin,
die Funktion (Farbe) der Streuscheiben (Kunststoff) sind nicht beeinträchtigt bzw. ausgeblichen - das ist soweit alles okay. Nur "glänzen" die Streuscheiben von Blinker und Rücklicht nicht mehr so schön. Hauptscheinwerfer-Einsatz (Streuscheibe aus Glas) kommt sowieso neu - ich will ja von 6V Bordelektrik auf 12 V (H4) umrüsten. Die 6V Beleuchtung an der Karre ist ja eher etwas "funzelig" und das werde ich meinem Mädel nicht antun (ich will sie ja noch eine Weile "behalten" und nicht loswerden ;-) ).
Normalerweise würde ich mir um den Zustand der Streuscheiben an Blinker und Rückleuchte keine Gedanken machen, aber bei dem Moped läuft`s auf eine Komplettrestauration - incl. Lackierung des Rahmens und Hinterradschwinge - hinaus ........... und da fände ich das schon passend, wenn man den Streuscheiben besagter Beleuchtungseinrichtung nicht sofort ihr Alter ansieht :-).
Übrigens: Die Rücklicht/ Bremslicht Kombi hat einen verchromten Lampenträger - das, was man Bauform-gleich im Net findet, ist von CB, CJ, CM oder CY Modellen und hat zumeist einen schwarzen Kunststoff-Lampenträger. Und wenn dann mal eine Rückleuchte mit verchromtem Metallträger auftaucht, ist der meistens mindestens genau so verrostet/angerostet, wie der von meiner SL (und die Streuscheibe sieht auch nicht besser aus).
Andererseits: Schon mal Dank für die vielen Hinweise und Tipps ........... ich versuch`s mal mit Lappen und Zahnpasta.
Gruß
Arvid

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Montag 14. Oktober 2024, 15:15
von Mateo
also ich hab im Netz gesehen, wie so ein Vogel in einem Fussballstadion die ausgebleichten Plastiksitze mit einem Flammenwerfer (Lötlampe) bearbeitet hat, die sahen danach wieder aus wie neu....

Keine Ahnung ob das mit Rückleuchtenglas auch geht ????????

Re: Neu kaufen kann ja jeder ......... aufarbeiten von Rücklicht-Streuscheiben u.s.w.

Verfasst: Montag 14. Oktober 2024, 17:05
von Mineiro
Arvid schau mal hier im Mopar Forum da sind die Arbeitsschritte zur Aufbereitung ganz gut erklärt ....

https://www.mopar-forum.eu/viewtopic.php?t=79141